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Plenardebatten
Donnerstag, 23. Mai 2013 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Eine makroregionale Strategie für die Alpen
MPphoto
 

  Herbert Dorfmann (PPE). - Frau Präsidentin, geschätzter Herr Kommissar, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Europa hat Großregionen, die vernünftigerweise ihre Probleme gemeinsam lösen könnten, weil die Herausforderungen gemeinsame sind und weil gemeinsame Lösungen besser funktionieren als einsame. Deswegen haben Strategien für solche Makroregionen sicher durchaus Sinn.

Die Alpen sind par excellence eine solche Region. Sie erstrecken sich ja immerhin über fünf Mitgliedstaaten der Europäischen Union und zwei Nichtmitgliedstaaten, also über insgesamt mindestens sieben Staaten. Der Berg – das wurde von verschiedenen Vorrednern bereits gesagt – hat gemeinsame Herausforderungen – in der Produktion zum Beispiel, vor allem bei der Produktion landwirtschaftlicher Produkte; beim Thema Verkehr, die Alpen waren seit jeher, seit Jahrtausenden, eine wichtige Verkehrsstrecke vom Süden Richtung Norden; aber auch wenn es um den Schutz des Siedlungsraums geht, um den Schutz des Menschen vor Naturkatastrophen und den Gewalten der Natur, die am Berg sicher ausgeprägter sind als in der Ebene. Es geht auch um Ressourcenschutz, z. B. um den Schutz und die Bereitstellung sauberen Trinkwassers, was ein zunehmend wichtiges Thema werden wird, nicht nur in den Alpen, sondern insgesamt in Europa. Es geht vor allem um die Erhaltung des Lebensraums, der auch zunehmend Erholungsraum und touristischer Raum wird. Dadurch entsteht auch Siedlungsdruck.

Es wurde auch schon gesagt: Wir beginnen hier ja nicht von Null. Es gibt in den Alpen eine über Jahrzehnte gewachsene Zusammenarbeit, sei es in der Arge Alp, in der Alpenkonvention, aber auch innerhalb bestehender Regionalentwicklungsprogramme wie z. B. Alpine Space, das sich in den vergangenen Finanzierungsperioden der Europäischen Union sehr gut entwickelt hat.

Ich bin auch davon überzeugt, dass sich eine Makrostrategie für die Alpen mit den Alpen beschäftigen muss, also mit den Herausforderungen der Berge, und nicht mit den Herausforderungen der pedoalpinen Gebiete. Damit will ich nicht sagen, dass die nicht wichtig seien, aber das sind zwei unterschiedliche Dinge, die man nicht vermischen darf. Wir sollten eine Strategie finden, die eine Strategie für die Menschen ist, die in den alpinen Gebieten wohnen. Deswegen darf eine Alpenstrategie nicht ausgespielt werden zwischen Stadt und Land. Es gibt ja durchaus auch innerhalb der Alpen Städte. Aber eine Makrostrategie für die Alpen kann nicht eine Strategie für München, für Mailand oder für Lyon sein. Damit würden wir am Ziel vorbeischießen.

 
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