Der US-amerikanische Konzern Monsanto vertreibt unter dem Handelsnamen „Roundup“ eine Serie von Breitbandherbiziden für die Landwirtschaft, aber auch für Hobbygärtner. Wirkstoff ist das nicht-selektive Blattherbizid Glyphosat.
Jüngsten Medienberichten zufolge war die EU‑Kommission spätestens seit 2002 über die Ergebnisse mehrerer Studien informiert, die die gefährlichen Auswirkungen von Glyphosat auf Mensch und Umwelt belegen.
Schon bei sehr geringen Dosierungen kann das Mittel Missbildungen bei Fröschen und Hühnerembryos auslösen. Untersuchungsergebnisse, wonach das Spritzmittel nicht nur Missbildungen, sondern etwa auch Hormonstörungen, DNA-Schäden und Krebs verursachen kann, seien ignoriert worden.
1. Warum hat die Kommission bisher verschwiegen, was „Roundup“ für negative Folgen hat?
2. Von welchen Institutionen wurde „Roundup“ untersucht oder geprüft?
3. Wie gedenkt die Kommission, auf die Aufdeckung dieses Skandals zu reagieren?
4. Wird die Kommission nun über allfällige gesundheitliche Risiken informieren? Werden Anwender und Ärzte ausreichend über Nebenwirkungen und allfällige Langzeitschäden in Kenntnis gesetzt?
5. Wird die Kommission die durch ihr Verschulden erhöhten Behandlungs- und Untersuchungskosten übernehmen? Wenn ja, aus welchen Mitteln?