Die Präsidentin. Als nächster Punkt folgt der Bericht von Bernhard Rapkay im Namen des Ausschusses für Wirtschaft und Währung über das Weißbuch der Kommission zu Dienstleistungen von allgemeinem Interesse (2006/2101(INI)) (A6-0275/2006).
Bernhard Rapkay (PSE), Berichterstatter. – Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen, Herr Kommissionspräsident! Es ist nicht alltäglich, dass sich der Kommissionspräsident an einer Diskussion über einen Initiativbericht beteiligt. Ein Initiativbericht ist ja nicht unbedingt ein herausragendes Ereignis. Unsere eigentliche Aufgabe ist die Gesetzgebung. Darauf komme ich noch zu sprechen. Dass Sie jetzt hier sind, zeigt, dass die Kommission sich selbst darüber im Klaren ist, wie wichtig dieses Thema für die Bürgerinnen und Bürger und damit natürlich auch für uns als Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die die Bürgerinnen und Bürger in Europa vertreten, ist.
Deswegen möchte ich an einen der Vorgänger von Herrn Kommissionspräsident Barroso anknüpfen, nicht irgendeinen Vorgänger, sondern Jaques Delors, der vor einigen Monaten vor einem Gremium des Ausschusses der Regionen versucht hat, die Dienstleistungen der Daseinsvorsorge in den Kontext des Europäischen Aufbauwerkes zu stellen. Er hat vor dem Ausschuss der Regionen gesagt, dass das Europäische Aufbauwerk drei Grundsätze als Bezugsrahmen habe: die Solidarität, die zusammenführt und auf den Zielen des sozialen, wirtschaftlichen und territorialen Zusammenhalts beruht, die Zusammenarbeit, die die Umsetzung der transnationalen und europäischen Bestrebungen der EU-Verträge und -Programme ermöglichen soll, und den Wettbewerb, der die Vollendung des Binnenmarktes und die Grundlage der Regeln der sozialen Marktwirtschaft ermöglichen soll und durch ein Wettbewerbsrecht geregelt wird, das ein demokratisches Recht darstellt, vor allem um wirtschaftlichen Machtmissbrauch zu beschränken und verbraucherrechtlichen Schutz zu gewährleisten.
Die Dienstleistungen von allgemeinem und von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse spiegeln sich in diesen drei Grundsätzen wider. Beziehungen zwischen Eckpunkten eines solchen Dreiecks bergen aber auch immer Spannungsverhältnisse in sich. In diesem Bereich der Dienstleistungen von allgemeinem und allgemeinem wirtschaftlichem Interesse liegen sie auf der Hand.
Öffentliche Dienstleistungen sind ein wesentliches Element der Lebensqualität der einzelnen Bürgerinnen und Bürger. Sie haben auch eine Schlüsselrolle in der Lissabon-Strategie der Europäischen Union zu übernehmen. Gute öffentliche Dienstleistungen können dazu beitragen, wirtschaftliche Stagnation, soziale Ausgrenzung und Isolation zu überwinden, den sozialen und territorialen Zusammenhalt zu stärken und die Funktionsweise des europäischen Binnenmarktes und seine Wettbewerbsfähigkeit nach innen und nach außen zu verbessern. Trotzdem habe ich mich immer, wenn ich in meiner Heimatregion und auch in anderen Regionen mit Kommunalpolitikern und denen, die diese Leistungen der Daseinsvorsorge bereitstellen, diskutiere, mit ihren Klagen auseinanderzusetzen, dass wir in ihre Kompetenz eingreifen, dass wir ihre Aufgaben erschweren, dass wir nicht klar machen, unter welchen Bedingungen sie arbeiten können. Sie sagen, sie hätten eigentlich keine rechtliche Sicherheit.
Deswegen wäre es wichtig, dass angemessene gesetzliche Initiativen ergriffen werden, um diese Rechtssicherheit herzustellen. Allen denjenigen, die in der Diskussion fragen, was wir eigentlich wollten, wir hätten doch die Kommission, die Mitteilungen macht und Leitlinien erlässt, und wir hätten den Europäischen Gerichtshof, der Recht spricht, muss ich sagen, dass das offensichtlich nicht ausreicht. Nicht nur das, es trägt zum Teil sogar zu dieser Rechtsunsicherheit bei. Denn die Kommission schafft mit Mitteilungen und Leitlinien keine Rechtssicherheit. Sie suggeriert vielleicht, dass sie Rechtssicherheit schafft, aber eine Mitteilung ist eben kein verbrieftes Recht, auf das man sich fest verlassen kann.
Wir müssen wirklich gesetzliche Initiativen ergreifen, und wir machen hierzu auch Vorschläge, die ich nicht alle aufführen möchte. Aber ich sage Ihnen, Herr Kommissionspräsident: Machen Sie von Ihrem Initiativrecht, das auch eine Initiativpflicht ist, Gebrauch! Bausteine für diese gesetzlichen Initiativen liegen in der Entschließung, über die wir morgen abstimmen. Sie liegen auch in den Entschließungen, die wir schon beschlossen haben, etwa dem Bericht Langen oder dem Bericht Herzog. Wir geben kein konkretes Instrument vor. Es ist Ihre Aufgabe, dieses Instrument vorzugeben. Wir selbst müssen das, was die Kommission an gesetzlichen Vorstellungen vorlegt, für uns bewerten, jede Fraktion für sich. Wir werden das an dem machen, was wir als Fraktion vorgeschlagen haben — einem Vorschlag für eine Rahmenrichtlinie. Darüber werden wir weiter diskutieren. Andere müssen dies mit ihren Vorschlägen machen. Gemeinsam im Parlament müssen wir dann eine Gesetzgebung vorantreiben. Das kann nur im Mitentscheidungsverfahren funktionieren. Wir brauchen gesetzliche Initiativen im Mitentscheidungsverfahren, denn nicht Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen in der Kommission und die hoch qualifizierten und gut motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kommission, auch nicht die nationalen Regierungen, sondern wir, die Parlamentarierinnen und Parlamentarier sind die unmittelbar durch Wahlen Legitimierten. Wir müssen vor Ort mit den Kommunalpolitikern und mit anderen diskutieren und vor ihnen Rechenschaft ablegen. Wir werden für das Handeln verantwortlich gemacht. Deswegen muss das Mitentscheidungsverfahren zur Anwendung kommen, deswegen müssen die vollen parlamentarischen Rechte gewahrt werden.
José Manuel Barroso, président de la Commission. Madame le Président, Mesdames, Messieurs les députés, les services d'intérêt général sont au cœur même du modèle de société européen qui est le nôtre. Ils couvrent une vaste gamme d'activités, qui vont des grandes industries de réseau – énergie, télécommunications, transports et services postaux – aux services sociaux et de santé, à la gestion de l'eau et des déchets.
Les services dits de réseau, comme les transports, l'énergie, les télécommunications et les services postaux, représentent environ 7 % de notre produit intérieur brut collectif, 5 % du total de l'emploi dans l'Union européenne. Ils constituent donc un élément essentiel de la vie quotidienne de tous les citoyens, mais aussi des entreprises de l'Union. La réussite de la stratégie européenne pour la croissance et l'emploi, la stratégie de Lisbonne, qui est capitale pour notre prospérité, dépend aussi de la qualité et de l'efficacité de ces services.
Depuis que la Commission a publié son livre blanc sur les services d'intérêt général, un débat intense s'est engagé sur le rôle que devrait éventuellement jouer l'Union européenne à l'égard de ces services. C'est un débat dont je me réjouis. Je souhaite remercier le rapporteur, M. Rapkay, et ses collègues des commissions qui, avec cet excellent rapport, ont fait avancer ce débat.
La réalité des services d'intérêt général est complexe. Elle est aussi en évolution constante. Le progrès technique, les nouvelles attentes de la société et des consommateurs, la pression financière, la modernisation des administrations publiques, tout cela a profondément transformé la manière dont ces services sont fournis. En ces temps de mutation économique et technologique rapide, les services d'intérêt général réclament un cadre juridique utile et efficace, un cadre qui permette aux prestataires de ces services d'atteindre les objectifs qui leur sont fixés et de s'adapter en permanence à un environnement changeant.
La Commission est disposée à coopérer à la création d'un tel cadre juridique en se fondant sur quatre principes essentiels. Premier principe: le cadre des services d'intérêt général fournis aux niveaux national, régional et local demeure de la responsabilité des États membres, ce qui nous permet de respecter l'important principe de subsidiarité. Il n'y a tout simplement pas d'autre possibilité. Je suis fermement convaincu que l'Union européenne doit respecter la diversité des situations et des pratiques qui sont établies dans les États membres. Cette diversité est le reflet d'histoires et de cultures différentes en ce qui concerne l'intervention de l'État. Je souscris au point de vue exprimé dans votre rapport selon lequel il n'est absolument pas opportun d'arrêter des définitions uniformes au niveau communautaire. Les États membres doivent rester libres de définir leurs services d'intérêt général en fonction de leurs besoins, de leurs structures et de leurs traditions, qui sont variés.
Deuxième principe: la promotion et le respect de services d'intérêt général caractérisés par un accès universel et un bon rapport qualité/prix sont compatibles avec des marchés ouverts et concurrentiels. Il suffit pour s'en convaincre d'observer des secteurs comme les télécommunications ou le transport aérien, où une activité de service public a pu être confiée avec succès, dans le plein respect des intérêts des consommateurs, à des opérateurs privés. Il convient toutefois de préciser qu'en cas de conflit insoluble entre les règles du marché intérieur ou de la concurrence et une mission d'intérêt général, la mission d'intérêt général doit primer. C'est ce qui est prévu par le traité et qui a été confirmé par la Cour. La Commission est disposée à fournir à cet égard tout conseil ou toute précision éventuellement nécessaire.
Troisième principe: tout cadre applicable aux services d'intérêt général au niveau de l'Union européenne doit être ouvert aux différences et favorable à la modernisation. Il doit être fondé sur des objectifs de qualité élevée, de bon rapport qualité/prix et d'accès universel. Il s'agit en effet de répondre aux attentes des citoyens et des entreprises, mais également d'assurer la cohésion sociale et territoriale.
Quatrième principe: comme je l'ai évoqué, la sécurité juridique est essentielle, tant pour les consommateurs et les opérateurs que pour les pouvoirs publics. Il incombe aux pouvoirs publics de tous les niveaux de préciser les règles applicables aux services d'intérêt général. Au niveau européen, compte tenu de la diversité des situations et des secteurs, il reste encore à déterminer si la meilleure façon d'y parvenir passe par un texte législatif unique ou par des actions sectorielles spécifiques. J'ai relevé cette interrogation dans votre rapport.
Les quatre principes que je viens de mettre en évidence servent de guide pour l'action au niveau communautaire. Cette action est essentiellement pragmatique. Nous sommes en train d'élaborer des politiques sectorielles au niveau de l'Union européenne dans les secteurs où le besoin s'en fait clairement sentir et où elles peuvent apporter une réelle valeur ajoutée. Les problèmes de nature plus horizontale sont abordés lorsqu'ils se présentent.
La Commission a été très active en la matière avec votre Assemblée ainsi qu'avec le Conseil et je crois pouvoir dire que nous avons bien progressé dans plusieurs domaines. Nous avons simplifié et clarifié les règles en matière d'aides d'État applicables aux services d'intérêt général au moyen du paquet Altmark. Nous contrôlons actuellement l'application des nouvelles règles relatives aux marchés publics qui ont pris effet en janvier. Nous avons procédé à de vastes consultations sur la question des partenariats entre secteur public et secteur privé et nous avons annoncé de nouvelles initiatives pour 2007. Nous sommes parvenus à un accord sur les services de transport public. Nous avons adopté une communication sur les services sociaux et nous entamons maintenant une consultation sur les services de santé. Nous avons engagé une vaste consultation sur le secteur énergétique et nous présenterons d'autres propositions, y compris - et j'insiste sur ce point - des propositions législatives, pas simplement des communications. En fait, nous révisons actuellement le cadre réglementaire applicable aux communications électroniques et nous proposerons une nouvelle directive sur les services postaux d'ici à la fin de l'année.
Ces avancées récentes montrent que l'Union européenne fait preuve d'initiative et d'ambition dans le domaine des services d'intérêt général. Elles illustrent également le rôle important joué par le Parlement et le Conseil. À la suite de l'adoption du rapport Rapkay, que nous analyserons avec soin, la Commission est bien décidée à aller plus loin. Nous présenterons une communication à ce sujet d'ici à la fin de l'année.
Mesdames et Messieurs les députés, le principal message que j'ai retiré de votre rapport est un double appel à l'action, d'une part, pour une plus grande sécurité juridique en ce qui concerne les règles de l'Union applicables aux services d'intérêt général et, d'autre part, pour le respect de la grande diversité que présentent les secteurs et situations dans toute l'Europe. J'estime que le temps est venu pour nous de consolider le cadre réglementaire applicable aux services d'intérêt général dans l'Union européenne. Telle est l'attente de nos concitoyens. La Commission prendra votre rapport pleinement en considération lorsqu'elle examinera cette question d'ici à la fin de l'année.
Gunnar Hökmark, on behalf of the PPE-DE Group. – Madam President, it is important to state one thing in this debate: there is no better way to ensure high quality, accessibility and low prices than a broad range of competition and entrepreneurship in the European economy. We have all seen the results and achievements in a number of sectors that 10 or 20 years ago were looked upon as monopolies on typical services of general interest. We have seen achievements in telecom and airlines and we will see achievements in new areas, because we are talking about services that are by nature dynamic and convergent. They are a huge and important part of the future knowledge economy. We have to open up and, at the same time, respect the specific solutions each Member State needs for what it defines as services of general interest.
I should like to underline in this debate that there is no call in the report for a framework directive or a horizontal framework of any kind, but there is an emphasis on legal clarity based on a sectoral approach and a call for sector-specific directives where they are needed.
Mr Barroso, you mentioned healthcare. We can look back and see how the sector-specific approach has been quite successful in recent years. So we are calling for legal clarity, based upon the sector-specific approach, and we look forward to seeing future sectoral directives. We underline that there is no legal basis in the Treaties for a proposal that would interfere with the internal market, competition rules or public procurement. We stress that this is an area in which there must be respect for Member States and for the principle of subsidiarity.
In the coming decades, we will see opportunities arising for more and more cross-border activities in new areas. I believe that there will be fantastic opportunities for patients to get better healthcare in different countries and that could also create vitality for the European economy. But we agree on the need to respect the internal market, at the same time as we respect subsidiarity.
I hope, Mr Barroso, that you will read this report and see the need to go further on sector-specific directives and the sector-specific approach, in order to create the legal clarity that also respects the principle of subsidiarity.
Martin Schulz, im Namen der PSE-Fraktion. – Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Die Sozialdemokratische Fraktion hat den Bericht meines Kollegen Rapkay und die Frage der Dienstleistungen von allgemeinem Interesse zu einem Kernstück ihrer Arbeit in dieser Wahlperiode gemacht. Wir haben eine außerordentliche Leistung gewagt, als wir einen eigenen Richtlinienentwurf formuliert haben, der im Wesentlichen die Elemente beinhaltete, die Bernhard Rapkay in seinen Bericht eingeführt hat. Ich hatte die Ehre, sie Ihnen, Herr Kommissionspräsident, und dem damaligen Ratspräsidenten, Herrn Schüssel, zu übergeben. Für uns ist in der Debatte um die Dienstleistungen — ich komme gleich auf einige wesentliche, einzelne Elemente dieser Debatte — wichtig, dass wir eine Ausgleichsstrategie zwischen den Notwendigkeiten des Binnenmarkts, die wir als Sozialdemokraten sehen und anerkennen, aber auch dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger durch Stärkung lokaler und regionaler Institutionen bewerkstelligen, die im Rahmen der Dienstleistungserbringung immer noch die Besten sind, um das Subsidiaritätsprinzip aufrechtzuerhalten.
Flexibilität, wo nötig, Schutz, wo möglich — das ist eine wesentliche Botschaft, die von dieser Debatte ausgehen muss. Dass nach all den Räten von Barcelona, von Laeken, von Nizza, nach all den Debatten, die wir hatten, Sie Herr Kommissionspräsident heute hierher gekommen sind, um Ihre Meinung vorzutragen, werten wir als ein Unterstreichen der Wichtigkeit dieser Debatte durch die Kommission. Wir sind Ihnen dafür dankbar. Das ist auch der Grund, warum ich als Vorsitzender unserer Fraktion in dieser Diskussion das Wort ergreife.
Ich habe im Wesentlichen für unsere Fraktion zu unterstreichen, was Bernhard Rapkay als Berichterstatter zu diesem Bericht gesagt hat. Lassen Sie mich aber zwei zusätzliche Bemerkungen machen: Ich habe ganz aufmerksam dem Kollegen Hökmark zugehört. Es ist interessant, wenn ein überzeugter Liberaler versucht, in dieser Frage die Kurve zu bekommen. Ja klar, wir alle sind für diesen Binnenmarkt, und wir alle wollen, dass er die ökonomische Dynamik entfacht, die er entfachen kann. Hier teilen wir Ihre Auffassung. Aber es wird schon schwierig beim Subsidiaritätsprinzip, das die Liberalen sonst immer vom Grundsatz her fordern. Wenn es aber dazu kommt, dass bestimmte soziale Standards, die unverzichtbar sind, durch das Subsidiaritätsprinzip gewährleistet werden können, dann ist dieses plötzlich ein Hindernis. Das geht nicht!
Ich weiß nicht, ob es erstrebenswert ist, dass alle Gesundheitsdienstleistungen tatsächlich dem freien Markt unterworfen werden müssen. Ich weiß auch nicht, ob wir in aller Ruhe zusehen müssen, bis der letzte Kommunalfriedhof nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten betrieben wird. Ich glaube nicht, dass das sinnvoll. Wir brauchen durchaus nach wie vor im Rahmen der Subsidiarität durch die Stärkung der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften die Möglichkeit, Dienstleistungen von hoher Qualität, aber mit unmittelbarem Bezug zu den Bürgerinnen und Bürgern und ihren Anforderungen sicherzustellen. Das ist ein Kernstück sozialdemokratischer Politik, das wir nicht aufgeben werden. Aber die Chance, dass durch Flexibilisierung und Öffnung gute Qualität hereinkommen kann, dass lokale und regionale Behörden sich des Binnenmarkts bedienen können, um in eigener, freier Entscheidung Flexibilität durchsetzen zu können und gute und bezahlbare Dienstleistungen zu ermöglichen — das wollen wir genauso. Beides ist möglich.
Wir haben sehr aufmerksam zugehört, Herr Präsident, als Sie gesagt haben, Sie wollten den Rechtsrahmen insgesamt konsolidieren. Dass Sie die Notwendigkeit eines Rechtsrahmens anerkannt haben, ist ein großer Fortschritt. Und dass Sie jetzt konsolidieren wollen, spricht dafür, dass Sie es in der Breite machen wollen und nicht sektoral. Ich könnte mir vorstellen, dass wir uns auf dieser Ebene relativ schnell treffen können.
Ich möchte für unsere Fraktion sagen, dass das, was wir hier unternommen haben — einen eigenen Richtlinienentwurf zu schreiben — in der Kombination mit dem, was Bernhard Rapkay gesagt hat, und den Ausführungen des Präsidenten auch Sie, Frau Vizepräsidentin, davon überzeugen wird, dass wir auf einem guten Weg sind.
(Beifall)
Sophia in ‘t Veld, on behalf of the ALDE Group. – Madam President, I wish to begin by paying tribute to the rapporteur for a magnificent job. Even if we did not always agree, he was extremely patient and open to cooperation, for which I am very grateful.
It is very important that we make our position clear once and for all. I am concerned that the report we adopted in committee has been interpreted in so many different ways. There have been jubilant press releases stating that the European Parliament has finally called for a framework directive, whereas others state that the European Parliament has finally rejected the framework directive once and for all. We need to get away from a situation in which we have watered-down compromises that can be interpreted in various ways.
I can state, on behalf of my group, that we do not want a framework directive. We do not want a one-size-fits-all solution for Europe, precisely because we want subsidiarity. But what is subsidiarity? Subsidiarity means that the national and local authorities can define their services of general interest and decide on how they are organised and financed. Subsidiarity does not mean automatic exemption from the market rules. We are therefore talking about two kinds of subsidiarity here.
I listened very carefully to what Mr Barroso said and again he left some room for interpretation. I would like to interpret his remarks as meaning that he also wants targeted and concrete solutions for real problems. Because another recommendation I should like to make to this House is: if it ain’t broke, don’t fix it! In that case, it is not legislation we need, but solutions to real problems. I have worked for a local authority, so I know what the real problems are. Local authorities have very legitimate concerns. However, we have to acknowledge that there is also a tendency towards protectionism. We will have to find the right balance here.
We also need to get away from the ideological debate, or at least be honest and admit that there is a certain degree of ideology involved. Some people very legitimately feel that the public authority should also be the provider of services. I agree with my colleague, Mr Hökmark, that the market can provide excellent services. Some sectors have been liberalised and that did not mean that more people were excluded from access to those services, but quite the contrary: many services have come within reach of many more people, which is extremely social.
A market is not a jungle; it has rules, because if there are no rules it is not a market. Any market – even the simplest market on the market square – has rules and that is exactly what we mean by the social market economy we have in Europe. We need to recognise the diversity of the Member States and allow them to decide for themselves what they call ‘services of general interest’.
Finally, we should not try to define what services of general interest and services of general economic interest are, because the word ‘economic’ applies not to the nature of the service itself but to the way in which it is provided. To take an example: everybody will recognise that water is of general interest, but it may be provided in a purely commercial way. So we must not lose ourselves in a senseless debate on the differences between ‘of general interest’ and ‘general economic interest’. The only interest we should be looking at here is the interest of our citizens and consumers.
Alain Lipietz, au nom du groupe Verts/ALE. – Madame la Présidente, Monsieur le Président, chers collègues, j'ai beaucoup apprécié l'intervention du Président Barroso. J'ai apprécié sa protestation d'intention concernant la présentation d'un ou plusieurs textes législatifs – un ou plusieurs, nous reviendrons sur ce point dans un instant – en codécision, et les quatre principes qu'il a évoqués. Je crois que ces principes, il était important de les rappeler.
La commission économique et monétaire a écarté, lorsque nous l'avons proposé, le simple rappel de l'énoncé de l'article 122 du traité constitutionnel et, pire, le simple énoncé de l'article 86 du traité actuel. Article qui, comme vous l'avez rappelé, dispose que, en cas de conflit entre le marché et les impératifs du service public, en droit comme en fait, c'est le second qui doit l'emporter. Je crois qu'il est extrêmement important que le texte du Parlement réaffirme ce que nous avions déjà voté à l'époque du traité constitutionnel, c'est-à-dire le texte de l'article 122, et confirme que nous croyons toujours au moins à l'article 86 du traité actuel.
Ce que nous voudrions, c'est qu'on aille beaucoup plus loin dans la certitude de ce qu'implique le vote qui va avoir lieu. S'il y a un point sur lequel je suis en accord avec Mme in't Veld, c'est qu'on peut tirer de la phrase diplomatique, très judicieusement calculée, de M. Rapkay sur le besoin de légiférer aussi bien un sens qu'un autre. Alors nous vous demanderons, en vertu à la fois du traité d'Amsterdam et de l'accord interinstitutionnel, de nous présenter un projet de directive au nom du droit d'initiative législative qui a été accordé à ce Parlement. Et nous sommes tout à fait d'accord avec les quatre principes que vous nous avez énoncés.
Si nous sommes en désaccord avec Mme in't Veld, c'est précisément sur le point de la subsidiarité. Je vois une terrible maladresse dans la volonté de parler de subsidiarité pure et dure, alors que, faute d'une directive spécifique sur les SIG, ce qui s'applique, c'est la directive sur les services. Or, nous avons pu voir, de jour en jour, de semaine en semaine, le contenu, les limites du champ d'application de la directive "Services" varier sans cesse. À un moment, le logement social était inclus. Puis il a failli en être exclu, pour ensuite être réintégré, mais partiellement seulement. Il suffit de comparer le texte de notre Parlement à celui de votre Commission et à celui du Conseil, pour constater l'absence d'accord sur le domaine des services publics relevant de la directive "Services". Il faut aujourd'hui légiférer pour clarifier les choses.
Francis Wurtz, au nom du groupe GUE/NGL. – Madame la Présidente, Monsieur le Président de la Commission, l'intérêt général, le bien public, le bien commun, les services publics sont autant de références essentielles qui sont, comme vous l'avez dit, Monsieur le Président de la Commission, au cœur du débat sur la notion du modèle social européen.
Nous touchons là à la vie quotidienne des gens, à leur perception de l'avenir, à la conception de la société. Des valeurs fondamentales sont en jeu, comme l'égalité, la solidarité, la démocratie. Il s'agit d'enjeux trop importants pour que l'on puisse en rester, à leur sujet, à des définitions floues ou à des compromis boiteux.
Mon groupe met particulièrement l'accent sur trois aspects à clarifier. En premier lieu, le rapport des services publics aux règles régissant le marché intérieur: la concurrence, les marchés publics, les aides d'État, sans oublier les pouvoirs de la Commission et de la Cour en matière de surveillance et de sanction contre de prétendus abus.
À nos yeux, nous avons besoin d'une base juridique radicalement nouvelle qui permette au service public d'exister en Europe en dehors de la logique marchande. Certes, comme M. Barroso et M. Lipietz l'ont rappelé, le traité admet qu'en cas de conflit entre les règles de la concurrence et les missions de service public, ce sont ces dernières qui priment. Il reconnaît également que les États ont le droit de définir l'intérêt général, mais c'est la Commission, et en dernier ressort la Cour, qui décide des limites d'une telle dérogation. Ainsi, un pays qui ne passe pas pour antilibéral – les Pays–Bas – s'est-il vu reprocher de commettre, je cite "une erreur manifeste de service public parce que des coopératives de logement social subventionnées comptaient parmi leurs locataires", je cite encore, "des ménages autres que socialement défavorisés". La vérité est que ce statut dérogatoire pousse, dans les faits, à des services publics qui se réduisent comme peau de chagrin.
Cela me conduit à un deuxième point à préciser: quelle ambition nourrissons-nous en matière de services publics? Selon nous, le champ à couvrir est tout simplement celui de droits fondamentaux du vingt-et-unième siècle égaux pour chacun et pour chacune: l'éducation, la santé, le logement et l'habitat, la petite enfance, l'information, la culture, les transports, les télécommunications, les services postaux, l'énergie, l'approvisionnement en eau, l'élimination des eaux usées et des déchets ainsi que des besoins devenus incontournables tels que l'accès au crédit. Ces secteurs doivent donc obéir à des règles d'efficacité sociale sans être soumis aux pressions de la concurrence.
Un troisième aspect, enfin, mérite d'être soulevé. C'est l'articulation entre subsidiarité et projet européen. Les expériences varient, comme cela a été dit, d'un pays à l'autre, en matière de gestion des services publics, de structure de la propriété et de mode de financement. Ces choix doivent relever de la souveraineté de chaque pays dans toutes leurs implications.
Alors, directive-cadre ou pas? Le débat est ouvert dans mon groupe à ce sujet et, pour ma part, je dirais: chiche! Que la Commission prépare un tel instrument sur la base des principes que je viens de rappeler. On m'objectera que cela n'est pas compatible avec les règles du traité. C'est bien pour cela que nous voulons en changer.
Je propose, Madame la Présidente, que nous inscrivions cette question en tête de l'ordre du jour du grand débat annoncé sur l'avenir de l'Europe, et on verra ce qu'en pensent les Européens.
John Whittaker, on behalf of the IND/DEM Group. – Madam President, one can understand the desire to define the scope of EU interference in the provision of public services. It helps if you are running a business or a public service to know what the rules are, but I am appalled that this should hinge on defining the distinction between services of economic general interest and services of non-economic general interest. Surely, all services are economic in the proper sense that they have an economic value, otherwise they presumably would not be provided. I fear that attempts at such a definition will merely cause more confusion, less efficiency and more scope for ambiguous judgments from the European Court of Justice.
At root, the problem is that national and local authorities must have sovereignty over the management of public services, because public services are paid for by national governments on behalf of their electors. Yet here we are trying to make public services obey a common set of EU rules. Has anyone spotted the inherent contradiction? Mr Barroso has outlined an ambitious programme of work for the Commission. I say to him: please just leave it alone. Please let national governments do their own thing.
