Index 
 Vollständiger Text 
Plenardebatten
Donnerstag, 11. November 2010 - Brüssel Ausgabe im ABl.

Die Krise im Tierhaltungssektor der EU (Aussprache)
MPphoto
 

  John Stuart Agnew (EFD). – Frau Präsidentin, ich unterstütze die Anmerkungen von Herrn de Castro in Bezug auf Tiermehl; auf diesem Gebiet ist eine Deregulierung dringend erforderlich. Der britische Tierhaltungssektor hat gegenwärtig mit hohen Futtermittelkosten zu kämpfen, und die Hindernisse, die uns durch die Kommission in den Weg gelegt werden, sind in dieser Hinsicht nicht hilfreich. Ganz oben auf der Liste steht die individuelle elektronische Kennzeichnung von Schafen – eine Vorschrift, der nicht viele andere Mitgliedstaaten unterliegen, und sie gilt auch nicht für die Einfuhr von Schaffleisch aus Drittländern.

Das bevorstehende Verbot von Käfigbatterien führt auf unserem Eiermarkt zu erheblichen Verzerrungen, da Käfigeier aus Mitgliedstaaten, die sich nicht an dieses Verbot halten, unsere teuer produzierten Eier aus Kleingruppenhaltung unterbieten können. Wir haben auf diesem Gebiet Erzeuger, die vor dem Beginn des Verbots die beiden Systeme nebeneinander betreiben, um zu versuchen, einen Teil der 400 Mio. GBP, die wir dafür ausgegeben haben, um Ihren Vorschriften zu entsprechen, wieder hereinzubekommen, wodurch natürlich mehr Eier auf den Markt gelangen.--

Über dem gesamten britischen Tierhaltungssektor schwebt das Schreckgespenst der Eröffnung bilateraler Handelsgespräche der EU mit den Ländern der Mercosur. Der britische Nutztierhalter wird das Opferlamm dieses Geschäfts sein, und wir sind nicht froh darüber.

 
Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen