ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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8.6.2016
PE585.247v01-00
 
B8-0817/2016

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zur Forderung der Europäischen Kommission, das gesetzliche Renteneintrittsalter anzuheben


Sophie Montel, Florian Philippot

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur Forderung der Europäischen Kommission, das gesetzliche Renteneintrittsalter anzuheben  
B8-0817/2016

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass in den Empfehlungen der Kommission und des Rates immer wieder eine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters gefordert wird;

B.  in der Erwägung, dass die Hälfte der Franzosen, die ihre Rente in Anspruch nehmen, nicht erwerbstätig sind;

C.  in der Erwägung, dass aufgrund einer soliden Geburtenrate der Abhängigkeitsquotient in Frankreich gering ist (das Verhältnis der über 65-Jährigen zu den 15-64-Jährigen beträgt 27 %, während es in Deutschland bei 33 % liegt);

D.  in der Erwägung, dass in Frankreich somit in dieser Angelegenheit nicht dieselbe Dringlichkeit besteht, da das Verhältnis Beitragszahler/Rentenbezieher laut OECD im Jahr 2060 bei 1,4 liegen wird, während es in Deutschland 1 betragen wird;

E.  in der Erwägung, dass laut dem Bericht der Kommission aus dem Jahr 2015 davon auszugehen ist, dass der Anteil der alterungsbedingten Staatsausgaben in Frankreich um 1,7 Punkte des BIP sinken und in Deutschland um 5 Punkte steigen wird;

F.  in der Erwägung, dass die Förderung einer kapitalgedeckten Altersversorgung vor dem Hintergrund geringer Vermögenserträge zu einer finanziellen Destabilisierung führen würde;

1.  fordert die Kommission auf, zukünftig davon abzusehen, eine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters in Frankreich zu fordern und die kapitalgedeckte Altersversorgung zu unterstützen.

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