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Plenardebatten
Mittwoch, 24. Oktober 2007 - Straßburg Ausgabe im ABl.

Stand der Beziehungen EU-Afrika (Aussprache)
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  Marie-Arlette Carlotti (PSE).(FR) Frau Präsidentin! Das heutige Afrika hat zwei Gesichter: auf der einen Seite das extremer Armut und menschlicher Tragödien wie im Fall von Darfur und Somalia und auf der anderen Seite das allzu oft ignorierte Gesicht eines Kontinents, der trotz allem neue Wege beschreitet, demokratischer wird, auch wenn zu langsam, und der Schritt für Schritt auf den Wachstumspfad zurückkehrt.

Die neue EU-Afrika-Strategie muss daher diesen Dualismus berücksichtigen und diesen noch unsicheren Prozess durch eine echte politische Partnerschaft unterstützen, die auf drei Pfeilern ruht: erstens auf Einheit, da ganz Afrika – mit der Stimme der Afrikanischen Union – unser Hauptansprechpartner sein muss, zweitens auf Gleichheit, mit einem Zeitplan, der gemeinsam entworfen und nicht vom Norden aufgezwungen wird, und drittens auf Bescheidenheit, weil Europa nicht mehr der einzige Partner Afrikas ist. Die EU muss diesen Prozess auch unterstützen, indem sie die Millenniums-Entwicklungsziele als Fahrplan nutzt, ihre Versprechen hält, die von der EU und den Mitgliedstaaten eingegangenen finanziellen Verpflichtungen erfüllt und, schließlich, die Rolle der afrikanischen Parlamente anerkennt. Der Bericht Martens ist die Botschaft, die wir heute an die Kommission und den Rat richten, und wir werden im Dezember in Lissabon sein, um zu sehen, ob sie wirklich Gehör gefunden hat.

 
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