ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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3.1.2017
PE596.720v01-00
 
B8-0011/2017

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zu „personalisierter Medizin“ und Leukämiebehandlungen


Mireille D’Ornano

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zu „personalisierter Medizin“ und Leukämiebehandlungen  
B8-0011/2017

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 168 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass 2012 insgesamt 14 Millionen neue Fälle von Krebs diagnostiziert worden sind, Leukämie die zwölfthäufigste Krebsart in Europa ist und im Jahr 2012 insgesamt 82 300 Fälle von Leukämie in Europa und 352 000 Fälle weltweit festgestellt worden sind;

B.   in der Erwägung, dass Leukämie in Europa die achthäufigste und weltweit gesehen die zehnthäufigste krebsbedingte Todesursache ist (53 800 Todesfälle in Europa und 265 000 Todesfälle weltweit im Jahr 2012) und dass Behandlungen im Wesentlichen aus Chemotherapien bestehen, die zwar hohe Heilungschancen (70–80 %), jedoch auch starke Nebenwirkungen mit sich bringen;

C.  in der Erwägung, dass derzeit Forschungsarbeiten zum Humangenom betrieben werden (Wellcome Trust Sanger Institut, Vereinigtes Königreich), die eine Personalisierung der Krebstherapie ermöglichen würden und dass bei Rete Ematologica Lombarda (Italien) solche Methoden bereits zum Einsatz kommen;

1.  betont, dass die personalisierte Medizin einen Fortschritt für die Therapie darstellt, der es ermöglicht, das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Behandlung schwerer Krankheiten zu verbessern;

2.  fordert die Kommission auf, Forschungsarbeiten zu personalisierter Medizin zu fördern, insbesondere, um gründliche Diagnoseverfahren zu etablieren.

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