ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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19.11.2014
PE538.990v01-00
 
B8-0267/2014

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zur potenziellen Gesundheitsschädlichkeit von WLAN-Strahlung


Nicola Caputo

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur potenziellen Gesundheitsschädlichkeit von WLAN-Strahlung  
B8‑0267/2014

Das Europäische Parlament,

–       unter Hinweis auf die Empfehlung des Rates zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern und Mikrowellen (1999/519/EG);

–       gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.     in Erwägung nachstehender Gründe:

–  laut der vorläufigen Stellungnahme des wissenschaftlichen Ausschusses „Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken“ (SCENIHR) von 2014 zu den nach 2009 veröffentlichten Untersuchungen der Folgen der Exposition konnten Beweise für ein größeres Hirntumorrisiko nicht erhärtet werden, wohingegen ein möglicher Zusammenhang mit Ohrenkrebs weiterhin nicht auszuschließen ist und deshalb weiterer Untersuchungen bedarf;

–  laut Studien über Krebs bei Kindern und der Exposition gegenüber Fernsehstrahlung konnte kein Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und der Exposition nachgewiesen werden;

–  es sollten Studien über die Auswirkungen der wachsenden Nutzung von privaten und öffentlichen WLAN-Bereichen auf die Gesundheit durchgeführt werden;

–  der Rat und die Kommission sind gehalten, die Mitgliedstaaten bei der schwierigen Aufgabe zu unterstützen, eine Abwägung zwischen dem Ausbau der digitalen Infrastruktur und den Auswirkungen auf die Gesundheit vorzunehmen;

1.      fordert den Rat und die Kommission auf, die Mitgliedstaaten bei der Intensivierung der folgenden Maßnahmen zu unterstützen:

–  die Durchführung von Risiko-Nutzen-Analysen von unterschiedlichen Graden der Exposition gegenüber WLAN-Strahlung auf der Grundlage neuester Daten;

–  die Erforschung von neuen Übertragungsmethoden (die über das Projekt GERONIMO hinausgeht), die einer Überprüfung der Exposition über lange Zeiträume standhalten und bei denen es keine begründeten Zweifel an ihrer Unbedenklichkeit gibt, damit ein besserer Schutz der Bevölkerung gewährleistet ist.

 

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