ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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24.1.2018
PE614.383v01-00
 
B8-0075/2018

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zum Verbot der Einfuhr von auf der Grundlage von Sklaverei hergestellten Erzeugnissen


Dominique Martin

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zum Verbot der Einfuhr von auf der Grundlage von Sklaverei hergestellten Erzeugnissen  
B8‑0075/2018

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  unter Hinweis darauf, dass die Europäische Union im Jahr 2016 Waren und Dienstleistungen im Wert von 2 200 Milliarden Euro eingeführt hat; und unter Hinweis darauf, dass die EU mehr Waren und Dienstleistungen, abgesehen von Energie, aus den am wenigsten entwickelten Ländern als aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Japan und China zusammengenommen, importiert hat;(1)

B.  in der Erwägung, dass die Kommission die Handelspolitik festlegt und das Europäische Parlament für ihre demokratische Kontrolle zuständig ist;

C.  in der Erwägung, dass die Kommission 49 Staaten den Zugang zum europäischen Markt ohne Quoten und Zölle gewährt und sich dafür eingesetzt hat, die soziale Verantwortung von Unternehmen in der gesamten Produktionskette zu verstärken;

D.  in der Erwägung, dass ein in Europa verkauftes Erzeugnis nicht ganz oder teilweise von einer Arbeitskraft hergestellt sein darf, die weniger als 50 Euro monatlich verdient, da dieser Lohn Sklaverei gleichkommt;

1.  fordert die Kommission auf, die Einfuhr von Erzeugnissen nach Europa zu untersagen, die von Unternehmen stammen, deren Zulieferer Sklaverei praktizieren (Löhne unter 50 Euro pro Monat);

2.  fordert die Kommission auf, eine Stelle zur Kontrolle der Lohnabrechnungen in der gesamten Produktionskette einzurichten.

 

(1)

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex%3A52015DC0497

Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2018Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen