Claire Gibault (ALDE), Berichterstatterin. – (FR) Herr Präsident, meine Damen und Herren! Ich möchte Ihnen sagen, dass mir die Erarbeitung dieses Berichts sehr viel Freude bereitet hat, und dass ich all meinen Kolleginnen und Kollegen sowie allen Schattenberichterstattern sehr dankbar bin. Dieser Bericht wurde im Ausschuss für Kultur und Bildung am 7. Mai einstimmig angenommen.
Ich schlage Ihnen heute zwei weitere Änderungen vor, die ich mit namhaften Kollegen, ehemaligen Kulturministern, ausgearbeitet habe. Ich möchte betonen, dass die darin enthaltenen Maßnahmen den Mitgliedstaaten in ihrer endgültigen Fassung erst dann vorgeschlagen werden, wenn uns die Ergebnisse einer Studie vorliegen, die ich in meinem Bericht beantrage und die der Kommission übertragen werden soll. Im Lichte der uns im Anschluss vorgelegten Ergebnisse werden wir die Möglichkeit haben, die Vor- und Nachteile dieser Maßnahmen gemeinsam zu analysieren und die beste Entscheidung zu treffen.
Ich möchte Ihnen sagen, dass ich sehr schockiert war, als gestern ein Lobbyist, den ich für anmaßend halte, aufgewacht ist – obwohl ihm mein Bericht schon seit zwei Monaten vorliegt – und sich erlaubt hat, meine Kollegen anzurufen und sie aufzufordern, gegen diese beiden Änderungsanträge zu stimmen. Ich finde diese Haltung untragbar, und ich hoffe, dass sich all jene, die mich bei diesem Bericht unterstützt haben, nicht beeindrucken lassen. Für mich geht es um unsere Ehre als Abgeordnete, und ich hoffe, dass Sie mir als Künstlerin Vertrauen schenken und die beiden Änderungsanträge, die den europäischen Künstlern Hoffnung geben, unterstützen.
(Beifall)
Christopher Heaton-Harris (PPE-DE). – (EN) Herr Präsident! Als jemand, der zwar nicht von einem Lobbyisten angerufen wurde, sich aber freut, gegen diese Änderungsanträge zu stimmen, frage ich mich nur, warum wir überhaupt einen Juristischen Dienst haben. Die beiden Änderungsanträge, die mein Kollege vorschlägt, gehen weit über das hinaus, was dieses Hohe Haus tun kann: Sie überschreiten in der Tat seine Befugnisse.
Ich bin davon überzeugt, dass es im Rahmen der Corbett-Reformen, über die wir während der letzten Wahlperiode abgestimmt haben, eine Art Folgenabschätzung geben sollte, und dass der gesunde Menschenverstand für alle Änderungsanträge galt, die wir in diesem Hohen Hause durchzubringen versuchen, was hier offensichtlich nicht der Fall war. Meines Erachtens wird in diesem Bericht eine europäische Sozialversicherungskarte gefordert, die in dieser Phase wirklich nicht durch dieses Parlament gehen dürfte.