Go back to the Europarl portal

Choisissez la langue de votre document :

  • bg - български
  • es - español
  • cs - čeština
  • da - dansk
  • de - Deutsch (Selected)
  • et - eesti keel
  • el - ελληνικά
  • en - English
  • fr - français
  • ga - Gaeilge
  • hr - hrvatski
  • it - italiano
  • lv - latviešu valoda
  • lt - lietuvių kalba
  • hu - magyar
  • mt - Malti
  • nl - Nederlands
  • pl - polski
  • pt - português
  • ro - română
  • sk - slovenčina
  • sl - slovenščina
  • fi - suomi
  • sv - svenska
This document is not available in your language. Please choose another language version from the language bar.

 Index 
 Full text 
Ausführliche Sitzungsberichte
Donnerstag, 14. März 2013 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Globale Wertschöpfungskette für Baumwolle (Aussprache)
MPphoto
 

  Elisabeth Köstinger (PPE). - Herr Präsident, sehr geehrte Frau Kommissarin! Die globale Baumwollproduktion und -verarbeitung waren schon mehrmals Thema im Plenum des Europäischen Parlaments. Klar ist: Wir müssen sicherstellen, dass Kinderarbeit sowie Kinderzwangsarbeit, so gut es geht, weltweit eingedämmt werden. Hier haben die Europäische Union, aber auch wir Europäerinnen und Europäer als Konsumenten eine Aufgabe. Die europäischen Werte gilt es auch außerhalb des EU-Binnenmarkts zu vertreten. Die Eindämmung von Kinderarbeit steht hier ganz oben auf der Liste.

Die Europäische Union ist der weltweit größte Geber von Entwicklungshilfe im Baumwollbereich. Darauf gilt es auch weiterhin aufzubauen, und wir sollten Partnerländer bei richtigen Entscheidungen zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen. Um diese Nachhaltigkeit zu ermöglichen, gilt es, Instrumente zur Verfügung zu stellen, die es den Ländern selbst, aber auch NRO ermöglichen, Problemfelder zu identifizieren und Verbesserungen anzugehen.

Es muss möglich sein, auf umfassende Informationen zur Baumwollproduktion zurückzugreifen. Das Fehlen von repräsentativen Informationen stellt aktuell ein Hauptproblem im Kampf gegen Kinderarbeit dar. Hier ist verstärkte Zusammenarbeit aber wünschenswert. Um dieses Monitoring auch effektiv nutzen zu können, müssen Produktions- und Verarbeitungsländer aber einen Schritt vorangehen. ILO- und UN-Konventionen zum Arbeitsalter, zu Arbeitsrechten, zur Arbeitssicherheit und im Speziellen zu Kinderarbeit definieren internationale Standards, die von allen betroffenen Ländern ratifiziert werden sollen und an die sich oft nur wenige halten. Allzu oft werden diese Konventionen nicht ratifiziert, und selbst wenn, bleibt die Umsetzung fraglich. Hier kommt den internationalen Organisationen die wichtige Aufgabe der Informations- und Datenerhebung zu. Sie sind es, die in den Berichten die Verletzung von Grundrechten anprangern, die wiederum zu Sanktionen anderer Staaten oder Staatengemeinschaften führen. Am Beispiel Usbekistan wurde dies sehr deutlich und gut ersichtlich.

Abschließend möchte ich auf die Frage von Ursprungskennzeichnung oder Etikettierungsverfahren eingehen. Welche Informationen sind überhaupt umfassend verfügbar, und was sagen sie tatsächlich aus? Und wie können wir fehlerhafte Informationen identifizieren, ohne zu großen Mehraufwand zu generieren?

 
Legal notice - Privacy policy