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Plenardebatten
Dienstag, 14. Dezember 2010 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Ergebnisse der Klimakonferenz in Cancún (Aussprache)
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  Ivo Belet (PPE), schriftlich.(NL) Das Ergebnis des Klimagipfels in Cancún kann kaum als große Errungenschaft beschrieben werden. Es ist jedoch besser als nichts. Es sind einige konkrete Schritte unternommen worden zum Beispiel beim Kampf gegen die Entwaldung, und die Einrichtung eines Klimafonds in der Höhe von 100 Mrd. USD ist abgesegnet worden. Das ganze geschieht jedoch in einer fürchterlich langsamen und ermüdenden Geschwindigkeit. Es erinnert stark an die Echternacher Springprozession. Währenddessen tickt die Uhr bei der Erderwärmung langsam weiter.

Welche Rolle hat Europa bei dieser Geschichte gespielt? Die EU hat sicherlich aus den Fehlern bei der Konferenz in Kopenhagen im vergangenen Jahr gelernt. In Cancún stand Europa im Mittelpunkt der Verhandlungen und ist als geschlossene Front aufgetreten. Die ganze Welt richtet die Augen auf das EU-Modell und schaut es sich mit Bewunderung an, weil wir die progressivsten und verbindlichsten Abkommen haben. In Bezug auf das Klima ist Europa ein Vorbild.

Wir müssen diese Führungsrolle in den kommenden Jahren entschlossen weiter verfolgen. Es unterscheidet uns eindeutig positiv von allen anderen Kontinenten. In Bezug auf unseren Ruf ist das ein erheblicher Gewinn, und gleichzeitig bringt es große wirtschaftliche und soziale Vorteile mit sich.

 
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