Genehmigung von Pestiziden in der EU - Schwerpunkt: Glyphosat

01-02-2018

In der Europäischen Union gilt für Pflanzenschutzmittel, die oft als „Pestizide“ bezeichnet werden, ein zweistufiges Genehmigungsverfahren: Die Wirkstoffe werden auf Ebene der Europäischen Union (EU) genehmigt, sofern sie einigen Kriterien entsprechen. Kommerzielle Pflanzenschutzmittel, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, werden anschließend von den Mitgliedstaaten zugelassen, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Seit dem Jahr 2015 gibt es Meinungsverschiedenheiten über die Erneuerung der Genehmigung von Glyphosat. Als einer der Wirkstoffe, die weltweit am häufigsten in Breitbandherbiziden verwendet werden, findet Glyphosat vor allem in der Landwirtschaft Anwendung. Ursache der Meinungsverschiedenheiten waren unterschiedliche Bewertungen der krebserregenden Wirkung von Glyphosat: Das Internationale Krebsforschungszentrum, das der Weltgesundheitsorganisation angehört, stufte Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen ein, während die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zu dem Schluss kam, dass von Glyphosat wahrscheinlich keine krebserregende Gefahr für Menschen ausgeht. Die Europäische Chemikalienagentur erklärte später, dass Glyphosat nicht als krebserregender Stoff einzustufen sei. Verschiedene einzelstaatliche Behörden außerhalb der EU kamen zu demselben Schluss. Im Dezember 2017 erneuerte die Kommission schließlich die Genehmigung von Glyphosat für einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Standpunkte der Interessenträger und Mitgliedstaaten zu dem Thema liegen weichen stark voneinander ab. Das Europäische Parlament hat dazu aufgefordert, die Verwendung von Glyphosat bis Ende 2022 schrittweise einzustellen. Im Februar 2018 soll das Parlament über die Einsetzung eines Sonderausschusses für das Genehmigungsverfahren der EU für Pestizide abstimmen.

In der Europäischen Union gilt für Pflanzenschutzmittel, die oft als „Pestizide“ bezeichnet werden, ein zweistufiges Genehmigungsverfahren: Die Wirkstoffe werden auf Ebene der Europäischen Union (EU) genehmigt, sofern sie einigen Kriterien entsprechen. Kommerzielle Pflanzenschutzmittel, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, werden anschließend von den Mitgliedstaaten zugelassen, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Seit dem Jahr 2015 gibt es Meinungsverschiedenheiten über die Erneuerung der Genehmigung von Glyphosat. Als einer der Wirkstoffe, die weltweit am häufigsten in Breitbandherbiziden verwendet werden, findet Glyphosat vor allem in der Landwirtschaft Anwendung. Ursache der Meinungsverschiedenheiten waren unterschiedliche Bewertungen der krebserregenden Wirkung von Glyphosat: Das Internationale Krebsforschungszentrum, das der Weltgesundheitsorganisation angehört, stufte Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen ein, während die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zu dem Schluss kam, dass von Glyphosat wahrscheinlich keine krebserregende Gefahr für Menschen ausgeht. Die Europäische Chemikalienagentur erklärte später, dass Glyphosat nicht als krebserregender Stoff einzustufen sei. Verschiedene einzelstaatliche Behörden außerhalb der EU kamen zu demselben Schluss. Im Dezember 2017 erneuerte die Kommission schließlich die Genehmigung von Glyphosat für einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Standpunkte der Interessenträger und Mitgliedstaaten zu dem Thema liegen weichen stark voneinander ab. Das Europäische Parlament hat dazu aufgefordert, die Verwendung von Glyphosat bis Ende 2022 schrittweise einzustellen. Im Februar 2018 soll das Parlament über die Einsetzung eines Sonderausschusses für das Genehmigungsverfahren der EU für Pestizide abstimmen.