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Parlamentarische Anfragen
13. September 2004
E-1997/04
SCHRIFTLICHE ANFRAGE von Hiltrud Breyer (Verts/ALE) an die Kommission

 Betrifft:  Verwendung von EU-Hilfsgeldern zur Beseitigung von Folgen des Uranbergbaus von COMUF/COGEMA in Gabun
 Antwort(en) 

Das Unternehmen COMUF, eine Tochtergesellschaft der französischen COGEMA, hat von 1961 bis 1999 in ihrer Anlage in Mounana (Gabun) knapp 28000 t Uran produziert.

Für die Sanierung der Bergbaufolgen wurden von der Regierung von Gabun 7 Mio. Euro aus Hilfsgeldern verwendet, die die EU für die Entwicklung des Bergbausektors in Gabun bereitgestellt hatte.

1. Ist der Kommission diese Verwendung der Hilfsgelder bekannt, und hat die Kommission dieser Verwendung der Hilfsgelder zugestimmt?

2. Wie rechtfertigt die Kommission die Verwendung der Hilfsgelder angesichts der Umstände,

dass das Unternehmen COMUF als ehemaliger Betreiber des Bergwerks auch für dessen Sanierung verantwortlich ist?
dass die Umweltauswirkungen des Bergbaus besonders gravierend sind, da das Unternehmen COMUF während der ersten 15 Betriebsjahre unter beispielloser Missachtung jeglicher Mindeststandards die Rückstände der Erzaufbereitung (ohne vorherige Neutralisation) einfach in den Bach Ngamaboungou eingeleitet hat?
dass die Ablagerungen der Rückstände im Tal des Ngamaboungou nur unzureichend mit Laterit-Boden abgedeckt wurden?
dass die in den letzten Betriebsjahren angefallenen Aufbereitungsrückstände in einem Staudamm ohne feste Abdeckung eingelagert sind?

 ABl. C 125 vom 29/05/2006
Letzte Aktualisierung: 30. November 2005Rechtlicher Hinweis