ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
PDF 250kWORD 47k
3.1.2017
PE596.689v01-00
 
B8-1419/2016

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zur Einfuhr von chinesischen Aquakulturerzeugnissen


Mireille D’Ornano

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur Einfuhr von chinesischen Aquakulturerzeugnissen  
B8-1419/2016

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 168 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

–  unter Hinweis auf die Richtlinie 98/58/EG,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass rund 50 % der konsumierten Fische aus Aquakulturen stammen und dass sich deren weltweite Produktion im Jahr 2013 auf 97 Millionen Tonnen belief;

B.  in der Erwägung, dass im Jahr 2012 der Selbstversorgungsgrad der Europäischen Union für Meereserzeugnisse bei 44,5 % lag und dass die EU im Jahr 2014 in diesem Sektor ein Defizit in Höhe von 16 Milliarden EUR zu verzeichnen hatte; in der Erwägung, dass der Einfuhrwert im Jahr 2014 außerdem 21 Milliarden EUR betrug, was einem jährlichen Wachstum von 6 % entspricht, und dass das Einfuhrvolumen und der Einfuhrwert aus China 9 % bzw. 7 % ausmachte;

C.  in der Erwägung, dass die chinesische Aquakultur nicht unbedingt den europäischen Standards und den Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entspricht;

D.  in der Erwägung, dass inadäquate Aufzuchtbedingungen – angesichts der Überbevölkerung und des beim Tier ausgelösten Stresses – die Fischqualität beeinflussen;

E.  in der Erwägung, dass in der chinesischen Aquakultur auf Antibiotika zurückgegriffen wird, darunter auf in letzter Instanz genutzte Antibiotika auf Basis von Colistin, und bereits Fälle von Antibiotikaresistenz gegen Colistin festgestellt wurden;

1.  fordert die Kommission auf, mithilfe der EFSA das durch den Konsum von chinesischen Aquakulturerzeugnissen hervorgerufene gesundheitliche Risiko zu prüfen.

Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen