Indekss 
 Iepriekšējais 
 Nākošais 
 Pilns teksts 
Procedūra : 2005/2245(INI)
Dokumenta lietošanas cikls sēdē
Dokumenta lietošanas cikls : A6-0207/2006

Iesniegtie teksti :

A6-0207/2006

Debates :

PV 06/07/2006 - 4
CRE 06/07/2006 - 4

Balsojumi :

PV 06/07/2006 - 6.18
Balsojumu skaidrojumi

Pieņemtie teksti :

P6_TA(2006)0320

Debates
Ceturtdiena, 2006. gada 6. jūlijs - Strasbūra Pārskatītā redakcija

4. Godīga tirdzniecība un attīstība (debates)
PV
MPphoto
 
 

  Die Präsidentin. Als nächster Punkt folgt der Bericht von Frithjof Schmidt im Namen des Entwicklungsausschusses über fairen Handel und Entwicklung (2005/2245(INI)) (A6-0207/2006).

 
  
MPphoto
 
 

  Frithjof Schmidt (Verts/ALE), Berichterstatter. – Frau Präsidentin, Herr Kommissar, liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir reagieren als Parlament mit dem Bericht über fairen Handel und Entwicklung auf die bemerkenswerte wirtschaftliche und politische Erfolgsgeschichte des fairen Handels.

Wir haben in den letzten Jahren Wachstumsraten des fairen Handels in Europa von durchschnittlich 20 %, mit steigender Tendenz. In einzelnen Ländern haben wir Marktanteile — etwa beim Kaffee in Großbritannien — von bis zu 20 %. Das alles zeigt den Erfolg einer Initiative der Zivilgesellschaft unter den Bedingungen des Marktes, die bisher ohne große staatliche Unterstützung und Förderung ausgekommen ist. Zugleich ist das auch ein direkter Erfolg bei der Armutsbekämpfung, denn faire Preise garantieren ein faires Einkommen. Und es ist für die soziale und gesellschaftliche Entwicklung in den Ländern des Südens ganz entscheidend, dass die Produzenten in diesen Ländern ein faires Einkommen haben.

Zugleich beweist das Ganze das hohe Bewusstsein der europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher und ihr Interesse an einer internationalen sozialen Verantwortung im Handel und an hoher Produktqualität. Es geht also bei diesem Thema auch um den Schutz von Verbraucherinteressen. Faire Preise, faire Arbeits- und Produktionsbedingungen, Einhaltung ökologischer Standards, das nützt der Lebensqualität von Produzentinnen und Produzenten im Süden und von Verbraucherinnen und Verbrauchern im Norden gleichermaßen.

Es gab im Entwicklungsausschuss — und darüber habe ich mich sehr gefreut — auch große Einigkeit. Deshalb möchte ich hier ausdrücklich allen Kolleginnen und Kollegen im Entwicklungsausschuss, den Schattenberichterstatterinnen und den Koordinatoren für ihre konstruktiven Beratungen danken. Der Bericht wurde ohne Gegenstimme im Entwicklungsausschuss angenommen. Dem ging ein intensiver Austausch mit der Fair-Trade-Bewegung und vielen Verbänden über die Probleme des fairen Handels voraus. Wir haben im Ausschuss gemeinsam Kriterien erarbeitet und vorgeschlagen, die Produkte mit der Bezeichnung Fair Trade bzw. „fairer Handel“ erfüllen müssen, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht getäuscht werden.

Deshalb wird die Kommission in diesem Bericht aufgefordert, eine Empfehlung zum fairen Handel vorzulegen. Dabei geht es um die Förderung eines politischen und wirtschaftlichen Konzepts, und nicht etwa um die Förderung einer Handelsmarke. Es geht auch nicht um eine gesetzlich bindende detaillierte Regelung für ganz Europa, ein Fair-Trade-Gesetz für ganz Europa. Wir wollen und dürfen diesen jungen Erfolgsmarkt nicht überregulieren und so eventuell behindern. Aber es geht darum, Kriterien zu definieren, die die Substanz des Konzepts „fairer Handel“ ausmachen.

