Verfahren : 2008/0804(CNS)
Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadium in Bezug auf das Dokument : A6-0293/2008

Eingereichte Texte :

A6-0293/2008

Aussprachen :

PV 01/09/2008 - 17
CRE 01/09/2008 - 17

Abstimmungen :

PV 02/09/2008 - 5.16
CRE 02/09/2008 - 5.16
Erklärungen zur Abstimmung
Erklärungen zur Abstimmung

Angenommene Texte :

P6_TA(2008)0384

BERICHT     *
PDF 241kWORD 349k
7.7.2008
PE 404.490v02-00 A6-0293/2008

über die Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden zur Annahme eines Beschlusses des Rates zur Stärkung von Eurojust und zur Änderung des Beschlusses des Rates 2002/187/JI

(5613/2008 – C6-0076/2008 – 2008/0804(CNS))

Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres

Berichterstatterin: Renate Weber

ENTWURF EINER LEGISLATIVEN ENTSCHLIESSUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
 BEGRÜNDUNG
 VERFAHREN

ENTWURF EINER LEGISLATIVEN ENTSCHLIESSUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS

zur Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden zur Annahme eines Beschlusses des Rates zur Stärkung von Eurojust und zur Änderung des Beschlusses des Rates 2002/187/JI

(5613/2008 – C6-0076/2008 – 2008/0804(CNS))

(Verfahren der Konsultation)

Das Europäische Parlament,

–   in Kenntnis der Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden (5613/2008),

–   gestützt auf Artikel 34 Absatz 2 Buchstabe b des EU-Vertrags,

–   gestützt auf Artikel 39 Absatz 1 des EU-Vertrags, gemäß dem es vom Rat konsultiert wurde (C6-0076/2008),

–   gestützt auf die Artikel 93 und 51 seiner Geschäftsordnung,

–   in Kenntnis des Berichts des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (A6‑0293/2008),

1.  billigt die Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden in der geänderten Fassung;

2.  fordert den Rat auf, den Text entsprechend zu ändern;

3.  fordert den Rat auf, es zu unterrichten, falls er beabsichtigt, von dem vom Parlament gebilligten Text abzuweichen;

4.  fordert den Rat auf, es erneut zu konsultieren, falls er beabsichtigt, die Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden entscheidend zu ändern;

5.  fordert den Rat und die Kommission auf, nach Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon jedem künftigen Vorschlag zur Änderung des Beschlusses gemäß der 50. Erklärung zu Artikel 10 des Protokolls über die Übergangsbestimmungen, die dem Vertrag über die Europäische Union, dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union und dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft als Anlage beigefügt werden soll, Priorität einzuräumen;

6.  ist fest entschlossen, jeden solchen künftigen Vorschlag im Dringlichkeitsverfahren gemäß dem Verfahren nach Absatz 5 und in enger Zusammenarbeit mit den einzelstaatlichen Parlamenten zu prüfen;

7.  beauftragt seinen Präsidenten, den Standpunkt des Parlaments dem Rat und der Kommission sowie den Regierungen des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden zu übermitteln.

Änderungsantrag  1

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Erwägung 5 a (neu)

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und dem Königreich Schweden vorgeschlagener Text

Geänderter Text

 

(5a) Aufgrund von Artikel 86 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union muss ein Grünbuch über die Einsetzung einer Europäischen Staatsanwaltschaft formuliert werden.

Änderungsantrag  2

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Erwägung 5 b (neu)

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und dem Königreich Schweden vorgeschlagener Text

Geänderter Text

 

(5b) Bei der Festlegung, welcher Mitgliedstaat am besten in der Lage ist, die Strafverfolgung aufzunehmen oder sonstige Strafverfolgungsmaßnahmen zu treffen, müssen die Rechte der Beklagten und der Opfer berücksichtigt werden.

Änderungsantrag  3

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Erwägung 8 d (neu)

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und dem Königreich Schweden vorgeschlagener Text

Geänderter Text

 

(8d) Angemessene Verfahrensgarantien, auch während der Ermittlungen, sind eine notwendige Voraussetzung für die gegenseitige Anerkennung gerichtlicher Entscheidungen in Strafsachen. Insbesondere gilt dies für die möglichst rasche Annahme eines Rahmenbeschlusses über Verfahrensrechte, damit gewisse Mindestregelungen über die Verfügbarkeit von Rechtsbeistand für die Bürger in den Mitgliedstaaten festgelegt werden.

Änderungsantrag  4

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Erwägung 8 b (neu)

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und dem Königreich Schweden vorgeschlagener Text

Geänderter Text

 

(8b) Ferner muss der Rat möglichst bald einen Rahmenbeschluss über den Schutz personenbezogener Daten, die im Rahmen der polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen verarbeitet werden, zur Gewährleistung eines angemessenen Niveaus des Datenschutzes annehmen. Die Mitgliedstaaten müssen in ihrem innerstaatlichen Recht ein Datenschutzniveau gewährleisten, das zumindest dem entspricht, das gemäß dem Übereinkommen des Europarats vom 28. Januar 1981 über den Schutz des Menschen bei der automatischen Verarbeitung personenbezogener Daten und dem Zusatzprotokoll vom 8. November 2001 hierzu besteht, und dabei die Empfehlung Nr. R (87) 15 des Ministerkomitees des Europarats an die Mitgliedstaaten über die Nutzung personenbezogener Daten im Polizeibereich vom 17. September 1987 beachten sowie den Schutz von Daten gewährleisten, die nicht automatisiert verarbeitet werden.

Änderungsantrag  5

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Erwägung 8 a (neu)

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und dem Königreich Schweden vorgeschlagener Text

Geänderter Text

 

(8a) Es ist wichtig, für alle von Eurojust verwendeten Arten von Dateisystemen für personenbezogene Daten einen angemessenen Schutz der personenbezogenen Daten zu gewährleisten. Diesbezüglich sollten die Bestimmungen der Geschäftsordnung betreffend die Verarbeitung und den Schutz personenbezogener Daten bei Eurojust1 auch für strukturierte manuell geführte Dateien gelten, das heißt für fallbezogene Dateien, die von nationalen Mitgliedern oder unterstützenden Personen manuell erstellt und logisch aufgebaut sind.

 

1 ABl. C 68 vom 19.3.2005, S. 1.

Begründung

Um nicht nur für automatisierte, sondern auch für manuell erhobene Dateien ein angemessenes Datenschutzniveau sicherzustellen, muss die Bedeutung des Begriffs „strukturierte manuell geführte Dateien“ geklärt werden.

Änderungsantrag  6

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Erwägung 8 b (neu)

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und dem Königreich Schweden vorgeschlagener Text

Geänderter Text

 

(8b) Bei der Verarbeitung von Daten zum E-Mail-Verkehr gemäß Artikel 14 Absatz 1 sollte Eurojust sicherstellen, dass der Inhalt und die Titel der E-Mail-Nachrichten nicht weitergegeben werden.

Begründung

Es ist nicht hinnehmbar, dass der Inhalt von E-Mail-Nachrichten oder die Titel von E-Mail-Nachrichten (die sich auf den Inhalt von E-Mail-Nachrichten beziehen) verarbeitet werden.

Änderungsantrag  7

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Erwägung 8 e (neu)

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und dem Königreich Schweden vorgeschlagener Text

Geänderter Text

 

(8e) Personen, gegen die aufgrund eines Ersuchens von Eurojust ermittelt, aber keine Strafverfolgung aufgenommen wurde, sollten spätestens ein Jahr, nachdem die Entscheidung, keine Strafverfolgung aufzunehmen, getroffen wurde, von dieser Ermittlung unterrichtet werden.

Änderungsantrag  8

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Erwägung 8 d (neu)

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und dem Königreich Schweden vorgeschlagener Text

Geänderter Text

 

(8d) Die Mitgliedstaaten sehen einen Rechtsbehelf in Fällen vor, in denen die Ermittlungen auf Ersuchen von Eurojust auf offenkundig unzureichender Grundlage durchgeführt wurden.

Änderungsantrag  9

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 3

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 5 a – Absatz 1

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und dem Königreich Schweden vorgeschlagener Text

Geänderter Text

1. Um ihren Aufgaben in dringenden Fällen nachkommen zu können, richtet Eurojust eine „Koordinierungszelle für dringende Fälle“ ein.

1. Um ihren Aufgaben in dringenden Fällen nachkommen zu können, richtet Eurojust eine „Koordinierungszelle für dringende Fälle“ ein, die über eine einheitliche Kontaktstelle zu erreichen ist.

Änderungantrag  10

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 3

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 5 a – Absatz 2

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und dem Königreich Schweden vorgeschlagener Text

Geänderter Text

2. Die Koordinierungszelle für dringende Fälle setzt sich aus einem Vertreter je Mitgliedstaat zusammen, bei dem es sich um das nationale Mitglied, seinen Stellvertreter oder einen zur Vertretung des nationalen Mitglieds befugten Assistenten handeln kann. Die Koordinierungszelle für dringende Fälle ist täglich rund um die Uhr erreichbar und einsatzbereit.

2. Die Koordinierungszelle für dringende Fälle setzt sich aus einem Vertreter je Mitgliedstaat zusammen, bei dem es sich um das nationale Mitglied, seinen Stellvertreter oder einen zur Vertretung des nationalen Mitglieds befugten Assistenten handeln kann. Der Vertreter ist täglich rund um die Uhr einsatzbereit.

Änderungsantrag  11

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 3

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 5 a – Absatz 3

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und dem Königreich Schweden vorgeschlagener Text

Geänderter Text

3. Ist in dringenden Fällen ein Ersuchen um justizielle Zusammenarbeit in mehreren Mitgliedstaaten zu erledigen, so kann die zuständige Behörde dieses Ersuchen durch den Vertreter ihres Mitgliedstaats an die Koordinierungszelle für dringende Fälle weiterleiten. Der Vertreter des betroffenen Mitgliedstaats in der Koordinierungszelle für dringende Fälle übermittelt das Ersuchen den zuständigen Behörden der entsprechenden Mitgliedstaaten zur Erledigung. Ist die zuständige nationale Behörde nicht ermittelt worden oder kann sie nicht rechtzeitig ermittelt werden, so ist das Mitglied der Koordinierungszelle für dringende Fälle befugt, das Ersuchen selbst zu erledigen.

3. Ist in dringenden Fällen ein Ersuchen um justizielle Zusammenarbeit in mehreren Mitgliedstaaten zu erledigen, so kann die zuständige Behörde dieses Ersuchen durch den Vertreter ihres Mitgliedstaats an die Koordinierungszelle für dringende Fälle weiterleiten. Der Vertreter des betroffenen Mitgliedstaats in der Koordinierungszelle für dringende Fälle übermittelt das Ersuchen den zuständigen Behörden der entsprechenden Mitgliedstaaten zur Erledigung. Kann nicht rechtzeitig eine zuständige nationale Behörde ermittelt werden, so ist das Mitglied der Koordinierungszelle für dringende Fälle befugt, das Ersuchen selbst zu erledigen. In einem solchen Fall unterrichtet das betreffende Mitglied der Koordinierungszelle das Kollegium unverzüglich schriftlich, welche Schritte unternommen wurden und aus welchen Gründen nicht rechtzeitig eine zuständige nationale Behörde ermittelt werden konnte.

Änderungsantrag  12

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 4

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 6 – Absatz 1 – Buchstabe a – Unterabsatz vi

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

(vi) besonderen Ermittlungsmaßnahmen zu ergreifen;

entfällt

Begründung

Solange nicht eindeutig und erschöpfend definiert ist, was die „besonderen Ermittlungsmaßnahmen“ sind, ist der Wortlaut von Unterabsatz vi zu vage und kann eine rechtsmissbräuchliche Auslegung zulassen. Grundsätzlich sind alle rechtmäßigen Ermittlungsmethoden durch Unterabsatz i erfasst.

Änderungsantrag  13

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 4

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 6 – Absatz 1 – Buchstabe a – Unterabsatz vii

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

(vii) alle sonstigen im Hinblick auf die Ermittlung oder Strafverfolgung gerechtfertigten Maßnahmen zu ergreifen;

entfällt

Begründung

Es ist nicht klar, was die „sonstigen im Hinblick auf die Ermittlung oder Strafverfolgung gerechtfertigten Maßnahmen“ über die in Unterabsatz i erfassten Maßnahmen hinaus sein können. Die Formulierung von Unterabsatz vii ist zu vage und lässt sich, wenn er umgesetzt wird, leicht missbrauchen.

Änderungsantrag  14

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 6

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 8

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

Entscheiden die zuständigen Behörden der betroffenen Mitgliedstaaten, einem Ersuchen nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstaben a und g, Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe a sowie Absätze 2 und 3 nicht stattzugeben, so setzen sie Eurojust von ihrer Entscheidung und der Begründung derselben in Kenntnis.

1. Entscheiden die zuständigen Behörden der betroffenen Mitgliedstaaten, einem Ersuchen nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstaben a und g, Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe a sowie Absätze 2 und 3 nicht stattzugeben, so setzen sie Eurojust von ihrer Entscheidung und der Begründung derselben in Kenntnis.

 

2. Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass eine Entscheidung der zuständigen nationalen Behörde gerichtlich überprüft werden kann, ehe sie Eurojust mitgeteilt wird.

Änderungsantrag  15

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 7 – Buchstabe c

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 9 – Absatz 4

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

4. Zur Erreichung der Ziele von Eurojust hat das nationale Mitglied uneingeschränkten Zugang zu:

4. Zur Erreichung der Ziele von Eurojust hat das nationale Mitglied uneingeschränkten Zugang oder kann ihn zumindest erlangen zu

(a) den Informationen in den folgenden Registern:

den Informationen in den folgenden Arten von nationalen Registern, wenn sie in seinem Mitgliedstaat existieren:

(i) nationalen Strafregistern;

(i) Strafregistern;

(ii) Registern festgenommener Personen,

(ii) Registern festgenommener Personen,

(iii) Ermittlungsregistern,

(iii) Ermittlungsregistern,

(iv) DNA-Registern;

(iv) DNA-Registern;

(b) anderen als den unter Buchstabe a) genannten Registern seines Mitgliedstaats mit für die Erfüllung seiner Aufgaben erforderlichen Informationen.

(v) anderen Registern seines Mitgliedstaats mit für die Erfüllung seiner Aufgaben erforderlichen Informationen.

Begründung

Es muss klargestellt werden, dass das nationale Mitglied nur auf Register seines Mitgliedstaats, nicht aber auf Register anderer Mitgliedstaaten zugreifen kann.

Änderungsantrag  16

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 8

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 9 a – Absatz 3

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

3. Die nationalen Mitglieder können in dringenden Fällen und wenn keine zuständige nationale Behörde ermittelt worden ist oder diese nicht rechtzeitig ermittelt werden kann, kontrollierte Lieferungen genehmigen und koordinieren.

3. Die nationalen Mitglieder können in dringenden Fällen und wenn nicht rechtzeitig eine zuständige nationale Behörde ermittelt werden kann, kontrollierte Lieferungen genehmigen und koordinieren. In einem solchen Fall unterrichtet das betreffende nationale Mitglied das Kollegium unverzüglich schriftlich, welche Schritte unternommen wurden und aus welchen Gründen die zuständige nationale Behörde nicht rechtzeitig ermittelt werden konnte.

Änderungsantrag  17

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 11 – Buchstabe -a (neu)

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 13 Absatz 1

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

 

(-a) Absatz 1 erhält folgende Fassung:

 

1. Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten können mit Eurojust alle Informationen austauschen, die zur Wahrnehmung der Aufgaben von Eurojust gemäß den Artikeln 4 und 5 im Einklang mit den in diesem Beschluss festgelegten Datenschutzvorschriften erforderlich sind.

Änderungsantrag  18

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 11 – Buchstabe b

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 13 – Absatz 5

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

5. Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass ihr nationales Mitglied rechtzeitig unterrichtet wird, das heißt in einem frühen Stadium und sobald Informationen zu allen in die Zuständigkeit von Eurojust fallenden strafrechtlichen Ermittlungen vorliegen, die drei oder mehr Staaten – darunter zwei oder mehr Mitgliedstaaten – betreffen, und sofern dies erforderlich ist, damit Eurojust seinen Aufgaben nachkommen kann, insbesondere wenn Rechtshilfeersuchen in mehreren Mitgliedstaaten gleichzeitig benötigt werden oder wenn eine Koordinierung durch Eurojust geboten ist oder wenn es positive oder negative Kompetenzkonflikte gibt. Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass die Einhaltung der Berichtspflicht auf nationaler Ebene überwacht wird.

5. Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass ihr nationales Mitglied rechtzeitig, das heißt in einem frühen Stadium und sobald Informationen vorliegen, über jeden Fall unterrichtet wird, der drei oder mehr Mitgliedstaaten unmittelbar betrifft und für den Ersuchen oder Entscheidungen betreffend die justizielle Zusammenarbeit, auch in Bezug auf Rechtsakte, die dem Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung Wirkung verleihen, an mindestens zwei Mitgliedstaaten gerichtet wurden.

Änderungsantrag  19

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 11 – Buchstabe b

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 13 – Absatz 6

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

6. Als einen ersten Schritt setzen die Mitgliedstaaten Absatz 5 bei Fällen im Zusammenhang mit folgenden Straftaten um:

6. Als einen ersten Schritt setzen die Mitgliedstaaten Absatz 5 bei Fällen im Zusammenhang mit folgenden Straftaten um:

(a) Drogenhandel,

(a) Drogenhandel,

 

(aa) sexuelle Ausbeutung von Kindern und Kinderpornografie,

(b) Menschen- und Waffenhandel,

(b) Menschen- und Waffenhandel,

(c) illegaler Handel mit radioaktiven Abfällen,

(c) illegaler Handel mit radioaktiven Abfällen,

(d) illegaler Handel mit Kunstgegenständen,

(d) illegaler Handel mit Kunstgegenständen,

(e) illegaler Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten,

(e) illegaler Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten,

(f) illegaler Handel mit menschlichen Organen,

(f) illegaler Handel mit menschlichen Organen,

(g) Geldwäsche,

(g) Geldwäsche,

(h) Betrugsdelikte, einschließlich Betrug zum Nachteil der finanziellen Interessen der Gemeinschaft,

(h) Betrugsdelikte einschließlich Betrug zum Nachteil der finanziellen Interessen der Gemeinschaft,

(i) Geldfälschung, einschließlich Euro-Fälschung,

(i) Geldfälschung einschließlich Euro-Fälschung,

(j) Terrorismus, einschließlich der Finanzierung des Terrorismus,

(j) Terrorismus einschließlich der Finanzierung des Terrorismus,

(k) Umweltkriminalität,

(k) Umweltkriminalität,

(l) andere Formen der organisierten Kriminalität.

