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Parlamentarische Anfragen
23. August 2010
E-6744/2010
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung
an die Kommission
Artikel 117 der Geschäftsordnung
Rebecca Harms (Verts/ALE)

 Betrifft: EU‑Projektmittel für Tollwutprophylaxe und Kastrationsprogramme für streunende Hunde
 Antwort(en) 

Die Vermehrung streunender Hunde ist in einigen Ländern der EU ein großes Problem. Nationale und internationale Tierschutzorganisationen arbeiten deshalb in diesen Ländern in Absprache und mit der Unterstützung der zuständigen Behörden vor Ort zusammen, um mit Kastrationsprogrammen das Elend streunender Hunde wirkungsvoll und erfolgreich zu bekämpfen. Bedauerlicherweise werden in einigen Ländern trotzdem Fang- und Tötungsmethoden angewandt, die mit dem im Vertrag von Lissabon formulierten generellen Konsens und Grundtenor, Tiere als fühlende, leidensfähige Wesen zu sehen, nicht in Einklang stehen.

Die Kommission hat mit dem 2006 vorgelegten „Aktionsplan der Gemeinschaft für den Schutz und das Wohlbefinden von Tieren 2006‑2010“ und der „Tiergesundheitsstrategie 2007‑2013“ die Möglichkeit geschaffen, trotz fehlender Verankerung des Tierschutzes in den EG‑Verträgen tätig zu werden. Mit der wissenschaftlich anerkannten, geeigneten und weltweit erfolgreich praktizierten CCR-Methode (Catch-Castrate-Release) steht eine vertretbare Lösung zur Verfügung, die die unkontrollierte Vermehrung der Hunde erfolgreich und effektiv verhindert und die im Rahmen der Tiergesundheitsstrategie zusammen mit flächendeckenden Impfprogrammen zur Tollwutprophylaxe sinnvoll kombiniert und durchgeführt werden kann.

1. Gibt es EU‑Projektmittel oder sind solche Mittel vorgesehen, damit in den betroffenen Ländern entsprechende Programme unterstützt werden können, und wie erfolgt die Mittelvergabe?

2. Gibt es EU‑Projektmittel oder sind solche Mittel vorgesehen, damit in den betroffenen Ländern nach der CCR-Methode systematische Kastrationsprogramme durchgeführt und in Kombination mit der Impfstrategie zur Tollwutbekämpfung wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden können, und wie erfolgt die Mittelvergabe?

 ABl. C 216 E vom 22/07/2011
Letzte Aktualisierung: 25. August 2010Rechtlicher Hinweis