Schlüsselkriterien, die im Bericht dafür vorgeschlagen werden, sind unter anderem existenzsichernde Preise für die Produzenten, eine Information der Verbraucherinnen und Verbraucher darüber, welchen Preis die Produzenten halten, also Transparenz, die Einhaltung der Kernkonventionen der internationalen Arbeitsorganisation zu Arbeitsschutz, zu Gesundheitsschutz und zur Kinderarbeit bei der Produktion, die Einhaltung ökologischer Standards, die Unterstützung von Produktion und Marktzugang der Erzeugerorganisationen und ein Monitoring der Einhaltung dieser Kriterien. Es wäre wichtig, dass diese Punkte in der Empfehlung der Kommission aufgeführt werden.

Ich möchte hier der Kommission auch ausdrücklich danken. Gerade in den Generaldirektionen Entwicklung und Handel war die Offenheit — und ich will auch sagen die Sympathie — für diesen Bericht deutlich zu spüren. Wir haben einen sehr konstruktiven Austausch gehabt.

Noch eine persönliche Bemerkung: Kommissar Mandelson, ich weiß, dass Sie gerne Schokolade essen, und ich habe schon oft gesehen, dass Sie fair gehandelte Schokolade von Oxfam bevorzugen. Das sind zwei Vorlieben, die wir beide teilen. Ich weiß also schon durch Ihre Konsumgewohnheiten, dass Sie dem Thema aufgeschlossen gegenüberstehen.

Ich möchte noch einmal ausdrücklich an Sie appellieren: Schaffen Sie im Aid for Trade-Programm, das wir jetzt bei der WTO diskutieren, einen Sektor für Aid for Fair Trade! Wenn wir nur 10 % der Fördermittel in diesem Bereich für den Fair-Trade-Sektor verwenden könnten, wäre das ein enormer Rückenwind für dieses gute Konzept. Helfen Sie mit, dass bei öffentlichen Ausschreibungen fair gehandelte Produkte bevorzugt behandelt werden dürfen, und erfüllen Sie den Artikel 23 des Cotonou-Abkommens mit Leben, wonach der faire Handel in der Zusammenarbeit mit den AKP-Staaten einen wichtigen Stellenwert haben und unterstützt werden soll!

Wir brauchen eine gut koordinierte Fair-Trade-Politik der Europäischen Union. Das Parlament wird heute — hoffe ich — einen wichtigen Schritt in diese Richtung machen, und es ist dann an der Kommission, einen wichtigen zweiten Schritt zu setzen. Wir brauchen diese Empfehlung, Herr Kommissar Mandelson!

 
  
MPphoto
 
 

  Peter Mandelson, Member of the Commission. Mr President, I would like straightaway to thank Mr Schmidt for this report and for drawing attention to my increasingly conspicuous consumption habits, which, I am afraid, are becoming only too obvious as I grow into this job as Europe’s Trade Commissioner. Sincerely and warmly I would like to thank him for this report, which I think is very valuable and will be well received.

Fair Trade is one of the key tools, in my view, to enhance sustainable development and to equip us better to fight poverty in the world, and as a concept it is developing fast. It is undoubtedly a very popular trade practice. It is gaining in currency and appeal with public opinion, and helps to raise public awareness about all the issues that are involved in sustainability.

You are not just undertaking an act of consumption that is good in terms of the content of what you consume. It is also a stimulus to the brain. It makes you think and therefore it is even more valuable. Consumers do take into account considerations about the conditions of production. People care, they do not just eat, and Fair Trade has pioneered this in a most attractive way.

The Commission actively supports Fair Trade. We took on commitments to Fair Trade in the Cotonou Agreement with the ACP countries, as well as in our communication on policy coherence for development.

Many trade and development assistance projects support Fair Trade: development projects to the tune of over EUR 4 million in 2003, and growing. These consist mainly of support for NGO activities, but also of direct aid to the harmonisation of standards at work. We also participate in Fair Trade events.

One could argue that whilst Fair Trade helps salve the conscience of those who buy such products, others continue, nonetheless, to exploit the needy. I am not happy about that argument: Fair Trade is not a panacea for all the problems of poor producers, nor does it necessarily mean that because you are not buying and consuming Fair Trade products you are exploiting the poor.

What is required to tackle poverty and to enhance development is a general and coherent policy framework. It is this that we need to develop, to conceptualise, and this report will help us to do so.

Fair Trade is private and limited to the participating producers, while the UN Millennium Development Goals are for all. So Fair Trade is particular and specific, the Millennium Development Goals are general and wide-ranging; but there is a clear interconnection between the two. The objective is different for an individual and for EU policy-making.

An individual makes a personal choice. He or she is entitled to exercise that choice. You cannot automatically translate that into a more wide-ranging policy. The individual consumer looks at one packet of coffee, rightly. Policy-makers, on the other hand, have to take into account the sector as a whole and our obligations to that sector as a whole.

We need a complete and public solution – one that should not be confined, therefore, to Fair Trade only. As the report rightly points out, there are other non-Fair Trade operators that can achieve similar results to those obtained by Fair Traders, that have the same growth potential and that can influence consumer choice and the international trading schemes. We should fully use the potential of all credible initiatives to support sustainability. That should be our test. Does it help, does it aid, does it take forward sustainability? If it does, that should govern our response and attitude to it.

Building on commitments taken previously, we want to explore with our partners the use of economic partnership agreements with the ACP countries, as well as other trade agreements, for including specific incentives targeted at improving market access for fair trade products. That is where I believe we can leverage our interest and leverage our commitment most beneficially.

It is very useful, therefore, that the report points to the danger of inappropriate national legislation in the field of Fair Trade. I am aware of some initiatives being taken that might harm the status that Fair Trade has already achieved. We need to be vigilant about these and to see, therefore, whether it is not better to take a more coherent and collective approach in order to leverage the greatest benefits for Fair Trade.

Conversely, too firm an adhesion to the particular approach embodied in Fair Trade would be at risk of being discriminatory against other systems, some of them acknowledged in your report, which have similar claims and that we can and should support.

You are right about the need to protect consumers, the question is how. I believe the role of policy is to ensure that messages given to consumers are accurate and transparent, and I am glad that this is also stressed in the report. We already have protection against misleading claims, but we might consider going further and help engage the consumer actively in the ethics of production.

I believe that there is scope for better information about claims schemes in general, and work is in progress on this. I will ask my services to look at how sustainability is enhanced by different certification and assurance schemes, including Fair Trade.

We will look at all the suggestions made in this report and of course keep Parliament informed of further developments. We need a dialogue with Parliament on a continuing basis. I am glad, therefore, that this report provides the framework, both for this dialogue and for the way in which we can, should and will take our commitment in this area further forward.

In conclusion I would like to thank the rapporteur again for the quality of this report.

 
  
MPphoto
 
 

  Jörg Leichtfried (PSE), Verfasser der Stellungnahme des mitberatenden Ausschusses für internationalen Handel. – Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Kommissar, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Zuerst meinen herzlichen Glückwunsch an den Berichterstatter Frithjof Schmidt, der die Problematik sehr zielgerecht und erfolgreich zur Abstimmung gebracht hat. Obwohl die Thematik schon mehrfach von Kommission und Parlament behandelt wurde, besteht immer wieder Handlungsbedarf, damit sich der faire Handel auch weiterhin effizient und erfolgreich entwickeln kann. Wichtig ist hier, dass zentrale Standards und Kriterien eingeführt werden, nach denen sich der Markt entwickeln soll. Jedoch muss bei diesem jungen Sektor immer wieder beachtet werden, dass vorschnelle Richtlinien immer die Gefahr einer schematischen Harmonisierung und Überregulierung in sich bergen.

Europa ist mit 60-70 % der Gesamtverkäufe der größte Absatzmarkt für Fair-Trade-Produkte und bietet nach meiner Einschätzung noch weitere Wachstumsmöglichkeiten. Diesbezüglich ist es mir ein besonderes Anliegen, dass Gemeinden, Städte, Länder und andere Gebietskörperschaften immer wieder daran erinnert und aufgefordert werden, Fair-Trade-Produkte bei ihren Ausschreibungen zu berücksichtigen und dann auch bei diversen Veranstaltungen und ähnlichem zu benutzen.

Aufgrund der geringen Produktionsvielfalt an Fair-Trade-Produkten ist der Kunde oft unsicher, ob es sich bei dem als Fair-Trade-Produkt gekennzeichneten Erzeugnis auch tatsächlich um ein solches handelt. Je größer dieser Markt wird, desto größer wird auch diese Unsicherheit. Deshalb müssen wir vielleicht in Zukunft über ein europäisches Fair-Trade-Logo nachdenken.

Für die Produzenten von Fair-Trade-Erzeugnissen fordere ich eine existenzsichernde Preisgestaltung, faire Produktionsbedingungen und das Einhalten von Umweltschutzstandards im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Fairer Handel muss untrennbar mit Kernarbeitsnormen verbunden sein. Gelingt es uns jetzt, positive Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Förderung des fairen Handels zu schaffen, können wir als Europäer in diesem Bereich eine ganz wichtige Schrittmacherrolle übernehmen.

 
  
MPphoto
 
 

  Filip Kaczmarek, w imieniu grupy PPE-DE. – Pani Przewodnicząca! Chciałbym pogratulować i podziękować panu Schmidtowi za to sprawozdanie, a także za ciekawą i interesującą relację na temat Fair Trade. Sprawiedliwy Handel może wnieść pozytywny wkład w rozwój krajów ubogich poprzez zapewnienie lepszego bytu producentom i ich rodzinom oraz zapewnienie lepszego dostępu do światowych rynków. Sprawiedliwy handel może również pomagać poprzez promowanie zrównoważonego rozwoju. Pragnę zwrócić Państwa uwagę na kilka punktów w sprawozdaniu, które są problematyczne ze względu na merytoryczny zakres sprawozdania.

Po pierwsze: moim zdaniem tekst sprawozdania myli czasem ideę Sprawiedliwego Handlu (pisanego wielkimi literami) ze sprawiedliwym handlem w jego znaczeniu ogólnym. Sprawozdanie będzie pierwszym w historii ustawodawstwa europejskiego pierwszym dokumentem dotyczącym sektora Sprawiedliwego Handlu - tego pisanego wielkimi literami, to znaczy, sprawozdaniem na temat towarów oznaczanych szyldem Fair Trade i sprzedawanych pod nim. Tematyką sprawozdania powinno być oznaczanie towarów, tak aby idee przyświecające Fair Trade nie były wypaczane kosztem konsumentów, chcących nabywać wyroby Sprawiedliwego Handlu.

Sprawozdanie dotyczy sektora Fair Trade natomiast, co chciałbym podkreślić, omawiane sprawozdanie nie jest sprawozdaniem o fair trade rozumianym jako idea uczynienia handlu międzynarodowego bardziej sprawiedliwym. Jest oczywiste, że sprawiedliwy handel (zapisany małymi literami), jest czymś innym. Jest staraniem, aby uczynić cały handel bardziej sprawiedliwym i ten temat był wielokrotnie poruszany w innych rezolucjach i sprawozdaniach Parlamentu Europejskiego.

Dlatego moim zdaniem odwoływanie się do umowy z Kotonu w tym kontekście, jest niewłaściwe, ponieważ w umowie z Kotonu jest mowa o sprawiedliwym handlu pisanym małymi, a nie wielkimi literami. Również stabilizacja cen jest według mnie wątpliwa i zapis na ten temat nie pomaga w całkowitej ocenie tego sprawozdania.

 
  
MPphoto
 
 

  Linda McAvan, on behalf of the PSE Group. – Madam President, last night I was driven home by a Ghanaian taxi driver. I believe he was one of the few working, because of the World Cup excitement. I asked him whether he liked living in France. He said it was OK, but he missed Ghana. Here in France, three of his children were able to go to university, something that was impossible to imagine in Ghana.

I was in Ghana last year. What the taxi driver said confirmed what I had seen there. I went to northern Ghana to meet tomato and rice farmers. They were unable to make a living wage and therefore unable to send their children to school or to have any access to medical care. At the same time, on the markets in northern Ghana, there was US-subsidised rice and EU-processed tomato products, cheaper than the local produce.

On the same trip, we visited Fair Trade cocoa farmers in central Ghana. They were certainly not rich people but they had a sustainable price, they had a long-term contract for their product. Therefore they were able to access medical care, there was a school for their children, and the Fair Trade premium meant that there was investment in water in their local villages. I saw the same differences between Fair Trade farmers and non-Fair Trade farmers in the Windward Islands, on the banana farms.

We want fair prices for farmers in all developing countries. We hope that the WTO will deliver a more just system, but in the meantime we need Fair Trade, with a capital ‘F’ and a capital ‘T’. I am pleased to hear that the Commission will support that.

On the issue of other labels, yes, other ethical labels are being developed. Some of them are very good, but we have to be careful here. We cannot have Fair Trade on the cheap. As the market gets bigger, there is a temptation for more and more players to want an ethical label, but they do not want to pay the real price. So we have to watch who we support and make sure the labels really are ethical. Fair Trade is about price and sustainability. It is about the Millennium Development Goal of tackling poverty.