(l) andere Formen von Straftaten, sofern tatsächliche Anhaltspunkte für eine kriminelle Organisationsstruktur vorliegen.

Änderungsantrag  20

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 11 – Buchstabe b

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 13 – Absatz 8

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

8. Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass ihr nationales Mitglied auch informiert wird über

8. Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass ihr nationales Mitglied auch informiert wird über

(a) alle Ersuchen um justizielle Zusammenarbeit im Zusammenhang mit nach Titel VI des Vertrags angenommenen Rechtsakten – einschließlich Rechtsakten, die dem Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung Wirkung verleihen –, die von ihren zuständigen Behörden in Fällen übermittelt werden, welche mindestens drei Staaten, darunter zwei oder mehr Mitgliedstaaten, betreffen;

(a) Fälle, in denen Kompetenzkonflikte aufgetreten sind oder wahrscheinlich auftreten werden;

(b) alle kontrollierten Lieferungen und verdeckten Ermittlungen, die mindestens drei Staaten, darunter mindestens zwei Mitgliedstaaten, betreffen;

(b) alle kontrollierten Lieferungen und verdeckten Ermittlungen, die mindestens drei Staaten, darunter mindestens zwei Mitgliedstaaten, betreffen;

(c) alle Ablehnungen von Ersuchen um justizielle Zusammenarbeit im Zusammenhang mit nach Titel VI des Vertrags angenommenen Rechtsakten, einschließlich Rechtsakten, die dem Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung Wirkung verleihen;

(c) wiederholt auftretende Schwierigkeiten oder Weigerungen bezüglich der Erledigung von Ersuchen und Entscheidungen betreffend die justizielle Zusammenarbeit, auch in Bezug auf Rechtsakte, die dem Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung Wirkung verleihen.

(d) alle Rechtshilfeersuchen von Drittstaaten, wenn diese Ersuchen offensichtlich Teil einer Ermittlung sind, in deren Rahmen dieser Drittstaat andere Ersuchen an mindestens zwei weitere Mitgliedstaaten gerichtet hat.

 

Änderungsantrag  21

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 11 – Buchstabe b

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 13 Absatz 9

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

9. Darüber hinaus erteilen die zuständigen Behörden dem nationalen Mitglied alle weiteren Informationen, die dieses für erforderlich hält, um seine Aufgaben erfüllen zu können.

entfällt

Änderungsantrag  22

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 11 – Buchstabe b

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 13 – Absatz11 a (neu)

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

 

11a. Bis zum ... * erstellt die Kommission auf der Grundlage von Eurojust übermittelter Informationen einen Bericht über die Umsetzung dieses Artikels, gegebenenfalls zusammen mit einem Vorschlag einschließlich Vorschlägen hinsichtlich der Hinzufügung von anderen Straftaten als den in Absatz 6 genannten.

____________

* drei Jahre nach Inkrafttreten dieses Beschlusses.

Änderungsantrag  23

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 13

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 14 – Absatz 4 und Artikel 16 –Absatz 1

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

13) In Artikel 14 Absatz 4 und Artikel 16 Absatz 1 werden die Worte „einen Ermittlungsindex“ durch die Worte „ein Fallbearbeitungssystem mit Ermittlungsdaten“ ersetzt.

entfällt

Begründung

Zwischen „Ermittlungsindex“ und „Fallbearbeitungssystem mit Ermittlungsdaten“ herrscht große Verwirrung, die einer Klärung bedarf. Hier geht es nicht bloß um Terminologie, sondern um den Inhalt. „Ermittlungsindex“ ist durch „Fallbearbeitungssystem mit Ermittlungsdaten“ ersetzt worden, und im Wortlaut des Beschlusses muss es wieder „Ermittlungsindex“ heißen.

Änderungsantrag  24

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 14

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 15 – Absatz 4 und Artikel 16 – Absätze 1 und 2

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

14. In Artikel 15 Absatz 4 und Artikel 16 Absätze 1 und 2 wird das Wort „Index“ durch das Wort „Fallbearbeitungssystem“, die Worte „einen Ermittlungsindex“ durch „ein ermittlungsbezogenes Fallbearbeitungssystem“, die Worte „Dieser Index“ durch „Dieses Fallbearbeitungssystem“, die Worte „Der Index“ durch „Das Fallbearbeitungssystem“ ersetzt.

entfällt

Begründung

Zwischen „Ermittlungsindex“ und „Fallbearbeitungssystem mit Ermittlungsdaten“ herrscht große Verwirrung, die einer Klärung bedarf. Hier geht es nicht bloß um Terminologie, sondern um den Inhalt. „Ermittlungsindex“ ist durch „Fallbearbeitungssystem mit Ermittlungsdaten“ ersetzt worden, und im Wortlaut des Beschlusses muss es wieder „Ermittlungsindex“ heißen.

Änderungsantrag  25

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 15 – Buchstabe a – Unterabsatz i

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 15 – Absatz 1 – einleitender Satz

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

1. Bei der Verarbeitung der Daten gemäß Artikel 14 Absatz 1 darf Eurojust personenbezogene Daten über Personen, gegen die nach Maßgabe der innerstaatlichen Rechtsvorschriften der betroffenen Mitgliedstaaten wegen einer oder mehrerer Kriminalitätsformen und Straftaten im Sinne des Artikels 4 strafrechtlich ermittelt wird oder die aus diesem Grund strafrechtlich verfolgt werden, verarbeiten, darunter beispielsweise:

1. Bei der Verarbeitung der Daten gemäß Artikel 14 Absatz 1 darf Eurojust nur die nachstehenden personenbezogenen Daten über Personen, gegen die nach Maßgabe der innerstaatlichen Rechtsvorschriften der betroffenen Mitgliedstaaten wegen einer oder mehrerer Kriminalitätsformen und Straftaten im Sinne des Artikels 4 strafrechtlich ermittelt wird oder die aus diesem Grund strafrechtlich verfolgt werden, verarbeiten:

Begründung

Durch diesen Änderungsantrag soll klargestellt werden, dass nur über Personen, gegen die strafrechtlich ermittelt wird, nur die im ersten Absatz dieses Artikels genannten personenbezogenen Daten verarbeitet werden dürften. Die Streichung von „nur“ gemäß der Änderung des Rates kann sowohl hinsichtlich der Daten als auch der gemeinten Personen (d. h. Zeugen oder Opfer) Verwirrung stiften.

