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Organisation

Das Europäische Parlament besteht zuallererst aus den von den Bürgern direkt gewählten Abgeordneten. Diese organisieren sich nicht anhand ihrer Nationalitäten, sondern entsprechend ihrer politischen Zugehörigkeiten in Fraktionen. Es gibt aber auch fraktionslose Abgeordnete. Die Parlamentarier wählen zu Beginn jeder Legislaturperiode einen Präsidenten oder eine Präsidentin aus ihren Reihen. Die Amtszeit der Präsidentschaft beträgt 2,5 Jahre, also die Hälfte einer Wahlperiode. Dem Präsidenten sind mehrere Vizepräsidenten zur Seite gestellt.

Einen Großteil der parlamentarischen Arbeiten findet in den Fachausschüssen statt. Hier beraten die Experten zu den entsprechenden Themen die Agenda, bevor einzelne Gesetzesvorhaben dann dem gesamten Plenum zur Lesung bzw. Abstimmung vorgelegt werden.

Weiters gibt es noch Delegationen, die z.B Kontakte mit Drittländern pflegen. Eine Vielzahl politischer Organe und interfraktioneller Gruppen sorgt für den reibungslosen Ablauf der parlamentarischen Arbeit. Schlussendlich verrichten die Generaldirektionen des Parlaments die bürokratischen Arbeiten. Sie sind der nicht-politische Teil des Parlaments.

Die Geschäftsordnung des Parlaments bildet ein detailliertes Gerüst für die Funktionsweise des Parlaments. Da das Parlament alle EU-BürgerInnen vertritt, wurde die Mehrsprachigkeit zu einem seiner wichtigsten Merkmale. Die Dokumente des Parlaments werden in allen Amtssprachen der EU veröffentlicht, und jedes Mitglied des Europäischen Parlaments hat das Recht, in der Amtssprache seiner Wahl zu sprechen.

 

Geschäftsordnung

Das Europäische Parlament hat sich auf der Grundlage von Artikel 232 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine Geschäftsordnung gegeben. Diese Geschäftsordnung enthält alle Regeln in Bezug auf die interne Organisation und den internen Betrieb des Parlaments.

Link zur Geschäftsordnung
 
Die Abgeordneten werden in den Ländern gewählt, sie arbeiten aber im Europäischen Parlament nicht nach ihrer nationalen Zugehörigkeit, sondern nach ihrer politischen Orientierung zusammen. Wie auch in den nationalen Parlamenten gibt es Fraktionen, in denen die Abgeordneten ähnlicher politischer Orientierung und Zugehörigkeit in politischen Familien organisiert sind.
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EP-Präsident David Sassoli
Der Präsident, die vierzehn Vizepräsidenten und die fünf Quästoren werden von den Europaabgeordneten in der konstituierenden Sitzung gewählt, die nach den Europawahlen stattfindet. Da ihre Amtszeit zweieinhalb Jahre beträgt, findet in der Mitte der Legislaturperiode eine weitere Wahl statt. Derzeit übt David Sassoli (S&D, IT) das Amt des Präsidenten aus.
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Zeitungen-Banner.
Ein Großteil der Arbeit des Europäischen Parlaments wird in den Ausschüssen bewältigt. Die legislative Aufgabe der Ausschüsse besteht darin, Gesetzesentwürfe der Europäischen Kommission zu bearbeiten. Bei rund 80 % der europäsichen Rechtsakte hat das Europäische Parlament im Rahmen des Mitentscheidungsverfahrens das letzte Wort.
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Es gibt die Konferenz der Präsidenten, das Präsidium, das Kollegium der Quästoren, die Konferenz der Ausschussvorsitzenden und die Konferenz der Delegationsvorsitzenden
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Das Generalsekretariat ist mit der Koordination der Legislativarbeiten und der Organisation der Plenartagungen und der sonstigen Sitzungen betraut. Es unterstützt außerdem die Arbeit der parlamentarischen Organe und die Abgeordneten in der Ausübung ihres Mandats in technischer Hinsicht und durch fachliche Beratung.
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Mitglieder, die verschiedenen Fraktionen und verschiedenen Ausschüssen des Parlaments angehören, können interfraktionelle Arbeitsgruppen bilden, um informelle Aussprachen über spezielle Themen zu führen und die Kontakte zwischen den Parlamentariern und der Zivilgesellschaft zu fördern.
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Die Delegationen des Europäischen Parlaments unterscheiden sich nicht groß von den parlamentarischen Ausschüssen. In beiden sitzen Abgeordnete, die mit speziellen Aufgaben betraut sind - im Fall der Delegationen eine engere Verbindung zu Parlamenten außerhalb Europas. Im Unterschied zu Ausschüssen, bereiten sie jedoch keine Resolutionen für die Plenartagungen vor.
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