Françoise Castex (PSE), rapporteur pour avis de la commission du commerce international. – Madame la Présidente, Monsieur le Président, mes chers collègues, vous l'avez rappelé, chaque pays de l'Union a une histoire et une conception propre des services publics. La construction européenne doit effectivement se poursuivre dans le respect de cette diversité, mais en prenant appui sur un ensemble de valeurs communes tenant à la justice sociale, à l'égalité, à la solidarité. Nous pouvons dégager un cadre commun pour un service public européen. Celui-ci ne peut être envisagé sous l'angle de la concurrence car nous savons que les bénéfices que tire la société des services publics se comptent en termes d'éducation, de santé, de sécurité, de cohésion entre les États membres et leurs concitoyens.
Nous allons prochainement, comme cela a été rappelé, adopter une directive ouvrant le marché des services au niveau communautaire. Nous connaissons les enjeux de ce marché des services dans les négociations de l'OMC. Au niveau communautaire comme au niveau mondial, il est impératif d'être capable juridiquement de distinguer entre services marchands et services non marchands et d'établir la libre circulation des uns et la réglementation des autres. La santé, l'éducation, le logement social mais aussi la distribution de l'eau doivent-ils être régis par la seule loi du profit? Bien sûr que non! Il n'y a qu'un seul impératif qui vaille, celui de l'intérêt général et du progrès social pour tous. Et seule l'autorité publique, quel que soit son niveau, est la garante de cet intérêt général.
Nos concitoyens craignent, à juste titre, que le projet européen se dilue dans la libéralisation et dans la mondialisation. Nous devons répondre à leurs exigences de qualité, d'accessibilité, de responsabilité sociale et de respect de l'environnement. Quelle meilleure garantie, Monsieur le Commissaire, offrir à nos concitoyens inquiets qu'un cadre juridique européen pour les services publics?
Proinsias De Rossa (PSE), Draftsman of the opinion of the Committee on Employment and Social Affairs. – Madam President, I should like to thank Mr Rapkay for the enormous amount of work he has done on this report. Indeed I welcome the presence this morning of President Barroso on this important issue. It is a signal of the importance that the Commission attaches to this issue.
There is a broad consensus in Parliament about the role of services of general interest, economic interest, and of their importance. There are divisions largely on questions of strategy and, in some cases, tactics. There is a commitment here – and also on the part of the Commission – to ensure that any legislation or moves in that area will be by codecision. That is enormously important for the credibility of what we do in that area and for our legitimacy with our citizens in what we do in that area.
I favour a framework directive. That was one of the decisions of the Committee on Employment and Social Affairs in its opinion on the report. However, two weeks ago Parliament said ‘no’ to a framework directive. I believe it would be a mistake to try to push that through again.
We need to find a pragmatic way of moving forward to ensure that we get clarity and an assertion of the principle you have outlined here today: that when it comes to a conflict between the right of the citizen to public services and the market, that is set down in legislation. We should not leave that issue to a decision by the courts on a case-by-case basis; otherwise we would end up with all kinds of conflicting results. It is in that context that I favour a framework directive. Perhaps that can be found in another way. We need to search for that.
I welcome your commitment to take action in the social services and health area. That is also an urgent matter.
Werner Langen (PPE-DE), Verfasser der Stellungnahme des mitberatenden Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie. – Frau Präsidentin! Ich möchte den Beschluss des Ausschusses und nicht meine eigene Meinung darstellen, obwohl beide in weiten Teilen übereinstimmen.
Der Ausschuss hat insgesamt mit großer Mehrheit 18 Punkte beschlossen, die im Wesentlichen auch in den Bericht des Kollegen Rapkay eingegangen sind. In diesem Beschluss haben wir deshalb eine breite Mehrheit gefunden, weil wir in der Lage waren, auf der Grundlage bisheriger Entschließungen des Europäischen Parlaments eine gemeinsame Strategie zu entwickeln.
Ich freue mich sehr, dass der Kommissionspräsident hier anwesend ist. Aber die Tatsache, dass gegen Jahresende wieder eine neue Mitteilung kommt, befriedigt mich überhaupt nicht. Denn seit dem Jahr 2000 schlängeln wir uns von Mitteilung zu Mitteilung, von Interpretation zu Gipfeldokument, ohne dass die notwendige Klärung der rechtlichen Unsicherheiten vollzogen wurde. Da muss die Kommission über ihren Schatten springen, den Unwillen des Wettbewerbskommissars überwinden und endlich einige Dinge klären, die sonst vom Europäischen Gerichtshof geklärt werden müssen.
Das heißt nicht – und der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie hat das auch so gesagt –, dass wir für eine Rahmenrichtlinie sind. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage, auch nicht im Verfassungsentwurf. Dass wir uns das Mitentscheidungsverfahren in möglichst vielen Bereichen wünschen, ist selbstverständlich. Aber wenn wir Beschlüsse fassen sollen, die über unsere Kompetenzen hinausgehen, dann ist das nicht richtig.
Wir haben mehrere Grundsätze beschlossen, die mit dem übereinstimmen, was hier auch vom Kommissionspräsidenten gesagt wurde: den Grundsatz der Subsidiarität, dass jede Ebene selbst entscheiden muss, dass sie sich aber an Wettbewerbsregeln halten muss, dass Beihilfen transparent gestaltet werden müssen und dass die Kommission eine Missbrauchsaufsicht hat.
In diesem Rahmen können wir heute auf der Grundlage des Berichts Rapkay eine gute Stellungnahme mit einer Handlungsanweisung für die Kommission verabschieden. Jetzt muss nur noch die Kommission etwas tun.
József Szájer (PPE-DE), a Belső Piaci és Fogyasztóvédelmi Bizottság véleményének előadója. – Tisztelt Elnök Asszony! Schulz frakcióvezető úrnak nagyon jó szeme van, mert olyat is lát ebben a határozatban, ami ebben nem szerepel.
Szeretném jelezni, hogy az IMCO bizottság egyetértett jelentős részben azzal a fehér könyvvel, amit a Bizottság a Parlament elé terjesztett. Ennek tekintetében azzal a ponttal is egyetértettünk, hogy európai szinten nincsen szükség keretirányelvre. Ugyanakkor: azt gondolom, hogy három olyan elv van, ami alapvetően szükséges, amikor ezekről a kérdésekről beszélünk.
Az első és legfontosabb elv a szubszidiaritás elve. Mi Európában nagyon sokféle állami közszolgáltatási rendszerrel rendelkezünk. Ezt a sokszínűséget nem lehet uniformizálni. Ennek következtében, hogyha Európa nem akarja átvenni a felelősséget a közszolgáltatások nyújtásáért, akkor nem is uniformizálhatja ezeket a szempontokat. Vagyis a helyi hatóságok jogkörében kell hagyni ezeket a kérdéseket.
A másik a fokozatosság kérdése. Az Európai Unió és az Európai Bizottság helyes irányt követ, amikor fokozatos szabályozást határoz el, és ebből következik a harmadik pont, a szektoralitás ügye. Vagyis nagyon sikeresen szabályoztunk már különböző szektorális területeket a telekommunikáció terén és más területeken. Ezt a példát kell folytatni és ennek a folyamatos ellenőrzésére kell törekedni.
Egyetértek, és a mi bizottságunk is egyetértett azzal, hogy természetesen szükség van a nagyobb jogbiztonságra. És természetesen egy új tagország képviselőjeként hadd mondjam el azt is, hogy az egyenlő hozzáférés elvéhez igenis az Európai Uniónak is a felzárkóztatás és a kohéziós alapok segítségével biztosítani kell a közös alapot. Az új tagországokban nagyon sok helyen gyengék a verseny kikényszerítésére és a fogyasztóvédelemre szolgáló eszközök. Ezeket mindenképpen erősíteni kell. Pontosan annak érdekében, hogy mind az egyenlő hozzáférés, mind pedig a verseny érvényesülhessen ezeken a területeken.
Azt gondolom, hogy az általános érdekű szolgáltatásokról szóló jelentés egy jó jelentés, Rapkay úr és a kollégái nagyon kiváló munkát végeztek. De szeretnék kérni mindenkit arra, hogy ne értelmezzük félre, és ne lássunk bele ebbe a jelentésbe olyan elemeket, amelyek nincsenek benne. Vagyis keretirányelvről, keretirányelvvel kapcsolatos kommunikációról ebben a tekintetben nem beszélhetünk.
Az is nagyon fontos, hogy a szolgáltatásokról szóló általános irányelvnek a kérdése nagyon szorosan összefügg ezzel a kérdéssel. Ebben is világosan kell látnunk. A szolgáltatási irányelv nagyon sok ponton rögzítette azokat a kereteket, amelyekben ebben a tekintetben dolgozhatunk.
Emanuel Jardim Fernandes (PSE), relator de parecer da Comissão dos Transportes e do Turismo. – Senhor Presidente da Comissão, caras e caros Colegas, enquanto relator do parecer da Comissão dos Transportes e do Turismo sobre o Livro Branco dos serviços de interesse geral, defendi, e foi posição da Comissão defender, uma clara exclusão dos serviços de interesse geral do âmbito de aplicação da directiva relativa aos serviços do mercado interno no respeito pela competência exclusiva de cada Estado-Membro para definir, organizar, financiar, avaliar e controlar esses mesmos serviços, o que veio a ser consagrado pelo Parlamento e que é positivo para o funcionamento do mercado, para a solidariedade para com os cidadãos e para o respeito pela competência das autoridades nacionais, regionais e locais.
Segundo, defendemos a definição e a descrição dos serviços de interesse geral e uma clarificação da distinção entre serviços de interesse económico geral e serviços de interesse geral não económico na perspectiva da sua segurança jurídica. Terceiro, adoptar para os SIG e SIG económicos e não económicos uma legislação-quadro, um enquadramento jurídico geral, como ainda hoje foi referido pelo Presidente da Comissão, ou uma directiva-quadro, como se preferir. O que importa é que se estabeleça designadamente os requisitos mínimos a satisfazer por essas actividades e os critérios gerais para o funcionamento, a organização, a avaliação e o controlo pelos Estados-Membros e pelas autoridades nacionais, regionais e locais.
O facto de esta legislação incluir os serviços de interesse económico geral não impede que possa haver legislação específica sobre determinados sectores como os transportes. De um modo geral, as ideias que defendemos constam do relatório Rapkay e daí o meu apoio e a minha concordância, embora possa vir a aprovar algumas propostas de alteração necessárias.
Por fim, Senhora Presidente, só tenho a lamentar que não se tenha incluído uma referência às regiões ultraperiféricas, dado que aí se justifica que sejam os serviços de interesse geral aquilo que hoje não são ou poderão não ser. Espero que a Comissão e o Senhor Presidente tenham em atenção não só o relatório, mas os aspectos que aqui referi.
Markus Pieper (PPE-DE), Verfasser der Stellungnahme des mitberatenden Ausschusses für regionale Entwicklung. – Frau Präsidentin, Herr Kommissionspräsident, liebe Kollegen! Öffentlicher Personennahverkehr, Abfallwirtschaft, soziale Dienste, Wasserversorgung – wir sind uns alle einig, dass das in der Kompetenz der Regionen liegt. Ich begrüße, dass der Bericht Rapkay dies vom Grundsatz her ähnlich sieht; der Bericht hat die Stellungnahme des Ausschusses für regionale Entwicklung in vielen Punkten berücksichtigt.
Wir fordern ein Bekenntnis zur Subsidiarität, wir fordern aber auch mehr Rechtssicherheit, da, wo Konflikte der Daseinsvorsorge mit dem europäischen Wettbewerbsrecht bestehen: im Beihilferecht, beim Thema PPP, bei sozialen Diensten, auch bei der Definition von Begriffen.
Unter Daseinsvorsorge versteht ein Franzose etwas anderes als ein Pole, ein Schwede oder ein Deutscher. Deshalb darf es auch keine einheitliche europäische Rahmenrichtlinie für Dienste von öffentlichem Interesse geben, so wie die Sozialisten das wollen. Wir wollen keine einheitlichen EU-Standards. Es macht keinen Sinn, etwa den Regionen Griechenlands oder Tschechiens vorzuschreiben, was sie unter Dienstleistungen von öffentlichem Interesse zu verstehen haben. Leider hat die Linke im Parlament mehrere Textstellen im Bericht durchgesetzt, die indirekt auf eine solche Rahmenrichtlinie hinzielen könnten. Da frage ich mich schon, was Sie eigentlich wollen. Wollen Sie durch eine übergeordnete Rahmenrichtlinie die schon bestehenden Rechtsunsicherheiten noch weiter komplizieren? Oder wollen Sie durch die Hintertür das europäische Wettbewerbsrecht aushebeln und so den Regionen Europas Ihre sozialistischen Vorstellungen der öffentlichen Daseinsvorsorge aufzwingen? In beiden Fällen sagen wir ganz klar Nein. Dort, wo Rechtsunsicherheiten bestehen, müssen wir sie Thema für Thema und Branche für Branche ausräumen.
Das bedeutet auch weiter viel Arbeit. Ich bin mir aber sicher, dass nur der sektorbezogene Ansatz dem europäischen Gedanken der Subsidiarität im gemeinsamen Binnenmarkt auch gerecht werden kann. Europa darf hier keine Qualitäts- und Kostenkriterien vorschreiben. Die Definition, die Finanzierung und die Organisation der Daseinsvorsorge müssen in der Verantwortung der Regionen bleiben, denn die Regionen tragen dafür auch die politische Verantwortung.
Robert Goebbels (PSE). – Frau Präsidentin! Ich wollte fragen, ob der Ausschuss für regionale Entwicklung fest in EVP-Hand ist, denn das, was wir von Herrn Pieper gehört haben, war ein reiner EVP-Standpunkt und nicht der Standpunkt des Ausschusses für regionale Entwicklung.
Die Präsidentin. Sicherlich werden wir in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode noch einmal darüber nachdenken müssen, dass die Berichterstatter für federführende Ausschüsse und auch die Berichterstatter für die Ausschüsse, die eine Stellungnahme abgeben, das tun, was Herr Langen gerade gesagt hat: Egal aus welcher Fraktion sie kommen, sie geben die Meinung und die Abstimmung des Ausschusses wieder. Ich bin davon überzeugt, dass das heute alle getan haben. Wer das anzweifelt, kann ja die Berichte noch einmal durchlesen. Ich als Außenstehende, die nicht so eng mit der Materie vertraut ist, habe mich zwar bei einigen Beiträgen auch gewundert, aber wir werden uns das sicherlich in der nächsten Legislaturperiode — vielleicht im Rahmen einer Parlamentsreform — noch einmal ansehen können.
