Die europ�er zwei jahre vor der wahl 2014 

Mit Blick auf die Europawahl im Jahr 2014 schien es angebracht, sich einen umfassenden �berblick dar�ber zu verschaffen, wie die EU-B�rger die Europ�ische Union wahrnehmen, inwieweit sie ihre Institutionen kennen und welche Erwartungen sie in der derzeitigen Krise haben.

Die Feldzeit dieser Eurobarometer-Umfrage f�r das Europ�ische Parlament erstreckte sich vom 2. bis 17.6.2012. Im Rahmen dieser Umfrage wurden von TNS Opinion in den 27 EU-Staaten 26 622 B�rger im pers�nlichen Interview befragt.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Das Image der EU wird in den Augen einer Mehrheit der Europ�er besser. Au�erdem sagt zum ersten Mal eine absolute Mehrheit, die Zugeh�rigkeit zur EU sei eine �gute Sache�. 

    Dennoch muss betont werden, dass die Mehrheit der befragten Personen nach wie vor der Meinung ist, dass ihre Stimme �nicht z�hlt in der EU�, auch wenn die Zahl derer, die der gegenteiligen Meinung sind, gr��er wird.
  • In der Frage der europ�ischen Identit�t sind die europ�ischen B�rger der Auffassung, dass die �Werte Demokratie und Freiheit� sowie �die einheitliche W�hrung (der Euro)� die wesentlichen Elemente der europ�ischen Identit�t seien, weit vor allem anderen.
  • Wie bei den fr�heren Umfragen steht der Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung ganz oben auf der Liste der Priorit�ten, f�r die das Europ�ische Parlament aus Sicht der europ�ischen B�rger eintreten soll. Im Zusammenhang mit den Ma�nahmen, die zur Bek�mpfung der Krise zu ergreifen sind, nennen sie vor allem die weiteren Themen Besch�ftigung und Bek�mpfung der Arbeitslosigkeit.
  • Angesichts der Ergebnisse ist es sicher nicht �bertrieben, von einer Unkenntnis der Institutionen zu sprechen. Zun�chst einmal wissen die europ�ischen B�rger nur �sehr wenig� �ber die Funktionsweise der EU und ihrer Institutionen. �ber ein Drittel der B�rger ist nicht in der Lage, drei ihnen bekannte EU-Organe zu nennen.
  • Im Zusammenhang mit dieser Unkenntnis ist aber immerhin festzuhalten, dass das Europ�ische Parlament die von den Befragten am h�ufigsten genannte Institution ist. Mehr als die H�lfte von ihnen nennt an erster Stelle das Europ�ische Parlament, fast ein Drittel die Europ�ische Zentralbank und ein Viertel die Europ�ische Kommission.
  • In dieses Ergebnis f�gt sich ein, dass die absolute Mehrheit der Europ�er der Meinung ist, das Europ�ische Parlament sei die Institution, die �am besten die Europ�ische Union� repr�sentiere.
  • F�r mehr als eine absolute Mehrheit der Befragten ist die Teilnahme an der Europawahl das beste Mittel, sich bei den Entscheidungstr�gern der EU Geh�r zu verschaffen.
  • Ein Viertel der Europ�er kennt bereits den Termin der n�chsten Europawahl im Juni 2014. 
    In diesem Zusammenhang wurden die interviewten Personen zu einer grundlegenden Neuerung im Vertrag von Lissabon befragt. Es handelt sich um das neue Verfahren f�r die Wahl des Pr�sidenten der Europ�ischen Kommission. 

    W�ren die europ�ischen B�rger st�rker als heute motiviert, zur Wahl zu gehen, wenn �die gro�en politischen Gruppierungen in Europa auf der Grundlage eines gemeinsamen Programms einen Kandidaten oder eine Kandidatin f�r das Amt des Pr�sidenten der Europ�ischen Kommission pr�sentieren� w�rden? 

    �berraschenderweise w�re mehr als jeder zweite Befragte tats�chlich st�rker motiviert, im Juni 2014 zur Wahl zu gehen. So k�nnten die B�rger das Gef�hl haben, bei der Wahl des Pr�sidenten der Europ�ischen Kommission mitzuwirken, und sei es auch nur indirekt.