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Plenardebatten
Freitag, 19. Juni 2020 - Brüssel Überprüfte Ausgabe

Landraub und Abholzung im Amazonasgebiet (Aussprache)
MPphoto
 

  Bernd Lange (S&D). – Frau Präsidentin! In der Tat, die Abholzung des Amazonas ist kein neues Problem. Das kennen wir nun schon seit Jahrzehnten, und insofern ist die Frage des Handelsabkommens nicht das Entscheidende. Das Entscheidende ist, dass die Politik, die dort getrieben wird, falsch ist – und die ist durch Bolsonaro zweifelsohne nochmal dynamisiert worden. Deswegen müssen wir in der Tat gucken, wie wir da eingreifen können, um die Problematik zu entschärfen.

Völlig klar ist auch, dass das Problem auch damit zusammenhängt, dass wir Importeur von Rohstoffen aus Brasilien sind. Rindfleisch ist angesprochen worden. Wenn wirklich diese Nachfrageseite eine Rolle spielt, dann sind wir doch aufgefordert, auch in dieser Nachfrageseite Lösungen anzubieten. Da ist die Kommission in der Tat defensiv. Vor zwei Jahren hat sie eine Mitteilung auf den Markt gebracht, wo gesagt wird: „Man braucht zusätzliche nachfrageseitige Regulierungsmaßnahmen, um die gleichen Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.“ Das sind fromme Worte, aber bisher ist nichts passiert. Von daher – glaube ich – müssen wir wirklich darangehen, unsere Nachfrageseite fair zu machen.

Frau Burkhardt hat in ihrem Bericht einen Vorschlag über einen vernünftigen Lieferkettenansatz gemacht, der bewertet, unter welchen Bedingungen Produkte, die nach Europa kommen, letztendlich geschaffen werden. Das müssen wir voranbringen. Und da erwarte ich, dass die Kommission einen entsprechenden Vorschlag macht, damit wir im nächsten Jahr eine Gesetzgebung in Europa verwirklicht haben werden.

Was Brasilien anbetrifft: Das ist nicht nur Bolsonaro. Wir haben jüngst eine Umfrage in Brasilien gesehen, wonach 88 % der Menschen auch in Brasilien gegen die Entwaldung des Urwaldes sind. Deswegen müssen wir sie auch unterstützen. Lassen Sie uns auch den Dialog mit den Regionalregierungen in Brasilien führen, weil sich diese ganz anders positionieren als Bolsonaro. Auch Unterstützung für die Menschen in Brasilien ist notwendig.

 
Letzte Aktualisierung: 6. August 2020Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen