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Verfahren : 2007/0145(COD)
Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadium in Bezug auf das Dokument : A6-0294/2008

Eingereichte Texte :

A6-0294/2008

Aussprachen :

PV 20/10/2008 - 16
CRE 20/10/2008 - 16

Abstimmungen :

PV 21/10/2008 - 8.21
Erklärungen zur Abstimmung
Erklärungen zur Abstimmung

Angenommene Texte :

P6_TA(2008)0497

Plenardebatten
Montag, 20. Oktober 2008 - Straßburg Ausgabe im ABl.

16. Programm Erasmus Mundus (2009-2013) (Aussprache)
Video der Beiträge
PV
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  Der Präsident. − Als nächster Punkt folgt der Bericht (A6-0294/2008) von Marielle De Sarnez im Namen des Ausschusses für Kultur und Bildung über den Vorschlag für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über ein Aktionsprogramm zur Verbesserung der Qualität der Hochschulbildung und zur Förderung des interkulturellen Verständnisses durch die Zusammenarbeit mit Drittstaaten (Erasmus Mundus) (2009-2013). [KOM(2007)0395 – C6-0228/2007 – 2007/0145(COD)]

 
  
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  Marielle De Sarnez, Berichterstatterin. − (FR) Herr Präsident! Heute Abend führen wir eine Aussprache über das Programm Erasmus Mundus 2009-2013, bezüglich dessen wir endlich zu einer Einigung mit dem Rat gekommen sind. Es wird daher möglich sein, dass dieses Programm im Januar 2009 in Kraft tritt und dass Studierende demnach mit Beginn des akademischen Jahres im September davon profitieren. An dieser Stelle möchte ich mich sowohl bei all meinen Kolleginnen und Kollegen, die Verfasser der Stellungnahmen im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter, im Haushaltsausschuss, im Entwicklungsausschuss und im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten waren, als auch bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Ausschuss für Kultur und Bildung bedanken. Ich möchte natürlich der Europäischen Kommission danken. Ich möchte auch dem Präsidenten des Erasmus Mundus-Verbands und den Exekutivagenturen danken, die uns mit ihrem Expertenwissen und vor allem ihrer Erfahrung haben helfen können.

Fünf Jahre nach der Annahme von Erasmus Mundus, fast auf den Tag genau, freue ich mich, Ihnen dieses Programm der zweiten Generation zu präsentieren, dessen Ziel die Exzellenzförderung in der europäischen Hochschulbildung bleibt und das den begabtesten Studierenden aus Nicht-EU-Ländern und aus Europa ermöglicht, an mindestens drei Universitäten an gemeinsamen Programmen auf hohem Niveau teilzunehmen und von einer hohen Qualität der Aufnahme sowie beträchtlichen Stipendien zu profitieren.

Die Zahlen des vorherigen Programms sprechen für sich: Zwischen 2004 und 2008 wurden 103 Master-Studiengänge ausgewählt und genehmigt, über 6 000 Studierende haben Erasmus-Mundus-Stipendien erhalten, mehr als eintausend Lehrer aus Ländern außerhalb der EU sind an europäische Universitäten gekommen, und über 400 Hochschuleinrichtungen innerhalb und außerhalb Europas waren involviert.

Das neue Programm umfasst drei Aktionen. Die erste öffnet das Programm für Promotionen und wird es auch europäischen Studierenden ermöglichen, Stipendien zu erhalten, wenn auch auf einem anderen Niveau. Die zweite widmet sich ausschließlich Partnerschaften mit Hochschuleinrichtungen in Nicht-EU-Ländern, und die dritte deckt die auf internationaler Ebene durchzuführende Informationskampagne ab. Das Budget beläuft sich auf 950 Millionen Euro. Zum Vergleich: Das erste Programm hatte ein Budget von nur 230 Millionen Euro.

Es sind vom Parlament einige äußerst bedeutende Verbesserungen an dem Programm vorgenommen worden, und ich möchte Sie gern auf diese hinweisen, um Ihnen in gewissem Sinne Anerkennung zu zollen. Die erste Verbesserung ist, dass die Studierenden jetzt nach akademischen Exzellenzkriterien ausgewählt werden, und dies gilt auch im Kontext der Partnerschaften. Zweitens werden die Kriterien der geografischen Verteilung eingehalten, um eine möglichst ausgewogene Vertretung zu erzielen. Drittens werden der Grundsatz der Gleichstellung von Frauen und Männern und der Grundsatz der Nichtdiskriminierung befolgt. Viertens müssen administrative Hindernisse und Verfahren, vor allem in Zusammenhang mit Visa, beseitigt werden. Die Mitgliedstaaten werden die notwendigen Schritte unternehmen müssen, um die Ausstellung von Visa für Studierende aus Nicht-EU-Ländern, die in mehreren Mitgliedstaaten mobil sind, zu erleichtern. Wir messen diesem Punkt besondere Wichtigkeit bei, obwohl es etwas schwierig war, ihn bei unseren Verhandlungen mit dem Rat zu klären.

Zudem wird das Erlernen von Fremdsprachen an den Gastuniversitäten gefördert. Promotionsprogramme werden Einrichtungen aus mindestens drei unterschiedlichen europäischen Ländern umfassen. Hierdurch werden eine größere Vielfalt an Forschungsthemen und Dissertationen sowie unterschiedlichere Mobilitätsangebote ermöglicht. Die Stipendien werden besser zugeschnitten sein und den Studiengebühren sowie den veranschlagten Ausgaben für das Studium der Studierenden Rechnung tragen. Es wurde eng mit der dänischen ständigen Vertretung und einem Experten für Studiengebühren des dänischen Bildungsministeriums zusammengearbeitet, und dies hat es uns ermöglicht, einen Kompromiss zu finden, der für alle akzeptabel ist. Öffentlich-private Partnerschaften mit den Universitäten werden gefördert, und besondere Aufmerksamkeit wird dem Thema der Abwanderung von Spitzenkräften geschenkt. Im Rahmen von Aktion 2 werden die Finanzmittel zweckgebunden sein und in Einklang mit den Zielen der Entwicklung und den Instrumenten für Außenbeziehungen verwendet. Die an den Universitäten verfügbaren Informationen werden klarer sein. Schließlich wird der Bewertungsbericht, der in zwei Jahren abzuschließen ist, detaillierter sein und in Aktionen und geografische Bereiche gegliedert werden.

Meine Damen und Herren, um zum Schluss zu kommen: Erasmus Mundus ist ein tolles Programm und zeigt in diesen schweren Zeiten ein positives Bild von Europa. Ich hoffe daher, dass das Parlament es annimmt und somit die Wünsche vieler Studierender, Akademiker und Forscher in Europa und in der gesamten Welt erfüllt.

 
  
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  Ján Figeľ, Mitglied der Kommission. Herr Präsident! Ich freue mich hier zu sein und möchte erneut meine Dankbarkeit für die sehr starke politische Unterstützung der Bildungsagenda, namentlich des zweiten Programms Erasmus Mundus, zum Ausdruck bringen. Ich denke, dass eine Einigung in erster Lesung wirklich eine gute Bestätigung für diese Unterstützung ist.

Ich möchte vor allem der Berichterstatterin, Frau Marielle De Sarnez, aber auch dem Ausschuss für Kultur und Bildung und den anderen Ausschüssen, speziell dem Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und dem Entwicklungsausschuss als Partner in einer verstärkten Zusammenarbeit, danken.

Wie die Berichterstatterin gesagt hat, ist dies ein Programm von Weltklasse. Es fördert das interkulturelle Verständnis, aber auch zwischenmenschliche Kontakte, und seit der Einführung des Programms haben wir mehr als einhundert europäische gemeinsame Masterprogramme. Es sind mehr als 7 000 Stipendien an Studierende und Akademiker vergeben worden. Und ich denke, dass wir mit dem höheren Budget, wie erwähnt wurde – besonderen Dank nochmals an das Parlament und an den Rat –, in der Lage sein werden, der zunehmenden Nachfrage und Begeisterung für dieses Programm gerecht zu werden. Im zweiten Teil des Programms werden die bestehenden Maßnahmen fortgesetzt, aber auch Innovationen aufgenommen. Es gibt neue Elemente, denn mit ihm wird der Umfang des Programms auf Doktoratsebene ausgedehnt. Mit ihm können Hochschulen in Drittländern an gemeinsamen Programmen teilnehmen, und das Programm ermöglicht vollständige Studienstipendien für europäische Studenten, um an gemeinsamen Master- und Promotionskursen teilzunehmen.

Wie bereits besagt, werden die „Fenster für externe Zusammenarbeit für Erasmus Mundus“ oder die Fenster für die Zusammenarbeit in einem Haus bzw. unter einem Dach vereint. Unter diesen Maßnahmen finanzierte Partnerschaften werden fortgesetzt werden: Sie werden den Transfer von Know-how und den Austausch von Studenten und Unterrichtenden auf allen Ebenen der höheren Bildung ermöglichen. Natürlich werden dabei weiterhin die Bedürfnisse und Prioritäten der betroffenen Länder berücksichtigt, um so einen Beitrag zu deren Entwicklung zu leisten.

Um zum Schluss zu kommen: Ich freue mich wirklich, dass das Parlament und der Rat in der Lage waren, die Programmstruktur so zu unterstützen, wie sie von uns vorgeschlagen wurde. Außerdem begrüße ich die wertvollen Beiträge zu Themen wie Visa oder benachteiligte Gruppen oder Mindestanforderungen an die neuen Promotionsstudiengänge.

Lassen Sie mich damit enden, dass ich dem Parlament zur geleisteten Arbeit gratuliere, denn sie war nicht einfach. Wir als Kommission teilen im Gesamtumfang die erreichte Vereinbarung, die sich in den von Frau De Sarnez, Frau Pack, Frau Novak, Frau Prets und Frau Trüpel eingereichten Kompromissänderungsanträgen widerspiegelt. Sobald das formelle Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist, werden wir um Vorschläge bitten, um die reibungslose Fortsetzung der bestehenden Kurse und Auswahl der neuen Programme sicherzustellen.

 
  
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  Samuli Pohjamo, Verfasser der Stellungnahme des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten. (FI) Herr Präsident! Als Berichterstatter für die Stellungnahme des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten möchte ich mich auf die außenpolitische Dimension des Programms konzentrieren. Dafür werden Mittel des Europäischen Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstruments sowie des Instruments für Heranführungshilfe verwendet.

Die vom Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten eingereichten Änderungsanträge stellten einen Versuch dar, sicherzustellen, dass die Ziele des Programms diese politischen Prioritäten widerspiegeln. Der Ausschuss erinnerte auch alle an das Recht des Parlaments, die Umsetzung der gemeinsamen Unterstützung zu überprüfen und forderte Verbesserungen bei der Visapolitik. Viele der Änderungsanträge des Ausschusses wurden angenommen – dafür möchte ich der Berichterstatterin Frau De Sarnez und dem Ausschuss für Kultur und Bildung danken. Ich möchte aber auch die Bedeutung der interinstitutionellen Vereinbarung über ein solides Finanzmanagement und die Entscheidung 1999/468/EG hervorheben, und dabei ganz besonders Artikel 8, nach dem die Kommission verpflichtet ist, das Europäische Parlament zu konsultieren.

Zuletzt möchte ich noch einmal alle an die Werte der EU und ihre außenpolitischen Ziele bei der Umsetzung des Programms und die Notwendigkeit von verbesserten Informationen über das Programm in Drittländern erinnern.

 
  
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  Alessandro Battilocchio, Verfasser der Stellungnahme des Entwicklungsausschusses. – (IT) Herr Präsident, meine Damen und Herren! An erster Stelle möchte ich der Berichterstatterin Frau De Sarnez danken, die trotz der Umstände, unter denen die Kommission und vor allem der Rat sich nicht immer für Apelle von diesem Parlament offen gezeigt haben, einen ausgezeichneten zusammenfassenden Bericht erstellt hat.

Der Entwicklungsausschuss hat meinen Bericht einstimmig angenommen. Einige unserer Anmerkungen wurden angenommen; bei anderen Punkten sind wir noch nicht völlig zufrieden. Dem Sinn für Verantwortung folgend haben wir aber beschlossen, einen Schritt zurückzugehen, da wir der Ansicht sind, dass es das Wichtigste ist, das ganze Paket in erster Lesung anzunehmen, um sicherzustellen, dass das Programm am 1. Januar kommenden Jahres beginnen kann.

Es ist ausgezeichnet, dass die Mittel für Studenten vervierfacht wurden, aber ich möchte auch hervorheben, dass ein beachtlicher Betrag davon aus Mitteln stammt, die für die Entwicklung vorgesehen waren: aus dem Finanzierungsinstrument für die Entwicklungszusammenarbeit (DCI) und dem Abkommen von Cotonou. Deshalb werden wir darauf achten, dass der allgemeine gesetzliche Rahmen genauestens, insbesondere bezüglich des DCI, eingehalten wird. Vorerst möchte ich den vielen jungen Menschen in Europa und der ganzen Welt, die im Geist der Freundschaft und des kulturellen Austauschs sowie des gemeinsamen Wunsches zu lernen und zu wachsen an dieser außerordentlichen Bildungserfahrung teilnehmen werden, viel Glück wünschen.

 
  
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  Teresa Riera Madurell, Verfasserin der Stellungnahme des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter. – (ES) Herr Präsident, Herr Kommissar! Im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter sind wir der Ansicht, dass der Erfolg der ersten Stufe des Programms im Sinne der Beteiligung von Frauen weniger ermutigend war: Studentinnen stellten 44 % der Teilnehmer dar, aber das war in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich, und Akademikerinnen hatten nur einen Anteil von 22 %, was unserer Ansicht nach inakzeptabel ist.

In dieser zweiten Stufe verfolgen wir deshalb zwei Ziele: Erstens, erneut das gleiche Recht auf Bildung zu verteidigen, um gerechte und demokratische Gesellschaften zu gewährleisten, und zweitens, den Anteil der Frauen zu erhöhen, um zu verhindern, dass in den Wissenschaften und der Kultur Talente ungenutzt bleiben. Das kann über geschlechtssensible Auswahlkriterien, eine geschlechtlich ausgewogene Vertretung in den Programmausschüssen und auf den Geschlechtern beruhenden Daten in den Beurteilungsberichten erfolgen.

Wir wissen, dass die Lage der Frauen in vielen Ländern eine größere Gleichberechtigung der Geschlechter behindert, aber wir haben den Eindruck, dass zusätzliche Bemühungen seitens der Kommission in diesem Sinne erforderlich sind.

Ich gratuliere der Berichterstatterin.

 
  
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  Ljudmila Novak, im Namen der PPE-DE-Fraktion. (SL) Sehr viele Ausschüsse waren an den Gesprächen über das Programm Erasmus Mundus beteiligt, so dass es für die Berichterstatterin keine einfache Aufgabe war, eine Kompromisslösung zu finden. In der Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) und Europäischer Demokraten sind wir entschieden für die möglichst schnelle Annahme des Programms in erster Lesung, damit wir mit der Umsetzung im neuen Jahr beginnen können.

Die globale Entwicklung macht den Austausch von unterschiedlichen Erfahrungen und wissenschaftlichen Leistungen sowie die Ermutigung der jungen Forscher, eine aktive Rolle zu übernehmen, erforderlich. Dieses Programm fördert die Exzellenz und die gleichberechtigte Vertretung der Geschlechter, und ermöglicht es auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen, sich im gleichen Maße zu beteiligen.

Auch wenn wir junge Forscher aus Drittländern anziehen wollen, dürfen wir damit nicht die Abwanderung hochqualifizierter Kräfte aus Ländern fördern, die bereits unter dem Mangel an qualifiziertem Personal für ihre eigenen Bedürfnisse im Kampf gegen die Armut leiden. Es geschieht nur allzu oft, dass wir mit der einen Hand geben und mit der anderen sogar noch mehr zurücknehmen, als wir mit der einen gegeben haben.

Bei diesem Programm ist die Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) und Europäischer Demokraten, ebenso wie in anderen Fällen, entschieden für den Abbau von Verwaltungshürden und eine Verbesserung des Systems zur Visumserteilung, damit die besten Studenten und Forschungsmitarbeiter in der Lage sind, sich ihren Studien und Forschungen in ihrem jeweiligen Feld zu widmen und sich nicht um die Verwaltungshürden kümmern müssen, die ihnen die Aufnahme ihrer Studien unmöglich machen.

 
  
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  Lissy Gröner, im Namen der PSE-Fraktion. – (DE) Herr Präsident, Herr Kommissar, liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Europäische Parlament gibt mit der Zustimmung zum Programm Erasmus Mundus das richtige Zeichen in Zeiten der Krise. Enger zusammenrücken durch Bildung und die EU weltweit als Exzellenzzentrum des Lernens ausbauen, das sind alte Forderungen der Sozialdemokratie.

Das Budget von 950 Millionen Euro für den Zeitraum scheint allerdings bescheiden. Stellt man dies den Hunderten von Milliarden gegenüber, die jetzt für das Versagen der Bankmanager eingesetzt werden, dann ist das eher bescheiden.

Der Exzellenzansatz, von dem die erste Stufe des Programms getragen war, soll fortgesetzt werden. Darüber hinaus zielt das neue Programm darauf ab, die interkulturelle Verständigung und die Zusammenarbeit mit Drittländern zu fördern und ihre Entwicklung im Bereich der Hochschulbildung voranzutreiben. Die wichtigsten neuen Gesichtspunkte, verglichen mit der ersten Initiative, sind die Miteinbeziehung der gemeinsamen Promotionsstudiengänge, erhöhte Stipendien und intensivere strukturelle Kooperation mit Hochschulen in Drittländern.

In allen drei Bereichen gibt es Fortschritt. Master- und Promotionsstudiengänge zielen auf die Förderung der Exzellenz der europäischen Hochschulbildung in der Welt. Hier gibt es auch Fortschritt. Der höhere Aufwand für Studentinnen und Studenten aus Drittländern wird berücksichtigt, und dank des Verhandlungsgeschicks unserer Berichterstatterin sind wesentliche Kriterien, die wir als Parlament in Erasmus Mundus III einbringen wollten, verbessert worden.

Unsere Ziele fanden Zustimmung im Rat: geographische Ausgewogenheit, Geschlechterbalance, Visahürden abbauen. Das ist uns beim Programm Jugend gelungen, das muss uns auch hier bei Erasmus gelingen.

 
  
  

VORSITZ: ADAM BIELAN
Vizepräsident

 
  
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  Hannu Takkula, im Namen der ALDE-Fraktion. (FI) Herr Präsident, Herr Kommissar Figel! Ich möchte damit beginnen, dass ich unserer ausgezeichneten Berichterstatterin Frau De Sarnez für dieses Programm Erasmus Mundus danke. Es ist wirklich wahr, wie der Kommissar hier hervorgehoben hat, dass es sich dabei um ein wichtiges Programm handelt: es ist beispielhaft. Es ist eine dieser Erfolgsgeschichten, die wir in der Europäischen Union schaffen, sehen und verwirklichen konnten, und ich glaube, dass das Programm in diesem neuen Format erweitert und zu einem noch größeren Erfolg werden wird.

Wir bieten nun auch Studenten aus Drittländern die Gelegenheit, sich an dem Programm zu beteiligen, es zu nutzen, um ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zu erweitern, um anschließend in ihre eigenen Länder zurückzukehren und auch dort Wohlstand aufzubauen. Es ist wichtig, dass die Entwicklungszusammenarbeit und die sozialen Aspekte zu wesentlichen Bestandteilen werden, denn der europäische Ansatz muss so sein, dass wir auch bereit sind, etwas von uns den anderen Kontinenten zu geben und damit nicht nur Europa, sondern die ganze gemeinsame Welt aufzubauen.

Junge Forscher, junge Studenten und Unterrichtende werden sich in der Vorhut befinden, wenn wir Europa nach den Zielen der Strategie von Lissabon aufbauen. Innovation, Forschung, Mehrwertschöpfung – das ist es, was wir brauchen, wenn wir sicherstellen wollen, dass das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahrzehnten nachhaltig ist.

Dieses Programm berücksichtigt ganz besonders die Gleichstellungsfrage. Es ist wichtig, dass wir den Erhalt der Gleichstellung sicherstellen, und es ist im gleichen Maße wichtig, sicherzustellen, dass behinderte Menschen umfassend an diesen Programmen teilhaben können. Eine Sorge, die in vielen Reden angesprochen wurde, sind die bisherigen Probleme im Zusammenhang mit der Bürokratie und der Visumspolitik. Hoffentlich sind wir auch in der Lage, diese zumindest auf unserer Seite auszuräumen und damit sicherzustellen, dass dieses Programm sehr schnell zu Ergebnissen führt. So werden wir Erfolgsgeschichten zu sehen bekommen, die dadurch entstanden sind.

Vielen Dank, Herr Präsident und Frau De Sarnez. Dies ist eine exzellente Arbeit, und es lohnt sich, von hier aus weiter zu machen.

 
  
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  Mikel Irujo Amezaga, im Namen der Verts/ALE-Fraktion.(ES) Herr Kommissar, Frau De Sarnez! Ich glaube Ihre Bereitschaft, bei den Änderungsanträgen einen Konsens zu erreichen, hat praktisch einstimmigen Dank und Anerkennung im Ausschuss erfahren, und das Gleiche ist auch hier der Fall.

Wie Sie in Ihrer Rede sagten, ist eines der zahlreichen Ziele dieses Programms die Vermittlung eines positiven Images. Unserer Meinung nach ist das positive Resultat dieses Berichts die erfolgreiche Suche nach Ausgewogenheit zwischen dem, was im ursprünglichen Vorschlag als Exzellenz bezeichnet wurde, und dem, was Entwicklungszusammenarbeit wirklich bedeutet. Die Notwendigkeit zu verhindern, dass diese Exzellenz zu einem „Braindrain“ führt, spiegelt sich meiner Meinung nach eindeutig in den Änderungsanträgen wider. Es ist uns gelungen, hierbei einen allgemeinen Konsens herzustellen, was wir als ein eindeutig positives Ergebnis dieses Berichts werten. Ein weiterer positiver Aspekt ist im gesamten Text die Forderung nach einer stärkeren Kontrolle bei der Gewährung von Stipendien, was ursprünglich auch ein Änderungsantrag unserer Fraktion war, der angenommen wurde. Deshalb wiederhole ich meinen Dank an Frau De Sarnez und beglückwünsche auch den Ausschuss zu diesem Bericht.

 
  
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  Koenraad Dillen (NI). - (NL) Herr Präsident! Ich werde morgen entschieden gegen diesen Bericht stimmen, weil das Programm Erasmus Mundus in seiner gegenwärtigen Form für mich vollkommen inakzeptabel ist. Es ist inakzeptabel, weil das Ausmaß, in dem Studenten von außerhalb der EU übertrieben Vorrang vor europäischen Studenten gewährt wird, zu groß ist.

Die Zahlen sprechen letztendlich für sich. Seit Beginn des Programms im Jahr 2004 nahmen ungefähr 4 150 Studenten von außerhalb der Union teil. Das Stipendium für ein Jahr beträgt 21 000 Euro, für zwei Jahre 42 000 Euro. Das bedeutet, dass sich die Gesamtkosten für teilnehmende Studenten von außerhalb der Union auf nicht weniger als 161 850 000 Euro belaufen.

Die ungefähr 200 EU-Studenten, die am Programm teilgenommen haben, erhielten durchschnittlich ein Stipendium von nur 3 100 Euro, um außerhalb Europas zu studieren. Das stellt Gesamtkosten in Höhe von nur 620 000 Euro dar.

Nun, eine Diskriminierung dieser Art ist für mich inakzeptabel, und deshalb ist eine Verlängerung dieses Programms falsch.

 
  
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  Manolis Mavrommatis (PPE-DE). - (EL) Herr Präsident, Herr Kommissar! Ich möchte damit beginnen, der Berichterstatterin für ihre ausgezeichnete Arbeit und erfolgreiche Koordinierung der Arbeit der anderen Ausschüsse beglückwünschen. 4 424 Stipendien wurden Studenten aus Drittländern gewährt, und 323 Hochschulen haben in der Zeit von 2004 bis 2008 an diesem Programm teilgenommen. Das vermittelt uns eine Vorstellung des Ausmaßes.

Das neue Programm Erasmus Mundus muss an die steigende Nachfrage nach Mobilität angepasst werden, bei gleichzeitigem Erhalt der Standards. Ich halte es für extrem wichtig, dass europäischen Hochschulabsolventen und Doktoranden Stipendien gewährt werden, um die Mobilität in Europa und in Drittländern zu steigern, denn ihre Bewegungsfreiheit war in der Vergangenheit eingeschränkt.

Ich stimme mit der Berichterstatterin auch darin überein, dass bei der Festsetzung des Stipendiums das Niveau der Studiengebühren, die allgemeinen Ausbildungskosten und die Kosten für den Aufenthalt des Studierenden im Zielland zu berücksichtigen sind. Zuletzt sollte die Kommission die Möglichkeit betrachten, Ländern wie Griechenland, Österreich, der Slowakei und den neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union allgemein, die in den Erasmus Mundus-Verbänden unterrepräsentiert sind, besondere Anreize zu bieten. Das würde zu einer harmonischeren Politik zur Stärkung der Bildungsmobilität in der Europäischen Union führen.

 
  
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  Christa Prets (PSE).(DE) Herr Präsident, Herr Kommissar! Es ist sehr schön und erfreulich, dass wir nach fünf Jahren – der Laufzeit des Programms – jetzt schon eine Verbesserung haben und damit sowohl eine inhaltliche als auch eine finanzielle Steigerung erreichen können.

Normalerweise ist das Parlament nicht so begeistert, in der ersten Lesung schon einem Bericht stattzugeben. Aber ich glaube, er ist so gut abgefasst und wir können so sehr zu dem Inhalt stehen, dass es wichtiger ist, hier in der ersten Lesung abzuschließen, als das Projekt zu blockieren. Keiner der Studierenden würde verstehen, dass wir noch eine zweite Lesung brauchen. Ich halte es für ganz wichtig, dass interkulturelle Verständigung und Zusammenarbeit mit Drittländern gefördert wird und nicht, wie es hier von einigen Kolleginnen im Haus gerade festgestellt wurde, dass wir penibel Zahlen aufzählen, was uns das eine oder andere bringt. Austausch hat immer eine Bereicherung gebracht, und wir haben immer davon profitieren können. Es ist für beide Seiten eine Win-Win-Situation. Dies anders zu betrachten, ist engstirnig und ein bisschen kleinkariert.

Wichtig ist auch, dass wir dieses Programm besser promoten, dass wir in den Ländern, die zu wenig beteiligt sind, noch mehr Werbung machen, dass wir verschiedene Dinge vereinfachen. Es ist ganz wichtig und wesentlich, dass wir uns in der Visafrage einigen können, auch dass z. B. Einschreibgebühren in allen Ländern gleich sind. Man braucht mehr Vergleichsmöglichkeiten und mehr Vereinfachung, um das Projekt noch mehr nach vorne zu bringen. Die geografische Präsenz aller Länder sollte natürlich so gut wie möglich gegeben sein, dann hat das Projekt noch mehr Erfolg.

