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Schulz fordert neue Flüchtlings- und Migrationspolitik

Pressemitteilungen
Brüssel
19-04-2015
Martin Schulz
Martin Schulz

"Die erneute Tragödie vor der libyschen Küste, bei der womöglich bis zu 700 Menschen ihr Leben gelassen haben, macht mich fassungslos. Wie viele Menschen müssen noch ertrinken bis wir in Europa endlich handeln?

Wie oft wollen wir noch unsere Bestürzung zum Ausdruck bringen und danach zur Tagesordnung übergehen? Mit Worten der Trauer ist es nicht getan.

Wir können so nicht weiter machen. Mit jedem Tag, den wir tatenlos zusehen, wie Menschen sich in die Hände krimineller und menschenverachtender Schlepperbanden begeben und auf dem Weg nach Europa ertrinken, laden wir weitere Schuld auf uns.

Europa kann und muss mehr tun. Es ist eine Schande und ein Armutszeugnis, wie viele Länder sich hier aus der Verantwortung stehlen und wie wenig Geld wir für Rettungsaktionen aufbringen. Die Zusammenarbeit mit den Behörden unserer Nachbarländer im Mittelmeerraum und die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit in Libyen sind eine der drängendsten Aufgaben.

Und wir müssen endlich unsere Flüchtlings- und Migrationspolitik ändern; ohne eine wirklich gemeinsame und solidarische europäische Politik, die Menschen legale Wege nach Europa ermöglicht und die Hoffnung anstelle von Verzweiflung setzt, ist die nächste Tragödie nur eine Frage der Zeit."

Für weitere Informationen:

europarl.president.press@europarl.europa.eu