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Plenardebatten
Mittwoch, 21. Oktober 2020 - Brüssel Vorläufige Ausgabe

Maßnahmen der EU zur Milderung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Gesellschaft und Wirtschaft (Aussprache)
MPphoto
 

  Evelyn Regner (S&D). – Frau Präsidentin! Die europäischen Maßnahmen zum Abfedern der Corona-Pandemie müssen vor allem den Beschäftigten zugutekommen, den Jungen, den Frauen. Die Reichen sollen nicht noch reicher werden durch die Krise.

Wir dürfen nicht zulassen, dass die Finanzspritzen nur Unternehmen zugutekommen – und das ohne jegliche Bedingungen. Warum sage ich das? Als warnendes Beispiel möchte ich die österreichische LKW-Firma MAN nennen. MAN erhielt Unmengen an Steuergeldern, an EU-Unterstützung zum Wiederaufbau, und jetzt wandert das Unternehmen ab und lässt 2 000 Menschen in der Arbeitslosigkeit zurück. So sieht solidarischer Wiederaufbau nicht aus!

Diese 2 000 Beschäftigten stehen exemplarisch für Millionen von arbeitenden Menschen, die ihren Job verloren haben oder jetzt um ihn bangen. Noch dazu sind es meist Frauen, die nicht nur doppelt und dreifach belastet sind, sondern auch als erste gekündigt werden. Dabei sind gerade sie unsere Heldinnen dieser Krise.

Wo genau bitte schön ist Ihre Unterstützung? Durch Investitionen in qualitative Jobs können wir gegensteuern. Genauer gesagt zum Beispiel durch Investitionen in soziale Infrastrukturen, wie hochqualitative Pflege und Betreuung vom Baby bis ins hohe Alter. Wenn nur 2 % des nationalen BIP in qualitative Pflege investiert werden, können wir bis zu 1,5 Millionen Jobs schaffen. 1,5 Millionen! Deswegen investieren wir jetzt in diese qualitative Care-Arbeit, investieren wir in die Zukunft, in eine Wellbeing-Economy für uns alle!

 
Letzte Aktualisierung: 3. November 2020Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen