ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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21.12.2016
PE596.677v01-00
 
B8-1407/2016

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zu den Risiken der Sterilisation mit Essure-Mikroeinsätzen


Mireille D'Ornano

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zu den Risiken der Sterilisation mit Essure-Mikroeinsätzen  
B8-1407/2016

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf die Artikel 4, 6 und 9 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

–  unter Hinweis auf die Verordnung (EG) Nr. 726/2004 zur Festlegung von Gemeinschaftsverfahren für die Genehmigung und Überwachung von Human- und Tierarzneimitteln und zur Errichtung einer Europäischen Arzneimittel-Agentur,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Aufgabe hat, die öffentliche Gesundheit durch die Bewertung der Arzneimittel zu schützen, insbesondere, wenn unerwünschte Nebenwirkungen gemeldet werden;

B.  in der Erwägung, dass die von Bayer hergestellten Essure-Mikroeinsätze derzeit unter dem Verdacht stehen, Blutungsstörungen, neurologische Störungen und Muskelstörungen zu verursachen, und in den Vereinigten Staaten bereits tausend Frauen gegen den Hersteller Anzeige erstattet haben;

C.  in der Erwägung, dass laut Hersteller seit 2001 weltweit rund eine Million Einheiten dieses Medizinprodukts verkauft wurden, davon 240 000 in Frankreich;

1.  fordert die Kommission auf,

–  die EMA aufzufordern, eine Untersuchung einzuleiten mit dem Ziel, schnellstmöglich die Unschädlichkeit dieser Medizinprodukte sicherzustellen;

–  geeignete Maßnahmen zu ergreifen, wenn sich herausstellt, dass diese Medizinprodukte ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Frauen, die diese benutzen, darstellt.

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