Änderungsantrag  26

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 15 – Buchstabe a – Unterabsatz ii

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 15 – Absatz 1 – Buchstabe l

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

(l) Telefonnummern, Fahrzeugregisterdaten, E-Mail-Konten, Daten zum Telefon- und E-Mail-Verkehr, DNA-Datensätze und Lichtbilder.

(l) DNA-Identifizierungsmuster, d. h. einen Buchstaben- beziehungsweise Zahlencode, der eine Reihe von Identifizierungsmerkmalen des nicht codierenden Teils einer analysierten menschlichen DNA-Probe, d. h. der speziellen chemischen Form der verschiedenen DNA-Loci, abbildet;

 

(la) Lichtbilder;

 

(lb) Telefonnummern;

 

(lc) Daten zum Telefon- und E-Mail-Verkehr, ausgenommen Inhaltsdaten;

 

(ld) E-Mail-Konten;

 

(le) Fahrzeugregisterdaten.

Änderungsantrag  27

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 15 – Buchstabe b

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 15 – Absatz 2

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

(b) wird in Absatz 2 das Wort „nur“ gestrichen.

entfällt

Begründung

Durch diesen Änderungsantrag (Beibehaltung des Worts „nur“) soll klargestellt werden, dass nur über Personen, die Zeugen oder Opfer im Rahmen von Ermittlungen oder Strafverfolgungsmaßnahmen sind, nur die im zweiten Absatz dieses Artikels genannten personenbezogenen Daten verarbeitet werden dürften. Weitere Daten dürften nicht verarbeitet werden.

Änderungsantrag  28

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 17 a (neu)

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 23 – Absatz 12

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

 

17a. Artikel 23 Absatz 12 erhält folgende Fassung:

 

„12. Die Kontrollinstanz erstattet dem Europäischen Parlament und dem Rat einmal im Jahr Bericht.

Begründung

Das Europäische Parlament muss in die Wahrnehmung seiner Wächterrolle schon eingebunden werden, bevor dies gemäß dem Vertrag von Lissabon obligatorisch wird. Im derzeitigen Gemeinschaftsrecht steht einer solchen Befugnis nichts entgegen.

Änderungsantrag  29

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 18 – Buchstabe a

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 26 – Absatz 1a

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

1a. Die Mitgliedstaaten gewährleisten, dass das Kollegium tatsächlich eine Europol-Arbeitsdatei zu Analysezwecken öffnen und diese mit betreiben kann.

1a. Die Mitgliedstaaten gewährleisten, dass das Kollegium tatsächlich eine Europol-Arbeitsdatei zu Analysezwecken gemäß Artikel 10 des Übereinkommens aufgrund von Artikel K.3 des Vertrags über die Europäische Union über die Errichtung eines Europäischen Polizeiamts (Europol-Übereinkommen)1 öffnen und diese mit betreiben kann.

 

_________________

1 ABl. C 316 vom 27.11.1995, S. 2. Übereinkommen zuletzt geändert durch das Protokoll vom 27. November 2003 (ABl. C 2 vom 6.1.2004, S. 3).

Begründung

Im Eurojust-Beschluss findet sich keinerlei Hinweis, was mit „Arbeitsdatei zu Analysezwecken“ gemeint ist. Um das zu klären, wird vorgeschlagen, einen Verweis auf das Europol-Übereinkommen einzufügen. Der Verweis soll durch den Verweis auf den Beschluss des Rates zur Errichtung des Europäischen Polizeiamts (Europol) ersetzt werden, sobald dieser vom Rat angenommen wird.

Änderungsantrag  30

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 18 – Buchstabe b

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 26 – Absatz 2 – Buchstabe b

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

(b) Unbeschadet des Artikels 13 des vorliegenden Beschlusses und nach Artikel 4 Absatz 4 des Beschlusses …./../JI unterrichten die Kontaktstellen des Europäischen Justiziellen Netzes Eurojust auf Einzelfallbasis über Fälle, die zwei Mitgliedstaaten betreffen und in die Zuständigkeit von Eurojust fallen:

(b) Unbeschadet des Artikels 13 des vorliegenden Beschlusses und nach Artikel 4 des Beschlusses …./../JI unterrichten die Kontaktstellen des Europäischen Justiziellen Netzes ihr nationales Mitglied von Eurojust auf Einzelfallbasis über alle weiteren Fälle, die Eurojust besser zu erledigen imstande sein dürfte.

– bei möglicherweise auftretenden Kompetenzkonflikten,

 

oder

 

– bei Ablehnung eines Ersuchens um justizielle Zusammenarbeit im Zusammenhang mit nach Titel VI des Vertrags angenommenen Rechtsakten, einschließlich Rechtsakten, die dem Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung Wirkung verleihen.

 

Die Kontaktstellen des Europäischen Justiziellen Netzes unterrichten Eurojust auf Einzelfallbasis ferner über alle Fälle, die in die Zuständigkeit von Eurojust fallen und mindestens drei Mitgliedstaaten betreffen.

 

Die nationalen Mitglieder unterrichten die Kontaktstellen des Europäischen Justiziellen Netzes auf Einzelfallbasis über alle Fälle, die das Netz besser zu erledigen imstande sein dürfte;

Die nationalen Mitglieder unterrichten ihre jeweiligen nationalen Anlaufstellen für das Europäische Justizielle Netz auf Einzelfallbasis über alle Fälle, die das Netz besser zu erledigen imstande sein dürfte;

Änderungsantrag  31

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 19 a (neu)

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 27 – Absatz 4

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

 

19a. Artikel 27 Absatz 4 erhält folgende Fassung:

 

„Unbeschadet des Absatzes 3 dürfen personenbezogene Daten von Eurojust an die in Absatz 1 Buchstabe b genannten Einrichtungen und die in Absatz 1 Buchstabe c genannten Behörden von Drittstaaten, für die das Übereinkommen des Europarates vom 28. Januar 1981 nicht gilt, nur weitergeleitet werden, wenn ein vergleichbares angemessenes Datenschutzniveau gewährleistet ist, das gemäß Artikel 28 Absatz 3 der Bestimmungen der Geschäftsordnung betreffend die Verarbeitung und den Schutz personenbezogener Daten bei Eurojust bewertet wird.“

Begründung

Es ist wichtig klarzustellen, wie die Angemessenheit des Datenschutzniveaus bewertet werden könnte, und es nicht Dritten und Drittorganisationen zu überlassen, darüber fallweise zu entscheiden. Diesbezüglich sollte auf die Bestimmungen der Geschäftsordnung betreffend die Verarbeitung und den Schutz personenbezogener Daten bei Eurojust verwiesen werden.