 
  
MPphoto
 
 

  Sajjad Karim, on behalf of the ALDE Group. – Madam President, I wish to begin by congratulating our rapporteur, Mr Schmidt, on raising the standard and with it our ambitions. I am sure we shall all benefit greatly from following his recommendations. I also welcome the views as expressed by the Commission. I am sure that our partnership approach will deliver much good.

It is of particular importance, because today much of our food and drink comes from the developing world, where farmers and workers are finding it increasingly difficult to make a decent living. In our global marketplace, the use of internationally recognised labels or marks, which conscientious consumers can have confidence in, is a logical and significant contribution to economic and social improvements across the globe. Through the use of clear labelling, individuals are beginning to realise that they are able to play their part in tackling the problem of international poverty. The simple decision to buy products with a Fair Trade mark can have a huge impact, guaranteeing that growers and workers benefit from fairer wages and better working conditions, and can make a crucial different to their ability to provide for the basic needs of their families.

In the last five years, the United Kingdom has proved to have the most dynamic Fair Trade structures of all the EU Member States and is the fastest growing Fair Trade market in the world. A staggering 87% of the UK population would rather buy from companies that do something positive for the community. When asked which products fall into this category, 27% specifically noted Fair Trade products. This figure could and should be much higher and it is the duty of all responsible Members of this House to raise awareness of this necessary project.

In my own north-west constituency, we are determined to promote equality and sustainable development wherever possible. Garstang in Lancashire was the first town to achieve Fair Trade status in 2001. Thirteen north-west towns, including industrial powerhouses such as Manchester, Lancaster and Liverpool, have all followed. Kendal was the first Fair Trade borough and now Lancashire Council has pledged to become the first Fair Trade county.

As well as in the European Parliament, Fair Trade products are available in many Council buildings, tea and coffee served at meetings is Fair Trade and awareness days have been held to inform staff about the benefits of Fair Trade.

 
  
MPphoto
 
 

  Miguel Portas, em nome do Grupo GUE/NGL. – Num momento em que as negociações na Organização Mundial de Comércio chegaram uma vez mais ao impasse, é bom ver este plenário a apreciar um relatório sobre o comércio justo. Sabemos que ele é ainda residual do ponto de vista económico global e que um milhão de camponeses dele hoje beneficia. São muitos e são muito poucos e é exactamente por isto que a União Europeia se deve comprometer com o comércio justo, nem que seja para aliviar a consciência de uma política agrícola comum que espalha fome e miséria pelos países do Sul. O comércio justo bem pode ser uma flor na vossa lapela, Sr. Comissário. Outros, agricultores, redes de comercialização e consumidores exigentes lhe poderão dar outro fôlego.

O colega Schmidt tem boas propostas, em particular a redução do IVA e o fim dos direitos de importação, mas o valor do relatório é outro, ainda outro, aponta um caminho e um princípio de esperança. Com um comércio justo, o mundo pode ser bem melhor.

 
  
MPphoto
 
 

  Eoin Ryan, on behalf of the UEN Group. – Mr President, first of all I would like to congratulate the rapporteur on an excellent report, one that is long overdue.

Fair Trade is about paying poor producers a fair price and helping them gain the necessary skills and knowledge to develop their business and work their way out of poverty. I agree with the Commissioner. It is not the sole answer, but it is part of a solution.

Shoppers who choose produce with the Fair Trade mark play a vital role in alleviating poverty and supporting marginalised producers in a manner that promotes dignity and self-sufficiency. New figures released today reveal that global sales of Fair Trade certified products reached 1.1 billion in 2005. That represents an increase of 37% over 2004. The message is obvious: consumers are happy to support Fair Trade. To generate greater sales of Fair Trade terms for the benefit of more marginalised producers, it is important to involve commercial manufacturers and to encourage Fair Trade supply to supermarkets, where most people do their shopping.

Fair Trade’s significant worldwide growth in 2005 also shows that more and more producers, traders and suppliers trust the Fair Trade certificate mark and like to join the system. However, the challenge ahead will be to make sure that the standards in that certification are maintained.

I recently visited Guatemala with Trocaire, an Irish NGO. During our visit we visited the Claremont coffee estate, where 50 families who have lived and worked on that estate for three generations, living in what can only be described as feudal conditions, were thrown off their farm because the owner, who happens to be the sister-in-law of the country’s president, decided that she did not want them on the estate and wanted to change what they were doing. They are a group of people who want to start a co-op to produce Fair Trade coffee. They know how to produce coffee; as I said, they have been doing it for generations. I just want it put on record that I have raised the plight of these people in Guatemala in this House, because I think it is an absolute outrage that people can be treated like that in this day and age.

Fair Trade is not just about selling and buying, it is about creating justice for people globally.

 
  
MPphoto
 
 

  Christofer Fjellner (PPE-DE). – Fru talman! Herr kommissionär! Jag är för rättvis handel. För mig är det fri handel, en handel utan tullar och kvoter i en miljö där fri företagsamhet och äganderätt respekteras. Detta betänkande har i vissa delar ett annat perspektiv, och i stycken verkar det nästan sträva efter motsatsen.

I betänkandet blandas två olika sorters rättvis handel. När företag och organisationer själva definierar vad de tycker är rättvist och sedan erbjuder konsumenten produkter som tillverkas enligt dessa kriterier är det konsumentmakt och någonting mycket bra.

Det andra är när politiker går emellan i en frivillig affärsrelation och slår fast villkor och priser som de betraktar som rättvisa för att sedan kalla just detta för rättvis handel. Det är för mig socialism och något riktigt dåligt. I betänkandet föreslår man att ge företagens rättvisa handel en egen rättslig grund och sätta politiska mål och kriterier. Det är att förvandla den viktiga konsumentmakten till någon typ av socialistisk planekonomi. Det förvånar mig att så många av kammarens ledamöter tycker att detta är något önskvärt.

Trots att rättvisemärkning är uttryck för konsumentmakt och någonting mycket gott vill jag ändå avsluta med att uppmana alla, politiker och medborgare, att fortsätta att vara kritiska konsumenter, särskilt i relation till varor som är rättvisemärkta. Ofta ger de mer pengar och inflytande till organisationer som styrs av vänsterideal och frihandelsmotstånd än till de riktigt fattiga i underutvecklade länder. Tropicana och Doles apelsinjuice gör troligtvis mer för att bidra till utveckling och fattigdomsbekämpning än till exempel den här från Oxfam.

Just Europaparlamentets huvudlösa omfamning av Oxfam är ett bra exempel på hur galet det kan bli när vi är okritiska när vi omfamnar rättvisa produkter. Apelsinjuicen från Oxfam som säljs här i huset, till exempel, kommer från Kuba. Till dess att någon har förklarat för mig hur det kan kallas för rättvis handel när jag köper statlig juice och mina pengar går till en kommunistisk diktatur så kräver jag att Oxfams produkter tas bort från hela parlamentets sortiment, för det är inte rättvis handel.

 
  
MPphoto
 
 

  Karin Scheele (PSE). – Frau Präsidentin! Ich möchte dem Berichterstatter und auch dem Verfasser der Stellungnahme meine Glückwünsche übermitteln. Es ist ein sehr guter Bericht. Bei manchen Rednern hat man das Gefühl, sie hätten den Bericht nicht gelesen und halten ihre Vorträge, die sie aus anderen politischen Foren mitnehmen.

Egal, ob man fairer Handel nun groß oder klein schreibt — für mich ist es sehr wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass das Label „fairer Handel“ mit den entsprechenden Bedingungen ein Vorbild für den internationalen Weltmarkt sein kann. Ich frage mich, warum man in diesem Haus so viel Angst vor Fairness im Welthandel hat. Wir würden uns manche entwicklungspolitische und migrationspolitische Diskussion ersparen, wenn das Welthandelssystem fairer gestaltet wäre.

Wir haben mit den Unternehmern aus den AKP-Ländern — aus den afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten — gesprochen, als vor zwei Wochen ein parlamentarisches Treffen in Wien stattfand. Die Vertreter dieser Kleinunternehmer haben uns gesagt, welche wichtige Rolle dieses Label „fairer Handel“ in ihrer Region spielt. Außerdem meinten Sie, es wäre ein gutes Beispiel und eine Lösung für das Problem in ihrer Region, wenn der internationale Handel insgesamt mehr in diese Richtung gehen würde. Es wurde auch darauf hingewiesen, welch enormen Einfluss die faire Handelsproduktion auf die Armutsbekämpfung generell, aber speziell auf das Leben der Frauen hat.

