Weltwassertag 2012

Pressemitteilungen
Brüssel -
21-03-2012
Auswärtige Angelegenheiten - Menschenrechte

Anlässlich des Weltwassertags (22 März 2012) gab der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, folgende Erklärung ab:

„Das 6. Weltwasserforum in Marseille hat das Problem des ungleichen Zugangs zu sauberem Wasser und zu sanitären Einrichtungen in den Vordergrund gerückt. Fast der Hälfte der Bevölkerung der Entwicklungsländer mangelt es an sanitären Einrichtungen; über 800 Millionen Menschen nutzen immer noch unsichere Trinkwasserquellen.

Mit der wachsenden Weltbevölkerung und der zunehmenden Urbanisierung nehmen der weltweite Wasserverbrauch und die Nachfrage nach Wasser ständig zu, und es gelingt uns nicht, mit diesem lebenswichtigen Gut auf faire und effiziente Art und Weise umzugehen.

Sauberes Wasser verbessert die öffentliche Gesundheit, schafft Wohlstand und trägt zur Armutsminderung bei. Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen sollte als ein Grundrecht betrachtet werden, und Wasser sollte – wie es in der Entschließung des Europäischen Parlaments hieß – keine unrechtmäßige Profitquelle sein. Ich freue mich, dass einige Länder konkrete Fortschritte zum Schutze dieses Rechts in ihren Rechtssystemen erzielt haben.

Samstag und Sonntag werde ich mich anlässlich der Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum in Rabat aufhalten, und ich freue mich, bei dieser Gelegenheit mit Parlamentariern aus der Region unter anderem über die Wasserbewirtschaftung im Mittelmeerbecken zu diskutieren.

60% der Weltbevölkerung, die mit wenig Wasser auskommen müssen, konzentrieren sich im südlichen Teil des Mittelmeerraums und im Nahen Osten, und bis 2025 könnten 63 Millionen Menschen von Wasserknappheit betroffen sein."

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