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Procédure : 2019/2188(INI)
Cycle de vie en séance
Cycle relatif au document : A9-0006/2021

Textes déposés :

A9-0006/2021

Débats :

PV 08/02/2021 - 19
CRE 08/02/2021 - 19

Votes :

PV 09/02/2021 - 14
PV 10/02/2021 - 3

Textes adoptés :

P9_TA(2021)0044

Compte rendu in extenso des débats
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Lundi 8 février 2021 - Bruxelles Edition révisée

19. Réduire les inégalités, avec une attention particulière à la pauvreté des travailleurs (débat)
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Procès-verbal
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  Der Präsident. – Als nächster Punkt der Tagesordnung folgt die Aussprache über den Bericht von Özlem Demirel im Namen des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten über die Verringerung der Ungleichheiten mit besonderem Augenmerk auf der Erwerbstätigenarmut (2019/2188(INI)) (A9-0006/2021).

 
  
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  Özlem Demirel, Berichterstatterin. – Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die EU, ein Ort des Wohlstandes, heißt es immer. Ja, die EU zählt zu den reichsten Regionen dieser Welt. Ein unglaublicher Reichtum häuft sich hier. Gleichzeitig ist aber jeder fünfte Europäer, also 95 Millionen Menschen, von Armut bedroht. Altersarmut, Kinderarmut und arm trotz Arbeit gehören zur bitteren Realität für Millionen Menschen. Knapp 6 % der EU-Bevölkerung sind von extremer materieller Armut betroffen.

Dabei gab es das Versprechen, bis 2020 die Zahl der von Armut betroffenen Menschen um 20 Millionen zu reduzieren. Dieses Ziel der EU wurde verfehlt. Ungleichheiten in der EU – in und zwischen den Mitgliedstaaten – haben sich ausgeweitet. Dabei sind die sozialen Folgen der Corona-Pandemie noch nicht vollständig erfasst. Bereits jetzt ist klar: Die Schere zwischen Arm und Reich wird weiter auseinanderdriften.

Allein deshalb besteht dringender Handlungsbedarf, und zwar nicht erst morgen, sondern eigentlich schon gestern. Wir brauchen europaweite Mindeststandards, starke soziale Sicherungssysteme in den Mitgliedstaaten. Wir brauchen Löhne und Renten, die ein Leben in Würde garantieren. Während noch vor wenigen Jahren der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation sagte: „Arbeit ist das beste Mittel gegen Armut“, trifft dies längst nicht für alle zu. Man stelle sich vor: Jeder zehnte Erwerbstätige in der EU lebt trotz Arbeit in einem von Armut betroffenen Haushalt. Laut offizieller Definition ist man von relativer Armut bedroht, wenn man gerade einmal 60 % des Medianlohns verdient. In kaum einem Mitgliedstaat aber, in dem es gesetzliche Mindestlöhne gibt, liegen diese oberhalb dieser Armutsschwelle. Aber wer arbeitet, darf nicht von Armut bedroht sein. Wer arbeitet, muss ein Leben in Würde führen können. Letztlich sind es doch die arbeitenden Menschen, die überhaupt die Reichtümer schaffen. Auch deshalb braucht es eine klare und ambitionierte Mindestlohninitiative. Was hat man davon, wenn es gesetzliche Mindestlöhne gibt, aber diese nicht einmal vor Armut schützen?

Wohnungslosigkeit steigt, prekäre Beschäftigung steigt, Befristung und unfreiwillige Teilzeit steigen. Mit Gig- und Plattformarbeit, Ausgliederungen, Schein- und Soloselbstständigkeit, Subunternehmerketten, Privatisierungen und Liberalisierungen wurde ein Lohnunterbietungswettbewerb befeuert – und das europaweit. So schwächt man auch Gewerkschaften und erodiert Tarifvertragssysteme. Die schrumpfende Tarifabdeckung wiederum führt zu einer Absenkung des gesamten Lohnniveaus für alle Arbeiterinnen und Arbeiter.

In 14 Mitgliedstaaten der EU arbeitet jeder zweite Erwerbstätige ohne einen Tarifvertrag. Das bedeutet in der Regel schlechte Löhne, schlechtere Arbeitsbedingungen und weniger Arbeitsplatzsicherheit. Wir haben es doch gerade jetzt in der Krise gesehen: Leiharbeiter, Minijobber, befristete Beschäftigte, Arbeitnehmer mit einem Werkvertrag oder Honorarvertrag waren die ersten, die über die Klippe springen mussten. Sie haben schon ihre Arbeitsplätze verloren.

Doch müsste nicht klar sein, dass es soziale Konditionalitäten in der Europäischen Union gibt? Große Unternehmen, Konzerne werden in der Krise mit Milliarden Euros gerettet und entlassen trotzdem Beschäftigte. Das kann doch nicht angehen! Mitarbeiter werden entlassen und gleichzeitig werden Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet. Das kann doch nicht angehen! Es liegt auf der Hand: Die Krise der einen ist der Profit der anderen. Während 75 % der Europäerinnen und Europäer angeben, dass sie sich in einer schlechteren ökonomischen Lage befinden als vor der Corona-Krise, zeigt die brandneue Oxfam-Studie, dass die reichsten zehn Menschen auf dieser Welt allein während der Pandemie 500 Milliarden EUR Vermögen angehäuft haben, ihr Vermögen vergrößert haben.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, mit meinem Bericht liegen Ihnen nun zu diesem Thema und weiteren Themen 73 recitals und 112 Ziffern zur Abstimmung vor. Auch weitere konkrete Maßnahmen sind hier eingeflossen. So fordern wir eine Europäische Sozialversicherungsnummer, den Zugang zu Betrieben für Gewerkschaften, den besonderen Schutz vor Diskriminierung und Benachteiligung am Arbeitsplatz oder die schrittweise Abschaffung von Zero-hour-Verträgen. Wir fordern Initiativen für ein Mindesteinkommen, eine Kinder-Garantie und eine ambitionierte Mindestlohninitiative. Soziale Belange dürfen nicht mehr den Grundfreiheiten des Marktes, die in den EU-Verträgen verankert sind, untergeordnet werden.

Herr Kommissar Schmit, liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist höchste Zeit zum Handeln – für ein Leben frei von Armut und in Würde für alle Menschen, gegen prekäre Beschäftigung, für gute Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit in den Mitgliedstaaten und in Europa.

Ich danke für die engagierte Zusammenarbeit mit den Schattenberichterstatterinnen und Schattenberichterstattern in den Fraktionen und freue mich auf die Beratungen mit Ihnen heute.

 
  
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  Nicolas Schmit, Member of the Commission. – Mr President, honourable Members, yes, it is more important than ever to speak about inequalities. So I would like ...

– Ihnen meinen Dank auszusprechen, liebe Berichterstatterin, für Ihren Bericht und auch dem EMPL-Ausschuss und allen Schattenberichterstattern.

Even before the crisis while unemployment was declining, income inequality did not follow the same trends. In the EU, the income of the richest 20% was five times higher than that of the poorest. This afternoon, Ms Lagarde was here to address this Parliament and when she was at the IMF she put inequality as a major challenge for our societies. Recently she said, and I quote: ‘The bittersweet reality is that despite economic growth, there are still far too many people who are left out.’ Yes, the income share of the lower 40% earners has stagnated for many years, even in periods of economic growth. Equal access to opportunities remains a challenge, especially for children from disadvantaged backgrounds, and as President von der Leyen has put it in her political guidelines, we need equality for all and equality in all of its senses.

The main social fallout of the COVID-19 crisis is still ahead of us. Unemployment can be expected to further increase and poverty and inequality are likely to follow the same path and therefore the crisis response needs to tackle inequality and poverty both in terms of policy and funding, and this has to happen now.

In this regard, adequate, sustainable, fair and inclusive social protection systems play a crucial role. They help cushion the impact of a crisis and contribute decisively to the resilience of our societies. Reinforced support is needed to address youth unemployment, as the crisis has led to an increase in the rates of young people not in employment, education and training. The crisis has plunged a great number of young people into a really dramatic situation. They are experiencing real poverty and exclusion with a detrimental psychological impact – students who have lost their jobs to pay for their studies, the young who worked in the most impacted sectors like tourism or hospitality. Those with precarious jobs were the first to be unemployed. But there are also all the young performers in creative activities – the artists, the musicians, actors – they suffer enormously having no income and often no possibility to pursue their creative activity. We have to show solidarity with these young people if we do not want again a lost generation, or worse, a desperate generation.

Gender gaps in employment and pay were stagnating before the crisis and are now at risk of widening. Yes, women’s over-representation in lower-paid sectors and occupations, the front-line workers, made them particularly vulnerable. Closed schools and reduced services did not help balance carrying the responsibility between men and women. As rightly pointed out in the report, in-work poverty strips work of the basic purpose of providing a decent life. In-work poverty was already high on our agenda before the outbreak of the COVID-19 crisis. We saw the last recovery did not reach all workers to the same extent. And we are committed to Principle 6 of the Pillar of Social Rights, I quote: ‘In-work poverty shall be prevented.’ And this means also that we have to combat precarious work forms.

Providing jobs that pay an adequate wage is essential to guarantee adequate working and living conditions for workers and their families, reduce wage inequalities and build fair and resilient economies. Minimum wages play an important role in this context – adequate minimum wages. Still too many workers are not protected by adequate minimum wages in the EU. This also contributes to higher gender pay gaps. Our proposal for a directive on adequate minimum wages is now in the hands of the co-legislators and we hope for a speedy adoption. Inspired by the principles of the European Pillar of Social Rights, our proposal is ambitious and balanced and fully respects the specificities of national systems. We need adequate minimum wages and better coverage by collective agreements. These are the best ways to combat in-work poverty and poverty at large.

The fight against inequality and poverty will be an essential part of the Action Plan to implement the European Pillar of Social Rights. In December, this House adopted a comprehensive resolution on a strong social Europe for Just Transitions. This is an important contribution to the action plan and a successful Porto Summit.

The Commission has already presented important initiatives in this context: adequate minimum wages and collective bargaining; the SURE instrument; the Youth Employment Support package to prevent another lost generation; skills we just debated; guidelines on seasonal workers – they are not only very much exposed to the pandemic, but they suffer also from bad working and living conditions. The fight against poverty and inequality will take centre stage. The action plan will include proposals which the European Parliament has been calling for for years, such as the Child Guarantee. The Council conclusions of 9 September 2020 invited the Commission to make a proposal on minimum income, given the number of people without income due to the crisis and it is indeed time to review the Council recommendation from 1992.

We need common criteria concerning the fight against inequality, because equality cannot be won by action at EU level alone. It requires Member States, regions, local authorities, social partners and civil society to actively work on the implementation of the Pillar principles including by looking more at the distributional impacts of policies. The next Multiannual Financial Framework and the Next Generation EU can support the right policies. In the MFF, the European Social Fund+ will be entirely dedicated to employment, education and social measures. The preparation of the national Recovery and Resilience Plans provides Member States with ample opportunities to support economic and social upward convergence.

It is absolutely true that rising income inequality is the defining challenge of our time, as former President Obama put it some years ago. As this crisis has even amplified this challenge, it is urgent to act. Talking of competitiveness and growth does not make much sense, as Ms Lagarde said, for people whose work does not pay, as they do not actually enjoy that prosperity to which they finally contribute. Prosperity for all has been a major promise of Europe. Let’s be up to this promise.

 
  
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  Vilija Blinkevičiūtė, Moterų teisių ir lyčių lygybės komiteto nuomonės referentė. – Gerbiamas Pirmininke, gerbiamas Komisare, kolegos, pasisakysiu FEMM komiteto vardu. Noriu atkreipti dėmesį į tai, kad ekonominės ir socialinės nelygybės pasekmės dar iki COVID-19 kėlė didelį nerimą. Moterys iki šiol uždirba mažiau nei vyrai. Joms tenka daug didesnė neatlyginama namų ūkio našta. Jos patiria daug kartų didesnę skurdo riziką senatvėje nei vyrai. Tačiau dėl tebesitęsiančios COVID pandemijos nelygybės ir skurdo problema iš tikrųjų tapo dar aktualesnė. Nors COVID-19 pandemija iš tikrųjų be išimties paveikė visus sektorius, tačiau turbūt labiausiai paveikė paslaugų sektorių, kuriame tradiciškai dirba daugiau moterų, ir dėl šios pandemijos dar daugiau moterų atsidurs skurdo rizikoje, o kartu skurdą patirs ir jų vaikai. Todėl čia mes turime rasti bendras pastangas, dėti bendras pastangas, kad taip neatsitiktų. Moterys taip pat sudaro daugumą sveikatos apsaugos ir socialinės priežiūros darbuotojų, todėl būtina nukreipti viešąsias investicijas į šioje srityje dirbančių moterų poreikių tenkinimą, jų darbo užmokesčio didinimą ir užtikrinti darbo sąlygų pagerinimą.

 
  
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  Cristina Maestre Martín De Almagro, ponente de opinión de la Comisión de Peticiones. – Señor presidente, señorías, en la Comisión de Peticiones hemos trabajado en este informe estudiando la situación de numerosos ciudadanos europeos que nos exigen respuestas ante las situaciones de pobreza y precariedad que sufren en sus puestos de trabajo. Trabajadores, en su mayoría mujeres y jóvenes, que suman en torno a 20 millones de personas en la Unión Europea y que son las eternas víctimas de los sistemas legislativos que consienten e incluso, en algunos casos, estimulan la precarización y los infraempleos. Y bien sabemos que los efectos de la COVID-19 aumentarán estas cifras de personas que trabajan pero que viven en la pobreza.

Por lo tanto, urge trabajar con los Estados miembros y de la mano de sindicatos y también de empleadores en impulsar los cambios en el mercado laboral que sean pertinentes para frenar este empobrecimiento.

Efectivamente, señor Schmit, necesitamos un salario mínimo europeo. No podemos admitir que existan ciudadanos de primera o de segunda en función de la zona en la que vivan, como existen algunos países donde apenas se superan los 300 euros de salario mínimo. Por lo tanto, necesitamos un salario mínimo que sea garantía de justicia y de dignidad en el empleo.

