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Plenardebatten
Mittwoch, 6. Juli 2005 - Straßburg Ausgabe im ABl.

Afrika - Globalisierung - Armut
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  Marie-Arlette Carlotti (PSE). (FR) Herr Präsident! Es könnte durchaus sein, dass der Europäischen Union nach diesen recht traurigen Wochen gerade in der Frage der Entwicklung wieder ein großer Wurf gelingt und sie beweist, dass sie an der Spitze des Kampfes gegen die Armut steht. Die Union befindet sich auf dem richtigen Weg mit ihren beiden Verpflichtungen: bis 2015 0,7 % ihres BNP für die Entwicklungshilfe und 50 % dieser Erhöhung für Afrika zu verwenden. Ich begrüße es, dass die britische Präsidentschaft Afrika in den Mittelpunkt ihres Wirkens stellt.

Tony Blair muss auch seinen Vorsitz der G8 nutzen, um mehr als Absichtserklärungen von den Reichen zu erhalten: Die einzige finanzielle Zusage, für die er sich einsetzen muss, ist die in Monterrey gegebene. Beim Schuldenerlass muss noch mehr getan werden. So sollten eine Demokratiezulage eingeführt und dringend neue Finanzierungsquellen erschlossen werden, wie die Besteuerung der Kapitalbewegungen, des Waffenhandels, des CO2-Ausstoßes oder eine der vielen anderen angesprochenen Möglichkeiten. Doch jetzt muss ein konkretes Ergebnis erreicht werden, denn – um das Motto der Weltkampagne gegen die Armut aufzugreifen -: Nach 2005 keine Ausreden mehr.

 
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