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Plenardebatten
Mittwoch, 9. März 2016 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Thalidomid (Aussprache)
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  Matthias Groote, Verfasser. Frau Präsidentin, sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich ist es traurig, dass wir heute, so lange Zeit nach dem Skandal um Thalidomid, darüber reden müssen, dass über 900 Opfer bis jetzt nicht richtig entschädigt worden sind, dass es dort am Ende des Tages noch keine Lösung gibt.

Ich bin auch dem Kommissar dankbar, dass er heute hier mit uns in der Runde sitzt und dass wir Druck ausüben auf die Regierungen der einzelnen Staaten, die dieses Produkt Thalidomid als Lizenznehmer mit zugelassen haben. Hier muss es einen Fonds geben, hier muss es eine Entschädigung geben – und die Zeit drängt an der Stelle, weil nämlich die Opfer jeden Tag unter erheblichen Qualen ihren Alltag bestreiten. Hieraus sollten wir Schlüsse ziehen, um Druck auszuüben, auch hier ein Signal an die Hauptstädte derjenigen Staaten auszusenden, die von diesem Skandal betroffen waren und wo die Menschen leben.

Ich muss sagen: Gegenseitige Schuldzuweisung oder einem Land die Schuld dafür zuzuweisen, dass es sich nicht bewegt, nützt den Opfern überhaupt nichts, sondern ich glaube, es ist gut, wenn wir hier geschlossen agieren, geschlossen ein Signal aussenden, dass wir eine europäische Lösung brauchen für diejenigen, die nicht von der Contergan-Stiftung – wie wir sie in Deutschland haben – entschädigt werden, sondern die unter ein Lizenzprodukt fallen. Diese Menschen brauchen schnellstmöglich eine Entschädigung.

Ich bin auch auf die Reaktion des Rates gespannt – die Ratsbank ist heute leider leer. Ich hätte mir gewünscht, dass dort einige Mitgliedstaaten vertreten sind und zuhören, was wir hier zu sagen haben – an der Stelle. Aber vielleicht senden wir das erste Signal aus, und wir werden an der Stelle nicht locker lassen, sondern werden weiter dafür kämpfen, dass die 900 Personen, die bisher nicht richtig entschädigt worden sind, zu ihrem Recht kommen, eine Entschädigung bekommen, und dass ihnen am Ende des Tages Recht getan wird.

 
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