 
  
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  Tomáš Zdechovský, za skupinu PPE. – Pane předsedající, vážený pane komisaři, vážená paní zpravodajko, já děkuji za tuto zprávu jako důležitý výkop k boji proti chudobě a chudobě pracujících. Ale řekněme si jednu věc na začátku. Opravdu je chudoba pracujících v Evropě jedna z největších? Je to ten největší problém, který zažíváme? Podívejme se, jak vypadala chudoba pracujících před sto lety a jak vypadá dnes. Samozřejmě Evropská unie má spoustu nástrojů, kterými řeší chudobu pracujících, a určitě to nejsou kvóty, kterými bychom měli věci regulovat.

Já osobně jsem zažil 42 let v naší zemi komunismus. Zažil jsem určitou část komunismu a komunismus nevytváří rovné prostředí. Komunismus deformuje prostředí a dělá daleko větší právě propast mezi pracujícími a mezi těmi, kdo nepracují a kdo aktivně vlastně řídí politiku. Já připomínám, že pro Evropskou lidovou stranu je naprosto zásadní v boji proti nejistotě a chudobě růst. Je potřeba podporovat podnikavost, malé a střední podniky, přispívat k inovacím, vytváření konkurenceschopného a udržitelného trhu práce. Vítám tedy návrh Komise v agendě dovedností a pevně věřím, že proti chudobě budeme především v této budově bojovat vzdělaností a podporou inovací.

 
  
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  Marianne Vind, for S&D-Gruppen. – Hr. formand! Det er skandaløst, at et fuldtidsjob ikke længere er nok til at betale husleje, sikre mad på bordet og sørge for, at elregningen kan betales. Men for flere og flere lønmodtagere i Europa er dette virkeligheden. Griske arbejdsgivere tjener nemlig kassen på at sende lønninger og vilkår ud i et ræs mod bunden. Og konsekvensen er, at millioner af mennesker bliver "working poor". Det skal vi have sat en stopper for.

Et konkret værktøj i kampen imod social dumping og fattigdom er ID-kort til udstationerede arbejdere. Kortet skal lette myndighedernes kontrol med social dumping og sikre, at alle kender deres ansættelsesvilkår. Resultaterne for Danmark er gode, og derfor kan sådan et ID-kort med fordel bredes ud i hele EU.

Men ID-kortet kan ikke stå alene i kampen mod fattigdom og social dumping. Derfor skal vi tackle problemerne med falske selvstændige, nultimerskontrakter og løse ansættelser. Og derfor skal vi styrke de kollektive overenskomster og beskytte retten til at organisere sig. Og derfor skal vi indføre en social protokol og stoppe med at sætte økonomiske friheder over lønmodtagernes vilkår. Vi skal også lægge et solidt pres på, så vi får en ambitiøs strategi for et sundt og sikkert og trygt arbejdsmiljø for alle.

Der er masser at tage fat på for Europas arbejdere. Der er store forventninger til os politikere, og vi bør gå forrest for at få løst problemerne.

 
  
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  Атидже Алиева-Вели, от името на групата Renew. – Г-н Председател, борбата с бедността и намаляването на неравенствата както на ниво държави, така и в Съюза като цяло трябва да е сред основните приоритети в работната програма на всеки един политик. Недопустимо е съществуването на феномена „работещи бедни“, а фактът, че подобна съдба споделят все повече хора в Съюза, е особено обезпокоителен.

Настоящата пандемия допълнително задълбочи социалните неравенства и за съжаление няма универсално решение. Нуждаем се от спешни мерки и цялостен подход. Основополагащо е бързото възстановяване на икономиката и укрепването на единния пазар. Малките и средните предприятия трябва да имат достъп до възможности за финансиране. Важно е да се гарантират ефективната защита на правата на служителите, безопасните условия на труд, преносимостта на социалните права, както и да се осигурят достатъчно възможности за учене през целия живот. Има нужда от повече инвестиции в нашите селски райони за подобряване на свързаността и за подобряване на услугите. Колеги, борбата с бедността може да бъде успешна, само когато се обединят усилията на европейските институции, държавите, бизнеса, социалните партньори и гражданското общество. Трябва да се работи активно на европейско, национално, регионално и местно ниво.

 
  
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  Dominique Bilde, au nom du groupe ID. – Monsieur le Président, l’Union européenne pense agir sur le réel quand elle produit des rapports. Rien n’est pourtant plus faux, à l’instar de ce texte sur la réduction des inégalités et des travailleurs pauvres. En effet, la majorité de cet hémicycle feint d’oublier que l’Union européenne, ce sont des réformes structurelles douloureuses imposées aux peuples, c’est une vision quasi religieuse de l’équilibre budgétaire et de l’austérité pour tous, c’est la destruction du code du travail et la flexibilité de l’emploi, c’est la suppression des acquis sociaux.

La gestion de la crise de 2008 a jeté des millions d’Européens dans la pauvreté à cause des remèdes catastrophiques que la troïka a mis en place sur notre continent. Aujourd’hui, vous faites mine d’avoir oublié le bain de sang social en présentant l’Union européenne comme un paradis social pour les travailleurs.

Pire, vous imaginez qu’elle est la solution, alors qu’elle est le problème. Vous utilisez une énergie folle à écrire vos rêves alors que vos politiques mondialistes sont notre cauchemar. Le dumping social, la concurrence déloyale, la destruction de nos services publics, la mondialisation sauvage, l’immigration massive expliquent la précarisation et l’appauvrissement général. Je refuse de penser en dehors de ces réalités.

Vous tentez de soigner la plaie que vous avez vous-mêmes ouverte. Il n’a pourtant jamais été aussi urgent d’opérer le malade avant que celui-ci ne rende son dernier souffle. Stop à cette hypocrisie. Laissez aux nations d’Europe la liberté d’agir souverainement pour leurs peuples.

 
  
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  Gwendoline Delbos-Corfield, au nom du groupe Verts/ALE. – Monsieur le Président, en 2008, après la crise économique et financière mondiale, la pauvreté des travailleuses et travailleurs a augmenté dans l’Union européenne, où elle est passée de 8 % à 10 %. La pandémie de COVID-19, une décennie plus tard, aura des conséquences dramatiques.

Nous ne parlons pas ici des immenses difficultés rencontrées par les sans-emploi ou les personnes âgées aux retraites bien trop modestes, mais de toutes celles et de tous ceux qui ont un emploi, mais qui ne permet pas de subvenir à leurs besoins. Contrats atypiques et flexibles, contrats «zéro heure», faux travail indépendant, travail temporaire, travail à temps partiel non choisi... Comment l’Union européenne peut-elle encore accepter ces dispositifs scandaleux qui précarisent avec violence la vie de tous ces travailleurs et travailleuses pauvres?

Travailleuses pauvres: une expression contradictoire et si cynique. Mais comme toujours, les femmes sont effectivement les plus grandes victimes des inégalités dans le monde du travail. On le sait, les secteurs féminisés sont souvent faiblement rémunérés et peu valorisés. Et ce sont aussi les femmes à qui on impose le plus ces contrats du désespoir. Femmes seules avec enfants, femmes subissant des discriminations, femmes handicapées, femmes ayant un faible niveau d’éducation... Et avec la pauvreté des femmes vient nécessairement la pauvreté des enfants, car ce sont les femmes qui achètent les produits de base.

 
  
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  Elżbieta Rafalska, w imieniu grupy ECR. – Panie Przewodniczący! Panie Komisarzu! Ubóstwo w Unii Europejskiej pozostaje ciągle poważnym problemem społecznym, a walka z biedą jest ciągle aktualna. Cele zawarte w Europie 2020 nie zostały osiągnięte, a więc także ten cel, który mówił o zmniejszeniu o 25% liczby osób żyjących poniżej progu ubóstwa. Tu muszą się spotkać wysiłki Unii Europejskiej z działaniami państw członkowskich.

Takim dobrym przykładem skutecznego zwalczania biedy jest Polska. Ograniczenie nierówności, wykluczenia społecznego zbiegło się nie tylko z dobrą sytuacją na rynku pracy, wzrostem wynagrodzenia, niskim bezrobociem, ale także z licznymi inwestycjami społecznymi takimi jak: rodzina 500 plus, emerytury matczyne, waloryzacja najniższych świadczeń, wyprawka szkolna, również wzrost minimalnego wynagrodzenia, które w ciągu 8 lat wzrosło realnie o 50%. To pozwoliło na zmniejszenie ubóstwa o 1,2 mln osób. A więc można!

 
  
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  José Gusmão, em nome do Grupo The Left. – Senhor Presidente, obrigado à relatora pelo trabalho que realizou e aos relatores-sombra.

A União Europeia tem quase 10% de trabalhadores pobres, mas uma percentagem ainda maior de discursos hipócritas sobre a situação a que chegaram esses trabalhadores.

O mesmo centrão político e instituições europeias que lamentam a situação dos trabalhadores pobres promoveram ativamente a precarização das relações de trabalho que gerou e agravou esta situação.

A União Europeia regula quase tudo o que há para regular sobre os bens e serviços que circulam no seu mercado interno, mas não só não regula como promove a desregulação dos direitos dos trabalhadores que produzem esses bens e prestam estes serviços.

A União Europeia faz cumprir e impõe metas para o défice, mas despreza, ignora e falha as suas próprias metas no combate à pobreza. Um bom exemplo deste laxismo é a diretiva sobre o salário mínimo que, na realidade, não é diretiva coisa nenhuma, porque nem sequer impõe a existência de um salário mínimo em todos os Estados-Membros. É por aqui que temos que começar a levar os direitos do trabalho a sério se queremos levar o problema da pobreza no trabalho a sério.

 
  
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  Daniela Rondinelli (NI). – Signor Presidente, onorevoli colleghi, in Europa nell'ultimo decennio i lavoratori poveri sono aumentati del 12 % e nel mio paese, l'Italia, del 28 % La mancanza di lavoro obbliga a milioni di persone ad accettare qualsiasi contratto o salario perché quel poco che hanno è l'unica alternativa per combattere l'indigenza e l'esclusione sociale.

Una digitalizzazione senza regole mette a rischio i diritti fondamentali del lavoro che sono stati conquistati nell'ultimo secolo. Questa risoluzione individua il perimetro di intervento su cui bisogna agire urgentemente, dal salario minimo al diritto alla disconnessione ai lavoratori delle piattaforme.

Noi del Movimento Cinque Stelle sosteniamo questa proposta, ma non accetteremo compromessi al ribasso, e ribadiamo la necessità di modificare a monte il Semestre europeo, mettendo lo sviluppo ambientale e sociale sullo stesso piano della governance macroeconomica. Solo così la Conferenza europea di Oporto di maggio potrà riaffermare appieno la dignità del lavoro, da cui discenderà il nuovo modello sociale europeo che lasceremo alle future generazioni.

 
  
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  Cindy Franssen (PPE). – Voorzitter, de doelstelling die we onszelf hadden opgelegd om tegen 2020 het aantal mensen met een armoederisico met 20 miljoen te verminderen, hebben we niet gehaald. Wel integendeel. Hoewel de IAO-voorzitter een paar jaar geleden nog zei dat werken de beste remedie was om armoede te bestrijden, geldt dat de dag van vandaag niet meer voor iedereen. Het aantal werkende armen stijgt en zal blijven stijgen door de coronacrisis en de groei van het aantal precaire jobs waar werknemers nauwelijks een adequate bescherming hebben – denk maar aan de platformwerknemers.

In tegenstelling tot de vorige crisis kunnen we deze gezondheidscrisis wél aangrijpen om in te zetten op kwaliteitsvolle jobs met waardige arbeidsomstandigheden. Onze werknemers verdienen een eerlijk inkomen en hebben recht op een werkomgeving waar de bescherming van hun gezondheid en veiligheid gegarandeerd is. Daarvoor hebben we nood aan een sterke betrokkenheid van de sociale partners.

Het aangekondigde actieplan voor de volledige implementatie van de sociale pijler zal dan ook niets te vroeg komen om de stijgende armoede en ongelijkheid op de werkvloer te bestrijden. Beginsel 6 is hier kristalhelder over. We kijken reikhalzend uit, meneer de commissaris, naar het Europees kader voor minimumlonen. Want zoals Commissievoorzitter Von der Leyen heeft gezegd: een minimumloon werkt en het is tijd dat werken loont.

 
  
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  Agnes Jongerius (S&D). – Voorzitter, dag in dag uit staan er mensen voor ons klaar, zodat de samenleving kan doordraaien. De kraamverzorgers, de vakkenvullers in de supermarkt, de heftruckchauffeurs in de distributiecentra: zij hebben niet de keuze om thuis te werken. Ze lopen voor ons een risico, maar hun harde werk wordt nauwelijks gewaardeerd. Dat er armoede heerst onder mensen die hard werken in Nederland, in Europa, is eigenlijk niet te verkroppen. De ongelijkheid groeit binnen en tussen landen. Dat moeten we en dat kunnen we keren.

Het is ons plan om van minimumlonen eerlijke lonen te maken, om mensen zekerheid over hun inkomen en hun werkrooster te geven door nulurencontracten af te schaffen, en om platformwerkers zoals de maaltijdbezorgers gelijke rechten te geven. Op de sociale top in Porto kunnen we hierover bindende afspraken maken.

 
  
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  Sylvie Brunet (Renew). – Monsieur le Président, Monsieur le Commissaire, chers collègues, lutter contre le phénomène croissant de la pauvreté des travailleurs est une absolue nécessité pour nous tous.

En effet, la part des travailleurs européens exposés au risque de pauvreté était de 9,4 % en 2018, soit plus d’un point par rapport à il y a dix ans. C’est une réalité inacceptable qui risque encore de s’amplifier du fait de la COVID-19.

Je suis résolument en faveur de l’instauration d’un salaire minimum dans chaque pays de l’Union européenne. Un véritable bouclier social doit être rapidement mis en place afin que chaque travailleur puisse en bénéficier, ce qui lui assurerait un niveau de vie décent. En parallèle, il est impératif que soient renforcées la cohésion et la convergence sociales vers le haut.

