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Čtvrtek, 19. dubna 2012 - Štrasburk Revidované vydání

14. Co si představit pod „místní výrobou“ potravin? (rozprava)
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  Der Präsident. − Als nächster Punkt folgt die Aussprache über die Anfrage zur mündlichen Beantwortung an die Kommission von Anna Maria Corazza Bildt im Namen der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) und Evelyn Gebhardt im Namen der Progressiven Allianz der Sozialisten & Demokraten im Europäischen Parlament über Lebensmittel „aus lokaler Erzeugung“ (O-000046/2012 – B7-0109/2012) [2012/2610(RSP)].

 
  
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  Anna Maria Corazza Bildt, författare. − Herr talman! De flesta av oss har säkert handlat närodlad potatis, transportfria morötter eller ”noll kilometer-ost”, ystad på det lokala mejeriet.

Många väljer lokalproducerat i tron att det är hälsosamt och bättre för miljön. Men vad klassas egentligen som lokalproducerat? Vi har ingen gemensam tolkning eller några gemensamma kriterier.

Är det avståndet inom den nationella gränsen? Om en skola i södra Sverige köper potatis från Danmark 20 kilometer bort – är det lokalproducerat? Eller om samma skola handlar inom Sverige, men 2000 kilometer bort?

Vi behöver fastställda produktionsmetoder. Måste samtliga ingredienser vara lokala? Idag har alla sin egen uppfattning och risken är stor att konsumenterna blir förvirrade och vilseledda.

Många konsumenter är redo att betala mer för lokalproducerat, men innebär sådana livsmedel alltid ett mervärde när det gäller näring och kvalitet?

Många tror t.ex. att de köper klimatsmart när de väljer kött som är närproducerat. Transporter belastar miljön, men vi vet att just när det gäller kött spelar faktiskt produktionsmetoden större roll.

Man kan inte ta för givet att närproducerat och närodlat alltid är bättre för miljön.

Kära kollegor! Vi har ett ansvar att lyfta debatten utifrån fakta och med hjälp av kommissionen utarbeta riktlinjer för begreppet lokalproducerat.

Vi ska sätta bra mat för våra barn, äldre och sjuka i fokus. Vi ska främja villkoren för småföretagare och en levande landsbygd och samtidigt slå vakt om en öppen och gemensam marknad, och undvika osund matprotektionism.

Frågan är särskilt relevant just nu när vi ser över reglerna för offentlig upphandling. Vad skulle det innebära om alla i EU begärde särskilda regler för att upphandla lokalt?

Herr talman! Utmaningen är att skapa balanserade regler som möjliggör lokal upphandling utan att tumma på frihandel och rättvis konkurrens. Därför har jag tagit detta initiativ och bett kommissionen förtydliga vad som menas med begreppet ”lokalproducerade” livsmedel.

 
  
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  Evelyne Gebhardt, Verfasserin. − Herr Präsident, Frau Kommissarin! Es gibt eine sehr große Verunsicherung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern, wenn sie in den Laden gehen und ein lokal erzeugtes Produkt sehen. Niemand weiß, was das eigentlich heißt. Kommt es tatsächlich lokal daher oder ist der Joghurt, der als lokal deklariert wird, vielleicht mit einer Milch produziert, die erst einmal tausend Kilometer weit gefahren wurde? Ist es das, was wir als Verbraucherinnen und Verbraucher wollen?

Es ist an der Zeit, dass wir uns darüber klar werden, was hinter dem Begriff „lokal erzeugt“ tatsächlich steht. Viele Bürgerinnen und Bürger möchten das gerne wissen. Nicht weil sie Lebensmittelnationalismus betreiben wollen, sondern weil sie Klima- und Umweltschutz ernst nehmen und sagen: Es muss nicht sein, dass diese natürlichen Produkte, die ich heute kaufe, von weit her kommen, wenn sie auch vor der Haustür hergestellt werden können, und ich möchte diese gerne bevorzugen. Das sind die Dinge, die wichtig sind. Wir wollen Klarheit, damit der mündige Bürger auch mündig entscheiden kann. Denn was heißt es denn, mündig entscheiden zu können? Das heißt, die Informationen zu erhalten, die man braucht, damit diese Entscheidung entsprechend gestaltet wird. Das sind Dinge, die wir klären müssen.

Tatsächlich ist es so, dass die Europäische Kommission angefangen hat, sich darüber Gedanken zu machen. Ich wäre sehr dankbar, Frau Kommissarin, wenn wir erfahren könnten, bis wann wir auf ein Tätigwerden der Europäischen Kommission zählen können. Wann werden wir eventuell auch Legislativvorschläge auf den Tisch bekommen, mit denen wir den Bürgerinnen und Bürgern eine Antwort auf diese drängenden Fragen geben können? Es geht nicht darum zu verhindern, dass Produkte aus anderen Ländern kommen. Ich freue mich immer auf die leckeren Produkte aus Spanien, die ich in Deutschland kaufen kann, weil sie in Deutschland nicht hergestellt werden können. Aber es gibt auch Produkte, die vor Ort hergestellt werden. Es geht darum, dass wir dafür sorgen, dass die Bürger wissen, woher das Produkt kommt, wie die Qualität dieses Produkts ist, und dass nicht immer ein Rätselraten dahintersteht: Wie sollen wir das interpretieren? Was bedeutet dieses Gütesiegel, das ich hier sehe? Hat das wirklich einen Wert? Hat es auch wirklich etwas zu sagen? Diese Rechtssicherheit wollen wir für die Bürgerinnen und Bürger haben.

 
  
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  Cecilia Malmström, membre de la Commission. − Monsieur le Président, Mesdames et Messieurs, la Commission européenne suit avec grand intérêt les discussions et les développements concernant les produits locaux ou produits localement dans les États membres.

Au niveau des institutions européennes, la discussion sur les produits locaux et les systèmes agroalimentaires locaux s'est ouverte dans différents forums: au Parlement, au Conseil, et dans le cadre du "paquet qualité" et de la réforme de la PAC. Dans son avis du mois de janvier de cette année sur les systèmes agroalimentaires locaux, le Comité des régions appelle de ses vœux un nouvel instrument européen spécialement conçu pour sélectionner et promouvoir les produits agroalimentaires locaux.

Les services de la Commission ont donc lancé plusieurs initiatives, notamment des consultations avec les États membres et les parties prenantes afin de mieux comprendre les enjeux des circuits courts d'approvisionnement, une étude sur les circuits courts qui est en préparation, la création dans le cadre du groupe consultatif qualifié d'un groupe d'experts qui conseille la Commission en matière de circuits courts et de produits locaux.

La Commission a également lancé le "paquet qualité" et pris l'engagement d'analyser cette question. Les travaux ont commencé. Si nécessaire, et dans la mesure où la participation de l'Union européenne est justifiée, nous pourrions lancer une proposition.

Par ailleurs, la Commission organisera le 20 avril une conférence intitulée "L'agriculture locale et les circuits courts" qui devrait apporter davantage de réponses aux questions que les producteurs et les consommateurs se posent à propos des produits locaux. Comme vous le dites, Madame Gebhardt et Madame Corraza, il n'existe pas de définition des termes "produit localement" ou "produits locaux" au niveau de l'Union européenne. En conséquence, il n'est pas possible de répondre aux questions des consommateurs concernant la distance, la qualité, la méthode de production, les ingrédients et l'origine des produits. Le cas échéant, c'est aux États membres qu'il incombe de définir ces termes. Conformément à la législation européenne concernant l'information des consommateurs sur les denrées alimentaires, des informations claires et correctes doivent être fournies par les producteurs et les commerçants afin d'éviter que les consommateurs soient induits en erreur.

En plus des initiatives que j'ai mentionnées, dont les résultats seront pris en compte, les services de la Commission continuent à analyser les enjeux des circuits courts et des produits locaux. Le but est de déterminer le bien-fondé d'actions additionnelles au niveau européen afin de répondre aux besoins d'information des consommateurs.

Quant aux risques concernant le fonctionnement du marché intérieur, toute action des États membres doit être conforme aux dispositions du traité, notamment, bien évidemment, celles concernant la libre-circulation des biens et des services.

 
  
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  Albert Deß, im Namen der PPE-Fraktion. – Herr Präsident! Frau Kommissarin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bin der Kollegin Corazza Bildt und der anderen Kollegin sehr dankbar, dass dieses Thema angesprochen wird. Es gibt gewisse Unsicherheiten. Aber vor hundert Jahren gab es fast ausschließlich lokale Produktion und die Vermarktung erfolgte in der Umgebung.

Heute haben wir eine vollkommen andere Situation. Ich habe hier eine interessante Meldung aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Deutschland, wo genau das angesprochen wird, was die Kommissarin gerade gesagt hat: Dass es national bereits möglich ist, auf Regionalfenster, auf regionale Herkunft einzugehen. Hier heißt es – ich darf zitieren: „Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner will auf einem Bund-Länder-Gipfel im April eine regionale Kennzeichnung für Lebensmittel in Deutschland auf den Weg bringen. Sie sagt: Ich werde jetzt ein erstes Konzept für ein neues Regionalfenster auf Lebensmittelverpackungen vorlegen.“ Ziel sei es, eine klare und transparente Kennzeichnung für regionale Produkte durchzusetzen. Zunächst soll die Kennzeichnung freiwillig verwendet werden und die Herkunft des Produkts und der wichtigsten Zutaten transparent sein.

Es ist auch interessant, was eine Umfrage ergeben hat. 79 % der Verbraucher seien bereit, mehr Geld für regionale Lebensmittel auszugeben, aber nur 17 % fühlen sich über die Herkunft regionaler Lebensmittel verlässlich informiert. Hier liegt also das große Problem. Laut einer Umfrage achten bereits jetzt in Deutschland 83 % der Befragten darauf, aus welcher Region Lebensmittel kommen. Aber dann kommt eine interessante Aussage: Nach Angaben der Ministerin bedarf es zur Einführung des Regionalfensters weder einer neuen nationalen Rechtsgrundlage noch einer Notifizierung durch die EU-Kommission. Das heißt, die Mitgliedstaaten haben jetzt schon den Spielraum, hier entsprechend zu handeln. Nichtsdestotrotz ist die Kommission aufgefordert, hier für mehr Klarheit zu sorgen.

 
  
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  Marc Tarabella, au nom du groupe S&D. – Monsieur le Président, Madame la Commissaire, chers collègues, la globalisation a des coûts dont il faut tenir compte et, en même temps, il est nécessaire de respecter les obligations qui règlent le commerce international et les échanges. C'est pour cette raison que la fixation de standards autour de ce qui est produit localement devrait, j'en suis convaincu, prendre en compte notamment les kilomètres qui séparent le site de production du point de vente et du point de consommation.

Je suis convaincu que la fixation des standards doit favoriser la prise en compte des coûts de ces externalités. Il faut donc un nouveau critère afin de définir ce qui pourrait être labellisé sous la formulation "produit localement". Ceci devrait être un critère qui prenne en compte le processus de production socialement durable visant au choix des produits locaux évalués selon le comportement du producteur et la méthode de travail. Devraient également être pris en compte l'impact sur la santé publique et sur la sécurité du consommateur, tous les éléments en somme qui ont un effet direct sur notre économie ainsi que sur le développement durable.

Il est important d'inclure tous ces critères dans notre sémantique commerciale. Nous garantirons le développement de l'économie régionale et européenne ainsi que des échanges commerciaux. J'ai d'ailleurs, à ce propos, décidé à ce stade-ci d'apporter un plus haut niveau de cohérence au sein des marchés publics – dans le rapport pour lequel je suis le rapporteur au sein de la commission du marché intérieur et de la protection des consommateurs – en établissant la préférence à des produits locaux.

Pour terminer, je voudrais dire qu'en ce qui concerne la nourriture, il faut distinguer l'origine de la provenance, permettre un étiquetage plus clair des denrées alimentaires - c'est déjà le cas et c'est en cours –, et bien indiquer, quand il s'agit d'animaux, les lieux d'élevage, d'abattage et de consommation, ou de vente. C'est très important parce que l'origine et la provenance sont deux choses complètement différentes, et il ne faut pas leurrer le consommateur.

 
  
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  Peter Jahr (PPE), Frage nach dem Verfahren der blauen Karte an Albert Deß. – Heute sprechen wir über die Losung: lokale Landwirtschaft – kurze Lieferwege, und da habe ich eine Frage an meinen Kollegen Deß: Früher war es ja üblich, dass unsere Fleischer noch selber im Ort geschlachtet haben und die Tiere selber vermarkten durften. Wir haben eine europäische Hygienevorschrift entwickelt, nach der das jetzt ausgeschlossen ist. Sollten wir uns bei dieser Gelegenheit nicht auch solche Vorschriften anschauen, die genau das verhindern, was wir eigentlich wollen?

 
  
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  Deß, Albert (PPE), Antwort auf eine Frage nach dem Verfahren der blauen Karte. – Vielen Dank, Herr Kollege Peter Jahr, für die Frage. In der Tat ist es so, Frau Kommissarin, auch die Kommission muss darüber nachdenken, ob wir nicht andere Kriterien anlegen müssen. Ich habe es vor einigen Jahren erlebt, dass ich in der Kommission kämpfen musste, dass ein bayrischer Schlachthof erhalten bleibt. Was hat der Kommissionsbeamte da drüben gesagt? Ist doch kein Problem, wenn der geschlossen wird. In 60 Kilometer Entfernung in Österreich ist der nächste Schlachthof. Bei einer solchen Denkweise können wir regionale Produkte nicht voranbringen. Da muss ein breites Umdenken erfolgen, damit auch regionale Produkte angeboten werden können. Dazu müssen wir einige Vorschriften in der Kommission überdenken, die dazu beitragen, dass dies nicht mehr möglich ist.

 
  
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  Liam Aylward, on behalf of the ALDE Group. – Mr President, globally an estimated 80% of food is currently produced and marketed at local level. In the European Union, this figure is about 20%. It is clear that shortness of food supply chains is not the solution for dealing with the wider issues of guaranteeing food security and meeting the challenge of feeding 9 billion people by 2050. That said, shorter food supply chains do have an important role to play in the future CAP, and it is certain that clearer guidelines are needed without adding increased bureaucracy for farmers.

We already have a wide range of labels, such as PDO, PGI and TSG, so it is not necessarily the case that further specific labelling on this is needed. However, consumers are bombarded with so much information these days that it should at least be made clear what exactly they are buying when they buy locally-produced food.

‘Local’ is a very flexible term as it means different things, in terms of distance, to different people. The basic idea that should be kept in mind about local food is simple: local food is produced as close to home as possible. Local food integrates production, processing, distribution and consumption on a small scale, creating sustainable local economies and a strong connection between farm and table.

In a wider context, a criticism of the CAP which I come back to time and time again is that the added value of European agriculture is not fully appreciated further along the food supply chain and to a certain degree by the consumer. In this regard, locally-produced food, local markets, direct engagements with producers and on-farm business, leading to shorter distribution channels, have the potential to generate greater interaction, understanding and knowledge between consumer and producers. The future CAP must be a policy that welcomes and supports innovation and entrepreneurship among farmers in their locality and also supports efforts to increase engagement with consumers and European taxpayers.

 
  
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  José Bové, au nom du groupe Verts/ALE. – Monsieur le Président, Madame la Commissaire, tout d'abord un constat: nos concitoyens souhaitent de plus en plus trouver et consommer des aliments produits localement et de saison, pour des raisons de santé et de qualité notamment.

Nous devons trouver les moyens pour permettre aux agriculteurs de répondre efficacement et rapidement à cette demande croissante. Nous devons soutenir la mise en place d'infrastructures locales pour les producteurs, comme par exemple le maintien des abattoirs de proximité qui, tout en garantissant un contrôle sanitaire rigoureux, permettent de développer des circuits courts locaux et de renforcer la vente directe.

Le soutien à l'agriculture locale et à la vente directe doit aider les producteurs à commercialiser leurs produits et à les faire connaître aux consommateurs. Le renforcement de ces relations directes permettra aux paysans de conserver une partie plus importante de la valeur ajoutée créée sur leurs exploitations. Il faut favoriser et faciliter la vente directe au sein de l'exploitation et soutenir des actions collectives d'agriculteurs qui souhaitent ouvrir des points de vente collectifs permettant d'offrir aux consommateurs locaux une gamme plus importante de produits.

La Commission européenne doit faciliter l'émergence, la pérennisation et le développement de systèmes de vente directe par livraison aux consommateurs, comme les AMAP en France, qui permettent à près de 3 000 agriculteurs d'approvisionner 60 000 familles.

Enfin, les États membres doivent être en mesure d'ajouter d'autres critères, concernant en particulier la taille de l'exploitation, le volume de production ou le caractère traditionnel du produit, pour définir l'agriculture de proximité.

 
  
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  Janusz Wojciechowski, w imieniu grupy ECR. – Panie Przewodniczący! W nawiązaniu do wypowiedzi pana Bové i wcześniej do ciekawej wymiany poglądów między panem Deßem i panem Jahrem chcę powiedzieć, że w sprawozdaniu dotyczącym transportu zwierząt, które aktualnie przygotowuję – niedługo będzie ono przedmiotem głosowania w Komisji Rolnictwa – bardzo mocno podnoszę kwestię lokalnych rzeźni, które rzeczywiście powinny być popierane, rozwijane. I to jest jeden ze sposobów na wzmocnienie tej idei produktów regionalnych, żeby to były rzeczywiście produkty lokalne, wyprodukowane w poszczególnych regionach.

A wracając do głównego tematu: no cóż, obserwujemy na świecie i w Europie proces wypierania tradycyjnej produkcji rolniczej opartej na naturalnych metodach przez rolnictwo przemysłowe. Coraz większa część produkcji rolnej pochodzi z wielkich farm przemysłowych. Naturalne rolnictwo oparte na gospodarstwach rodzinnych, stosujących tradycyjne metody produkcji jest w odwrocie i to jest bardzo niekorzystny proces prowadzący do pogorszenia się jakości żywności, pogorszenia warunków dobrostanu zwierząt, negatywnych konsekwencji dla środowiska i wielu innych negatywnych konsekwencji.

Zdecydowanie opowiadam się za tym, żeby produkty lokalne zdefiniować jako te produkty, które w całości są wyprodukowane w danym regionie przy zastosowaniu tradycyjnych dla tego regionu metod produkcji i żeby to były metody przyjazne dla środowiska i dla dobrostanu zwierząt. To powinno być warunkiem traktowania takich produktów jako produkty lokalne. Nie wyobrażam sobie, żeby nazwać produktem lokalnym np. produkt z wielkoprzemysłowej hodowli, tak jak w niektórych regionach w Polsce mamy wielkoprzemysłowe hodowle prowadzone przez biznes z np. Danii, żeby produkowane w takiej hodowli mięso było nazywane lokalnym produktem z określonego regionu w Polsce. Tak nie powinno być.

 
  
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  Jacek Włosowicz, w imieniu grupy EFD. – Dziękuję Panie Przewodniczący! Koleżanki i Koledzy! Nietrudno zauważyć, że konsumenci są coraz bardziej zainteresowani nabywaniem żywności produkowanej na miejscu czy też produkowanej w pobliżu, czy w odległości zera kilometrów, lub oznakowanych w podobny sposób. Warto zwrócić uwagę na konieczność wypracowania wyjaśnień i odpowiedniej interpretacji używanego znaczenia określenia „produkowane na miejscu”. Musimy bowiem zapewnić w tym zakresie przejrzystość i uniknąć oszukiwania konsumentów. Należy wypracować definicje i kryteria oznakowania żywności produkowanej na miejscu, co byłoby sposobem na zagwarantowanie konsumentom możliwości dokonywania swobodnego i świadomego wyboru w oparciu o wyraźne i poprawne informacje.

Musimy natomiast być również ostrożni, by po wprowadzeniu takich działań pojęcie produkcji na miejscu nie prowadziło do żywnościowego nacjonalizmu, ani nie zaprzeczało duchowi rynku wewnętrznego. Dziękuję bardzo.

 
  
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  João Ferreira (GUE/NGL). - Este é um debate de grande importância e atualidade. As atuais políticas agrícolas e comerciais promoveram modelos de produção intensiva de cariz exportador, ao mesmo tempo que arrasaram a produção local e a pequena e média agricultura em inúmeros países.

Estes modelos são insustentáveis e irracionais, seja do ponto de vista ambiental, seja económico e social. Eles reduziram a diversidade de alimentos, elevaram a dependência alimentar de diversos países e contribuíram para a desertificação de vastas zonas rurais. O estímulo da produção local e do consumo local, incentivando cadeias de abastecimento curtas, reduzindo os fluxos de energia associados à produção e distribuição alimentar é, assim, uma necessidade imperiosa.

A pequena e média agricultura tem, neste contexto, um papel de grande importância, que importa reconhecer e valorizar. Tudo isto exige uma alteração profunda da atual PAC e da sua orientação para o mercado. Exige retirar a agricultura da OMC, exige uma política agrícola que reconheça o direito e a importância de cada país e de cada região produzirem de acordo com as suas possibilidades e tendo em conta as suas potencialidades.

 
  
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  Diane Dodds (NI). - Mr President, with all due respect to the authors of this particular question, when I read this I thought that it symbolised everything which frustrates me about the European institutions. We have a habit in this House and in these institutions of turning ourselves inside out on the minutiae of a debate, and this question is a good example of that.

We all believe that locally-produced food is good. I buy local vegetables from my local farm shop. I buy meat from my local butcher, who actually lists in his shop where the local farms are where he buys his animals for slaughter. I see no need for the European institutions to get involved in the minutiae of this debate. I think that we can do this very well for ourselves. Of course we also have some idea of locality with the PGIs, and Northern Ireland has recently had some very good results in designating some of its very good products: Comber potatoes, Lough Neagh eels and Armagh Bramley apples.

What we should not allow this debate on local produce to do is to lead us into a situation where we have food nationalism and trade barriers, and that is the most important issue.

 
  
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  Zuzana Roithová (PPE). - Paní komisařko, položili jsme Vám otázku, která se týká označení „místní produkt“. Ačkoliv existují závazné evropské předpisy chránící regionální produkty, ukazuje se, že chybí definice, co může být vydáváno za místní produkt, aby se na populárních farmářských trzích neprodávaly jako místní produkty věci dovezené ze vzdálenosti i několika stovek kilometrů. Ale nejen na farmářských trzích, které zpřístupňují regionální produkty malých farmářů, jsou spotřebitelé klamáni. Nelíbí se mi, že se prodává český med původem z Turecka nebo staročeský salám původem z Polska či odjinud.

Proto žádáme Evropskou komisi, aby v rámci své normotvorné agendy navrhla definici toho, co může být vydáváno a prodáváno jako místní nebo lokální produkt. Může se zdát, že jde o přístup „kanónem na vrabce“, ale není tomu tak. Problém je univerzální v celé Evropě a týká se často příhraničních oblastí, a proto je účelné řešit jej evropskou dohodou o definici takového označení.

Přístupy, jak definovat, co je a co není místní produkt, mohou být různé. A především farmáři by měli říct, zda si přejí například informovat o vzdálenosti, kterou zboží urazilo na cestě z pole k zákazníkovi, či o přesné adrese místa výroby nebo o jiných údajích. Ale možná budou mít i jiné návrhy povinných a současně kontrolovatelných údajů, které pomohou kupujícím, ale i kontrolním orgánům rychle rozpoznat, odkud zboží pochází. Ocení to nejen spotřebitelé, protože budou mít jistotu, že tyto výrobky jsou z dané lokality, ale získají na tom všichni, mimo jiné i tím, že se sníží počet dálkových kamionů, které křižují evropské silnice.

 
  
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  Phil Prendergast (S&D). - Mr President, food that is truly local is an invaluable asset for local economies and communities. A recent economic study found that a given amount spent on food from local businesses generates more than twice that value for the local economy.

I see locally-produced food as a matter of social cohesion and environmental sustainability, and it is also quite important in terms of food security. It is clear that current labelling regimes are not satisfactory. Lax rules allow manufacturers to get away with completely misleading claims and undermine our consumers’ confidence and the right to choice.

Products with long supply chains must not be allowed to be simply labelled as having been produced at the point of packaging when, as my colleagues indicated, nearby cross-border products would actually qualify as local under a labelling regime that is sensible and accurate, at least from a geographical point of view. We need clarity and reliability. It is important to look into methods, ingredients, geography, traceability and corporate practices when doing so.

Finally, I would like to congratulate Waterford, in my own constituency of Munster in Ireland, for applying for protected geographical indication status for Waterford Blaa, which is a traditional type of bread. Up the Déise!

 
  
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  James Nicholson (ECR). - Mr President, consumers are increasingly interested in where their food comes from and how it is produced, especially with regard to issues such as country of origin, animal welfare and the environmental impact of food production. In reaction to this there is a growing trend for the Commission to legislate on labelling issues. I think the Commission has a genuine desire to ensure that consumers are better informed. However, let me be very clear: legislation on issues such as country of origin labelling has resulted in some very unwelcome side effects.

The text of this oral question mentions food nationalism, which I find to be a very appropriate phrase. Unfortunately producers and other actors in the food industry in some Member States have used this as an opportunity to develop schemes which are wholly protectionist. Consumers should be aware that this practice does not benefit them as it excludes competition, possibly leading to higher prices. These actions have a particularly serious effect on the agricultural economy and the regions which border other Member States.

 
  
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  Herbert Dorfmann (PPE). - Herr Präsident! Es steht außer Zweifel, dass sich lokal erzeugte Lebensmittel großer Beliebtheit erfreuen. Allerdings darf der Anteil dieser kurzen Ketten am gesamten Lebensmittelmarkt nicht überschätzt werden. Dieser Anteil ist nach wie vor sehr klein. Die Zukunft der europäischen Landwirtschaft und der Lebensmittelverteilung kann auch nicht in einer generellen Rückkehr zu lokalen Marktständen und Direktvermarktern liegen.

Die gemeinsame Agrarpolitik hat in den vergangenen Jahren versucht, die Aggregation der Bauern in Form von Erzeugerorganisationen zu fördern und damit einen Gegenpol zu dem sich konzentrierenden Lebensmitteleinzelhandel aufzubauen. Dies bringt notgedrungen längere Versorgungsketten mit sich. Allerdings ist es durchaus so, dass einzelne Betriebe kurze Ketten anbieten und Verbraucher das auch wollen. Umso wichtiger scheint es mir, dass der Missbrauch dieses Willens dann auch verhindert wird. Heute gibt es in der Tat keine Definition, was lokale Erzeugung ist, und außerdem gibt es auch keine generelle Kontrolle, sondern nur freiwillig organisierte Kontrollen einzelner Gruppen von Selbstvermarktern.

Es stellt sich mir aber auch die Frage, ob es sinnvoll oder möglich ist, hier europäische Regelungen zu finden. Das europäische Panorama ist diesbezüglich vielfältig, und ich halte es für sinnvoller, diese Definition den einzelnen Angebotsgruppen zu überlassen, die dann ihre Regeln auch kommunizieren.

Ich möchte noch auf einen andern Punkt hinweisen. Mit dem Schutz der Ursprungsbezeichnungen hat die Europäische Union eine ganz klare Regelung für geografische Bezeichnungen. Wenn man nun versuchen würde, parallel dazu ein neues regionales System von Bezeichnungen zuzulassen, dann würde man ein paralleles System aufbauen und den Verbraucher damit zusätzlich irritieren. Dann würde in der Tat eine neue Form von Lebensmittelkirchturmdenken entstehen. Das können wir letztendlich auch nicht gebrauchen.

(Der Redner ist damit einverstanden, eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“ gemäß Artikel 149 Absatz 8 Geschäftsordnung zu beantworten.)

 
  
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  Franz Obermayr (NI), Frage nach dem Verfahren der blauen Karte. – Ich darf meinem Südtiroler Kollegen eine Frage stellen. Sie haben gesagt, Sie schätzen nicht so sehr die kurzen Ketten. Meine Frage ist jetzt – vielleicht auch für Sie ganz interessant –, ob Sie diesen kleinen regionalen Unternehmen mit einer kurzen Kette der Produktion nicht auch einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Kleinstrukturiertheit im alpinen Bereich zuordnen. Das heißt: Sind es nicht gerade diese selbstvermarktenden, kleinstrukturierten Unternehmen, die aufgrund der Möglichkeit, selbst zu vermarkten, auch eine Überlebenschance ihres Betriebes und der Region haben?

Und zum Zweiten: Wie hätten Sie einen Speck lieber? Einen Speck, der in Tirol endverarbeitet wird, aber aus Belgien kommt? Oder einen Speck, der ausschließlich in Tirol produziert, geschlachtet und gemacht wird?

 
  
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  Herbert Dorfmann (PPE), Antwort auf eine Frage nach dem Verfahren der blauen Karte. – Ich habe nicht gesagt, dass ich gegen kurze Ketten bin. Ich habe in meinem früheren Berufsleben eine solche kurze Kette aufgebaut, die hervorragend funktioniert und sich auch großer Beliebtheit erfreut. Ich habe nur gesagt, dass ich nicht daran glaube, dass wir eine europäische Regelung dafür brauchen. Was den Speck betrifft, lade ich Sie herzlich ein, einmal nach Südtirol zu kommen, und dann können Sie den verkosten, den ich als besser empfinde!

 
  
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  Csaba Sándor Tabajdi (S&D). - Kedves Kollégák! Régi vitát elevenítettünk föl. Én nagyon szeretem a dél-tiroli szalonnát, de a magyarországi kiskunsági szalonna is kiváló. Nagyon jó lenne, hogy ez a vita ne azt szolgálja, hogy egymás előtt is bezárjuk a kereskedelmi kapukat. Mellesleg ez a mostani vita bizonyos értelemben fölösleges, hiszen már a minőségpolitika keretében ezt a vitát lefolytattuk. Azonkívül ne feledjük el, az Európai Unió a világ második legnagyobb agrárexportőre és a világ legnagyobb agrárimportőre. Dorfmann úr rámutatott arra, hogy a helyi piacoknak, a helyi kereskedelemnek, a helyi feldolgozásnak megvannak a maga határai. Én is támogatom ezt, mert munkahelyeket jelent az agrártérségekben, csökkenti a szállítási költségeket, de ne legyenek illúzióink.

Jó lenne, ha ebben a Házban végre kiszámolnánk, hogy mitől van az, hogy egy-egy agrárterméknek mi a tényleges környezeti lábnyoma, mert nem biztos, hogy ha Magyarországon, ahol hideg van, egy melegházban sok energiát elhasználnak, hogy annak kisebb lesz a zöldségtermelésben az ökológiai lábnyoma, mint hogyha azt más kontinensről hozzák be, ahol még a szállítási költséget is beszámolom. Hagyjuk abba a gazdasági protekcionizmust, segítsük a helyi termelést, de a globális kereskedelmet igenis nem lehet megállítani.

 
  
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  Lara Comi (PPE). - Signor Presidente, onorevoli colleghi, sono particolarmente sensibile nei confronti della conoscenza dell'origine dei prodotti, poiché ritengo che non si debbano confondere le idee dei consumatori e questo è sicuramente importante.

Mi spiego meglio: in Italia abbiamo una cultura alimentare a tutti nota e noi italiani spesso trascorriamo i fine settimana andando in giro per le campagne a conoscere i prodotti tipici. Ora, si può immaginare quanto sarebbe grave per un italiano arrivare in un agriturismo e vedere scaricare merci da un camion frigo con un marchio noto grazie alla grande distribuzione? Immaginiamo ora che quella merce sia stata prodotta a due chilometri dall'agriturismo. A questo punto il consumatore, ignaro, andrebbe via confuso e non tornerebbe più in quell'agriturismo. Il gestore della struttura sarebbe leso, pur ritenendo in buona fede di non aver sbagliato e nessuna autorità giudiziaria accetterebbe una denuncia per frode alimentare, perché nessuna regola è stata violata.

In un sistema come quello europeo, non ci possono essere situazioni kafkiane come quella che ho appena descritto, perché ritengo che una regolamentazione sia giusta soprattutto in un ambito di armonizzazione del sistema. Ritengo dunque, per la tutela dei consumatori e delle piccole imprese agricole e agrituristiche, che si debba dare una definizione chiara, precisa e valida in tutta Europa di cosa si intende per produzione locale, soprattutto se si parla di alimentazione, che è un tema a noi particolarmente caro anche in termini di sicurezza e non è sufficiente applicare per analogia le regole in vigore in altri settori.

Se voglio assaggiare un formaggio locale, non basta che l'ultima fase di lavorazione sostanziale sia svolta localmente – e per questo ci stiamo battendo anche in altri settori – ma l'animale dal cui latte è stato ricavato quel prodotto deve aver brucato l'erba dei prati circostanti, quindi la mungitura deve essere avvenuta in loco per non sottoporre l'animale a estenuanti viaggi e la produzione del formaggio deve essere svolta secondo discipline assolutamente rigide.

Questo è quello che vogliamo per i nostri consumatori.

 
  
 

„Catch-the-eye“-Verfahren

 
  
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  Elisabeth Köstinger (PPE). - Herr Präsident! Vielen Dank für die heutige Möglichkeit dieser doch sehr wichtigen Debatte. Unser Ziel muss es sein, einen Mehrwert für die Konsumenten auf der einen Seite und vor allem auch für die Produzenten zu schaffen. Ich teile die Meinung, dass der Begriff „Regionalität“ beziehungsweise „aus lokaler Erzeugung“ klar und nachvollziehbar definiert werden muss.

Die Diskussion ist insgesamt aber umfassender. Europa muss im Lebensmittelbereich und in der gesamten Lebensmittelbranche umdenken. Kurze Wege sind hierbei vielleicht ein Ansatz. Wir brauchen einen gemeinsamen Weg, bei dem jeder in Richtung Qualität, Transparenz und Sicherheit in der Erzeugung gehen kann. Einen gemeinsamen Weg, der keine negativen Folgen für die Existenz der Landwirte und die Lebensmittelwirtschaft hat. Die Grundpfeiler für ein solches Lebensmittelmodell sind für mich Lebensmittelsicherheit, Lebensmittelqualität, Vielfalt und Regionalität. Die Lebensmittelsicherheit muss die Grundvoraussetzung für die Definition von Regionalität sein. Das heißt: Sicherheit über die Herkunft der Lebensmittel. Und hier gilt das Wichtigste zuerst: Das Ursprungsland eines Lebensmittels muss für den Verbraucher sichtbar sein.

 
  
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  Olga Sehnalová (S&D). - Pane předsedající, rozmach nabídky tzv. místních potravin či výrobků je i jistou reakcí na rozpačitou důvěru ve vnitřní trh. Zákazníci pochybují o jeho férovém fungování, o kvalitě výrobků a často mají rozporuplné dojmy o jejich původu. Obava z šizení, ale také z dovozu méně kvalitních produktů vede spotřebitele k poptávce po místní produkci, kterou považují ve smyslu kvality za spolehlivější.

Je nejenom otázkou, zda tomu tak skutečně je, ale samozřejmě je nutné vyjasnit i to, co lze za místní potraviny či výrobu vůbec označit. Výrobci a obchodníci se často snaží vycházet vstříc místním zvyklostem a nabízejí globalizované potraviny přizpůsobené tzv. místním chuťovým preferencím. Mohli by však raději přispět k důvěře ve vnitřní trh nabídkou výrobků ve stejné kvalitě na celém území Evropské unie, pokud jsou takto i označené. Věřím, že to by zákazníci ocenili přinejmenším stejně jako nabídku od místních výrobců, pokud ještě existují.

 
  
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  Mairead McGuinness (PPE). - Mr President, I think there is a little bit of romanticism around this debate on local food. I am concerned that we would dare define this issue, so please let us be cautious on this. I come from a country – Ireland – where we are massive exporters of food. We appreciate local food but we want you across the European Union to regard Irish food as local because you are our customers.

If our definition of ‘local’ is based too much on ‘near us’, I think we will destroy the internal market for food in the European Union and renationalise production to the detriment of agriculture in the Union. So I think we need to be sensitive to this issue and be very careful about what we mean. Could I also suggest that, rather than spoon-feed consumers, we let consumers take control themselves and ask questions. Perhaps that is a better way for consumers to get what they actually want.

We all know too that in terms of food production there are many ingredients and it is not possible for all of them to come from the local area.

 
  
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  Der Präsident. − Nächste Rednerin ist Frau Kadenbach, der ich recht herzlich zum Geburtstag gratuliere.

 
  
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  Karin Kadenbach (S&D). - Herr Präsident, herzliches Dankeschön! Frau Kommissarin! Ich kann vielleicht gleich an Frau McGuinness anschließen, weil ich die Dinge ganz anders sehe als sie. Ich sehe es nicht als Protektionismus, sondern ich sehe es als Möglichkeit und als Pflicht, den Konsumenten zu informieren. Nicht deswegen – und da muss ich einer Kollegin widersprechen –, weil ich es werten will. Ich sage nicht, dass lokale oder regionale Produkte besser sind. Ich will dem Konsumenten nur sagen, dass er bewusst entscheiden kann, ob er ein Produkt aus seiner Region haben will, weil er entweder die Produktionsbedingungen kennt, oder weil er aus Natur- und Umweltschutzgründen dafür ist, dass auf seinem Tisch Produkte aus seiner Region landen.

Ich sehe in Wirklichkeit eine ganz große Chance für den Konsumenten, bewusste Entscheidungen für die Umwelt zu treffen, bewusste Entscheidungen für die Arbeitsplätze in der Region zu treffen, bewusste Entscheidungen für gewisse Produktionsmethoden zu treffen, und ich sehe absolut keine Gefahr für den Binnenmarkt, weil ich genauso die große Chance sehe, mich ganz bewusst für irische Butter oder irische Milch zu entscheiden, wenn ich das will. Wenn ich aber Milch und Käse aus dem Waldviertel haben und regional kaufen will, dann muss ich wissen, woher die Produkte kommen, sonst kann ich diese Wahlfreiheit nicht ausleben.

 
  
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  Andreas Mölzer (NI). - Herr Präsident! Frau Kommissarin! Wir sind uns in diesem Hause einigermaßen einig, dass die direkte Vermarktung oder die Förderung lokaler Produkte sowohl für die Konsumenten als auch für die Produzenten von Vorteil ist oder sein kann. Es ist klar, dass in Bereichen einer kleinräumig strukturierten Landwirtschaft – wie etwa bei uns im alpinen Raum – die bäuerliche Direktvermarktung zum Teil eine der wenigen großen Chancen ist, das Überleben solcher kleinen bäuerlichen Betriebe zu sichern. Auf der anderen Seite ist es auch klar, dass der Konsument hier in einer Welt, in der er industriell massenhaft erzeugte Lebensmittel zu konsumieren hat, die Chance hat, eben individuelle, ökologisch gesunde, natürliche Lebensmittel zu bekommen.

Leider hat man den Eindruck, dass die Europäische Union es bisher durch bürokratische Hindernisse eher verhindert hat, dass sich solche lokal erzeugten Lebensmittel durchsetzen beziehungsweise weiter konsumiert werden können. Wir sollten also auf der einen Seite Etikettenschwindel verhindern, um lange Transportwege und Ähnliches zu verhindern. Wir sollten sehr wohl eine Definition lokaler Produkte vornehmen. Wir sollten den Schutz der Herkunftsbezeichnung wahrnehmen. Aber wir sollten das alles nicht europäisch zentralistisch reglementieren.

 
  
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  Maria do Céu Patrão Neves (PPE). - A definição do que são produtos produzidos localmente e, sobretudo, a exigência de que os produtos sejam efetivamente comercializados como tal pode ser importante para produtores e consumidores.

Para produtores porque estimula a produção garantindo o escoamento a um preço mais rentável. Para os consumidores porque têm acesso a produtos mais frescos cuja origem e métodos de produção conhecem melhor.

Trata-se também de dinamizar a economia e a vida rural com benefícios para todos os cidadãos europeus. Proteja-se e valorizem-se os produtos locais, mas não se complique nem se burocratize porque senão matá-los-emos.

 
  
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  Sergio Paolo Francesco Silvestris (PPE). - Signor Presidente, onorevoli colleghi, questo dibattito mi sembra abbastanza kafkiano, perché siamo qui a discutere se dobbiamo o meno valorizzare la produzione locale.

È chiaro che è un valore irrinunciabile che non può che essere promosso e valorizzato dall'Europa. Possiamo ragionare sul come, ma il fatto che dobbiamo immaginare un modello di promozione delle produzioni locali e tradizionali è, secondo, me qualcosa di irrinunciabile.

L'agricoltura di vicinanza promuove prodotti di qualità, per forza, perché nella distribuzione ci può essere il prodotto "taroccato", quello contraffatto, ma il produttore locale non può contraffare un suo prodotto che ha un interesse primario a commerciare, così come la tracciabilità non è controllata da meccanismi burocratici, ma è verificata quotidianamente dal produttore locale e dai clienti, che al produttore locale di vicinato si rivolgono, così come la promozione delle produzioni a chilometro zero è un dato di fatto nelle produzioni locali di qualità e di vicinato, è un dato già acquisito.

Penso che questo sia un valore irrinunciabile che quest'Europa non può non sostenere, se non vogliamo trasformare questa nostra istituzione in un'istituzione che ragiona di alchimie, ma che non guarda a quel valore prezioso fatto anche di buone prassi tramandate di generazione in generazione, che ha a portata di mano e che rappresenta un tessuto basilare della nostra produttività agricola.

 
  
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  Franz Obermayr (NI). - Herr Präsident! Regionalität und Lokalität werden erfreulicherweise für den Konsumenten immer wichtiger. Problematisch ist es natürlich nur, wenn jeder darunter etwas anderes versteht und verschiedene Definitionen und Zeichnungen existieren, um die Produkte zu kennzeichnen. Die Frage ist: Geht es bei Lokalität um Kilometer, um dieselbe Region, um denselben Mitgliedstaat etc.? Es wird wichtig sein, im Qualitätspaket klar und einheitlich festzulegen, wie Lebensmittel aus lokaler Erzeugung definiert werden. Hierbei muss vor allem von der Verbrauchererwartung ausgegangen werden, um Irreführung zu vermeiden.

Die skurrile Kritik, die ich heute öfter gehört habe, dass die Bezeichnung „aus lokaler Erzeugung“ zu einem Lebensmittelnationalismus führen kann und dem Geist des Binnenmarkes widerspricht, ist für mich absurd. Denn Europa schöpft nicht zuletzt aus der Vielfalt der lokalen und regionalen Lebensmittelerzeuger. Diese Vielfalt und Qualität ist durch klare Kennzeichnung zu fördern und auch entsprechend zu schützen.

 
  
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  Anna Záborská (PPE). - Chcem upozorniť na jeden problém. Ak sa tu aj dohodneme na definícii a kritériách výroby lokálnych výrobkov, stojíme pred jedným závažným problémom. Miestne výrobky sú v mnohých prípadoch produktmi malých výrobcov. Časový a finančný nárok na zabezpečenie subvencie je tak výrazný, že subvencie sú v mnohých prípadoch nedostupné. Pre väčšinu nemá zmysel venovať tomu energiu a dotačná politika ich vlastne znevýhodňuje. Je pre nich znevýhodnením, a preto ja považujem aj takúto dotačnú politiku za jednu z deformácií spoločnej poľnohospodárskej politiky.

 
  
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  Rareş-Lucian Niculescu (PPE). - În cadrul dezbaterilor pe marginea pachetului privind calitatea produselor am depus o serie de amendamente legate de problema aflată astăzi în discuţie. Era vorba atunci de introducerea unei noi etichete europene numită ”Produs la ferma mea”, aplicabilă pentru produsele vândute direct în fermă sau în vecinătatea acesteia, inclusiv în piaţă, sau vândute prin livrare directă către consumatori. Consider că aceasta ar fi cea mai bună orientare de urmat în stabilirea unei definiţii a produselor locale.

