Umfrage zur Zukunft Europas
In einem Jahr, das von der COVID-19-Pandemie geprägt wurde, ist nach Ansicht der europäischen Bürger niemand besser geeignet, die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen und Chancen für die Zukunft zu eröffnen, als die Europäische Union.
Eine neue spezielle Eurobarometer-Umfrage, die vor der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung der Präsidenten des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission veröffentlicht wurde, legt den Schwerpunkt auf die Konferenz zur Zukunft Europas und misst Einstellungen zu der Konferenz selbst sowie zu ausgewählten Schlüsselthemen. Mit dieser Konferenz soll ein neues öffentliches Forum für eine offene, inklusive, transparente und strukturierte Debatte mit den europäischen Bürgern über die Themen geschaffen werden, die für sie und für ihren Alltag von Belang sind. Die Umfrage, die zwischen November und Dezember 2020 vom Marktforschungsunternehmen Kantar durchgeführt wurde, war gemeinsam vom Europäischen Parlament und der Kommission in Auftrag gegeben worden.
Die Konferenz zur Zukunft Europas
Drei Viertel der Befragten sind sich sicher, dass die Konferenz zur Zukunft Europas die Demokratie in der EU voranbringen wird: Für 76 % steht fest, dass die Konferenz einen deutlichen Fortschritt für die Demokratie in der EU darstellt. Das entspricht der Meinung der großen Mehrheit in allen Mitgliedstaaten der EU.
Die Stimme der Bürger in der EU
Die überwiegende Mehrheit der Europäer (92 %) in allen Mitgliedstaaten fordert, dass den Bürgern bei Entscheidungen, die die Zukunft Europas betreffen, mehr Gehör geschenkt wird.
Zwar halten 55 % der Befragten die Teilnahme an Wahlen zum Europäischen Parlament für den wirksamsten Weg, um bei Entscheidungsträgern auf Unionsebene Gehör zu finden. Allerdings befürwortet ein überaus großer Teil der Befragten durchaus ein größeres Mitspracherecht der Unionsbürger bei Entscheidungen, die die Zukunft Europas betreffen.
45 % der Europäer befürworten die EU zwar grundsätzlich, allerdings nicht in ihrer bisherigen Form.
Die Zukunft Europas
Fast zwei Drittel geben an, dass sie in der Corona-Krise über die Zukunft der Europäischen Union nachgedacht haben. 39 % hingegen haben das nach eigenen Angaben nicht getan.
Vorzüge und Herausforderungen
Als wesentliche Vorzüge der EU nennen die Europäer mit 32 % die Achtung der Demokratie, der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit und mit 30 % die Stellung der EU als Wirtschafts-, Industrie- und Handelsmacht.
Für 45 % der Europäer ist der Klimawandel die größte globale Herausforderung für die Zukunft der EU. Damit führt er das Feld unangefochten an. Mit 38 % bzw. 37 % liegen die Themen an zweiter (Terrorismus) und dritter Stelle (Gesundheitsrisiken) fast gleichauf.
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Wichtigste Ergebnisse
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Erste Ergebnisse
EN (19.7 MB)DE (17.3 MB)FR (17.9 MB) -
Anhang zu den Ergebnissen
EN (1 MB)DE (1.32 MB)FR (2.73 MB) -
Studie
DE (27.3 MB) -
Informationsblätter zu den Mitgliedstaaten
EU 27 (ZIP - 99 MB)AT (PDF - 5.75 MB)DE (PDF - 5.73 MB)LU (PDF - 5.73 MB)