Änderungsantrag  32

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 19 b (neu)

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 27 – Absatz 5 a (neu)

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

 

19b. In Artikel 27 wird nach Absatz 5 folgender Absatz eingefügt:

 

„5a. Alle zwei Jahre bewertet die gemeinsame Kontrollinstanz zusammen mit dem Drittstaat oder der Stelle, die in Absatz 1 Buchstaben b und c genannt ist, die Anwendung der in der jeweiligen Vereinbarung über eine Zusammenarbeit enthaltenen Bestimmungen über den Schutz ausgetauschter Daten. Der Bericht über diese Bewertung wird dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission übermittelt.“

Begründung

Obwohl Vereinbarungen über eine Zusammenarbeit mit Partnern Datenschutzbestimmungen enthalten, ist nicht klar, was danach mit den an die Partner (internationalen Organisationen oder Institutionen oder Drittstaaten) übermittelten Informationen geschieht. Durch die Änderung soll daher sichergestellt werden, dass alle zwei Jahre eine Bewertung stattfindet. Dies ist das Mindeste, was Eurojust tun kann, um zu gewährleisten, dass ihre eigenen Datenschutzstandards von ihren Partnern beachtet werden.

Änderungsantrag  33

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 22 – Spiegelstrich 1 a (neu)

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 32 – Absatz 1 – Unterabsatz 1

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

 

– Absatz 1 Unterabsatz 1 erhält folgende Fassung:

 

„Der Präsident legt dem Europäischen Parlament und dem Rat im Namen des Kollegiums jedes Jahr [...] schriftlich Rechenschaft über die Tätigkeiten und die Verwaltung – einschließlich der Haushaltsverwaltung – von Eurojust ab.“

Begründung

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments müssen die Möglichkeit erhalten, sich über die Tätigkeiten von Eurojust auszusprechen und auch Fragen an den Präsidenten von Eurojust zu richten. Daher sollte der Eurojust-Bericht dem Europäischen Parlament unterbreitet (nicht nur schriftlich übermittelt) werden.

Änderungsantrag  34

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 22 – Spiegelstrich 1 b (neu)

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 32 – Absatz 1 – Unterabsatz 2

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

 

– Absatz 1 Unterabsatz 2 erhält folgende Fassung:

 

„Zu diesem Zweck erstellt das Kollegium einen Jahresbericht über die Tätigkeiten von Eurojust und über die Probleme im Bereich der Kriminalitätspolitik in der Union, die sich infolge der Tätigkeiten von Eurojust gezeigt haben. In diesem Bericht formuliert Eurojust auch Analysen von Situationen, in denen nationale Mitglieder ihre in Artikel 5a Absatz 3 und in Artikel 9a Absatz 3 genannten Befugnisse ausgeübt haben. Der Bericht kann [...] auch Vorschläge zur Verbesserung der justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen enthalten.“

Begründung

Die Aufgabe von Eurojust besteht darin, die Zusammenarbeit zuständiger nationaler Behörden zu koordinieren. Nur in dringenden Fällen ist hinnehmbar, dass nationale Mitglieder von Eurojust ihre justiziellen Befugnisse ausüben. Deshalb müssen die Angaben, wie oft und warum nationale Mitglieder ihre justiziellen Befugnisse ausgeübt haben (warum sie nicht rechtzeitig eine zuständige nationale Behörde ermitteln konnten), im Jahresbericht vorkommen.

Änderungsantrag  35

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 22 – Spiegelstrich 1 c (neu)

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 32 – Absatz 2

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

 

– Absatz 2 erhält folgende Fassung:

 

„2. Der Vertreter der gemeinsamen Kontrollinstanz erstattet dem Europäischen Parlament alljährlich [...] Bericht über deren Tätigkeiten [...].“

Begründung

Zu den Tätigkeiten von Eurojust gehört eine große Menge an verarbeiteten Daten. Deshalb müssen die personenbezogenen Daten unbedingt geschützt werden. Die gemeinsame Kontrollinstanz ist ein Gremium, das dafür verantwortlich ist sicherzustellen, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten im Einklang mit den Datenschutzvorschriften von Eurojust erfolgt. Um eine wirksame demokratische Kontrolle zu gewährleisten, sollte das Europäische Parlament uneingeschränkt über die Tätigkeiten der gemeinsamen Kontrollinstanz unterrichtet werden.

Änderungsantrag  36

Initiative des Königreichs Belgien, der Tschechischen Republik, der Republik Estland, des Königreichs Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, des Großherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der Portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik und des Königreichs Schweden – Änderungsrechtsakt

Artikel 1 – Nummer 26

Beschluss 2002/187/JI

Artikel 42 – Absatz 2

 

Vom Königreich Belgien, von der Tschechischen Republik, der Republik Estland, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, der Italienischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Österreich, der Republik Polen, der portugiesischen Republik, der Republik Slowenien, der slowakischen Republik und des Königreichs Schweden

Geänderter Text

2. Die Kommission prüft in regelmäßigen Abständen die Umsetzung dieses Beschlusses und legt dem Rat hierzu einen Bericht gegebenenfalls zusammen mit den zur Verbesserung der justiziellen Zusammenarbeit und der Funktionsweise von Eurojust erforderlichen Vorschlägen vor. Dies gilt insbesondere für die Fähigkeit von Eurojust zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung des Terrorismus.

2. Die Kommission prüft in regelmäßigen Abständen die Umsetzung dieses Beschlusses und legt dem Europäischen Parlaments und dem Rat hierzu einen Bericht gegebenenfalls zusammen mit den zur Verbesserung der justiziellen Zusammenarbeit und der Funktionsweise von Eurojust erforderlichen Vorschlägen vor. Dies gilt insbesondere für die Fähigkeit von Eurojust zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung des Terrorismus.“

Begründung

Selbst wenn das Europäische Parlament (derzeit, vor dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon) nur konsultiert wird, muss es mit Informationen versorgt werden, damit es in der Lage ist, die demokratische Kontrolle über die Organe und Einrichtungen der EU wirksam wahrzunehmen.


BEGRÜNDUNG

Nachdem der Betrieb von Eurojust seit nunmehr fünf Jahren im Gange ist, hat sich erwiesen, dass Eurojust im Bereich der justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen notwendig ist. Berücksichtigt man jedoch den Anstieg der Mobilität, die Auswirkungen der Globalisierung auf die grenzüberschreitende Kriminalität sowie Veränderungen am Ablauf der justiziellen Zusammenarbeit, so ist der Augenblick gekommen, in dem der 2002 erlassene Eurojust-Beschluss einer Änderung bedarf.

Im Hinblick darauf haben 14 Mitgliedstaaten eine Initiative zur Änderung des Eurojust-Beschlusses vom 28. Februar 2002 unterbreitet. Das Hauptziel des Vorschlags besteht darin, die Rolle und die Fähigkeiten von Eurojust zu stärken. Es sei betont, dass der Vorschlag weitgehend aktuelle Praktiken, die bei Eurojust bereits bestehen, widerspiegelt (oder offizialisiert).

I. Hauptelemente des Vorschlags:

1. Schaffung einer Koordinierungszelle für dringende Fälle

Die Rolle von Eurojust als Koordinierungsstelle erfordert tägliche Verfügbarkeit rund um die Uhr. Um diesem Erfordernis gerecht zu werden, wird vorgeschlagen, eine Stelle für dringende Fälle zu schaffen, die ständig erreichbar sein sollte. Die Hauptaufgabe dieser Zelle besteht darin, die Mitglieder von Eurojust jederzeit zu mobilisieren.

2. Ausweitung der Aufgaben von Eurojust als Kollegium

Es wird vorgeschlagen, die offizielle Intervention des Kollegiums auszudehnen, um verschiedene Blockadesituationen zu erfassen, die sich ergeben, wenn die betreffenden nationalen Behörden oder die nationalen Mitglieder keine Einigung erzielen können.

3. Schaffung einer gemeinsamen Grundlage gleichwertiger justizieller Befugnisse für die nationalen Mitglieder

Dies ist eines der wichtigsten Elemente des Vorschlags. Damit Eurojust wirksam vorgehen kann, muss für alle nationalen Mitglieder, wenn sie als nationale Behörde ihres Mitgliedstaats fungieren, eine gemeinsame Mindestgrundlage an gleichwertigen justiziellen Befugnissen bestehen.

4. Einrichtung eines nationalen Eurojust-Koordinierungssystems

Es wird vorgeschlagen, in jedem Mitgliedstaat ein nationales Eurojust-Koordinierungssystem einzurichten, das auf innerstaatlicher Ebene eine Verbindung zwischen Eurojust, dem Europäischen Justiziellen Netz und verschiedenen in diesem Bereich tätigen europäischen Netzen herzustellen. Rechtzeitige und strukturierte Informationen sind für eine effiziente Arbeit von Eurojust unverzichtbar. Deshalb gesteht eine weitere Aufgabe des nationalen Eurojust-Koordinierungssystems darin, auf innerstaatlicher Ebene die Versorgung von Eurojust mit Informationen über strafrechtliche Ermittlungen zu erleichtern.

5. Verstärkung der Übermittlung von Informationen

Wie im vorangegangenen Abschnitt erwähnt, bilden rechtzeitige und strukturierte Informationen die Grundlage für eine effiziente Betätigung von Eurojust. Derzeit sind die nationalen Behörden nicht verpflichtet, auf eigene Initiative Informationen an Eurojust zu übermitteln. Deshalb wird nun eine allgemeine Pflicht vorgeschlagen, Informationen, die für die Erfüllung der Aufgaben von Eurojust notwendig sind, zu übermitteln. Der Vorschlag enthält die Verpflichtung, auf nationaler Ebene über Verfahren zu verfügen, um die Einhaltung der Berichtspflicht zu überwachen.

6. Beziehungen zum Europäischen Justiziellen Netz

Es wird vorgeschlagen, die beiden Strukturen beizubehalten und ihr Verhältnis auf der Grundlage von Zusammenarbeit und gegenseitiger Ergänzung zu verbessern. Der Vorschlag stärkt die haushaltspolitische Stellung des EJN und enthält auch die Pflicht zum Informationsaustausch. Überdies würde die Schaffung eines nationalen Eurojust-Koordinierungssystems die Zusammenarbeit erleichtern und die nationalen Behörden je nach den speziellen Merkmalen des jeweiligen Falles entweder zu Eurojust oder zum EJN hinleiten.

7. Klärung und Stärkung der Beziehungen von Eurojust zu anderen Partnern

Der Vorschlag stärkt die Beziehungen zu Europol und dem EJN und schafft Verbindungen zu anderen europäischen Einrichtungen und internationalen Stellen wie Frontex, SitCen, Interpol und der Weltzollorganisation.

8. Zusammenarbeit mit Drittstaaten

Der Vorschlag stärkt die Rolle von Eurojust gegenüber Drittstaaten durch die Einführung eines neuen Elements, nämlich der Möglichkeit, dass Eurojust in Staaten, mit denen eine besondere Zusammenarbeit aufgebaut wird, Verbindungsrichter/‑staatsanwälte abordnet. Ein weiteres neues Element ist die Möglichkeit, dass Eurojust Ersuchen von Drittstaaten direkt erledigt. Das ist jedoch nur möglich, wenn einschlägige internationale Vorschriften dies vorsehen. Derzeit besteht eine solche Möglichkeit nicht.

II. Standpunkt der Berichterstatterin

Die Berichterstatterin unterstützt die Notwendigkeit und das Ziel des Vorschlags, die Rolle und die Fähigkeiten von Eurojust zu stärken. Allerdings gibt es mehrere Punkte, die gründlich geprüft und angesprochen werden müssen, um ein Gleichgewicht zwischen den Befugnissen von Eurojust und den nationalen Mitgliedern einerseits und dem Recht der Beschuldigten auf Verteidigung und auf ein gerechtes Verfahren andererseits herbeizuführen.

Nach Auffassung der Berichterstatterin muss bei den Tätigkeiten von Eurojust unbedingt ein angemessenes Niveau an Schutz personenbezogener Daten sichergestellt werden. Die Berichterstatterin ist sich darüber im Klaren, dass bei Eurojust ein starkes Datenschutzsystem besteht. Allerdings hat Eurojust im Rahmen der eigenen Tätigkeit mit großen Mengen an personenbezogenen Daten zu tun. Deshalb sollte Fragen des Datenschutzes verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Mehrere Änderungsanträge zielen auf zusätzliche Datenschutzgarantien bei Eurojust ab. Es ist wichtig, geschlossene Listen von Daten (über Personen, die Gegenstand einer strafrechtlichen Ermittlung sind) und Daten, deren Verarbeitung durch Eurojust erlaubt werden sollte, beizubehalten. Ferner ist die Berichterstatterin besorgt über an Drittstaaten und internationale Organisationen weitergegebene Daten. Obwohl Daten nur auf der Grundlage von beiden Seiten unterzeichneter und von Datenschutzexperten geprüfter Vereinbarungen weitergegeben werden dürfen, ist unbekannt, was in Wirklichkeit mit diesen Daten geschieht, wenn sie weitergegeben werden, und ob die einschlägigen Vereinbarungen tatsächlich oder angemessen angewandt werden. Deshalb schlägt die Berichterstatterin vor, einen Bewertungsmechanismus einzuführen.

Die Berichterstatterin befürwortet die Schaffung einer gemeinsamen Grundlage gleichwertiger justizieller Befugnisse für die nationalen Mitglieder Allerdings sollte betont werden, dass die grundlegende Aufgabe von Eurojust darin besteht, die justizielle Zusammenarbeit zu koordinieren. Deshalb werden mehrere Änderungsanträge gestellt, die Situationen betreffen, in denen nationale Mitglieder in dringenden Fällen ihre justiziellen Befugnisse ausgeübt haben. Um keinen Missbrauch ihrer Befugnisse aufkommen zu lassen, wird vorgeschlagen, ein System von Berichten im Nachhinein einzuführen, in denen dargelegt werden sollte, warum ein nationales Mitglied nicht rechtzeitig eine zuständige nationale Behörde ermitteln konnte. Diese Angaben sollten auch in die Jahresberichte von Eurojust einfließen. Überdies ist es nach Auffassung der Berichterstatterin nicht möglich, dass ein nationales Mitglied generell keine zuständige Behörde ermitteln kann. Deshalb sollte dieser Grund, den nationalen Mitgliedern die Befugnis einzuräumen, in dringenden Fällen zu handeln, entfallen.

Mehrere Änderungsanträge werden vorgeschlagen, um den Schutz von Verfahrensrechten wie dem Recht auf Verteidigung, dem Recht auf Unterrichtung und dem Recht auf Rechtsbehelf zu verbessern.

Die Berichterstatterin ist auch besorgt darüber, dass in den Änderungen des Rates jeglicher Hinweis auf das Europäische Parlament fehlt, obwohl künftig, wie es im Vertrag von Lissabon in Artikel 69h ausdrücklich heißt, das Parlament in diesem Bereich Mitentscheidungsbefugnisse haben und eine wichtige Kontrollfunktion über die Tätigkeit von Eurojust wahrnehmen wird. Daher geht die Berichterstatterin davon aus, dass selbst im aktuellen Stadium, vor dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon, die Einbindung des Europäischen Parlaments in die Kontrolle der Tätigkeiten von Eurojust verstärkt werden sollte. Deshalb sollten Informationen über den Betrieb von Eurojust dem Europäischen Parlament nicht bloß übermittelt werden, sondern ein Vertreter persönlich auftreten, damit die Mitglieder des Europäischen Parlaments Fragen stellen und eine Aussprache führen können. Überdies sollte das Europäische Parlament stärker in Fragen des Datenschutzes einbezogen werden und von der gemeinsamen Kontrollinstanz von Eurojust ausgearbeitete Berichte erhalten.


VERFAHREN

Titel

Stärkung von Eurojust und Änderung des Beschlusses 2002/187/JI

Bezugsdokumente – Verfahrensnummer

05613/2008 – C6-0076/2008 – 2008/0804(CNS)

Datum der Konsultation des EP

18.2.2008

Federführender Ausschuss

       Datum der Bekanntgabe im Plenum

LIBE

21.2.2008

Berichterstatter(-in/-innen)

       Datum der Benennung

Renate Weber

27.2.2008

 

 

Prüfung im Ausschuss

27.2.2008

8.4.2008

24.6.2008

 

Datum der Annahme

24.6.2008

 

 

 

Ergebnis der Schlussabstimmung

+:

–:

0:

34

0

9

Zum Zeitpunkt der Schlussabstimmung anwesende Mitglieder

Alexander Alvaro, Emine Bozkurt, Mihael Brejc, Kathalijne Maria Buitenweg, Michael Cashman, Giusto Catania, Jean-Marie Cavada, Carlos Coelho, Esther De Lange, Panayiotis Demetriou, Gérard Deprez, Agustín Díaz de Mera García Consuegra, Armando França, Urszula Gacek, Kinga Gál, Patrick Gaubert, Roland Gewalt, Jeanine Hennis-Plasschaert, Lívia Járóka, Ewa Klamt, Magda Kósáné Kovács, Stavros Lambrinidis, Henrik Lax, Roselyne Lefrançois, Baroness Sarah Ludford, Claude Moraes, Javier Moreno Sánchez, Rareş-Lucian Niculescu, Martine Roure, Inger Segelström, Vladimir Urutchev, Ioannis Varvitsiotis, Manfred Weber, Renate Weber, Tatjana Ždanoka

Zum Zeitpunkt der Schlussabstimmung anwesende Stellvertreter(innen)

Edit Bauer, Evelyne Gebhardt, Ignasi Guardans Cambó, Sophia in ‘t Veld, Ona Juknevičienė, Sylvia-Yvonne Kaufmann, Nicolae Vlad Popa, Johannes Voggenhuber

Datum der Einreichung

7.7.2008

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