ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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12.11.2014
PE538.970v01-00
 
B8-0247/2014

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zur ethischen Wirtschaft und zum ethischen Finanzwesen


Nicola Caputo

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur ethischen Wirtschaft und zum ethischen Finanzwesen  
B8‑0247/2014

Das Europäische Parlament,

–       gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

–       unter Hinweis auf die Petition zugunsten einer ethischen Wirtschaft und eines ethischen Finanzwesens, die von der Europäischen Föderation der Ethischen und Alternativen Banken (FEBEA) eingereicht wurde und bereits Tausende von Unterschriften gesammelt hat,

1.      hält es für notwendig, eine Finanztransaktionssteuer und eine Steuer auf Aufträge, die nicht zu Transaktionen führen, einzuführen, um in allen europäischen Staaten Spekulation und Exzesse wie den Hochfrequenzhandel wirksam zu bekämpfen;

2.      hält es für notwendig, die Geschäftsbanken von den Investitionsbanken zu trennen, eine in den USA getroffenen Maßnahme, die von allen von den europäischen Institutionen in Auftrag gegebenen Studien vorgeschlagen wird, die aber auf dem alten Kontinent noch nicht ergriffen wurde;

3.      hält es für notwendig, das Abkommen über das Risiko und das Eigenkapital von Banken (Basel III) zu überarbeiten, um die Existenz unterschiedlicher Bankmodelle und vor allem das ethische Finanzwesen zu berücksichtigen;

4.      hält es für notwendig, gegen die Steueroasen und das Schattenbank-System („shadow banking system“(1)) vorzugehen, zwei Bereiche, in denen es sowohl dringlich als auch notwendig ist, deutlich bessere Regeln und Transparenz einzuführen.

 

 

 

(1)

Das „shadow banking system“ ist die Gesamtheit von Finanzmittlern, die keine Banker sind und die ähnliche Dienstleistungen wie die normalen Geschäftsbanken anbietet, jedoch zu Bedingungen, die darauf abzielen, die Kontrollen der Aufsichtsbehörden zu umgehen.

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