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Plenardebatten
Mittwoch, 11. September 2013 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Zugang zu genetischen Ressourcen und ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile in der EU (Aussprache)
MPphoto
 

  Herbert Dorfmann (PPE). - Herr Präsident, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Die Europäische Union ist weltweit führend in der Züchtung, im Verkauf und im Export von Samen und von Jungpflanzen.

Das machen nicht nur die großen Unternehmen, von denen immer die Rede ist. Das machen ganz viele kleine und mittelständische Unternehmen in der gesamten Europäischen Union.

Ich denke, diese Unternehmen werden froh sein, wenn sie eine klare Regelung erhalten, wie sie zu genetischen Ressourcen Zugang haben. Das schafft nämlich Rechtssicherheit und das erleichtert auch den in der Züchtung absolut notwendigen Zugang zu neuen Gen-Ressourcen, ohne die Züchtung ja nicht möglich ist.

Aber, wir dürfen nicht Regeln einführen, die die Züchtung in Europa gegenüber anderen Konkurrenten in der Welt ins Hintertreffen bringt und sie da vielleicht dazubewegt, aus Europa abzuwandern. Ich denke, fünf Punkte müssen wir bei der Ratifizierung dieses Protokolls und bei dem Bericht, den wir morgen verabschieden, berücksichtigen.

Wir dürfen nicht Regeln fordern, die über das Nagoya-Protokoll hinausgehen. Zweitens: Wir dürfen keine rückwirkenden Anwendungen des Protokolls vorsehen. Drittens: Wir brauchen keine Sonderfonds, auf denen Geld gelagert wird, von denen man nicht weiß, wohin es geht, von denen man aber weiß, woher es kommt – also, von den Unternehmen. Viertens: Es darf keine Regelung geben, die das Züchterprivileg in Frage stellt. Fünftens: Es darf keine Verantwortungskette geben, die über den Erstnutzer, also den Züchter, hinausgeht.

Ich bin überzeugt, wenn wir diese fünf Prinzipien durchsetzen, dann ist die Umsetzung des Nagoya-Protokolls für jene, die in der Züchtung arbeiten, vorteilhaft und damit für die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Europa von Vorteil.

 
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