ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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10.11.2014
PE537.135v01-00
 
B8-0231/2014

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zur Verbreitung des „Grooming“ und zum Schutz minderjähriger Nutzer der sozialen Netzwerke


Mara Bizzotto

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur Verbreitung des „Grooming“ und zum Schutz minderjähriger Nutzer der sozialen Netzwerke  
B8‑0231/2014

Das Europäische Parlament,

–       gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.     in der Erwägung, dass Twitter, Google und Facebook zusätzlich zu ihrer Funktion als beliebte soziale Netzwerke außerdem zu einem gefährlichen Instrument für die Anbahnung von Kontakten mit Minderjährigen – das sogenannte Grooming – und den Austausch von kinderpornografischem Material geworden sind; in der Erwägung, dass die Online-Anbahnung von Kontakten ein immer weiter verbreitetes Phänomen darstellt, von dem zunehmend Minderjährige betroffen sind;

B.     in der Erwägung, dass bei einer kürzlich veröffentlichten Umfrage von ECPAT International (End Child Prostitution, Child Pornography and Trafficking of Children for Sexual Purposes), an der 131 Schüler teilnahmen, zutage trat, dass 90 % der Befragten bereits vor Erreichen des von Facebook vorgegebenen Mindestalters von 13 Jahren ein Profil bei diesem sozialen Netzwerk anlegten, zwei Schüler pro Klasse mehr als 1 200 „Freunde“ haben, 60 % der Befragten bereits Mitteilungen mit sexuellem Hintergrund erhalten haben und 90 % bei einer Online-Bedrohung aus Angst vor der Reaktion ihrer Eltern nicht mit diesen darüber sprechen würden;

1.      fordert die Kommission auf, Maßnahmen einzuleiten, um dem Phänomen des Grooming in Europa entgegenzuwirken;

2.      fordert die Kommission auf, den richtigen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Netz zu fördern, damit es nicht zu einer Gefahrenquelle für junge Menschen und minderjährige Nutzer wird.

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