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08-03-2017
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Die Zustimmung zur Europäischen Union: Frauen überholen Männer

Pünktlich zum Internationalen Frauentag hat das Europäische Parlament die Auswertung seiner sozio-demographischen Umfragen der Jahre 2007-2016 veröffentlicht.

Parlameter 2016: Graphik
Parlameter 2016: Graphik
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Während die Zustimmung zur EU über die 9 Jahre hinweg annähernd gleich blieb, entwickelte sich ab Anfang 2016 eine bemerkenswerte sozio-demographische Umkehr: Zum ersten Mal überholten die Österreicherinnen ihre männlichen Mitbürger bei den Zustimmungswerten. Bestätigt werden diese Daten auch von den aktuellen Erhebungen der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGFE).

Dazu die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Ulrike Lunacek, im Ö 1 Mittagsjournal: „Es hat wahrscheinlich damit zu tun, dass Männer in Krisenzeiten schnellere Lösungen wollen und denen vertrauen, die einfache Lösungen anbieten, währenddessen Frauen in Krisensituationen besonnener sind, mehr an das Gemeinsame denken und finden, da ist Verantwortung gefragt.“

Ebenso haben mit dem Beginn des letzten Jahres erstmals mehr Frauen als Männer, nämlich immerhin 51% befunden, dass Österreich von der EU-Mitgliedschaft profitiere.

Die Zustimmung zur EU ist nicht nur weiblicher, sondern auch jünger: die Gruppe mit der deutlich größten Zustimmung zur EU stellen die 15-24 Jährigen, gefolgt von 25-39 Jährigen. Gleiches gilt für die Frage, ob Österreich von der EU-Mitgliedschaft profitiere. Sogar 62% der 15-24 Jährigen beantworten diese Frage mit Ja.

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Ulrike Lunacek im EP (Februar 2017)
Ulrike Lunacek im EP (Februar 2017)
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WEITERE INFORMATIONEN:

Interview mit Ulrike Lunacek auf Ö1
ÖGfE: Frauen sehen die EU heute deutlich positiver als Männer
Parlameter 2016