Es ist wichtig, dass man das klar sagt, und ich hoffe, dass wir den Bericht des Berichterstatters unverändert annehmen, um sowohl das Label „fairer Handel“ als auch den fairen Handel tatkräftig zu unterstützen.

 
  
MPphoto
 
 

  Fiona Hall (ALDE). – Madam President, I would like to thank Mr Schmidt for his excellent report. Fair Trade is a success story. The value of Fair Trade products sold in the United Kingdom doubled between 2002 and 2004 and Fair Trade brands of coffee and tea have become household names.

It is estimated that three million Fair Trade hot drinks are consumed in the UK each day. The largest UK Fair Trade organisation, Tradecraft, is based in Gateshead in my constituency. I am proud of the momentum towards Fair Trade that now exists in the North East of England, with more and more places signing up as Fair Trade towns.

However, although Fair Trade is growing in many places, it is much less developed in some Member States than others. EU support for Fair Trade through consumer awareness and information campaigns can help Fair Trade grow across the whole of Europe. A modest amount of promotion of Fair Trade would trigger a substantial growth in the market for Fair Trade goods and significant poverty reduction in producer countries.

 
  
MPphoto
 
 

  Γεώργιος Παπαστάμκος (PPE-DE). – Κυρία Πρόεδρε, η επίτευξη των αναπτυξιακών στόχων της Χιλιετίας, η δικαιότερη κατανομή των ωφελημάτων της παγκοσμιοποίησης και η αποτελεσματικότερη ενσωμάτωση των αναπτυσσομένων χωρών στο παγκόσμιο οικονομικό σύστημα συνιστούν κορυφαίες προκλήσεις για την παγκόσμια κοινότητα.

Ουδείς μπορεί να αμφισβητήσει τη θετική συμβολή των πρωτοβουλιών των προγραμμάτων για το θεμιτό εμπόριο στην οικονομική και κοινωνική αειφόρο ανάπτυξη των αναπτυσσομένων χωρών.

Είναι γνωστό ότι η Ένωση αποτελεί μία από τις πλέον ανοικτές αγορές στον κόσμο, ιδίως ως αποτέλεσμα της πρωτοβουλίας "όλα πλην όπλων" υπέρ των λιγότερο αναπτυγμένων χωρών και της προτιμησιακής μεταχείρισης άλλων αναπτυσσομένων χωρών.

Ζητούμενο, ωστόσο, δεν είναι μόνο η ελεύθερη πρόσβαση. Ζητούμενο είναι η περισσότερο ισόρροπη πρόσβαση και ανακατανομή των πόρων μεταξύ των ανταγωνιστικών εξαγωγέων και των μικρών παραγωγών. Ζητούμενο είναι η καταπολέμηση των πρακτικών κοινωνικού και οικολογικού ντάμπιγκ.

Οι παραχωρήσεις της Ένωσης και η αναπτυξιακή της πολιτική οφείλουν να στοχεύουν πρωτίστως στις ευάλωτες χώρες και ειδικότερα σ' αυτούς που το έχουν περισσότερο ανάγκη. Δεν νοείται δηλαδή το άνοιγμα της ευρωπαϊκής αγοράς να γίνεται προς όφελος μεγαλοεξαγωγέων των αναπτυσσομένων χωρών εις βάρος μάλιστα των μικρομεσαίων ευρωπαίων παραγωγών. Η ανάπτυξη καθεστώτων θεμιτού εμπορίου και η προώθηση προϊόντων που πληρούν υψηλές κοινωνικές και περιβαλλοντικές προδιαγραφές αποκτά περαιτέρω ξεχωριστή σημασία λόγω της απουσίας τέτοιων ζητημάτων από τις τρέχουσες διαπραγματεύσεις του Παγκοσμίου Οργανισμού Εμπορίου.

Τελειώνοντας, θα ήθελα να συγχαρώ και εγώ με τη σειρά μου τον εισηγητή, κύριο Schmidt, για την ποιοτική συνεισφορά του στην προβληματική του διεθνούς θεμιτού δικαίου εμπορίου.

 
  
MPphoto
 
 

  Glenys Kinnock (PSE). – Madam President, I welcome the commitment shown by the Commissioner to these issues and indeed for giving us the clear understanding that it goes beyond just enjoying Oxfam chocolates.

