Berechnung von Dumpingspannen: Regeln und Praktiken in der EU und den USA vor dem Hintergrund der Debatte um den Marktwirtschaftsstatus fur China

31-05-2016

Die Berechnung der Dumpingspannen ist in Anti-dumpinguntersuchungen aus zwei Gründen von grund-legender Bedeutung: Erstens ist sie die Grundvoraus-setzung für die Einführung einer Antidumpingmaßnah-me; das Vorliegen von Dumping gilt dann als nachge-wiesen, wenn die Dumpingspanne über der Gering-fügigkeitsschwelle (d. h. über 2 %) liegt. Zweitens wird durch sie die Obergrenze für einen Antidumping-Zollsatz definiert, sofern es zu dessen Anwendung kommt. Die Methode zur Berechnung von Dumping-spannen unterscheidet sich je nachdem, ob das ausführende Land als Land mit Marktwirtschaft oder Nichtmarktwirtschaftsland gewertet wird. In dieser Ar-beit werden die Unterschiede betrachtet, die bei der Berechnung der Dumpingspannen und insbesondere der Normalwerte in Untersuchungen gegen Ausführer in einem Land mit Marktwirtschaft und gegen Ausfüh-rer in Nichtmarktwirtschaftsländern bestehen. Weiter-hin werden Unterschiede bei der Vorgehensweise gegenüber Nichtmarktwirtschaftsländern seitens der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten be-trachtet und anhand empirischer Analysen wird unter-sucht, wie unterschiedliche Methoden in Untersuchun-gen gegen China angewendet werden. Abschließend werden die politischen Optionen betrachtet, die im Rahmen der für 2016 geplanten Änderung des Abschnitts 15 des Protokolls über den Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation vorgesehen sind.

Die Berechnung der Dumpingspannen ist in Anti-dumpinguntersuchungen aus zwei Gründen von grund-legender Bedeutung: Erstens ist sie die Grundvoraus-setzung für die Einführung einer Antidumpingmaßnah-me; das Vorliegen von Dumping gilt dann als nachge-wiesen, wenn die Dumpingspanne über der Gering-fügigkeitsschwelle (d. h. über 2 %) liegt. Zweitens wird durch sie die Obergrenze für einen Antidumping-Zollsatz definiert, sofern es zu dessen Anwendung kommt. Die Methode zur Berechnung von Dumping-spannen unterscheidet sich je nachdem, ob das ausführende Land als Land mit Marktwirtschaft oder Nichtmarktwirtschaftsland gewertet wird. In dieser Ar-beit werden die Unterschiede betrachtet, die bei der Berechnung der Dumpingspannen und insbesondere der Normalwerte in Untersuchungen gegen Ausführer in einem Land mit Marktwirtschaft und gegen Ausfüh-rer in Nichtmarktwirtschaftsländern bestehen. Weiter-hin werden Unterschiede bei der Vorgehensweise gegenüber Nichtmarktwirtschaftsländern seitens der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten be-trachtet und anhand empirischer Analysen wird unter-sucht, wie unterschiedliche Methoden in Untersuchun-gen gegen China angewendet werden. Abschließend werden die politischen Optionen betrachtet, die im Rahmen der für 2016 geplanten Änderung des Abschnitts 15 des Protokolls über den Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation vorgesehen sind.