Je souhaite aussi insister sur la situation de fragilité économique des femmes ou de certains travailleurs atypiques dont les fonctions sont pourtant essentielles au maintien ou à la relance de l’activité.

Enfin, il est clair que de telles mesures doivent s’inscrire dans un cadre global de lutte contre la pauvreté. C’est absolument indispensable pour réduire les inégalités dans nos sociétés.

 
  
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  Guido Reil (ID). – Herr Präsident! Arbeit. Arbeit ist das beste Mittel gegen Armut. Dieser Grundsatz gilt leider in der Europäischen Union nicht mehr.

Und nun beraten wir heute über einen Bericht von Frau Demirel zur Erwerbstätigenarmut, in dem viel Richtiges steht. Nur, was mich wundert: Auf die Situation in Deutschland wird in diesem Bericht mit keinem einzigen Wort eingegangen, denn wir sind in Deutschland hier wieder einmal Spitze. Das reiche Deutschland: Wir sind nicht nur der Zahlmeister der Europäischen Union, wir sind hier wieder mal Spitze. Wir haben nicht nur die höchsten Lohnnebenkosten und die höchsten Energiepreise, nein, wir haben auch den größten Niedriglohnsektor der ganzen Europäischen Union. Acht Millionen Menschen arbeiten in Deutschland im Niedriglohnsektor. Das heißt, sie verdienen weniger als 10,80 EUR – 8 Millionen Menschen.

Wie konnte es dazu kommen? Die Büchse der Pandora haben Sozialdemokraten geöffnet. Sozialdemokraten haben die Arbeiterschaft wieder einmal verraten mit der Agenda 2010. Und wie geht es weiter? Was tut z. B. Frau Demirel mit den Linken? Die Politik der offenen Grenzen – die Politik der offenen Grenzen führt zu Lohndumping und zu moderner Sklaverei, zu nichts anderem, das führt zu Armut.

Dann haben wir noch die Politik der Grünen, die aus ideologischen Gründen unserer Industrie endgültig den Garaus machen wollen, die die Industrialisierung immer weiter vorantreiben und damit die letzten gut bezahlten Arbeitsplätze in Deutschland auch noch kaputt machen. Diese Politik – diese Politik führt zu Armut. Und das müssen wir verhindern. Die Europäische Union ist das Problem. Sie ist nicht die Lösung.

 
  
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  Λευτέρης Νικολάου-Αλαβάνος (NI). – Κύριε Πρόεδρε, η συζήτηση για μέτρα κατά των ανισοτήτων στην πραγματικότητα στοχεύει στο να προσαρμόσει τα εργατικά δικαιώματα στις απαιτήσεις των μονοπωλίων της λεγόμενης πράσινης ψηφιακής οικονομίας τη στιγμή που η νέα καπιταλιστική κρίση, τα μέτρα που πήραν οι αστικές κυβερνήσεις —και επιχειρούν να μονιμοποιήσουν— με πρόσχημα την πανδημία έχουν φέρει τους εργαζόμενους σε πολύ δεινή θέση. Στην Ελλάδα, η πολιτική της Ευρωπαϊκής Ένωσης και της κυβέρνησης της Νέας Δημοκρατίας μείωσε το εργατικό εισόδημα περαιτέρω κατά 12 %, ενώ προετοιμάζεται νέα επίθεση για δεκάωρη δουλειά, κατάργηση υπολογισμού υπερωριών, ποινικοποίηση συνδικαλιστικής δράσης και απεργίας, με βάση δηλαδή τις ορέξεις της εργοδοσίας και υπό τον φόβο της ανεργίας. Η έκθεση παρουσιάζει σαν εγγύηση τον ευρωπαϊκό πυλώνα κοινωνικών δικαιωμάτων —έναν αντεργατικό μηχανισμό που συμπιέζει τα λαϊκά δικαιώματα στα ελάχιστα εδραιώνοντας την εμπορευματοποίηση της υγείας, της ασφάλισης και της παιδείας. Το ξήλωμα, επομένως, των εργατικών λαϊκών δικαιωμάτων αποτελεί αναγκαία προϋπόθεση για την υλοποίηση της στρατηγικής που θα φέρει στους επιχειρηματίες «ζεστό» χρήμα. Οι εργαζόμενοι έχουν επιλογή: να παλέψουν οργανωμένα για τις σύγχρονες ανάγκες και τα δικαιώματά τους για να μην πληρώσουν και πάλι αυτοί την καπιταλιστική κρίση, ενάντια στην εκμετάλλευση και το σύστημα που τη γεννά.