Wir können auf diese fünf Jahre schon sehr stolz sein, und wir werden sicher damit auch in Zukunft noch weiter vorangehen. Das passt zum Thema Austausch und Jahr des interkulturellen Dialogs, der sich nicht auf verschiedene Diskussionen beschränken darf, sondern auch in die Praxis umgesetzt werden muss.

 
  
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  Ramona Nicole Mănescu (ALDE). - Herr Präsident! Ich möchte Frau De Sarnez zu diesem sehr umfassenden Bericht und seinen großzügigen Zielen gratulieren. Es ist sehr wichtig, dass dieses Programm hoch qualifizierten Studenten und Akademikern hilft, innerhalb der Europäischen Union Qualifikationen und Erfahrungen zu sammeln, um in der Lage zu sein, den Ansprüchen des Arbeitsmarkts gerecht zu werden, und sie innerhalb des spezifischen Rahmens der Partnerschaft zu ermutigen, ihre Erfahrungen oder Qualifikationen nach ihrer Rückkehr in ihr Herkunftsland mit anderen zu teilen.

Ich möchte hervorheben, dass Erasmus Mundus eine strukturiertere internationale Zusammenarbeit der weiterführenden Ausbildungsstätten untereinander gewährleisten wird – dank der verstärkten Mobilität zwischen der Europäischen Union und Drittländern –, wodurch sowohl der Zugang als auch die Sichtbarkeit der höheren Bildung Europas in der Welt verbessert wird. Ich unterstreiche die Tatsache, dass dieses Programm in Einklang mit den Zielen der akademischen Exzellenz und mit einer ausgewogenen geografischen Vertretung umgesetzt werden sollte, um zu verhindern, dass bestimmte europäische Länder unterrepräsentiert sind und gleichzeitig unterbunden wird, dass asiatische Studenten zum Nachteil von zum Beispiel der Mittelmeer- oder AKP-Länder überrepräsentiert sind.

 
  
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  Rodi Kratsa-Tsagaropoulou (PPE-DE). - (EL) Herr Präsident, Herr Kommissar! Ich möchte damit beginnen, Sie zu Ihrer Gewissenhaftigkeit und dem neuen, von Ihnen vorgestellten Programm zu beglückwünschen. Ich möchte auch der Berichterstatterin, Frau De Sarnez, und meinen Kollegen, die daran mitgewirkt haben, um einen besseren Vorschlag und eine gute Übereinkunft zu erreichen, gratulieren. Erlauben Sie mir, die Bedeutung dieses Programms für die Mobilität in Europa hervorzuheben, indem es den Europäern ermöglicht wird, selbst die Welt kennenzulernen und einen Beitrag zur Rolle Europas bei der Entwicklung und dem Dialog der Kulturen in der modernen Welt untereinander zu leisten.

Ich möchte dieses Haus auch daran erinnern, dass dieses Programm als Ergänzung – und hierbei müssen wir alle Chancen ohne Überschneidungen nutzen – für zwei wichtige neue Instrumente fungieren kann, die uns zur Verfügung stehen: die Euro-Mittelmeer-Universität und das Europäische Innovations- und Technologieinstitut.

Ebenso unterstreichen möchte ich, dass wir die qualitative Bewertung und Analyse als auch die Zahlen, die manchmal positiv und manchmal negativ sind, berücksichtigen müssen. Wir müssen uns die Länder ansehen, die sich nicht beteiligen, und warum sie sich nicht beteiligen, denn die Methoden zur Anwendung, für die Annäherung und die Bewertung von Erasmus sind tatsächlich von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich.

Es ist deshalb schade, dass diese Chancen infolge von Verzerrungen oder der falschen Annäherungsweise der Bildungseinrichtungen oder wegen bürokratischer Probleme in den einzelnen Ländern ungenutzt bleiben.

 
  
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  Silvia-Adriana Ţicău (PSE). - (RO) Im Jahr 2004 studierten 2,5 Millionen Studenten in anderen Ländern, aber 70 % davon studierten tatsächlich nur in sechs Ländern. Im Jahr 2007 wurden 1,84 % des BIP der Europäischen Union für Forschung und Innovation ausgegeben. Ich möchte noch ein paar weitere Zahlen nennen: 81 % der für Forschung und Entwicklung vorgesehenen Mittel wurden in der Industrie eingesetzt, aber nur 42 % der Industrieunternehmen sind an Innovationstätigkeiten beteiligt. Das bedeutet, dass wir, wenn wir eine wettbewerbsfähige Wirtschaft haben wollen, Forscher und Menschen mit Master- und Doktortiteln brauchen.

Wir müssen das Erasmus-Programm fortsetzen. Wir müssen das Programm erweitern, damit es auch Doktoranden einschließt. Wir müssen den europäischen Teilnehmern am Programm mehr Mittel zur Verfügung stellen. Ich möchte hervorheben, wie wichtig es ist, in dem neuen Programm Erasmus Mundus Fremdsprachen zu erlernen. Zuletzt möchte ich noch sagen, dass mehr Mittel auch für den Bereich von Erasmus, der sich um Jungunternehmer kümmert, aufzuwenden sind.

 
  
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  Zita Pleštinská (PPE-DE). – (SK) Herr Kommissar! Der Fall des Eisernen Vorhangs hat enorme Chancen für die jungen Menschen im Europa der 27 Staaten mit sich gebracht, insbesondere im Bereich der Bildung. Austauschbesuche und Doktorandenkurse an renommierten europäischen Hochschulen bauen Kommunikationsbarrieren ab, und deshalb habe ich mit Interesse den detaillierten Ausführungen der Berichterstatterin und von Herrn Kommissar Figeľ zugehört.

Ich denke an meine Studentenjahre zurück, als mir als slowakischer Student die Möglichkeit geboten wurde, an der Fakultät für Architektur der Universität in Budapest zu studieren. Ich blickte mit Neid auf meine Kommilitonen, die nach Paris gehen konnten, um Arbeitserfahrung zu sammeln. Ich konnte kein französisches Visum bekommen. Gott sei Dank haben unsere Kinder diese Probleme nicht mehr.

Deshalb möchte ich meine Stimme zu jenen Kollegen gesellen, die von der Notwendigkeit gesprochen haben, die Visumsbestimmungen für Studenten aus Drittländern zu vereinfachen – für Studenten aus der Ukraine, Belarus, Georgien und Moldawien, die lernen möchten, wie das Leben ihrer Pendants in der EU ist. Das wäre ein eindeutiges Signal an die Länder, die wir näher an die EU heranbringen möchten.

 
  
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  Marusya Ivanova Lyubcheva (PSE) - (BG) Herr Präsident, Herr Kommissar! Für uns ist es besonders wichtig, die Reichweite des Programms Erasmus Mundus zu vergrößern, indem wir versuchen, es zu einem effektiven Werkzeug zu machen, um den Standard der höheren Bildung in den Mitgliedstaaten und in den Ländern des geografischen Umfelds zu verbessern. Wenn es besonders wichtig für den Arbeitsmarkt ist, die Mobilität der Arbeitskräfte zu erreichen, dann muss ein einheitlicher Raum für Bildung und Wirtschaft Mobilität bieten, um Qualifikationen zu erwerben.

Ich möchte den Kommissar und der Berichterstatterin zu ihren Bemühungen beglückwünschen, Ergebnisse bei der Umsetzung des ausgeweiteten Programms zu erreichen. Das Programm ist einer der Gründe und stellt eine Gelegenheit dar, Bildungsprogramme ähnlichen Inhalts zu schaffen, die nicht nur den Prozess erleichtern, sondern einen Beitrag darstellen, um künftig Akademiker und Doktoranden auszubilden. Es wird den Anforderungen an eine Bildung gerecht werden, die den wirtschaftlichen Prioritäten der EU entsprechen. Die Integration in der Bildung wird ein Garant für die allgemeine Entwicklung sein. Das Programm ist absolut zeitgemäß aufgrund des jüngsten Rückgangs des Interesses an Promotionsprogrammen in vielen Ländern und der veränderten Rahmenbedingungen für den Erwerb und das Angebot von höherer Bildung.

Ich danke Ihnen.

 
  
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  Mihaela Popa (PPE-DE). - (RO) Wenn wir von Erasmus Mundus sprechen, sprechen wir vom Austausch von Denkarten, einem Austausch, den man insbesondere über die Mobilität und den Austausch von Meinungen sowie über die Förderung der Mehrsprachigkeit erreicht, und, wie der Kommissar sagte, über die zwischenmenschlichen Beziehungen.

Erasmus Mundus ist für Studenten, Doktoranden und Dozenten so wichtig, weil wir in einem mobilen Europa leben, in dem jedes Land seine eigene Identität beibehält, aber gleichzeitig Bemühungen unternimmt, um die umgebenden Länder kennenzulernen und zu verstehen. Die Möglichkeit, zeitgerecht, angemessen und professionell Zugang zu Informationen zu erhalten, ist extrem wichtig, wenn es Studenten ermöglicht werden soll, alle ihnen innerhalb der Europäischen Union gebotenen Chancen zu nutzen.

Deshalb habe ich einen Änderungsantrag zu diesem Berichtsentwurf eingereicht, mit der Forderung, einen Mobilitätsplan für Masterprogramme zu erstellen, der ein Informationsportal für Erasmus Mundus enthalten soll. Dieses Programm ist insbesondere wichtig, um öffentlich die Werte zu fördern, auf denen die Europäische Union beruht. Damit meine ich die Achtung der Menschenrechte, die soziale Vielfältigkeit, Toleranz und zuletzt, aber nicht weniger wichtig, den Frieden, den wir auf diesem Planeten so dringend brauchen.

 
  
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  Dumitru Oprea (PPE-DE).(RO) Im Zusammenhang mit der Mobilität unter dem Erasmus-Programm gaben die Rundfunksender in der rumänischen Stadt Iaşi heute Vormittag außergewöhnliche Veranstaltungen bekannt, die für Mittwoch geplant sind. Über 100 junge Menschen aus mehr als 17 Ländern werden im Vorlesungssaal der Universität im Rahmen einer traditionellen Begrüßung mit Brot und Salz von der Universitätsleitung und allen jungen Menschen der Gemeinschaft gefeiert werden. Was kann man sich noch mehr wünschen, als ein solches Engagement von jungen Menschen aus ganz Europa, die sich im Namen des Multikulturalismus und der Mehrsprachigkeit versammeln? Ich glaube, eine Ausdehnung des Programms auf die besten Studenten mit Kenntnissen der meisten Fremdsprachen würde begrüßt werden, und Europa könnte daraus definitiv seinen Nutzen ziehen.

 
  
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  Czesław Adam Siekierski (PPE-DE).(PL) Die Austauschbesuche von jungen Menschen sind eines der Hauptprojekte der Union. Sie stellen die beste Möglichkeit dar, unsere Ressourcen zu nutzen, denn diese Austauschmaßnahmen leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung einer echten weltweiten Einheit und Zusammenarbeit.

Bei dieser Diskussion über die zweite Auflage des Programms Erasmus Mundus, möchte ich das Thema der Zielorte ansprechen. Ich denke dabei an Europäer, die in Entwicklungsländer oder in die Balkanstaaten reisen. Ich bin der Ansicht, dass neben den vorgeschlagenen Anhebungen der Stipendien auch Bemühungen unternommen werden sollten, um die Europäer zu ermutigen, in diese Länder zu reisen. Die Teilnehmer an Austauschmaßnahmen mit diesen weniger beliebten Ländern könnten besser in der Lage sein, die lokalen Traditionen, die lokale Kultur und Politik zu schätzen. Sie würden Verständnis für ferne Länder und Völker aufbauen. Unsere Kenntnisse sind in diesem Bereich tendenziell unvollständig und beruhen oft auf negativen Stereotypen.

Meiner Meinung nach sollten wir den Austausch von Jugendlichen mit Belarus, der Ukraine und Georgien fördern. Der Besuch unserer Einrichtungen für höhere Bildung würde eine ausgezeichnete Chance darstellen, dass sich Studenten aus diesen Ländern nach den westlichen Standards entwickeln. Sie würden in die Lage versetzt, die Prinzipien aufzunehmen, von denen die Funktionsweise unserer Demokratie geleitet wird. Diese könnte dann für sie als Modell dienen.

Die Europäische Union engagiert sich stark dafür, in diesen Ländern eine prowestliche Politik zu unterstützen. Die Studenten von heute könnten die Elite von morgen sein. Sie werden auf das zurückgreifen, was sie während ihres Aufenthalts in unseren höheren Bildungseinrichtungen gelernt haben, wenn sie versuchen, die Bewegung für den Wandel in ihren Heimatländern zu beeinflussen.

 
  
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  Tadeusz Zwiefka (PPE-DE).(PL) Herr Präsident! Europa benötigt dringend ausgezeichnete Handwerker, Wissenschaftler und hoch qualifizierte Fachleute. Deshalb begrüße ich freudig die nächste Stufe des Programms Erasmus Mundus, das auf diese Menschen abzielt. Das Programm kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, wenn wir die gegenwärtige Position in der Weltrangliste, die die höheren Bildungseinrichtungen Europas einnehmen, betrachten. Leider sind sie zurzeit nicht besonders gut gestellt und stehen nicht hoch oben in der Rangliste, ganz im Gegensatz zur Lage vor nur ein paar Jahrzehnten.

Ich würde aber gerne auch ein paar rechtliche Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Programm Erasmus Mundus ansprechen. Nicht in allen Mitgliedstaaten werden Doppelabschlüsse rechtlich anerkannt. Die nationale Gesetzgebung muss deshalb angepasst werden, um es den Menschen zu ermöglichen, die jeweiligen Tätigkeiten auszuüben. Ein weiteres sehr wichtiges Thema, das ich ansprechen möchte, ist, dass ich der Meinung bin, dass wir die Begünstigten dieses Programms prüfen sollten. Studenten aus Drittländern kommen zu uns, obwohl einige ihrer Heimatländer leider noch nicht demokratisch sind. Ich habe erfahren, dass Belarus nicht die besten Leute zu uns schickt, sondern nur jene, die von der Diktatur Lukaschenkos und dem örtlichen KGB unterstützt werden.

 
  
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  Jamila Madeira (PSE).(PT) Herr Präsident, meine Damen und Herren! Ich muss erneut für meine Verspätung um Nachsicht bitten. Wir feiern dieses Jahr das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs. Die Notwendigkeit, alle zu involvieren, und das Verständnis, dass Bildung, Wissen und der Austausch verschiedener Kulturen untereinander von wesentlicher Bedeutung sind, sind bereits vollkommen etablierte Tatsachen. Deshalb wurden zahlreiche Initiativen im Zusammenhang mit diesem Jahr in verschiedenen Aktions- und Interventionsbereichen ausgeführt.

Das Programm Erasmus Mundus muss in diesem Kontext auch eine Rolle spielen und wurde im Rahmen dieser neuen Sichtweise bereits in die neuen gesetzlichen Bestimmungen aufgenommen. Das Programm Erasmus Mundus leistet einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Exzellenzzentren in der EU, die in gewissem Maße die Abwanderung von hoch qualifizierten Kräften aus der Europäischen Union einschränken werden. Es spielt auch eine extrem wichtige Rolle bei der Förderung der europäischen Werte unter den Bürgern und Bürgerinnen der Drittländer, die zum Studium hierherkommen und auf dem alten Kontinent eine unvergleichliche kulturelle und sprachliche Vielfalt antreffen, was wirklich attraktiv ist und uns von den in der restlichen Welt bestehenden Modellen unterscheidet.

Aber auch hinsichtlich des Dialogs und des interkulturellen Verständnisses gibt es einige Probleme. Die Thema der Visa für Erasmus Mundus-Studenten und die häufigen Schwierigkeiten, die bei der Erteilung bzw. Verlängerung dieser Visa auftreten, führen oft dazu, dass Studenten in der Europäischen Union in einer Situation halber Illegalität leben, da sie die gleichen Kurse besuchen, aber mit einem Touristenvisum, das manchmal schon abgelaufen ist.

Meiner Meinung nach ist es äußerst wichtig und dringend, eine Lösung zu finden, die es ermöglicht, die Erteilung der Visa für diese Studenten zu beschleunigen sowie transparent und effizient zu machen. Sprachkenntnisse sind auch von extrem großer Bedeutung, denn sie ermöglichen das kulturelle Verständnis und das Miteinander über die strikt akademische Sphäre hinaus. Also müssen wir diese Voraussetzungen unbedingt gewährleisten. Zum Schluss möchte ich Frau De Sarnez für die Art und Weise danken, in der sie den gesamten Vorgang geleitet hat, sowie für den von ihr erstellten ausgewogenen Bericht.

 
  
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  Ján Figeľ, Mitglied der Kommission. – (SK) Mein Dank gilt vorwiegend der lebendigen Aussprache, die dazu gedient hat, den Konsens für eine stärkere und bessere Mobilität zu unterstreichen, in anderen Worten, für ein Europa, das über die Bildung nicht nur besonders die eigenen Studenten, sondern auch Studenten aus dem Ausland für ein offeneres internationales Umfeld und größere Verantwortung vorbereitet. Ich möchte nur ein paar Bemerkungen zu diesem Thema hinzufügen.

Ich stimme vollkommen darin überein, dass Erasmus Mundus ein sehr wichtiges Instrument darstellt, nicht nur für die Mobilität, sondern auch für den gesamten Prozess, zum Beispiel, um die europäischen Hochschulen attraktiver zu machen und einen europäischen Raum für höhere Bildung zu schaffen, das heißt, den Bologna-Prozess. Und nach ein paar Jahren werden die Ergebnisse durch die Tatsache ersichtlich, dass nicht nur der ganze europäische Kontinent abgedeckt wird, sondern auch außereuropäische Länder in den Prozess involviert werden, und Europa bei der internationalen Mobilität der heutigen Welt eine größere Rolle spielt. So ist es zum Beispiel teilweise Erasmus Mundus zu verdanken, dass wir – auf der Grundlage von offiziellen chinesischen Statistiken – sagen können, dass jetzt mehr chinesische Universitätsstudenten nach Europa gehen als in die Vereinigten Staaten.

75 % der unter den wichtigsten Hochschulen des Shanghai-Rankings aufgeführten Universitäten beteiligen sich am Programm Erasmus Mundus. Dies ist nach nur vier Jahren ein ausgezeichnetes Ergebnis. Was die Qualität der Auswahl angeht, so ist beispielsweise die Tatsache an sich, dass sich für jeden Platz im Programm in den letzten vier Jahren acht Anwärter gemeldet hatten, das heißt ein Verhältnis von 8:1, eine ausgezeichnete Voraussetzung für die Auswahl und bestätigt auch die große Nachfrage sowie die Qualität des Programms. Davon erhält jede siebte Hochschule bzw. jedes siebte Konsortium eine Chance. So wird aus sieben Bietern ein Konsortium ausgewählt. Die Tatsache, dass 15 % erneut erfolgreich waren, bestätigt das Niveau der Exzellenz.

Bezüglich der Frage der Informationen werden wir alle nur möglichen Bemühungen unternehmen, um sicherzustellen, dass sie die Orte erreichen, an denen sie fehlen, um die Bekanntgabe und Beteiligung am Programm ausgewogener zu gestalten. Dies gilt besonders für die neuen Mitgliedstaaten, aber auch für die internationale Arena. Wie Ihnen bekannt ist, sind wir dabei, eine sehr wichtige Website mit dem Namen study-in-Europa.org zu veröffentlichen, die für alle sehr nützlich sein wird, die an spezifischen Informationen interessiert sind. Daneben werden wir spezielle zielgerichtete und fokussierte Informationskampagnen starten.

Deshalb wird das Programm angepasst, um die Mobilität in beide Richtungen, nicht nur in die EU-Mitgliedstaaten hinein, sondern auch aus ihnen heraus, zu ermöglichen, was meiner Meinung nach eine sehr wichtige qualitative Veränderung darstellt, die zu Ergebnissen führen wird. Unser Interesse lag und besteht weiterhin darin, gemeinsame Abschlüsse und Studiengänge zu erstellen, um den Prozess der Reform zu unterstützen und es zu ermöglichen, dass ein Studium in Europa attraktiver wird. Als Schlussfolgerung kann ich heute sagen, dass Erasmus Mundus nach vier Jahren eines der hochrangigsten internationalen Programme mit der höchsten Qualität ist. Deshalb glaube ich, dass es mit der Zeit einen Beitrag für das Ansehen der europäischen Universitäten leisten wird, damit sie nicht länger in der zweiten Liga schmachten, sondern ihren Platz unter den weltweit Besten einnehmen. Das ist das Ziel unserer Zusammenarbeit.

