Afrikas Wirtschaftswachstum: Durchstart oder Verlangsamung?

04-01-2016

Seit der Jahrtausendwende hat Afrika hohe und anhaltende Wachstumsraten erzielt, was die Hoffnung weckt, dass das 21. Jahrhundert das Jahrhundert Afrikas sein könnte. Da das globale wirtschaftliche Umfeld weniger günstig wird, erlangen andere Wachstumsmotoren als Export-Rohstoffe eine wesentliche Bedeutung. Der Primärsektor (Landwirtschaft und mineralgewinnende Industrien) wird für die meisten afrikanischen Länder unverzichtbar bleiben, er muss jedoch lokal mehr industrielle Verarbeitung generieren. Dienstleistungen haben bedeutend zum Wachstum beigetragen und sind der am schnellsten wachsende Sektor, sie bleiben jedoch von geringer Produktivität und unzureichenden Qualifikationen beeinträchtigt. Das verarbeitende Gewerbe stagniert seit Jahrzehnten. Afrika muss sich industrialisieren, um Arbeitsplätze zu schaffen (einschließlich gering qualifizierter) und die Wirtschaft umzugestalten. Der Aufbau von Infrastruktur, insbesondere für Stromversorgung und Verkehrsnetze, und die Verbesserung der Qualität wirtschaftspolitischer Steuerung sind notwendige, aber nicht ausreichende Voraussetzungen dafür, weiteres Wirtschaftswachstum zu erzielen und die von Afrikas junger Bevölkerung so dringend benötigten neuen Arbeitsplätze zu schaffen.

Seit der Jahrtausendwende hat Afrika hohe und anhaltende Wachstumsraten erzielt, was die Hoffnung weckt, dass das 21. Jahrhundert das Jahrhundert Afrikas sein könnte. Da das globale wirtschaftliche Umfeld weniger günstig wird, erlangen andere Wachstumsmotoren als Export-Rohstoffe eine wesentliche Bedeutung. Der Primärsektor (Landwirtschaft und mineralgewinnende Industrien) wird für die meisten afrikanischen Länder unverzichtbar bleiben, er muss jedoch lokal mehr industrielle Verarbeitung generieren. Dienstleistungen haben bedeutend zum Wachstum beigetragen und sind der am schnellsten wachsende Sektor, sie bleiben jedoch von geringer Produktivität und unzureichenden Qualifikationen beeinträchtigt. Das verarbeitende Gewerbe stagniert seit Jahrzehnten. Afrika muss sich industrialisieren, um Arbeitsplätze zu schaffen (einschließlich gering qualifizierter) und die Wirtschaft umzugestalten. Der Aufbau von Infrastruktur, insbesondere für Stromversorgung und Verkehrsnetze, und die Verbesserung der Qualität wirtschaftspolitischer Steuerung sind notwendige, aber nicht ausreichende Voraussetzungen dafür, weiteres Wirtschaftswachstum zu erzielen und die von Afrikas junger Bevölkerung so dringend benötigten neuen Arbeitsplätze zu schaffen.