I would also like to say that, like Linda McAvan, I have many experiences from developing countries, such as Uganda, where last year I met a farmer who had a kilo of coffee beans to sell for 150 Ugandan shillings. Subsequently I paid 1000 Ugandan shillings for one cup of coffee. This is the kind of injustice which the Fair Trade movement is dealing with.

My own country, Wales, has now voted to become a beacon of Fair Trade practice. This week our First Minister announced proposals for Wales to become a Fair Trade nation. We are now working to increase awareness of Fair Trade issues amongst the population in Wales. That means working in colleges, schools, the voluntary sector, across business networks and elsewhere, and increasing awareness amongst our population.

I believe that in 2007 Wales will become a Fair Trade nation and our Fair Trade support will, as others have said, make an enormous difference to the lives of countless poor people and will mean that we will make our contribution to making poverty history.

 
  
MPphoto
 
 

  Wiesław Stefan Kuc (PSE). – Pani Przewodnicząca! W pełni popieram sprawozdanie pana Schmidta oraz projekt rezolucji Parlamentu Europejskiego.

Cytując w skrócie te dokumenty, mogę powiedzieć, że sprawiedliwy handel to nie tylko sprawiedliwe ceny i dostęp do rynków a także podnoszenie standardów społecznych, likwidacja ubóstwa, pomoc technologiczna i budowanie zdolności, ale też zwracanie uwagi na sytuację społeczno-gospodarczą producentów i ich społeczności lokalnej. Dlatego w imieniu członków grupy roboczej Parlamentu Europejskiego ds. niszczenia przestarzałych pestycydów oraz organizacji pozarządowych z nami współpracujących chciałbym zwrócić uwagę na problem zalegania dziesiątków tysięcy ton przestarzałych pestycydów w państwach afrykańskich, postsowieckich oraz u członków i kandydatów do Unii Europejskiej. Stanowią one poważne zagrożenie dla ich rozwoju, ograniczają produkcję zdrowej żywności, a w konsekwencji ich udział w handlu.

Proszę, pomóżmy tym państwom zniszczyć źródła zagrożenia.

 
  
MPphoto
 
 

  Peter Mandelson, Member of the Commission. Madam President, this has been an important and illuminating debate that will send a very clear message to citizens across Europe who want to put trade more effectively at the service of development.

Just because Fair Trade schemes are not a panacea, that does not mean to say that we should fail to support them. Just because they are not a total solution, that should not blind us to the fact that they make a very important contribution to the overall solution that we want to see in putting trade at the service of development, to enable us to tackle poverty in the world. That is why this report and debate enable us to take a stand and deliver a message, not least because there is growing public interest and concern. I thought Mr Karim’s speech in particular illustrated the growth of activity, public opinion and consciousness. We as politicians need to express and reflect that opinion and find ways for it to grow.

For all those reasons, because consumers are becoming increasingly aware and want to make an informed choice, that translates into pressure on mainstream operators, producers and traders to raise their game in order to match higher public expectations and standards. That then also converts into pressure on governments to act to help raise those standards and to increase consumer awareness and information. So we have a ‘virtuous’ circle here, to which we should be contributing.

Of course, what works in the private context and what works for an individual consumer choice does not automatically or neatly convert into a prescribed public policy. That is obvious. Nor is it the case that one particular Fair Trade scheme or Fair Trade label gives that scheme or that label an exclusive right to endorsement. There are other organisations and NGOs, such as the Rainforest Alliance, which deliver many of the same environmental and social benefits by working in collaboration with mainstream companies. The key policy challenge is to get the most out of all these efforts, not to identify some in order to discriminate, unwittingly and unintentionally, against others.

I would like to re-commit the Commission to working with NGOs in this area and we welcome Parliament’s support. There is broader work being led by Mr Michel on commodity supply change, through which we are planning to support the creation of a web portal to serve as a clearing-house of information about consumer assurance schemes of all kinds.

There are other ideas and proposals that I want to take back to the Commission and to consider with my colleagues. We need to establish good models that provide for higher standards. That is what we are jointly committed to and I look forward to continuing this work with Parliament.

 
  
MPphoto
 
 

  Die Präsidentin. Die Aussprache ist geschlossen.

Die Abstimmung findet heute statt.

 
Juridisks paziņojums - Privātuma politika