Ich danke Ihnen und wünsche alles Gute bei der Umsetzung des Programms.

 
  
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  Marielle De Sarnez, Berichterstatterin. − (FR) Herr Präsident! Ich möchte den zahlreichen Kollegen danken, die das Wort ergriffen haben. Ich schließe mich allem an, was sie zum Kern der Sache gesagt haben, und freue mich sehr über den extrem breiten Konsens, der uns heute Abend eint.

Vielen Dank an die Europäische Kommission für ihre Unterstützung bei dieser Arbeit. Vielen Dank an den Ausschuss für Kultur und Bildung, seinen Vorsitzenden und das Ausschusssekretariat, die sehr aktiv waren. Vielen Dank an alle Mitglieder des Kulturausschusses. Vielen Dank auch an alle, die im Namen des Entwicklungsausschusses, des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter gesprochen haben.

Ich möchte noch kurz sagen, dass ich mit Ihren Zielen vollkommen übereinstimme. Wir müssen die Beteiligung von Frauen am Programm verbessern, und wir müssen sicherstellen, dass die Mittel im Sinne der Ziele der Entwicklung und der Außenbeziehungen eingesetzt werden. Bei diesem Punkt muss das Parlament wachsam sein und wird es in den kommenden Jahren auch sein.

Wenn wir uns einer Einigung in erster Lesung nähern, die, wie ich glaube, morgen Vormittag zustande kommen wird, ist das darauf zurückzuführen, dass jeder von uns seine Rolle umfassend und positiv übernommen hat. Unsere Kontakte mit der Europäischen Kommission, die Änderungsanträge unserer Kollegen, unsere Aussprachen im Kulturausschuss, die Arbeit der Ausschüsse, die Stellungnahmen erstellt haben – all dies hat letztendlich zu der hohen Qualität dieses Programms geführt. Ich bin Ihnen wirklich sehr dankbar dafür. Ich glaube, wir haben auf dieses Weise eine nützliche Aufgabe vollendet, indem wir gezeigt haben, dass Europa gleichzeitig anspruchsvolle Werte haben und großzügig sein kann.

 
  
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  Der Präsident. – Die Aussprache ist geschlossen.

Die Abstimmung findet am Dienstag statt.

Schriftliche Erklärungen (Artikel 142)

 
  
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  Alessandro Battilocchio (PSE), schriftlich.(IT) Danke, Herr Präsident! Wie ich bereits in meiner vorausgehenden Rede hervorgehoben habe, schließt sich der Entwicklungsausschuss den Zielen des Programms Erasmus Mundus an und unterstützt diesen Vorschlag. Mein Bericht enthielt Vorschläge, die von der Berichterstatterin aufgenommen wurden. Ich möchte aber einen Appell an die Kommission machen: Wir dürfen nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen. Vor nur ein paar Monaten mussten wir den Europäischen Gerichtshof anrufen, um die Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen des DCI sicherzustellen. Das von uns verfolgte Prinzip ist einfach und eindeutig: Die für die Entwicklung vorgesehenen Mittel müssen auch vollständig für die Entwicklung eingesetzt werden. Wir haben von der Verpflichtung von Kommissar Figeľ in diesem Sinne Kenntnis genommen und werden sehr genau darauf achten, dass der gesetzliche Referenzrahmen vollständig eingehalten wird.

 
  
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  Genowefa Grabowska (PSE), schriftlich. – (PL) Als Mitglied des Europäischen Parlaments und Dozentin in der höheren Bildung mit langjähriger Berufserfahrung wurde ich oft Zeugin des Nutzens der Kontakte von höheren Bildungseinrichtungen und Studierenden untereinander. Deshalb unterstütze ich den uns vorliegenden Bericht voll und ganz und schließe mich den Vorschlägen der Berichterstatterin an. Der von der EU initiierte Studentenaustausch ist nun sehr hoch entwickelt und zu einem glänzenden Beispiel für länderübergreifende und außerordentlich effektive Zusammenarbeit geworden. Über eine Million Studenten haben bereits die Gelegenheit bekommen, in einem anderen europäischen Land zu studieren. Erasmus Mundus ist ein neueres Programm für die Mobilität von Studenten und die akademische Zusammenarbeit. Es wird weiterhin Menschen von außerhalb der EU die Gelegenheit bieten, in europäischen Ländern zu studieren. Daneben werden europäische Studenten dank dieses Programms in der Lage sein, Nutzen aus den Erfahrungen anderer Partnereinrichtungen weltweit zu ziehen.

Das Europäische Parlament ist die einzige demokratische gewählte Institution der EU. Ich glaube, sein Engagement für dieses Programm verbessert seine Stellung und stellt sicher, dass es in den Mitgliedstaaten, den Universitätsstädten und unter den interessierten Einrichtungen für höhere Bildung noch deutlicher sichtbar wird.

Deshalb unterstütze ich alle Vorschläge und Ideen zum Abbau der Hindernisse und Verwaltungshürden, die den Zugang zum Programm erschweren und potenzielle Teilnehmer abschrecken. Ganz besonders appelliere ich für die maximale Erleichterung der Visumserteilung für Teilnehmer an dem Programm. Ich bin sicher, es lohnt sich, dies zu erreichen. Die Möglichkeit, dieses Programm einer größeren Studentengruppe zugänglich zu machen, ist die beste Investition, die wir tätigen können. Dadurch wird latentes intellektuelles Kapital geschaffen, auf das Europa immer zurückgreifen kann.

 
  
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  Maria Petre (PPE-DE), schriftlich. (RO) Wir sollten alle den Erfolg der ersten Stufe des Erasmus-Programms anerkennen. Die für die zweite Auflage aufgenommenen Änderungen sind ausgezeichnet, und die Aufnahme von Drittländern ist eine gute Idee. Gleichzeitig stellen wir einen Rückgang des Anteils junger Frauen fest, die an dem Programm teilnehmen.

Ich glaube, die Ziele, eine hochwertige Bildung anzubieten, die persönliche Entwicklung der Dozenten an den europäischen Hochschulen zu fördern, einen Beitrag zur sozialen Kohäsion und zur Förderung der aktiven Unionsbürgerschaft und Gleichheit zu leisten, indem die gesellschaftlichen Stereotypen der Geschlechter ausgeräumt werden, müssen als Bestandteil des Kooperationsprogramms weiterhin verfolgt werden. Ich glaube auch, dass das Programm den Zugang junger Frauen erleichtern muss, die in ländlichen Gebieten und in wirtschaftlich benachteiligten Regionen leben, sowie für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Dies ist der einzige Weg, wie wir langfristig gegen jede Form der Diskriminierung kämpfen und die aktive Beteiligung von jungen Menschen und Frauen am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben in unseren Ländern anstoßen können. Dies wird es uns dann erlauben, dem Programm, das sich an alle jungen Menschen an den Schulen in Europa und in Drittländern richtet, einen tatsächlich nützlichen Inhalt zu verleihen.

 
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