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Plenardebatten
Donnerstag, 14. Mai 2020 - Brüssel Vorläufige Ausgabe

Impfstoffe und Medikamente im Zusammenhang mit COVID-19 (Aussprache)
MPphoto
 

  Tiemo Wölken, im Namen der S&D-Fraktion. – Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Kommissar! Wenn schon die EVP von Zwangslizenzen spricht, dann ist aber wirklich ein großes Problem zu lösen – nein, Peter hat mit vielen Dingen sehr recht.

Auf der gesamten Welt wird gerade sehr intensiv nach einem Impfstoff zur Behandlung und zur Bekämpfung dieser Pandemie gesucht. Kommissar Šefčovič hat heute Morgen von Solidarität gesprochen. Er sagte: Der Wohlstand eines Landes sollte nicht festlegen, ob die Menschen dort ohne dieses Virus leben können. Recht hat er damit.

Und doch lesen wir heute in den Medien, dass der Vorstandschef eines französischen Gesundheitskonzerns sagt: Wenn wir einen Impfstoff entwickelt haben, dann geht er als Erstes an die Amerikaner. Da frage ich mich schon, ob die Gelder, die wir als Europäerinnen und Europäer in Forschung und Entwicklung stecken, eher als ein Geschenk, als etwas, auf das ein Unternehmen Anrecht hat, angesehen werden. Das ist keine Solidarität, das ist Kapitalismus mit dem Leben von Menschen. Das können wir nicht hinnehmen.

Deswegen brauchen wir ganz klar in der Europäischen Union und weltweit gleichberechtigten Zugang zu einem Impfstoff. Ich bin froh, dass meine Fraktion einen Plan für eine europäische Gesundheitsunion entwickelt hat, aus dem hervorgeht, dass wir als Europäerinnen und Europäer erkannt haben, dass wir eine zu große Abhängigkeit vom nichteuropäischen Ausland im Bereich der Gesundheitsvorsorge haben – und die nächste Krise wird kommen. Wir sprechen im Moment gar nicht über antimikrobielle Resistenz (AMR). Insofern müssen wir da sehr viel mehr tun, und insofern freue ich mich auf die Zusammenarbeit.

 
Letzte Aktualisierung: 4. Juni 2020Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen