ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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10.4.2018
PE621.604v01-00
 
B8-0230/2018

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zur Schlachtung ohne Betäubung


Dominique Bilde, Sylvie Goddyn

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur Schlachtung ohne Betäubung  
B8‑0230/2018

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 13 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

–  unter Hinweis auf die Verordnung (EG) Nr. 1099/2009 des Rates vom 24. September 2009,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass jährlich 360 Millionen Rinder, Schafe, Schweine und Ziegen in der Europäischen Union geschlachtet werden;

B.  in der Erwägung, dass in Artikel 4 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1099/2009 Ausnahmen „für Tiere [vorgesehen sind], die speziellen Schlachtmethoden unterliegen, die durch bestimmte religiöse Riten vorgeschrieben sind“, und dass die Schlachtung ohne Betäubung insbesondere in Frankreich nur mit einer vorherigen behördlichen Genehmigung zulässig ist;

C.  in der Erwägung, dass die Schlachtung ohne Betäubung bei Tieren Leiden verursacht – wie von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit am 15. Juni 2004 bestätigt – und zu einem erhöhten Risiko einer Kontaminierung mit Escherichia coli führen kann;

1.  fordert die Mitgliedstaaten auf, die Verordnung (EG) Nr. 1099/2009 strikt einzuhalten und die Kontrollen der Schlachthöfe zu verschärfen, erforderlichenfalls mittels Videoüberwachungssystemen;

2.  fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, die Schlachtung ohne Betäubung zumindest solange zu verbieten, bis zuverlässige und zugängliche Verfahren zur reversiblen Betäubung entwickelt wurden, und die Kennzeichnung von Produkten aus ritueller Schlachtung vorzuschreiben.

Letzte Aktualisierung: 18. Mai 2018Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen