ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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16.12.2015
PE574.525v01-00
 
B8-0005/2016

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zur schrittweisen Einstellung von Krebstests an Nagetieren


Dominique Bilde, Sophie Montel, Steeve Briois

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur schrittweisen Einstellung von Krebstests an Nagetieren  
B8-0005/2016

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass einer Studie der nichtstaatlichen Tierschutzorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) zufolge Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung, die an Nagetieren durchgeführt werden, nach international anerkannten Kriterien unwissenschaftlich sind, und dass dies vor allem für einen der Tests gilt, der unter dem Programm REACH zum Einsatz kommt;

B.  in der Erwägung, dass Tiere bei solchen Versuchen Schmerzen erleiden und die Behörden nach wie vor nicht anerkennen wollen, dass sich die Wirkung chemischer Produkte beim Menschen mittels Diagnoseuntersuchungen nicht genau vorhersagen lässt und diese daher unverzüglich durch alternative Methoden ersetzt werden sollen;

C.  in der Erwägung, dass in dem Bericht mit dem Titel „Chemicals and Cancer, What the Regulators won’t tell about carcinogenicity testing“ auf die Notwendigkeit hingewiesen wird, in allen Forschungsprogrammen die Durchführung von Krebstests an Nagetieren zu untersagen;

1.  fordert die Kommission auf, die Durchführung von Krebstests an Nagetieren schrittweise einzustellen, um die menschliche Gesundheit zu schützen und den Tieren Schmerzen und Leiden zu ersparen;

2.  fordert die Kommission auf, den im Bericht formulierten Empfehlungen nachzukommen und vor allem alternative Methoden zu Tierversuchen zu entwickeln und die Mittel für die Entwicklung zusätzlicher Alternativtests aufzustocken;

3.  beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung der Kommission und den Mitgliedstaaten zu übermitteln.

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