In Mali und Niger sind die bewaffneten Konflikte zwischen den Rebellen und den Regierungen wieder aufgeflammt. In Mali ist trotz des Abkommens von Algier (Juli 2006) und der Vermittlungstätigkeit von Algerien und Libyen mit dem Mord an zwei führenden Vertretern der Tuareg am 11. April 2008, den Angriffen auf Kasernen wie etwa am 21. Mai 2008, die die Flucht der Zivilbevölkerung in die benachbarten Länder zur Folge hatten, eine Eskalation der Gewalt zu verzeichnen. In Niger liegt der Grund für die Gewalt in der fehlenden Umverteilung der Einnahmen aus der Uranförderung durch das französische Unternehmen AREVA sowie in deren Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt.
Beabsichtigt der Rat im Rahmen der strategischen Partnerschaft zwischen Afrika und der Europäischen Union, die am 6. Dezember 2007 in Lissabon unterzeichnet wurde, durch eine Vermittlungstätigkeit zur Lösung der Konflikte in diesen beiden Ländern beizutragen?