Als Letzte hat jetzt Frau Stauner die Möglichkeit, den Standpunkt des Ausschusses darzustellen.
Gabriele Stauner (PPE-DE), Verfasserin der Stellungnahme des mitberatenden Rechtsausschusses. – Frau Präsidentin, Herr Kommissionspräsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Obwohl seit Maastricht im EG-Vertrag verankert, führt das Subsidiaritätsprinzip gleichwohl ein Schattendasein. Subsidiarität hat aber immer zu gelten, es sei denn, die ausschließliche Zuständigkeit liegt auf der europäischen Ebene.
Bei den Dienstleistungen, von denen heute die Rede ist, ist dies unstreitig nicht der Fall. Also wäre jede europäische Regelung in diesem Bereich eindeutig ein Verstoß gegen das Subsidiaritätsprinzip. Es wäre ferner ein Verstoß gegen die rechtsstaatlichen Prinzipien von Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit, wenn in gewachsene und funktionierende Strukturen in den Mitgliedstaaten eingegriffen würde.
Wenn es aber schon keine Zuständigkeiten für die EU gibt, kann es auch keine Definition dieser Dienstleistungen durch Europa geben. Definieren kann hier also allein der nationale bzw. regionale Gesetzgeber. Abgesehen davon enthüllen allein schon die im Weißbuch angestellten Definitionsversuche – meines Erachtens allesamt gekünstelt und krampfig – das Defizit an Praktikabilität und Bürgernähe.
Keine Lissabon- oder sonstige Strategie vermag eine Rechtsgrundlage zu ersetzen. Das gilt genauso für Handlungsmaximen und Ziele wie Wettbewerb sowie wirtschaftlicher und sozialer Zusammenhalt.
Deshalb kann das Ergebnis unserer Diskussion nur lauten: Hände weg von einer europäischen Regelung für Dienstleistungen von allgemeinem Interesse, weil es eben keine europäische Rechtsgrundlage dafür gibt! Ich bitte, der Stellungnahme des Rechtsausschusses für ein bürgernahes, verständliches und nachvollziehbares Europa zu folgen.
Marianne Thyssen (PPE-DE). – Voorzitter, mijnheer de voorzitter van de Commissie, als beslissingen worden genomen met een marktcorrigerend doel of een markcorrigerende uitwerking, dan weten we dat we in dit Huis altijd in politiek gevoelig vaarwater komen. En als we in concrete situaties de principes van subsidiariteit en proportionaliteit willen toepassen, dan is er dikwijls dezelfde gevoeligheid en dan is de ideologische inslag nooit ver weg. Toch is rapporteur Rapkay erin geslaagd een evenwichtig verslag op te stellen en ik wil de rapporteur hiervoor oprecht feliciteren.
Ik ben heel gelukkig te weten ten eerste dat het belang van de beschikbaarheid van diensten van algemeen belang wordt onderstreept en ten tweede dat bevestigd wordt wat ook in het gemeenschappelijk standpunt over de dienstenrichtlijn staat, namelijk dat het aan de lidstaten toekomt te bepalen wat diensten van algemeen belang zijn. Ten derde vind ik het goed dat de vraag naar rechtszekerheid prominent aanwezig is.
Ik heb geen probleem met wat sommigen hier de dubbelzinnige bewoordingen van de rapporteur noemen. Ik zou dat eerder een wijze aanpak noemen, misschien een diplomatieke aanpak, maar in elk geval een aanpak die ons verder op weg naar oplossingen kan helpen. Er wordt niet expliciet naar een kaderrichtlijn gevraagd. De sectoriële verschillen worden in dit verslag erkend. Als dit verslag goedgekeurd wordt tonen we duidelijk dat we meer belang hechten aan de inhoudelijke essentie dan aan de discussie over de vorm. En daarover moet het voor ons toch gaan.
Laat ons dus maar dicht bij dat verslag van Rapkay blijven, de Commissie weet dan waar een brede meerderheid in het Parlement is, waar nog verschillen zitten. Dan kunnen we verder, in afwachting van wat de mededeling van de Commissie ons oplevert, stappen ondernemen naar een evenwichtige benadering die de burgers van ons mogen verwachten.
Harlem Désir (PSE). – Madame la Présidente, Monsieur le Président de la Commission, je crois que le temps d'une clarification juridique et politique est venu sur cette question des services d'intérêt général.
Au plan politique, parce que le débat sur les services publics a hanté le débat européen, il a empoisonné le débat sur le traité constitutionnel, et il a été envenimé par la proposition initiale de directive sur les services dans le marché intérieur étant donné le vaste champ de services sociaux et de services d'intérêt économique général couvert.
La méfiance suscitée par le risque d'une remise en cause des services publics du fait de l'action de la Commission ou des interventions de l'Union européenne vient de loin. Elle est fondée à bien des égards, compte tenu du mauvais équilibre qui a été trouvé entre règles du marché intérieur et préservation de l'intérêt général; compte tenu également des conséquences d'un certain nombre de directives sectorielles qui n'ont pas donné les résultats promis ou attendus. Je pense par exemple à l'évolution des prix dans le secteur de l'énergie ou à certaines craintes, fondées, dans le secteur postal.
Une clarification est également nécessaire sur le plan juridique. Vous l'avez d'ailleurs souligné vous-même tout à l'heure, Monsieur le Président de la Commission, en énonçant la liste des initiatives législatives qui avaient été prises au cours de la dernière période par la Commission pour tenter de stabiliser l'interprétation du droit et des traités: aides publiques, réglementation des aides d'État, du transport des voyageurs, du financement et des compensations, etc.
Je crois donc qu'il ne faut pas, aujourd'hui, opposer la nécessité, d'un côté, d'initiatives sectorielles et, de l'autre, d'un cadre horizontal. Il faut des initiatives sectorielles – vous les avez également mentionnées – dans le domaine, par exemple, des services de santé ou dans celui des services sociaux d'intérêt général, et il faut aussi des initiatives horizontales. Pourquoi? Parce que, comme vous l'avez dit, l'un des principes sur lesquels nous devons nous fonder est le respect du droit de chaque État membre et de ses collectivités locales de continuer à définir ce qu'ils entendent par services d'intérêt général ou services d'intérêt économique général. En effet, ces notions varient d'un État membre à l'autre. Les modalités d'organisation, de financement, mais aussi le contour, le périmètre du service public ne sont pas les mêmes selon nos pays, parfois même selon nos régions, selon nos collectivités locales.
En l'absence de législation, il est revenu à la Cour de justice et, parfois, à la Commission, d'interpréter les traités. Or, cette interprétation a donné lieu à une jurisprudence inconstante, fluctuante qui a créé une insécurité juridique pour les collectivités locales, pour les opérateurs et pour les usagers. Elle a également suscité la crainte de voir les missions d'intérêt général remises en cause par une espèce de prédominance des intérêts du marché intérieur, de la concurrence ou des opérateurs privés. C'est pour cette raison que nous avons entrepris cette démarche quelque peu originale pour un groupe du Parlement européen de proposer, à titre symbolique mais aussi politique, une initiative concernant la rédaction d'une directive-cadre horizontale préservant les services d'intérêt économique général.
Nous avons voulu montrer que, si volonté politique il y a, alors on peut trouver la base dans les traités et on peut établir une directive qui réponde aux questions auxquelles nous sommes confrontés. De ce point de vue, je voudrais répondre ceci à Mme in't Veld: je crois que, pour protéger la subsidiarité, nous avons précisément besoin de ce cadre juridique, et c'est cela que nous avons montré avec ce projet de directive-cadre. J'invite Mme in't Veld à prendre connaissance de cette initiative qui a pour but de clarifier, de sécuriser et de garantir la pérennité du service public et des missions d'intérêt général.
Je crois qu'il revient à présent au législateur de fixer les règles. Il est normal que le Parlement européen, représentant les citoyens, les gouvernements, représentant les États membres, puissent ouvertement, à partir d'un débat public, dire comment l'on doit interpréter l'article 86 des traités, où s'arrêtent le marché intérieur et la concurrence pour préserver l'intérêt général. Les services publics, vous l'avez dit, Monsieur le Président de la Commission, sont au cœur du modèle social européen. Les citoyens y sont attachés parce qu'ils contribuent non seulement à la qualité de vie, à l'accès aux droits fondamentaux, à la cohésion économique et sociale, et territoriale, mais aussi à la compétitivité de notre continent et de ses territoires.
C'est donc aujourd'hui un impératif juridique, mais aussi politique, de montrer que l'Union n'est pas l'ennemie des services publics, qu'elle ne cherche pas à les entraver, mais qu'elle cherche, au contraire, à les préserver, à les encourager, à les développer.
PRESIDENZA DELL'ON. MARIO MAURO Vicepresidente
Bernard Lehideux (ALDE). – Monsieur le Président, Monsieur le Président de la Commission, à l'occasion du débat sur le modèle social, j'ai souligné que nos concitoyens souhaitaient une Europe répondant à leurs préoccupations urgentes et concrètes. La garantie de l'existence et de la qualité des services d'intérêt général fait partie de ces préoccupations. Aujourd'hui, la situation juridique de ces services est beaucoup trop fragile en Europe. Il n'est pas sain que des services primordiaux pour la cohésion sociale de nos sociétés dépendent exclusivement de la jurisprudence de la Cour de justice. Les juges, comme chacun de nous le sait, n'ont jamais autant de pouvoir qu'en cas de démission du politique. Il est donc de notre devoir de concevoir, au niveau communautaire, un cadre juridique qui fixe les modalités et les objectifs d'organisation des services d'intérêt général.
Monsieur le Président de la Commission, si tout le monde n'est pas convaincu, cela n'interdit pas, au contraire, de préciser les choses. Je fais partie de ceux qui demandent à la Commission de proposer, dès que possible, une directive-cadre sur les services d'intérêt général. Et permettez-moi de répondre franchement à ceux qui s'y opposent et défendent la solution de l'approche sectorielle. Il ne s'agit pas là d'une alternative. C'est un leurre. Nos concitoyens ne sont pas aveugles. Ils comprennent bien que privilégier cette approche reviendrait en réalité à retarder la mise en place de la sécurité juridique qu'ils appellent de leurs vœux pour les services d'intérêt général et notamment pour les services sociaux d'intérêt général.
De plus, il est clair qu'un instrument cadre n'interdit pas, bien au contraire, de tenir compte des particularités de certains secteurs. Définir un cadre ne signifie évidemment pas uniformiser. Monsieur le Président, chers collègues, ne fuyons pas nos responsabilités. Un chantier législatif nous attend et il prouvera que l'Union est la meilleure garante d'un niveau élevé de solidarité et de cohésion sociale.
(Applaudissements)
Pierre Jonckheer (Verts/ALE). – Monsieur le Président, Monsieur le Président de la Commission, c'est à mon tour de me réjouir et de vous remercier, Monsieur Barroso, d'être présent à cette séance.
Cela fait des années que nous discutons d'une législation européenne transsectorielle en matière de services d'intérêt économique général. Le Parlement européen s'est exprimé en faveur d'une telle législation en 2001 et en 2004 et la Commission européenne - il s'agissait d'ailleurs de la Commission Prodi - n'y a pas donné suite, en avançant l'argument juridique de l'absence de base juridique et l'argument politique de l'absence de la majorité politique au Conseil nécessaire pour progresser. Sur ce dernier point, la référence à l'article 322 du projet de traité constitutionnel indique à tout le moins, de façon incontestable, qu'il y avait un accord politique au sein du Conseil européen pour aller de l'avant.
Aujourd'hui, nous nous trouvons devant une proposition de directive sur le marché intérieur des services qui couvre partiellement les services d'intérêt économique général, une directive dont beaucoup d'experts prédisent qu'elle n'empêchera pas de nombreux recours devant la Cour de justice et dont on peut craindre qu'elle compromettra la réalisation de l'objectif d'une plus grande sécurité juridique en matière de marché intérieur des services.
Aujourd'hui aussi, comme d'autres collègues l'ont indiqué, nous nous trouvons face à une résolution du Parlement européen qui sera votée demain, qui est en réalité en retrait par rapport aux résolutions de 2001 et de 2004. C'est la raison pour laquelle nous avons introduit un certain nombre d'amendements qui visent à clarifier les choses.
Mais la vraie nouveauté politique, me semble-t-il, c'est que, outre le groupe socialiste, qui a fait rédiger, par des experts juridiques, une proposition de directive-cadre, la Confédération européenne des syndicats a, elle aussi, formulé une proposition de texte. Des associations - je pense notamment au Comité européen de liaison sur les services d'intérêt général, qui connaît les dossiers sur le fond - ont également élaboré des propositions à caractère juridique revenant à dire: oui, une proposition de directive-cadre est pensable, qui soit en cohérence, d'ailleurs, avec les quatre principes que vous avez mentionnés dans votre intervention liminaire.
C'est la raison pour laquelle, Monsieur le Président de la Commission, sur la base de l'article 192 du traité actuel, nous vous demandons clairement d'aller de l'avant et de ne pas vous contenter de nous répondre dans quelques mois par un nouveau livre de consultation ou un nouveau livre blanc.
Je voudrais terminer sur un plan plus politique. Je pense que nous ne devons pas sous-estimer l'inquiétude réelle ou virtuelle d'un certain nombre de nos citoyens qui ont le sentiment d'un déséquilibre flagrant entre, d'une part, la mise en œuvre du droit de la concurrence qui, dans ses dispositions générales, est un droit horizontal et, d'autre part, la défense des services d'intérêt général au niveau européen. Et, comme certains collègues l'ont dit, Monsieur le Président, l'intérêt d'une législation cadre, pour le Conseil et pour le Parlement européen, c'est qu'elle leur donne la possibilité de dire à la Commission et, en fin de compte, à la Cour, quel est le type de dispositions générales qu'ils souhaitent pour les services d'intérêt général européens. Je pense que tel d'ailleurs est l'enjeu politique de tout ce débat. Les majorités politiques, je les voudrais différentes, mais elles sont ce qu'elles sont pour le moment.
Sahra Wagenknecht (GUE/NGL). – Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! Seit über einem Jahrzehnt wird in Europa rüde und rücksichtslos liberalisiert. Elementare Leistungen, wie die Versorgung mit Energie, weite Teile des Verkehrs, aber auch Bildung, Gesundheit, Wohnungen und Krankenhäuser werden den Spielregeln von Markt und Profit überantwortet, teils direkt unter der Ägide von Brüsseler Liberalisierungsvorschriften, teils unter dem Druck des Europäischen Gerichtshofs, teils auch aus Eigeninitiative neoliberaler Regierungen – angeblich, weil dadurch Arbeitsplätze entstehen, angeblich, weil mehr Wettbewerb den Konsumenten niedrigere Preise bringen würde, angeblich, weil private Investoren effizienter wirtschaften würden. Die Liberalisierungsbilanz des vergangenen Jahrzehnts ist eine klare Widerlegung dieser neoliberalen Lügen. Hunderttausende Arbeitsplätze sind allein im Bereich Energie und Post vernichtet worden. Wer noch Arbeit hat, arbeitet überwiegend zu schlechteren Konditionen. Das kann man als Steigerung von Effizienz preisen. Man kann es allerdings auch als forcierte Ausbeutung beim Namen nennen. Die Konsumenten haben von den sinkenden Kosten selten profitiert. In Deutschland etwa war Strom noch nie so teuer wie heute.
Dass der Bericht des Sozialdemokraten Rapkay diese Bilanz zum Erfolg verklärt und nach weiteren sektoralen Liberalisierungen ruft, ist ignorant gegenüber den gemachten Erfahrungen und rücksichtslos gegenüber jenen, die die Folgen auszubaden haben.
Wer fordert, Daseinsvorsorge den Regeln des Binnenmarktes zu unterwerfen, der will Gesundheit, Bildung und Mobilität zu einer käuflichen Ware machen, die sich nur noch Gutbetuchte leisten können, denn kapitalistische Märkte decken nicht Bedarf. Sie orientieren sich immer nur an jenem Bereich der Nachfrage, der zahlungskräftig ist, denn nur damit lassen sich Profite machen. Von einem solchen Europa mögen die Reichen und die Konzerne träumen. Die Linke hat andere Träume! Wir werden nicht aufhören, gemeinsam mit den sozialen Bewegungen in Europa diesem entfesselten Kapitalismus unseren Widerstand entgegenzusetzen.
Jens-Peter Bonde (IND/DEM). – Hr. formand! Der stod ingen lærde bøger i mit hjem. Min familie var landmænd og håndværkere. Dygtige lærere i den offentlige folkeskole, gratis boglån på et velforsynet folkebibliotek åbnede bøgernes verden for mig. Boglån, uddannelse, omsorg, pleje, vand, sikring, hospitalsbehandling, velfærd kaldes her forsyningspligtsydelser i modsætning til de mere specifikke økonomiske tjenesteydelser som at gå til frisør eller handle hus. Tænder, briller, personlig pleje ligger ind imellem. Domstolen har med talrige kendelser skabt et fælles marked for mange tjenesteydelser. Men kernen i folkestyret er, at man ikke kun stemmer med sin pung på et marked, men at man også stemmer som vælger om samfundets indretning. Vil vi have private hospitaler og dyre lægeregninger, vil vi betale for boglån, skal kollektiv trafik billiggøres, skal bedstemor vaskes hver dag på plejehjemmet, skal børnene passes i discountbørnehaver eller udvikles af trænede pædagoger? Junibevægelsen støtter det fælles marked for varer og tjenesteydelser, vi er imod national diskrimination, men vi vil også tillade vælgerne i hvert land at sætte grænserne mellem marked og samfund og fastlægge kvalitets- og serviceniveau og brugerrettigheder.
Vi vil også fastholde den danske aftalemodel, hvor løn og arbejdsvilkår aftales i overenskomster og respekteres, og socialmodellen, hvor vi betaler høje skatter for at give sociale borgerrettigheder til alle. Her skal folkestyret kunne styre markedet, så der bliver generelle tjenesteydelser også til dem, der ikke er født med en sølvske i munden. Vi vil fortsat kunne synge med Grundtvig "og da har i rigdom vi drevet det vidt, når få har for meget, og færre for lidt".
Leopold Józef Rutowicz (NI). – Panie Przewodniczący! Biała księga Komisji na temat usług użyteczności publicznej jest dokumentem na pewno potrzebnym w kształtowaniu wspólnego rynku. W dalszych pracach należałoby uściślić pojęcie tych usług i sposób ich świadczenia, który aktualnie w dużym stopniu jest związany z wypracowanymi rozwiązaniami w danym kraju i prawodawstwem krajowym, czego trzeba mieć świadomość. Obejmowanie tych usług wspólnymi zasadami europejskimi może następować tylko w miarę doskonalenia systemu usług w Unii. Dalsze działania powinny zwiększyć pewność prawną usług publicznych i ochrony interesów konsumentów.
Sprawozdanie pana Rapkay, za które chciałbym podziękować, jasno określa istniejący stan prawny i dalsze kierunki działania. Musimy go wykorzystać.
Alexander Radwan (PPE-DE). – Herr Präsident, Herr Kommissionspräsident! Wir diskutieren heute über einen Bereich mit einem breiten Spektrum. Herr Schulz hat den kommunalen Friedhof wieder angedacht und angeregt. Kommunale Strukturen können aber auch Konzerngröße erreichen; dies ist die gesamte Bandbreite. Ob diese großen Strukturen immer richtig sind, ist fraglich.
Warum diskutieren wir eigentlich wirklich? Weil wir auf der einen Seite das Thema der Marktregeln haben und auf der anderen die Frage der Subsidiarität. Das kann sich durchaus beißen, und was am Ende herauskommt, ist nicht immer stringent. Ich bin ein starker Anhänger der Subsidiarität, der Regeln vor Ort. Die einheitliche Definition in einem Europa der möglicherweise 27 — wenn wir die heutige Entscheidung vorwegnehmen — ergibt einen Einheitsbrei, den ich ablehne. Aber Europa muss sich immer fragen: Was bringt das europäische Handeln mehr, was nützt dem Bürger in diesem Bereich? Warum diskutieren wir heute so eingehend die Rahmenrichtlinie, wo der Berichterstatter selber sagt, dass sein Bericht keine Rahmenrichtlinie in diesem Bereich fordert. Bei manchen Rednern habe ich den Eindruck, sie unternehmen schlicht und ergreifend den Versuch, über diese Diskussion und in Kombination mit der Dienstleistungsrichtlinie wettbewerbsfreie Regionen zu schaffen, die davon ausgenommen werden. Die Gefahr ist neben der Abschaffung der Marktregeln, dass wir zu einem europäischen Daseinsvorsorgebegriff kommen, zu einem Einheitsbrei für Europa. Das kann nicht das Ziel sein, weil Europa dafür zu heterogen ist.
Was aber die Bürger, die Kommunen und die Kommunalpolitiker zu Recht einfordern, ist Rechtssicherheit. Sie wollen wissen, was möglich ist und was nicht. Da herrscht große Konfusion. Ich nehme meine Geburtsstadt München als Beispiel. Da werden zur Zeit in eine Gesellschaft vier große Krankenhäuser eingebracht, und man weiß nicht, was man der Kommission vorlegen muss und was nicht. Hier ist die Kommission gefordert, gemeinsam mit dem Parlament — weil das, was auch unsere Fraktion sehr stört, ist, dass die Kommission sich ein Stück weit „Willkür“ behält, nach dem Motto, man entscheidet immer gerade wie man es für richtig hält, und spricht es nicht mit den legitimierten Beauftragten, den legitimierten Wählern ab. Entscheidend im letzten Punkt ist — und da sind diese Diskussionen hier eigentlich überfällig —: Der Bürger muss verstehen, warum das, was wir tun, gut für ihn ist. Das ist nicht immer der Fall, gerade in diesem Bereich. Da kommt das, was wir hier machen, zu Hause ganz anders an. Das wäre eine Aufgabe für die Kommunikationsstrategie.
Robert Goebbels (PSE). – Monsieur le Président, chers collègues, l'article 5 du traité instituant la Communauté européenne dit que, et je cite: "l'action de la Communauté n'excède pas ce qui est nécessaire pour atteindre les objectifs de ce traité". C'est ce qu'on appelle le principe de subsidiarité, dont l'importance vient d'être soulignée par le président Barroso.
Or il est évident que notamment l'objectif commun de cohésion sociale exige une action politique soutenue pour offrir des services publics de qualité à tous les citoyens. Ce sont les communes, les collectivités territoriales, qui sont le plus proches des citoyens. Ce sont les élus locaux qui sont le mieux à même de juger des services nécessaires au bien-être de leurs concitoyens, et notamment des plus faibles d'entre eux.
En bonne logique, et pendant des décennies, l'Union ne s'est pas occupée de ces services publics. Mais, avec la réalisation du grand marché intérieur, il y eut de plus en plus de recours de compétiteurs privés contre des villes et des communes. La jurisprudence de la Cour ne fut pas toujours heureuse, parfois même contradictoire. À la décharge de la Cour, il faut souligner que la notion de service public n'est pas facile à cerner.
Il existe des différences notables entre les pratiques nationales dans les vingt-cinq États membres. Le Président Barroso vient de souligner la nécessité de respecter la diversité des situations nationales, régionales et locales. C'est la raison pour laquelle le groupe socialiste se bat depuis des années pour un cadre juridique clair permettant l'épanouissement des services d'intérêt général.
C'est tout ce que veulent les socialistes. Nous voulons la plus grande sécurité possible pour tous les opérateurs des services publics universels. Les juges de Luxembourg ne doivent pas devenir les arbitres de la qualité des services publics à offrir. Selon le Président Barroso, ceux-ci représentent 7% du PIB européen et 5% des emplois, ce qui équivaut à souligner leur efficience. Il appartient aux électeurs, aux citoyens de décider des services universels qu'ils veulent. L'ancien commissaire lord Cockfield, qui fut, avec le Président Jacques Delors, un des artisans du marché intérieur avait coutume de dire:
‘the Commission has to help governments to save taxpayers’ money.’
Il avait tort. Ce n'est pas la Commission qui doit décider de l'utilisation des deniers publics mais, en fin de compte, le contribuable lui-même. C'est à l'électeur souverain de décider si sa commune ou sa région fait un bon usage de son argent ou non. Cela s'appelle la démocratie.
Les idéologues du tout-marché m'objecteront que les traités imposent à la Commission d'éliminer les aides publiques faussant la concurrence, mais l'article 87 du traité dispose clairement que ces aides ne sont interdites que, je cite: "dans la mesure où elles affectent les échanges entre les États membres". Or, il est difficile de soutenir que des services publics fournis localement par des collectivités publiques faussent les échanges entre les États membres.
Monsieur le Président, vous venez de nous annoncer une communication avant la fin de l'année. Je partage l'avis de mon collègue du PPE, M. Werner Langen, que nous avons connu trop de textes bien faits, mais sans conséquence politique réelle. De grâce, Président Barroso, soumettez-nous une ou autant de propositions législatives que vous voulez, mais permettez enfin au Parlement de faire son travail de colégislateur dans un domaine qui est, selon vos propres paroles, au cœur du modèle social européen.
Danutė Budreikaitė (ALDE). – Gerbiamas pirmininke, ponios ir ponai, šiandien diskutuojame apie Europos Komisijos daugiau kaip prieš du metus paskelbtą Baltąją Knygą dėl bendro intereso paslaugų. Tenka apgailestauti, kad paslaugų rinkos liberalizavimas iki šiol labai menkas. Baltojoje Knygoje bendro intereso ir bendro ekonominio intereso paslaugos apibrėžiamos labai abstrakčiai. Viešųjų paslaugų sąvoka neapibrėžta, todėl Knygoje nevartojama, tačiau vartojama sąvoka "viešųjų paslaugų įsipareigojimai", kuriems priskiriama oro, geležinkelių, kelių transporto, energijos sritys, kurios taip pat priskiriamos prie bendro ekonominio intereso paslaugų. Taigi nesuprantama apie ką kalbama, o Baltosios Knygos svarbiausias laukiamas tikslas buvo parengti teisės aktą, reglamentuojantį ir įgalinantį vienos iš svarbiausių ES vidaus rinkos laisvių, laisvo paslaugų judėjimo įgyvendinimą.
Bendro intereso paslaugų padėtis labai artima paslaugų direktyvai, kuri buvo numatyta ekonominėms paslaugoms, bendro intereso paslaugoms, dabar jau su eile išimčių neįtraukiant transporto, pašto, o pašto elektros, dujų, vandens tiekimui netaikant kilmės principo. Taigi dauguma paslaugų ES sunkiai suderinamos su vidaus rinkos, konkurencingumo, vartotojų intereso atstovavimo principais ir paslaugų judėjimo laisve. Rinkos protekcionizmas ne tik mažina ekonomikos konkurencingumą, bet neleidžia ir neleis suteikti vartotojams reikiamu laiku tinkamos kokybės paslaugų. O tai akivaizdu keliaujant po Europos Sąjungos šalis.
Kalbant apie bendro intereso paslaugas būtina jas tiksliai apibrėžti, kad išvengtume jų laisvo interpretavimo valstybėse narėse proteguojant rinkas: parengti jas reglamentuojantį teisės aktą, atsižvelgti į subsidiarumo principą, atverti paslaugų rinkas konkurencijai savo piliečių gerovės ir ES konkurencingumo vardan. Aš suprantu, kad regionų vietos savivalda yra labai svarbi teikiant paslaugas, tačiau už tos svarbos dažniausiai slypi rinkos protekcionizmas, nes paslaugos visų pirma yra stambus verslas.
Elisabeth Schroedter (Verts/ALE). – Herr Präsident! Die Leistungen der Daseinsvorsorge sind das Herzstück des Sozialmodells Europa. Das haben Sie als ersten Satz gesagt, Herr Barroso. Im gleichen Zuge preisen Sie jedoch die Effizienz des Marktes und nicht die Solidarität, den allgemeinen Zugang und das Grundrecht als Primat für solche Leistungen.
Die Bürgerinnen und Bürger erwarten jedoch von der Europäischen Union Klarheit, dass ihnen die für ihr Leben notwendigen Dienstleistungen als Grundversorgung garantiert sind, und zwar universell, d. h. unabhängig von ihrem sozialen Status und ihrem Wohnort. Wir können das Vertrauen der Menschen nur gewinnen, wenn die Leistungen der Daseinsvorsorge einen grundsätzlichen Schutz vor den Marktinteressen genießen und nicht mit ihnen verbunden werden. Wenn Sie die Daseinsvorsorge mit der Effizienz des Marktes verbinden, Herr Barroso, wollen Sie das Herzstück des europäischen Sozialmodells auflösen. Sie frohlocken über die Forderungen in diesem Haus nach dem sektoriellen Ansatz, der Ihnen alle Macht zu einer Liberalisierung der Grundversorgung gibt. Die jüngsten Beispiele in Ihrer Mitteilung zu sozialen Diensten sind hier sehr deutlich. Dort werden soziale Grundleistungen als Wirtschaftstätigkeit umdefiniert. Sie interpretieren die Definition von europäischen Gerichtsurteilen um.
