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Plenardebatten
Dienstag, 8. März 2011 - Straßburg Ausgabe im ABl.

Stimmerklärungen
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Eingereichter Text : A7-0035/2011

  Maria do Céu Patrão Neves (PPE), schriftlich. (PT) Im Bericht über die Bewertung des Umgangs mit der H1N1-Grippe-Epidemie im Zeitraum 2009-2010 in der EU wird der in statistischem Sinne geringe Schweregrad hervorgehoben, den die Erkrankung innerhalb des europäischen Raums aufwies (in menschlicher Hinsicht ist jeder Todesfall ein unwiederbringlicher Verlust). Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten meldete 2900 Todesfälle in Europa infolge von Infektionen mit dem Influenza-Virus A/H1N1 im Jahr 2009. Diese Zahl liegt hinter den amtlichen Schätzungen der Europäischen Kommission für die Anzahl der Todesfälle, die allein auf die saisonale Grippe zurückzuführen sind, zurück. Die Anzahl der Todesfälle liegt außerdem deutlich unter den optimistischsten Vorhersagen der Gesundheitsdienste in den Mitgliedstaaten. Die Tatsache, dass die Mitgliedstaaten und die EU-Organe diese von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene Warnung auf höchster Stufe akzeptierten, führte zu einer Reihe von kostspieligen und angesichts der Schwere der H1N1-Grippe unverhältnismäßigen Maßnahmen. In Anbetracht der Empfehlungen der WHO war meiner Ansicht nach jedoch kein anderes Vorgehen möglich. Darüber werden allerdings noch Überlegungen angestellt werden müssen, und ich schließe mich der Auffassung der Berichterstatterin an, dass die EU stärkere Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedstaaten, mehr Unabhängigkeit und größere Transparenz braucht, insbesondere was die Kosten-Nutzen-Bewertung der Maßnahmen betrifft, die bedeutende finanzielle Auswirkungen haben.

 
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