În ceea ce priveşte criterii precum distanţa de la fermă la consumator sau modul de producţie, consider că acestea nu sunt relevante, contează doar legătura directă între producător şi consumator. Sistemele de vânzări locale aduc avantaje pentru producători, care pot beneficia de un procent mai mare din preţul final, cât şi pentru consumatori, care pot beneficia de produse proaspete la preţuri convenabile. Problema unui potenţial naţionalism alimentar ridicată de autorii întrebării este o falsă problemă. Dacă contează ceva, contează preţul şi calitatea, iar dacă produsele locale îndeplinesc aceste condiţii, consumatorii le vor cumpăra.

 
  
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  Elena Băsescu (PPE). - Dezbaterea de astăzi are loc la un an de la lansarea politicii europene de calitate în domeniul agricol. Ca parte a reformei PAC, această iniţiativă promovează conservarea patrimoniului culinar local din Europa. Specificul regional are un rol crucial în menţinerea diversităţii culturale în ansamblul său. Reţetele şi produsele locale exprimă tradiţiile diferitelor zone ale Uniunii şi susţin agricultura ecologică. Pentru a păstra această resursă culturală trebuie clarificată definiţia termenului de alimente produse local. Această discuţie este cu atât mai relevantă în cazul alimentelor care au un proces de producţie transfrontalier. Totodată, este neclară situaţia reţetelor şi produselor comune regiunilor de graniţă. Aş fi dorit să-l întreb pe comisarul Cioloş dacă va fi criteriul geografic elementul predominant în această clasificare şi în raport cu ce reper se va stabili distanţa utilizată în acordarea statutului de produs local.

 
  
 

(Ende des „catch-the-eye“-Verfahrens)

 
  
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  Cecilia Malmström, Member of the Commission. − Mr President, honourable Members, thank you for the debate. This clearly shows how engaged you, like many citizens, are in the issue of locally-produced food. There was a Eurobarometer survey which showed that nine out of ten respondents want to buy more locally-produced food and think that the EU should contribute to its promotion.

So this is important. However, it is very difficult to define what locally produced food is. It is also confirmed in the same Eurobarometer survey that many consumers feel a bit puzzled about this because there are so many different parameters, depending on the different countries and on the different traditions.

In order to address this, the Commission has taken five actions: consultation of Member States is going on; there is a study on its way; there is an expert group that is consulting the Commission; there is the quality package that the Commission has undertaken to look at; and there is this conference tomorrow on local agriculture and a short food supply chain. With all this and the ongoing work on the renewed CAP, I think these steps will bring more clarity on what locally produced food is.

 
  
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  Der Präsident. − Die Aussprache ist geschlossen.

Schriftliche Erklärungen (Artikel 149)

 
  
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  Béla Glattfelder (PPE), írásban. – A helyben termelt élelmiszerek fogyasztása számos előnnyel jár mind a fogyasztók, mind az azokat megtermelő gazdák számára. Ezek a termékek a helyi fogyasztók számára megbízhatóbb minőségűek, hiszen a gazda „saját arcát” adja a termékhez, a vásárlás gyakran személyes ismeretségen is alapul. Hozzájárulnak a helyi vidéki gazdaság életképességének fennmaradásához, hiszen a jövedelem helyben marad. Mivel értékesítésük jórészt helyi piacokon, a gazda által közvetlenül történik, kiiktatódnak az élelmiszer kis- és nagykereskedők, akik egyébként aránytalanul nagy mértékben fölözik le a hasznot. A helyben történő értékesítés ráadásul jó a környezetnek, hiszen az áru nem utazik több száz, olykor ezer kilométereket. Így csökkenthető a mezőgazdasági termékek szállításából eredő CO2-kibocsátás. A FIDESZ egyik legfontosabb választási ígérete volt a helyi kistermelők, helyi piacok támogatása. A kormány már eddig is számos jelentős eredményt ért el ezen a téren. A közbeszerzési törvény módosítása értelmében például az iskolák, kórházak és más közintézmények élelmiszer-beszerzése során előnyben kell részesíteni a helyi termelőket. A helyi termelők védelme érdekében ugyanakkor szükség van arra, hogy európai szinten határozzuk meg a helyben termelt élelmiszerekre vonatkozó feltételrendszert és címkézési szabályokat.

 
  
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  Jarosław Kalinowski (PPE), na piśmie. Chciałbym poprzeć pytanie do Rady ws. dokładnej definicji "żywności produkowanej na miejscu", gdyż niejasności zawarte w informacjach o produkcie, uderzają zarówno w konsumentów, jak i producentów. Coraz bardziej świadomi różnorodności wyboru i jakości ludzie zwracają większą uwagę na produkty, które kupują. Rosnącą popularnością cieszy się żywność ekologiczna i zdrowy tryb życia. Dlatego też żywność lokalna cieszy się uznaniem. Konsument powinien otrzymywać zatem rzetelną informację, skąd dany produkt pochodzi. Producentowi zaś zależy, aby dobrze sprzedać swój dobry, lokalny produkt. Należy więc dokładnie określić, w jaki sposób producenci mogliby określać miejsce wyprodukowania produktu, by konsument bezbłędnie rozpoznawał dobra markę. Informacje o produkcie powinny być jasne, dotyczyć regionów i składników, z jakich został wyprodukowany. To pozwoli na podnoszenie jakości produktów spożywczych oraz skuteczniejszą komunikację na linii producent - konsument.

 
  
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  Csanád Szegedi (NI), írásban. Véleményem szerint az számít teljes mértékben helyben előállított élelmiszernek, amelyhez nem adnak hozzá mesterséges tartósítószereket és úgy jut el a termék a fogyasztókhoz, hogy az az eredeti természeti adottságokkal rendelkező környezetében marad. A helyben előállított élelmiszerek előállításának központi, állami támogatásával olyan önellátó régiók jöhetnének létre, amelyek nagyban hozzájárulnának a foglalkoztatottság növekedéséhez, és ezen élelmiszerek fogyasztásának egészséges volta miatt hosszú távon radikálisan csökkenne az adott régióra fordított egészségügyi kiadás. Ezen termékek csomagolásán legyen kötelező feltüntetni a késztermék és a nyersanyag pontos származási helyét településre lebontva.

 
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