Auch Ihre Vorschläge zu den Gesundheitsdiensten, wo die Patientenmobilität gegenüber der Grundversorgung Vorrang haben soll, sprechen eine eigene Sprache. Es zeigt sich darin, dass es eine Illusion ist zu glauben, dass der Markt die Grundrechte garantieren kann. Der Schutz für diese Leistungen der Daseinsvorsorge kann nur durch eine klare Rahmenrichtlinie gewährleistet werden, welche die Leistungen, die der Grundversorgung dienen sollen, nicht unter die Regeln des europäischen Wettbewerbsrechts stellt. Es handelt sich dabei um Leistungen, die selbstverständlich staatliche Zuschüsse garantiert bekommen dürfen und deren Aufgabe es ist, Grundversorgung zu garantieren und nicht, Marktinteressen als Priorität zu haben. Die Leistungen der Daseinsvorsorge, welche wirtschaftlichen Charakter haben, können ebenfalls der Grundversorgung dienen. Auch dort muss der universelle Zugang zu ihnen vor den Marktinteressen stehen.
Insofern muss eine solche Rahmenrichtlinie ein Pendant zur Dienstleistungsrichtlinie darstellen, um eben diesen Schutz zu garantieren. Das ist unter den derzeitigen Gesichtspunkten der einzige Weg, eine Lösung zu finden, denn wir haben die Dienstleistungen ja bereits durch die Dienstleistungsrichtlinie auf dem Markt. Insofern ist dies eine Scheindiskussion von der rechten Seite, die glaubt, dass man einfach nur zurückblicken kann und dass der sektorielle Ansatz oder die Nichtdefinition auf europäischer Ebene eine Lösung ist.
Kartika Tamara Liotard (GUE/NGL). – Voorzitter, het uitsluiten van diensten van algemeen belang van de werkingssfeer van de omstreden dienstenrichtlijn leidde destijds tot het idee van een overwinning. De publieke sector zou gevrijwaard blijven van Bolkestein, maar dat was mogelijk slechts een Pyrrusoverwinning. De diensten van algemeen belang worden immers nu pas gedefinieerd. In de strijd om een richtlijn over dit soort diensten zou uitgevochten moeten worden wat tot het domein van de markt behoort en wat niet en vooral wie daarover het beste kan oordelen.
Wat wij onder algemeen belang verstaan zullen we met hand en tand verdedigen tegen liberalisering. Marktwerking in bijvoorbeeld onderwijs, gezondheidszorg, cultuur: we hebben er ervaring mee en we hebben er schoon genoeg van! Wij kennen Europa als een 'rupsje nooit genoeg' waar het gaat om liberalisering van zaken die niet aan de markt, maar eigenlijk aan de samenleving toebehoren. Met de deur op een kiertje zal het huidige Europa het niet nalaten om deze snel en gulzig wagenwijd open te gooien.
Dat laatste zien we nu al gebeuren met een nieuwe beginnende aanval van de Commissie op de zorg. Wat ons betreft wordt deze richtlijn vooral een middel voor burgers, leerlingen, patiënten, consumenten om zich te verweren tegen dit 'rupsje nooit genoeg' van de alsmaar verder liberaliserende Unie. De richtlijn moet duidelijk maken dat het de lidstaten en hun burgers zijn die bepalen wat diensten van algemeen belang zijn en dat brengt de politiek weer dichter bij de burger, daar waar deze hoort.
Johannes Blokland (IND/DEM). – Voorzitter, in de 19de eeuw heeft de overheid veel oorspronkelijk overheidsvreemde taken op zich genomen. Onderwijs, toegang tot gezondheidszorg en regulering van de arbeidstijden zijn voorbeelden van taken die voordien niet primair tot haar taken behoorden. Het was en is noodzakelijk dat de overheid taken reguleert waar de markt faalt.
Het onderscheid tussen diensten van algemeen belang en diensten van algemeen economisch belang is theoretisch. Het maken van dat onderscheid is dan ook bedoeld om diensten vrij te geven aan de markt en overheidsingrijpen te beperken. Het beperken van overheidsingrijpen is een goed streven op terreinen waar van burgers zelfredzaamheid en verantwoordelijkheid mag worden verwacht. Wel mag het maken van dat onderscheid niet betekenen dat toegang voor burgers wordt beperkt.
Ik pleit dan ook voor terughoudend opereren in het vrijgeven aan de markt van diensten van algemeen economisch belang. De samenleving wordt gediend door een overheid die recht doet aan zwakken en zorg draagt voor toegang tot diensten die essentieel zijn voor het dagelijks leven.
Othmar Karas (PPE-DE). – Herr Präsident, Herr Kommissionspräsident, meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Ich meine, dass wir in dieser Debatte zu viel Schatten boxen und zu wenig Respekt vor dem Recht und dem Bürger haben.
Nehmen wir unser eigenes Recht ernst! Wir schreiben im Verfassungsvertrag, dass die Europäische Union in Vielfalt geeint ist. Ausdruck dieser Vielfalt ist auch die vielfältige Gestaltung der Daseinsvorsorge. Geeint sind wir im Binnenmarkt. Konstituieren wir nicht zwischen der Vielfalt und dem Binnenmarkt einen zwingenden Widerspruch!
Zweitens: Wir sind für die soziale Marktwirtschaft, für uns ist der Markt nicht Selbstzweck. Der Markt hat soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit. Es ist eine Frage der politischen Verantwortung, wo die Grenzen des Marktes jeweils liegen. Wo der Markt nicht alle Gemeinwohlaufgaben erfüllen bzw. garantieren kann, dort muss die Daseinsvorsorge ihre Aufgabe erfüllen dürfen. Sie steht nicht im Widerspruch zum Markt. Auch viele Einrichtungen der Daseinsvorsorge stehen im Wettbewerb zueinander und erfüllen die Marktkriterien.
Drittens: Wir bekennen uns zur Subsidiarität. Die Subsidiarität steht nicht im Widerspruch zur Europäischen Union. Sie ist ein Wesenselement des Ordnungsmodells in der Europäischen Union. Wir haben in der Dienstleistungsrichtlinie die Dienste im allgemeinen Interesse ausgenommen, weil wir sie subsidiär definieren. Und jetzt debattieren wir, ob diese Frage nur lösbar ist durch die Entscheidung: Rahmenrichtlinie Ja oder Nein. Wir sind dafür, dass die soziale Sicherheit, die Versorgungssicherheit und Qualität zu erschwinglichen Preisen für die Bürger gewährleistet werden können. Und dafür, dass die Politik Verantwortung trägt zwischen Markt und privat. Wir brauchen eine neue Partnerschaft zwischen Staat und privat; sie drückt sich in der Daseinsvorsorge aus.
Bernadette Vergnaud (PSE). – Messieurs les Présidents, mes chers collègues, je tiens à saluer le travail accompli par notre rapporteur, M. Bernard Rapkay, qui a contribué à relancer ce débat sur les services d'intérêt général. J'adhère totalement à ses propositions de créer d'avantage de sécurité juridique pour les services sociaux d'intérêt général. J'adhère aussi à celles relatives à la fourniture de services de qualité élevée sur l'ensemble du territoire au meilleur prix, en respectant l'équilibre social et en garantissant durablement une sécurité d'approvisionnement.
Je suis en revanche beaucoup plus sceptique lorsqu'il s'agit de demander à la Commission des explications sur l'application aux services publics des règles régissant la concurrence et le marché intérieur. M. Barroso, dont je tiens à saluer la présence dans notre hémicycle, vient de nous confirmer le prétendu bénéfice de cette concurrence pour les consommateurs.
Comme vous l'a rappelé le rapporteur, les services publics étant dépourvus d'un cadre juridique précis, leur financement et leur gestion sont tributaires des circonstances incertaines que nous offrent à tour de rôle la Commission et la Cour de justice, qui changent de casquette comme bon leur semble, à la fois juge, législateur et exécutif.
Voici quinze ans déjà au moins que le Parlement demande à la Commission de légiférer. Qu'avons-nous obtenu? La Commission nous propose une alternative entre une simple communication pour renforcer la sécurité juridique de ces services et une multitude de directives sectorielles.
En ce qui me concerne, je souhaite une directive-cadre. Un cadre juridique qui donne un statut positif, et non simplement dérogatoire, aux services d'intérêt général. Un statut que les règles du marché de la concurrence seront alors tenues de respecter. Les domaines essentiels comme l'éducation, la santé, l'eau, ne doivent pas être libéralisés et il faut faire droit aux situations mixtes où social, économie et écologie s'imbriquent.
Les services d'intérêt général confortent le lien d'appartenance des citoyens à l'Europe. Ils sont un élément essentiel de la solidarité et participent à la réalisation des droits sociaux. Je ne veux pas d'une Europe où le modèle européen ne repose que sur la concurrence fiscale et sociale entre les territoires. Avec cette directive-cadre, je souhaite porter l'Europe au-delà du seul marché, vers une société où tous les services publics seraient garantis comme facteur essentiel de la cohésion sociale et territoriale.
Ian Hudghton (Verts/ALE). – Mr President, before I was elected to this Parliament I was the leader of a Scottish local authority which was, if I may say so, a very successful one in terms of both value for money and meeting local aspirations for public service provision in the County of Angus.
It was then, and remains today, the predominant interest of local government to protect its right to local self-government. It is therefore vital that in any new EU initiative we put an end to uncertainty. Let us not be satisfied with woolly wording in relation to vital public service. Let us not interfere in any way with the principle of local self-government. Let us distinguish clearly between private enterprise, which is subject to EU competition law, and public service: services of a local nature provided for the public good, which have little or no cross-border effect and should be provided free of EU competition rules.
The setting of standards in general interest services should also be subject to local decision. Some local authorities are sceptical of the need for new EU legislation. I say that if we are to have a framework directive, let us have one that gives cast-iron guarantees of the rights of local authorities to define, organise and finance public services in the way they see fit.
I recognise that significant economic benefits to business will arise from removing barriers to commercial service provision, but let us not further alienate public opinion by interfering with or undermining the provision of essential local public services.
Roberto Musacchio (GUE/NGL). – Signor Presidente, onorevoli colleghi, se c'è qualcosa che connota l'esistenza di un modello sociale europeo sono proprio i servizi, i quali vanno garantiti in quanto elementi di cittadinanza. Siamo chiamati a dire se e come devono esserci servizi di valore generale dovuti a tutti i cittadini.
Dopo la direttiva Bolkestein, è emersa una certa confusione tra servizi commerciali e servizi generali, pertanto dobbiamo ora chiarire cosa appartiene alla sfera del mercato e cosa invece spetta ai diritti. Per questo, in una serie di emendamenti, abbiamo recepito proposte avanzate dalla CES, secondo cui tutti i servizi generali, anche quelli economici, cioè quelli per i quali i cittadini pagano direttamente o indirettamente - sono poi la quasi totalità - devono rientrare nella sfera della potestà pubblica, dei poteri pubblici, e avere carattere di universalità, accessibilità, esigibilità, qualità. In altre parole dovranno essere servizi e non merce, cioè essere Europa e non Nord America.
Chiediamo a tutti di riconoscersi in questi emendamenti, i quali accolgono le piattaforme sindacali, anche per chiarire cosa si intenda per un'eventuale direttiva quadro, ovvero capire cosa l'Europa pensa del proprio modello sociale e cosa propone ai propri Stati membri, per quanto riguarda i servizi generali, economici e non economici.
Patrick Louis (IND/DEM). – Monsieur le Président Barroso, Monsieur le Président, mes chers collègues, ce rapport invoque, à juste titre, le principe de la subsidiarité comme base juridique des questions relatives aux services d'intérêt général. Sa définition est floue. D'un principe de suppléance, nous sommes passés à un principe de délégation. De ce fait, la définition des services d'intérêt général ne peut s'établir qu'aux dépens des singularités et des nécessités nationales.
Une fois encore, nous devons déplorer que l'avertissement sans frais que vous ont adressé les peuples français et néerlandais soit traité avec autant de mépris. Je rappellerai que les services d'intérêt général ne concernent l'Union européenne que sous l'angle, très contestable, de la concurrence. On porte ici gravement atteinte à la liberté des États de définir les missions qu'ils entendent confier au service public, conformément aux vœux de leurs peuples.
Non, il n'appartient pas à des pays qui n'ont pas, historiquement, de culture des services publics d'empêcher ceux qui en ont une de disposer de tels services lorsqu'ils l'ont estimé justifié. Si vous respectiez le principe de subsidiarité dans son vrai sens, vous admettriez que les services publics, essentiels à la vie de nos sociétés, doivent être définis, organisés et gérés au plus près des citoyens dans le cadre national.
Nous pensons que seule une puissance publique forte est capable d'assurer un avenir, qui ne se conçoive pas à l'aune de la seule rentabilité trimestrielle des actions, mais sur des décennies en matière d'éducation, de santé, de transport, d'énergie, d'écologie.
(Le Président invite l'orateur à conclure)
La seule règle dont nous ayons besoin, c'est celle de la souveraineté, ce qui signifie que chaque État devrait être libre de décider de ses services publics et que les obligations de service public priment sur le droit communautaire de concurrence.
Malcolm Harbour (PPE-DE). – Mr President, I would like to get this debate back, as my colleague Mr Karas said, to the people who really matter in all of this: our citizens receiving public services. We know that in many cases those public services are not good enough, not efficient enough and are delivered at much too high a cost.
Mr Barroso, whom we are delighted to see here this morning, made an important point in his principles for the promotion of good-quality public-service delivery. He mentioned the crucial factor of how technology is now enabling those services to be transformed and new models of organisation and delivery to be sustained. Those are the things we should be talking about. We should be thinking about the diversity that is engaging the best minds, the best technology, the best people and the best managers involved in delivering those services.
However, the debate we have had, principally from that side of the House, has mainly been concerned with organisational models and protectionism. With the Services Directive in place, thanks to our efforts, more of those minds can be unleashed on delivery of services. We have work to do on public procurement from recent hearings in our committee. We have work to do on competition law. If those are included within Mr Barroso’s idea of consolidation, that is fine. However, we do not want a directive of the kind set out here, which is a naked political directive. They gave the game away in their interventions. Mrs Schroedter said that it would protect against liberalisation. That is what it is all about, Mr Barroso! Have nothing to do with it. Tell us today that you will take it off your agenda. I have asked in my committee, but with no reply, what problems for our citizens this directive is intended to solve. When those on the Left give us a comprehensive analysis of those problems, we might consider it, but we have far more important things to do today than to talk about their political declaration.
(Applause)
Ieke van den Burg (PSE). – Mr President, as the coordinator of the PSE Members of the Committee on Economic and Monetary Affairs I asked to be the last speaker on the PSE Group side, precisely in order to remove some of the prejudices and misunderstandings about this debate. So I hope I can eliminate some of those misunderstandings.
Firstly, I want to thank Mr Barroso for his speech and to say that we in the PSE Group fully understand his four principles and his view that it is necessary to create more legal certainty for the service providers, whether they are public or private or something in between, for the Member States and the decentralised public authorities, and for the citizens. As Mr Harbour rightly said, that is the crucial element.
I think Mr Barroso has correctly interpreted the report that Mr Rapkay prepared on behalf of the Committee on Economic and Monetary Affairs and that we voted for by a large majority in the committee. We have not expressed a preference for any particular form of legal instrument, but have made it clear that legislative initiatives are needed and that we should have a full political process of decision-making on this, in which Parliament and the Council can participate fully. Codecision is the right way to deal with these political issues. That is the message of the report. The report does not say that there should be a horizontal instrument or sector-specific instruments only; it leaves the options open and says that both methods can be used in parallel.
It will be clear from the debates that preferences differ, but also that there are a lot of prejudices about the options and preferences we promote. In my political group, I chaired a group of legal experts who drafted a text. Unfortunately I have the impression that many did not read this text, because if Mr Harbour had read it he would see that it is not a political statement but a clear attempt to reconcile the rules of the market, of competition, the subsidiarity that we want to guarantee for local authorities, the quality aspects and the importance of public service and services of general interest and economic interest for the citizens of Europe. This is not ideological; it is a concrete attempt to reconcile these. The draft is open for debate and we hope you will participate in discussing it. But it is up to the Commission to come up with real proposals and then we can set to work on the legislative methods and formulations.
For the vote on this report, again I state that we have agreed to disagree on the issue of which instruments would be preferable. There are amendments now from both sides, from the ALDE Group and from the Verts/ALE Group, to try again to force a decision on the preference. I do not think that is wise. I agree fully with Mrs Thyssen that it is wiser to stick to the agreement that we had and to leave this issue open. It is the Commission that has to decide and if one of those amendments is adopted the only result will be that whole report would fall. That would be a pity because, as everyone has said, Mr Rapkay and the Committee on Economic and Monetary Affairs have produced a good report.
Jiří Maštálka (GUE/NGL). – Já bych chtěl poděkovat kolegovi Rapkayovi za předloženou zprávu. Musím říci, že poté, co jsem se podrobně seznámil s materiály, které se týkají této problematiky, a sledoval i dlouhodobou debatu k tomuto tématu, musím říci, že se na jedné straně ztotožňuji s myšlenkou vytvoření rámcové směrnice o službách ve veřejném ekonomickém zájmu. Souhlasím totiž s vytvořením takové směrnice, která by zajišťovala služby ve veřejném zájmu jako jeden z hlavních pilířů evropského sociálního modelu. Zajišťovala by právní jistotu, právní základ založený na obecných principech, jako je rovný přístup, vysoce kvalitní služby, přiměřené ceny, všestrannost a bezpečnost. Zajisté je nezbytné určit rovnováhu mezi působením trhu a veřejných institucí zodpovědných za veřejné služby. Na druhou stranu ve spojení s předkládanou zprávou vyvstávají nové otázky. Budeme opravdu schopni zajistit, aby tato rámcová směrnice měla obsah, který by odpovídal výše zmíněným principům? Opravdu by rámcová směrnice ochraňovala služby ve veřejném ekonomické zájmu?
Karsten Friedrich Hoppenstedt (PPE-DE). – Herr Präsident, Herr Kommissionspräsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Zunächst mein Dank an den Berichterstatter für die gute Zusammenarbeit im Wirtschaftsausschuss. Ich hoffe, dass diese gute Zusammenarbeit auch bis zum morgigen Tag anhält. Ich habe auch dafür zu danken, dass die Bedeutung dieses Berichts als Weichenstellung für die Zukunft der kommunalen Daseinsvorsorge oder, anders gesagt, für die Zukunft der Dienstleistungen von allgemeinem Interesse dargestellt wird. Die Länge der Debatte macht dies auch klar.
Wer viele Jahre im kommunalen und regionalen Politikfeld tätig war, weiß, dass die Politik für die Bürger vor der eigenen Haustür beginnt und das kommunale Selbstverwaltungsrecht und damit die Zuständigkeit der lokalen Behörden trotz vielfältiger europäischer Strukturen auch unter dem Aspekt der Subsidiarität unangetastet bleiben muss. Daraus ergibt sich, dass Kommunen einen wichtigen Beitrag zur Definition und zur Organisation der Dienstleistungen von allgemeinem Interesse leisten müssen. Dazu gehört essenziell, alle guten Wege einzuschlagen, um diese Dienste möglichst kostengünstig für den Bürger anzubieten. Das bedeutet natürlich auch, dass öffentliche und private Anbieter gemeinsam als Partner einbezogen werden müssen.
Wir sollten weiterhin alle Beteiligten aufrufen, einen Weg zu beschreiten, bei dem das begrenzte Markthandeln im kommunalen Umfeld nicht zwingend der Prozedur aller europäischen Regeln unterworfen wird, um die Kommunen nicht von diesem für Bürger positiven Weg der öffentlich-privaten Partnerschaften abzubringen. Was wir brauchen, ist Rechtssicherheit, die die Kreativität der Kommunen bei der Erfüllung ihrer Dienste fördert, sie nicht bürokratisch überfrachtet und langfristige Planung erlaubt. Kreativität und ein auf Rechtssicherheit basierendes, garantiertes kommunales Selbstverwaltungsrecht können entscheidende Impulse für den kommunalen Beitrag zum europäischen Wirtschaftswachstum liefern.
Corien Wortmann-Kool (PPE-DE). – Voorzitter, in de tekst van de resolutie is een goede balans gevonden tussen de vrijheid die lidstaten ook in de toekomst moeten behouden als het gaat om de organisatie en definiëring van hun publieke taak enerzijds en het naleven van de interne marktregels anderzijds. De focus van Europa -en ook daar is de tekst van de resolutie duidelijk over - moet gericht zijn op legal clarification en een sectorale benadering daar waar er problemen zijn en onduidelijkheid bestaat.
We vragen om rechtszekerheid, maar rechtszekerheid betekent niet het beperken van mededinging en protectionisme. We vragen om rechtszekerheid ook om lokale en regionale overheden te helpen, maar we moeten er ons goed van bewust zijn dat diezelfde lokale overheden hun eigen keuzeruimte willen behouden en geen extra opgelegde regels willen.
We moeten vooral ruimte bieden aan de diversiteit en die diversiteit niet bevriezen in een horizontaal regelgevend kader. De dynamiek moet overeind blijven voor een slagvaardig Europa. Voorzitter Barroso, ik waardeer het zeer dat u persoonlijk bij dit debat aanwezig is. Wij vragen aan u duidelijkheid, maar u mag ook duidelijkheid van ons verwachten. Dus de EVP zal stemmen tegen het amendement van de socialisten waarin wordt gevraagd om een kaderwet.
Collega van den Burg sprak over de vooroordelen en het misbegrijpen van de intenties van de socialistische fractie. Maar uw fractievoorzitter, de heer Schulz, voedt zelfs die vooroordelen want hij zegt dat we sociale normen moeten waarborgen op Europees niveau, dat we op Europees niveau ook die kwaliteitsnormen en de kwaliteit van de dienstverlening moeten waarborgen. Dat gaat mij te ver en daarom: geen kaderwet en geen horizontaal regelgevend kader.
Małgorzata Handzlik (PPE-DE). – Panie Przewodniczący! Chciałabym pogratulować posłowi sprawozdawcy dobrego sprawozdania, jednocześnie podziękować mu za daleko idącą wolę negocjacji i dyskusji. Dzięki takiej postawie posła sprawozdawcy sprawozdanie to stanowi zrównoważony kompromis pomiędzy różnymi opcjami politycznymi. Sprawozdanie to jest bardzo ważnym krokiem do określenia miejsca usług użyteczności publicznej w porządku prawnym.
Jasno należy podkreślić, iż w prawodawstwie unijnym dyrektywa ramowa dotycząca usług użyteczności publicznej jest niepotrzebna. Tematyka dotycząca tego rodzaju usług powinna być traktowana w sposób sektorowy, a nie ogólny. Należy zostawić państwom członkowskim możliwość definiowania tego, co ze względu na ich charakterystykę regionalną należy do usług użyteczności publicznej, a co nie. Prawo to nie może być jednak używane przez państwa członkowskie do działań niezgodnych z Traktatem, szczególnie, jeśli chodzi o zasady wolnej konkurencji, pomocy państwowej czy zamówień publicznych.
Tak więc z jednej strony państwa członkowskie powinny mieć prawo do definiowania usług użyteczności publicznej na ich terytorium, z drugiej jednak strony nie powinny go nadużywać, co bardzo często ma miejsce. Usługi użyteczności publicznej są bowiem często używane jako argument ochrony interesu publicznego przeciwko zasadom rynku wewnętrznego. Żadna jednak dyrektywa ramowa nie będzie tutaj, w moim odczuciu, dobrym rozwiązaniem ani dla europejskiej ekonomii, ani dla konsumentów - obywateli Unii, a do problemu powinniśmy podejść w sposób sektorowy.
Zita Pleštinská (PPE-DE). – Globalizácia nás konfrontuje s väčšou otvorenosťou trhov, väčšou konkurenciou a rýchlejšími inováciami a vyžaduje lepšiu flexibilitu a adaptabilitu. Z tohto dôvodu sa musia aj verejnoprospešné služby, ako jedna zo zložiek sociálneho modelu, neustále prispôsobovať novým podmienkam globalizácie, demokratickým zmenám a pokroku vo vede.
Európsky parlament v prvom čítaní schválil smernicu o službách, ktorej pôsobnosť vymedzil. Služby všeobecného hospodárskeho záujmu boli zahrnuté do pôsobnosti smernice o službách. Na služby vo verejnom záujme, zdravotné služby či dopravné služby sa podľa schváleného návrhu pôsobnosť smernice nevzťahuje. Verejnoprospešné služby sú v 25 štátoch Európskej únie dané historicky a zakladajú sa na značne odlišných regionálnych tradíciách. Z tohto dôvodu by som chcela zdôrazniť, že je potrebné bezpodmienečne dodržať princíp subsidiarity. Podľa tohto princípu každý členský štát samostatne rozhodne, aké služby budú zabezpečovať verejné inštitúcie a ktoré sektory budú liberalizované.
Na Slovensku sa občanmi zvolené a kontrolované miestne a regionálne orgány osvedčili pri poskytovaní služieb všeobecného záujmu a sú schopné naďalej zaručovať práva týkajúce sa spoločného rozhodovania, ochranu spotrebiteľa a verejné blaho. Kompetentné verejné orgány musia mať k dispozícii vhodné nástroje, aby mohli presadzovať uplatňovanie hospodárskej súťaže a aby zabezpečili ochranu spotrebiteľa. Veľký význam má posilnenie kontrolných možností členských štátov, aby sa zabezpečila účinná realizácia cieľov verejnej politiky, ako sú prístupné ceny a kvalitné normy.
Na základe týchto skutočností som presvedčená, že nie je potrebné udeliť Európskej únii ďalšie právomoci v oblasti verejnoprospešných služieb. Zastávam jednoznačné stanovisko, že neexistuje právny základ pre rámcovú smernicu o službách vo verejnom záujme. Na záver mi dovoľte poďakovať pánovi spravodajcovi Rappkayovi za jeho prácu.
Andreas Schwab (PPE-DE). – Herr Präsident, Herr Kommissionspräsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Zunächst einmal möchte ich den Kolleginnen und Kollegen, die an der Erarbeitung dieses Themas maßgeblich mitgewirkt haben, herzlich danken. Das ist zum einen der Kollege Szájer aus dem Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, der Kollege Rapkay als Hauptberichterstatter des Parlaments und unser Schattenberichterstatter Hökmark.
Herr Kommissionspräsident, was Sie heute Morgen hier gesagt haben, empfand ich als eine sehr adäquate Antwort auf das Anliegen, das die PSE-Fraktion mit ihrem Entwurf für eine Rahmenrichtlinie ins Parlament eingebracht hat. Wir sind zwar der Auffassung und bleiben dies auch, dass wir diese Rahmenrichtlinie nicht brauchen, aber in dieser Rahmenrichtlinie sind drei Bereiche angesprochen, in denen es einen Widerspruch gibt zwischen den Interessen der unteren, der kommunalen Ebene auf der einen Seite und den Interessen eines effektiven europäischen Binnenmarktes auf der anderen Seite. Da muss man bei aller Geradlinigkeit, die im Europäischen Parlament für den Binnenmarkt verlangt werden kann, doch darauf hinweisen, dass bestimmte Belange, sei es im Bereich des Vergaberechts, sei es im Bereich des Wettbewerbs- oder Beihilferechts für die Kommunen nicht unbedingt per se schlecht sind. Man muss vielmehr die Notwendigkeit sehen, in diesen Bereichen mehr Rechtssicherheit zu schaffen. Ob dies in der Form einer Mitteilung, die Sie in Aussicht gestellt haben, ausreichend gelöst werden kann, muss abgewartet werden. In jedem Fall aber glaube ich, dass eine Mitteilung die adäquatere Herangehensweise an das Problem ist als das, was eine Rahmenrichtlinie gebracht hätte.
Denn – Kollege Radwan hat es bereits angesprochen – das Dilemma zwischen Markt und Subsidiarität müssen wir viel stärker aus der Sicht des Bürgers betrachten. Auch das europäische Sozialmodell – ich frage mich immer, wie man sich ständig auf das europäische Sozialmodell berufen kann, ohne irgendetwas Konkretes dazu zu sagen – möchte einen Bürger, einen Verbraucher, der überall in Europa eine möglichst günstige Leistung angeboten bekommt. Da hat Kollege Hudghton durchaus Recht, wenn er die schottischen Kommunen lobt, die zu sehr günstigen, marktgerechten Preisen ihre Leistungen anbieten konnten. Wenn sie das auch in Zukunft tun sollen, muss man ihnen dafür entsprechende Rechtssicherheit geben. Doch das bedeutet eben nicht, dass der Markt an dieser Stelle ausgehebelt werden darf.
Alexander Stubb (PPE-DE). – Mr President, I should like to make three points.
Firstly, I think services should be open to competition. That is why we are here and why we have European integration. It is clear that Member States cannot sustain their welfare systems without the help of the private sector. This whole debate is about having specific public services of general interest. It has happened in a country near my own, Finland, formerly the Soviet Union. It is absurd to think that services of general interest can be provided only by the public sector. I should therefore like to promote public-private partnerships. We should draw some lessons from the debate we had on the Services Directive.
My second point, then, is: no framework directive! There is no basis for it. I do not want the Commission to come up with anything, not even a consolidating document. It falls within the competence of the Member States. It adds no value whatsoever. Face the facts: the Commission’s study makes it clear that there are huge differences between what we consider to be a service of general interest in Finland, for instance, and what is considered to be a service of general interest in France. This debate is a smokescreen for monopolies and for protectionism. That to me is completely anti-European.
Finally, I wish to second what my Polish colleague Mrs Handzlik said. What is the right solution? It is clear that we must have a sector-specific approach. We have to go sector by sector, focus on cooperation and have clear priorities: healthcare, postal services, water and gas services and so on, but without a directive. Let us stay clear of it.
Roselyne Bachelot-Narquin (PPE-DE). – Monsieur le Président, mes chers collègues, vous avez, Monsieur le Président de la Commission, utilement rappelé les quatre principes fondateurs qui doivent guider notre réflexion sur les services d'intérêt général. Paradoxalement, on pourrait penser que vous avez rouvert le débat sur la nécessité d'une directive-cadre sur les services d'intérêt économique général, ou le choix d'initiatives sectorielles sur les services sociaux ou les services de santé.
Le vote de la directive sur les services avait fait bouger les lignes en faveur de la deuxième solution puisque la vraie frontière ne se situe pas entre les services d'intérêt général économiques et non économiques mais bien, au sein des SIEG, entre les services sociaux et sanitaires et les autres. Cette évolution avait été renforcée par le travail fin et juridiquement minutieux du rapporteur Rapkay et de notre collègue Gunnar Hökmark, qui ont jeté un pont juridique entre la directive sur les services et les instruments sectoriels.
En effet, une directive-cadre sur les SIEG soulève trois difficultés. D'abord, le traité européen n'offre pas de base juridique, comme cela a été rappelé à de nombreuses reprises. Ensuite, cette directive serait incompatible avec le champ d'application de la directive sur les services, tel qu'il a été voté en première lecture le 29 mai. Enfin, elle ne répond en rien au besoin de sécurité juridique exprimé par les acteurs, tout en menaçant la subsidiarité réclamée par les États et les collectivités territoriales.
Quel que soit l'instrument choisi, en tout état de cause, et les choix idéologiques qui guideront notre option, l'essentiel est ailleurs. Il convient de poursuivre le travail de clarification juridique dans le domaine des services sociaux et des services de santé d'intérêt général. Tel est, Monsieur le Président de la Commission, le problème qui se pose concrètement aux acteurs de terrain.
Eoin Ryan (UEN). – Mr President, this is an extremely interesting debate. As you know, the Commission published a White Paper on the issue, recommending that a framework directive be put in place to cover services of general interest. However, I do not agree with that approach; I believe that we should support regulations governing specific economic sectors. I would certainly agree with the idea in principle, but I believe that an overarching directive would cause enormous confusion in the debate, especially in the debate in Member States. It could lead to hysteria if people do not understand exactly what it means. That is why I believe we have to be far more specific and look at the directive sector by sector, at the existing providers of services. What we are trying to do here is improve services for the citizens of Europe so they will understand exactly what has been proposed; so that consumers will not be frightened that a directive which comes from Europe could privatise or undermine existing services within their country. It is very important to approach this with clarity so people can understand exactly what has been proposed by both the Commission and Parliament.
The EU has competence over matters such as telecommunications, transport and energy, but it does not have competence under the EU Treaties to legislate in a broad capacity on matters governing the operation of social services, health and education within the different Member States. The debate boils down to the powers of the EU institutions versus the competence of Member States. We must be very careful with regard to that issue.
It surprises me that some Members are against that, whereas they are very much in favour of tax harmonisation between Member States. To my mind that seems to contradict what they are saying in this debate. I do not believe in tax harmonisation. I believe that Member States should control their own tax systems. That would encourage competition within the Union.
Jean-Claude Martinez (NI). – Monsieur le Président, Monsieur le Président Barroso, mes chers collègues, l'école, la santé, la poste, l'eau, les transports, c'est le cœur de la vie en société. C'est cela que le service rendu au public, dans l'intérêt du public, demande forcément pour être géré: un service de régime juridique public.
C'est en Europe que des pays comme la France ont inventé cette façon solidaire de gérer les parties communes de la copropriété sociale. Or, c'est juste au moment où cette technique intelligente du service à portée générale, à portée universelle pourrait inspirer les solutions audacieuses à trouver aux problèmes planétaires de l'eau, du médicament de base, de l'instruction, et de tous les biens des parties communes de la copropriété planétaire, c'est juste à ce moment que la Commission européenne réduit, sinon détruit, cet outil de pilotage des sociétés humaines.
La raison de ce gâchis consistant à détruire ce qui marchait depuis un siècle, c'est la croyance que le marché est grand, que la connaissance est son prophète et qu'on doit privatiser tous les services, comme le veut l'OMC, y compris, ici, les services des auxiliaires de session, c'est-à-dire ce squat social que nous avons fabriqué au Parlement européen, où 300 hommes travaillent sans papiers sociaux.
Monsieur Barroso, au-delà des problèmes techniques développés par nos collègues, comme par exemple Harlem Désir tout à l'heure, le problème est un problème culturel, est un problème de choix. Ou nous gérons les sociétés humaines à partir de la loi du marché, de la jungle, ou nous les gérons à partir de la loi de la raison.
Monsieur Barroso, est-ce que vous voulez continuer à sauter de liane en liane, du FMI à l'OMC, en poussant le cri de "marché, marché", ou est-ce que vous voulez vous asseoir dans la clairière et traiter raisonnablement des problèmes de raison?
José Manuel Barroso, président de la Commission. J'aimerais d'abord vous dire, Monsieur le Président, Mesdames, Messieurs les députés, que j'ai beaucoup apprécié ce débat. Je l'ai trouvé vraiment très intéressant et je crois qu'il sera fort utile. Nous n'avons pas perdu notre temps et j'ai pu ainsi me forger une idée bien plus concrète de vos sentiments, mais aussi des difficultés que cela représente de faire progresser ce dossier.
En vérité, le débat a confirmé les ambigüités qui subsistent, que certains d'entre vous ont évoquées. Le rapport Rapkay est évidemment un rapport sage, intelligent. Il cherche à établir un équilibre. Mais il est vrai aussi qu'il ne répond pas complètement à certaines questions. Et cela doit vous faire mieux comprendre les difficultés que la Commission a rencontrées pendant des années pour circonscrire le sujet et fournir des définitions plus précises. C'est que la matière est complexe. Reconnaissons-le. Même considérée dans un espace-temps fixe, la question est ardue, parce qu'il s'agit de concilier des principes qui apparaissent parfois comme contradictoires. Ainsi en est-il des principes du marché intérieur et de la concurrence, principes essentiels à notre Communauté, qui sont inscrits dans les traités et que la Commission doit absolument respecter, soyons clair, tout comme les principes de l'intervention de l'État et de l'intérêt général.
Mais si la question est déjà difficile en soi, elle s'avère plus complexe encore quand on la place dans un espace et un temps qui évoluent. Le temps – c'est là une réalité que certains d'entre vous ont soulignée – est en constante mutation: transformations structurelles dans nos marchés, pressions accrues de la concurrence internationale et changements technologiques très importants. Mais en termes d'espace aussi la variété est grande selon nos États membres: le niveau d'intervention peut en effet présenter des différences notables à l'échelle nationale, régionale voire locale. La question est donc extrêmement complexe et justifie qu'il soit si difficile voire impossible de fournir une réponse uniforme au nom du principe évoqué "one size fixes all".
Cela veut-il dire qu'on ne peut rien faire sur le plan européen? Je ne suis pas d'accord. Au contraire, mais comment devons-nous nous y prendre? Voyons d'abord ce qu'il ne faut pas faire. Je crois qu'il y a deux approches extrêmes qu'on doit absolument écarter. La première, celle qui consiste à dire:" l'Europe, ça n'a rien à voir avec les services d'intérêt général. Ce n'est pas votre affaire". C'est faux. C'est aussi notre affaire, parce que les services d'intérêt général sont au cœur de notre modèle de société et que nous voulons les préserver. L'Europe a donc son mot à dire dans l'affaire.
L'autre approche radicale consiste à dire: "Réglementez donc, parce que cela nous permettra de nous opposer – et cela a été dit avec une grande franchise – de nous dresser contre ce que disent les traités", parce qu'on pense que la vision des traités tend plutôt à la libéralisation et que le temps est venu de la mettre en cause en édictant une règlementation contre les règles du marché intérieur, contre les règles de la concurrence. Cela, nous ne pouvons l'accepter. Le marché intérieur, c'est notre force. C'est une des grandes réussites de notre construction européenne.
Mais, si nous écartons ces deux positions extrêmes, à savoir la position ultra-minimaliste en termes européens et la position ultra-interventionniste anti-marché, que pouvons-nous faire? Il me semble, après avoir suivi ce débat, que les principes que j'ai posés au début et que reprend d'ailleurs le rapport Rapkay nous donnent la solution. Je vous fais donc la suggestion suivante Mesdames, Messieurs les députés: au lieu de nous concentrer sur un débat théologique, sur l'utilité ou l'inutilité d'une directive-cadre, qui – la discussion l'a montré – ne recueille pas à l'évidence de consensus, pourquoi ne pas nous concentrer sur la substance, comme semble le vouloir la majorité au Parlement. Sur quoi l'accord porte-t-il? Sur la subsidiarité, que nous acceptons tous. Je crois qu'il faut respecter le niveau national et le niveau local en cette matière. Il faut assurer la compatibilité entre le marché intérieur et l'intérêt public et cela, dans tous les cas où l'on constate une contradiction apparente.
Par ailleurs – et c'est peut-être à mon avis le point le plus important -, il y a la substance même des services publics. Nous voulons tous qu'ils soient de qualité élevée, qu'ils présentent un bon rapport qualité-prix et qu'ils soient accessibles à tous. On peut donc accepter le principe de la modernisation des services publics, mais sans oublier ces facteurs essentiels. Enfin, il faut citer la nécessité d'une sécurité juridique accrue.
Si nous sommes d'accord sur ces quatre points, et après avoir rencontré les différents groupes, après avoir entendu l'intervention de M. Rapkay, celle de Mme Thyssen et celle de beaucoup d'autres, je pense pouvoir dire qu'il y a quand même là un fond commun de consensus, des perspectives de compromis, il me semble qu'il est possible de faire progresser ce dossier tout en gardant les principes qui sont les nôtres, du marché intérieur, du respect des règles de concurrence, de la défense de l'intérêt général, qui définissent notre modèle européen. La communication que nous allons présenter ira dans cette direction et je crois que le débat et ma présence ici aujourd'hui nous aideront à préciser notre pensée. Nous proposerons quelque chose qui témoignera que nous avons progressé dans notre réflexion et, je l'espère, dans nos décisions, dans une matière aussi importante, au cœur même des préoccupations de l'Europe et de nos concitoyens.
(Applaudissements)
Robert Goebbels (PSE). – Monsieur le Président, je crois que nous sommes tous plus ou moins d'accord avec ce que le président Barroso vient de dire. Il nous annonce une communication. Nous l'attendons avec impatience. Mais est-ce que le président peut nous dire s'il va demander à ses services de proposer également des textes législatifs pour qu'enfin, le Parlement puisse en débattre en tant que colégislateur?
José Manuel Barroso, président de la Commission. Monsieur le Président, ce que je peux dire à ce stade, après avoir écouté les opinions des uns et des autres, c'est ceci.
Nous allons présenter, comme je l'ai dit, d'ici à la fin de l'année, une communication qui constituera une avancée par rapport aux réflexions précédentes.
En ce qui concerne les textes législatifs, à mon avis, le débat a fait apparaître de façon évidente que nous sommes loin d'un consensus sur une directive-cadre. Cela dit, pour différents secteurs, bien entendu, il y aura des initiatives législatives. Cela dit encore, je pense que nous devons réfléchir, et moi-même je vais réfléchir avec mes services – la Commission n'est en effet pas simplement un ensemble de services, le Collège et le Président ont aussi des idées –, à ce qui peut être fait sur un plan plus général. Je ne peux, à ce stade, préjuger de notre proposition mais – et là j'anticipe sans engager la Commission, parce que c'est une question que je dois moi-même présenter au Collège – il me semble, d'après le débat, qu'il serait possible d'adopter une approche qui pourrait réunir les principes que nous avons évoqués ici, en tenant compte de la nécessité, que beaucoup d'entre vous ont exprimée, de ne pas diviser aujourd'hui l'Assemblée et l'Europe sur la question de l'opportunité de la réglementation, notamment en mettant en cause le principe de subsidiarité.
Je crois que c'est possible et je voudrais terminer par une remarque à caractère politique. Je m'adresse à vous en tant qu'Européens convaincus que vous êtes. Il est essentiel, si nous voulons faire avancer ce dossier, d'éviter ici une polarisation comme celle que nous avons connue sur la directive relative aux services. Il me semble que, de la même façon que le Parlement, avec les institutions, a réussi à trouver un équilibre politique positif sur cette directive, nous avons besoin du même type d'approche pour cette question. Si nous entrons dans une division tranchée entre deux positions extrêmes – oui ou non à une réglementation globale sur la question – il me semble que nous allons vers une confrontation qui ne sera pas dans l'intérêt global de l'Europe, telle que nous la convenons.
Donc, concentrons-nous sur la substance. Il y a du reste, dans le rapport Rapkay, assez de matière faisant l'objet d'un accord. Ensuite, nous trouverons une solution sur les instruments de décision.