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Plenardebatten
Mittwoch, 12. September 2012 - Straßburg Ausgabe im ABl.

Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse (Aussprache)
MPphoto
 

  Herbert Dorfmann, im Namen der PPE-Fraktion. – Herr Präsident, Herr Kommissar, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich bin überzeugt, dass diese Gesetzgebung ein wichtiger Schritt nach vorne ist für die Ursprungsbezeichnung in Europa. Immerhin haben wir in Europa inzwischen rund 1000 solcher Bezeichungen, es wird im Jahr ungefähr 15 Milliarden Euro Umsatz mit solchen Bezeichnungen gemacht, und das sind immerhin 4,5 % unseres Lebensmittelmarktes in Europa. Die Bedeutung dieser Produkte ist steigend. An diesen Zahlen sieht man, wie wichtig diese Ursprungsbezeichnungen inzwischen geworden sind.

Die Berichterstatterin, der ich für die Zusammenarbeit in den letzten Monaten sehr danke, hat die Vorzüge der neuen Verordnung schon aufgezählt. Wir werden weniger Bürokratie haben, wir werden mehr öffentlichen Schutz für Ursprungsbezeichnungen haben und wir werden neue Möglichkeiten der Bezeichnung haben, wie zum Beispiel die gerade vom Kommissar genannte Bezeichnung „Produkte vom Berg“. Das ist ein großer Fortschritt.

Was mir sehr leid tut ist, dass es nicht gelungen ist, den Schutzkonsortien eine größere Bedeutung zuzuerkennen. Es steht außer Zweifel, dass diese Produkte vom Konsumenten als Marken wahrgenommen werden. Jeder, der sagt, dass der Konsument Namen wie beispielsweise Pata Negra oder Parmigiano Reggiano nicht als Marke wahrnimmt, verkennt die Situation. Den Schutzkonsortien fehlt aber ein ganz zentrales Element der Marktführung. Sie können über die Menge des Angebots nicht entscheiden. Leider hat es über diesen Bereich keine Einigung mit dem Rat, der heute durch Abwesenheit glänzt, gegeben. Ich hoffe, dass es uns gelingt, im Rahmen der Debatte über die Agrarreform eine solche Einigung zu finden.

Ich finde es auch nicht sehr hilfreich, wenn es jetzt einen Änderungsantrag der Grünen gibt, über den wir morgen abstimmen und der in diese Richtung geht. Inhaltlich ist meine Fraktion mit diesem Änderungsantrag durchaus einverstanden, und vom Inhalt her müssten wir auch zustimmen. Aber wir wissen, dass wir damit die Verabschiedung der Verordnung in erster Lesung verhindern, deshalb werden wir ihn ablehnen müssen. Das ist also nicht unbedingt hilfreich, bringt uns nicht weiter. Ich hoffe, dass die Grünen uns dann unterstützen, wenn wir uns im Zuge der Agrarreform für dieses Thema einsetzen.

 
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