Politische Maßnahmen der EU im Interesse der Bürger: Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

28-06-2019

Bereits seit Anfang der 1950er Jahre engagiert sich die Europäische Union (EU) für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, indem sie eine hohe Beschäftigungsquote fördert. Das Thema wurde mit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 und dem damit verbundenen Anstieg der Arbeitslosenquoten in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) ganz oben auf die europäische Agenda gesetzt. In ihrer Strategie Europa 2020 hat die Europäische Kommission das Ziel festgelegt, bis 2020 75 % der 20- bis 64-Jährigen in Beschäftigung zu bringen. Die Arbeitsmarktbedingungen in der EU haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert, und die meisten Arbeitsmarktindikatoren verzeichneten eine stetige Verbesserung. Seit Mitte 2013 ist die Arbeitslosenquote in der EU rückläufig und liegt inzwischen wieder auf dem Stand von vor der Krise (6,5 % im Februar 2019). Trotz der Erholung des Wirtschaftswachstums und seiner positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt steht die EU noch vor Herausforderungen im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit, insbesondere in Bezug auf Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten, Jugendarbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit. Seit 2014 wurden in einer Reihe von Bereichen Anstrengungen unternommen, u. a. zur Unterstützung junger Menschen bei ihrem Eintritt in den Arbeitsmarkt, zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, zur Verbesserung der Kompetenzen und zur Förderung der Mobilität der Arbeitnehmer in der Europäischen Union. Die Verbesserung der Arbeitsmarktindikatoren kommt in der gestiegenen Wertschätzung der Bürger für das Engagement der EU bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zum Ausdruck. Dennoch gibt es zahlreiche Forderungen an die EU, in diesem Politikbereich noch mehr zu tun (76 % der Unionsbürger). In Zukunft könnten neue oder aktualisierte Rechtsvorschriften im Beschäftigungsbereich die Arbeit modernisieren, um die Anpassung an eine digitale Welt zu erleichtern, nachhaltige Übergänge von der Arbeitslosigkeit ins Erwerbsleben und von einem Arbeitsplatz zum nächsten zu unterstützen, die Mobilität der Arbeitnehmer zu erhöhen und für eine engere Abstimmung zwischen der Wirtschafts- und Sozialpolitik zu sorgen. Dies ist die aktualisierte Fassung eines Briefings, das vor der Wahl zum Europäischen Parlament 2019 veröffentlicht wurde.

Bereits seit Anfang der 1950er Jahre engagiert sich die Europäische Union (EU) für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, indem sie eine hohe Beschäftigungsquote fördert. Das Thema wurde mit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 und dem damit verbundenen Anstieg der Arbeitslosenquoten in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) ganz oben auf die europäische Agenda gesetzt. In ihrer Strategie Europa 2020 hat die Europäische Kommission das Ziel festgelegt, bis 2020 75 % der 20- bis 64-Jährigen in Beschäftigung zu bringen. Die Arbeitsmarktbedingungen in der EU haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert, und die meisten Arbeitsmarktindikatoren verzeichneten eine stetige Verbesserung. Seit Mitte 2013 ist die Arbeitslosenquote in der EU rückläufig und liegt inzwischen wieder auf dem Stand von vor der Krise (6,5 % im Februar 2019). Trotz der Erholung des Wirtschaftswachstums und seiner positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt steht die EU noch vor Herausforderungen im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit, insbesondere in Bezug auf Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten, Jugendarbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit. Seit 2014 wurden in einer Reihe von Bereichen Anstrengungen unternommen, u. a. zur Unterstützung junger Menschen bei ihrem Eintritt in den Arbeitsmarkt, zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, zur Verbesserung der Kompetenzen und zur Förderung der Mobilität der Arbeitnehmer in der Europäischen Union. Die Verbesserung der Arbeitsmarktindikatoren kommt in der gestiegenen Wertschätzung der Bürger für das Engagement der EU bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zum Ausdruck. Dennoch gibt es zahlreiche Forderungen an die EU, in diesem Politikbereich noch mehr zu tun (76 % der Unionsbürger). In Zukunft könnten neue oder aktualisierte Rechtsvorschriften im Beschäftigungsbereich die Arbeit modernisieren, um die Anpassung an eine digitale Welt zu erleichtern, nachhaltige Übergänge von der Arbeitslosigkeit ins Erwerbsleben und von einem Arbeitsplatz zum nächsten zu unterstützen, die Mobilität der Arbeitnehmer zu erhöhen und für eine engere Abstimmung zwischen der Wirtschafts- und Sozialpolitik zu sorgen. Dies ist die aktualisierte Fassung eines Briefings, das vor der Wahl zum Europäischen Parlament 2019 veröffentlicht wurde.