MÜNDLICHE ANFRAGE für die Fragestunde während der April-Tagung 2009 gemäß Artikel 109 der Geschäftsordnung von Rodi Kratsa-Tsagaropoulou an die Kommission
Betrifft: Drohende Rezession in Südosteuropa und Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft
Jüngste Analysen internationaler Finanzinstitute und Kreditrating-Aagenturen prognostizieren einen starken Wirtschaftsabschwung in Südosteuropa und verweisen insbesondere auf die Gefahr, dass Verbraucher und Unternehmen ihre Kredite nicht zurückzahlen können. Eine derartige Rezession kann sehr ernste Auswirkungen auch auf die Wirtschaft der Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben, da westeuropäische Unternehmen und Banken große Investitionen in dieser Region getätigt haben.
Hält es die Kommission für zweckmäßig, Stützungsmaßnahmen für Banken in den Ländern Südosteuropas – im Namen der nationalen Aktionspläne gemäß der europäischen Nachbarschaftspolitik – gemeinsam mit diesen Ländern und ggf. mit der Europäischen Investitionsbank vorzusehen? Wie gedenkt die Kommission die Möglichkeiten der zur Verfügung stehenden Finanzmittel, wie z.B. des Vorbeitrittsinstruments (IPA) und des Europäischen Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstruments (ENPI) zu nutzen, um die örtlichen Volkswirtschaften zu stärken und eine mögliche Rezession abzuwenden?