Europäisches Parlament

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Parlamentarische Anfragen
7. Mai 2009
E-3421/09
SCHRIFTLICHE ANFRAGE von Hiltrud Breyer (Verts/ALE) an die Kommission

 Betrifft: EU-Finanzierung für alternative Medizin
 Antwort(en) 

In der EU nutzen über 100 Millionen Menschen die Alternativ- und Komplementärmedizin — mit steigender Tendenz. Diese große Bedeutung der Komplementärmedizin für die Bürgerinnen und Bürger Europas spiegelt sich nicht in den EU-Forschungsausgaben und weiteren Finanzierungen wie z. B. in der „Initiative Innovative Arzneimittel“ wider.

1. Warum blendet die EU-Kommission den wachsenden Bereich der Komplementärmedizin in ihrer Forschungs- und sonstigen Finanzierung völlig aus?

2. Kann die Kommission eine Übersicht geben, wie viele EU-Gelder im Vergleich zur konventionellen Medizin in den Bereich der Komplementärmedizin fließen oder wo eine Finanzierung geplant ist?

3. Für das zweite Aktionsprogramm der EU im Bereich Gesundheit 2008-2013 (Beschluss Nr. 1350/2007/EG(1)) ist festgehalten, dass das Programm der Bedeutung des ganzheitlichen Ansatzes Rechnung tragen und die alternative Medizin berücksichtigen soll. Kann die Kommission konkretisieren, wie diese Berücksichtigung aussehen wird? Wird die Kommission Finanzposten für die Alternativmedizin zuweisen?

4. Wann gedenkt die Kommission diese bestehende Schieflage in Bezug auf die Finanzierung auszugleichen?

5. Gedenkt die Kommission im Rahmen der internationalen EU-Kooperation mit China, Forschungsvorhaben zum besseren Verständnis der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und europäischer Therapien der Alternativ- und Komplementärmedizin (CAM) zu unterstützen?

6. Durch welche Maßnahmen gedenkt die Kommission dem anhaltenden Verschwinden von homöopathischen and anthroposophischen Arzneimitteln im Binnenmarkt durch die EU-Genehmigungsbehörde EMEA in London in Zukunft entgegenzuwirken?

(1)ABl. L 301 vom 20.11.2007, S. 3.

 ABl. C 189 vom 13/07/2010
Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2009Rechtlicher Hinweis