 
  
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  Ádám Kósa (PPE). – Tisztelt Elnök úr! Magyarország a munkát választotta a segélyek helyett. Ha munka van, minden van. Legfőképpen esély arra, hogy csökkentsük a szegénységet. Hazánkban a kormány kézzelfogható eszközökkel csökkentette a szegénységet: adócsökkentéssel, a családok és gyermekek támogatásával, felelős költségvetési politikával. Az OECD adatai szerint 2010 és 2018 között folyamatosan csökkent a legszegényebbek és a leggazdagabbak közötti különbség, és jelenleg az OECD országos átlagánál is kevesebb. Kisebb, mint Németországban például. A jelentés fesztelen ígéretek halmazát tartalmazza. Csak adóemelésekkel lehet fedezni ezeket. A magyarországi baloldal nyíltan az adóemelés mellett van az ingatlanadó, a vagyonadó bevezetésével. A tervei között szerepel a személyi jövedelemadó megemelése is, és a társasági adó átszabása és emelése.

Lássuk, mit kell tenni. A minimálbéreken és a nyugdíjminimum felett már minimumjövedelmet is kívánnak létrehozni. Közvetlen hozzáférést akarnak adni a civil szervezeteknek EU-s források igénybevételéhez. A szociális dömpingre vonatkozó hivatkozással a kelet-európai állampolgárokat hátráltatnák. Megpróbáltuk javítani a szöveget a Fidesszel és a Néppárttal együtt. Reméljük, hogy valóban ezt a célt fogja szolgálni. Mindig csökkentenünk kell a leggazdagabbak és a legszegényebbek közötti különbséget.

 
  
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  Estrella Durá Ferrandis (S&D). – Señor presidente, señor comisario, señorías, debemos decidir qué modelo de sociedad queremos: ¿el que privilegia la eficiencia y la competitividad por encima de la justicia social o el que pone primero a las personas?

Lo que nos ha hecho avanzar hacia el estado de bienestar no es la explotación de los trabajadores y trabajadoras ni la privatización de los servicios públicos. Nuestra Unión Europea es el ejemplo superlativo de economía social de mercado, donde se consigue competitividad al tiempo que se mejoran las condiciones de vida de la ciudadanía. Y esto se hace con modelos que apuestan por intervención e inversión pública, protección de derechos laborales, salarios decentes, negociación colectiva, política fiscal progresiva y lucha contra el fraude fiscal.

La Unión Europea es el crisol de los derechos fundamentales. Habrá quien dirá: «Sí, pero también son lastres para la competitividad económica». Yo les replico: «¿Es posible vivir una vida sin dignidad, sin justicia social?». Elijamos, pues, el modelo correcto porque, si no, cuando las desigualdades y la pobreza sigan creciendo, será la política la que se habrá vuelto ineficiente.

 
  
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  Nicolas Schmit, membre de la Commission.Herr Präsident, Mesdames, Messieurs, la crise du COVID-19, la pandémie, c’est probablement une catastrophe naturelle. La pauvreté, le fait que des enfants soient condamnés à l’exclusion, ce n’est pas une catastrophe naturelle. C’est le résultat de dysfonctionnements profonds dans notre société. Si c’est le résultat de dysfonctionnements profonds dans notre société, nous avons la clé – faire amende honorable et changer cela.

Je suis d’accord: nous avons besoin de croissance économique, de croissance durable, respectueuse de la nature, respectueuse des équilibres écologiques. Respectueuse, aussi, du travail des femmes et des hommes. Nous avons besoin d’innovation, et c’est pour cela que nous avons débattu de l’investissement dans le capital humain, dans l’éducation. Nous avons besoin d’entrepreneurs qui créent de la richesse, qui créent des entreprises.

Mais ce dont nous avons aussi besoin, et je reviens à la formule de Mme Lagarde, c’est que tout le monde y trouve sa part, que tout le monde ait le sentiment que son travail est honoré, qu’il travaille dans la dignité. C’est finalement ce but-là que nous devons poursuivre, parce que ce qui est en jeu, c’est la cohésion de nos sociétés, c’est l’avenir de nos jeunes, de nos enfants. Mais c’est aussi l’avenir de l’Europe. Parce qu’on entend, même ici, des sirènes qui nous disent que tout cela, bien sûr, est la faute de l’Europe.

C’est pour cela que le sommet de Porto, la mise en œuvre d’un plan d’action ambitieux sur le social, est si important. Oui, un salaire minimum adéquat est capital. C’est capital pour tous ceux qui travaillent et qui ne peuvent pas vivre de leur travail dans la dignité.

Je fais appel à la conscience de tous ceux qui ont des doutes, qui ont des réserves juridiques ou autres au sujet de ce cap pour les salaires minimum. Pensez un moment à ces millions de travailleurs qui travaillent parfois plus de 40 heures par semaine et qui ne peuvent pas offrir à leur famille une vie digne.

Je crois que faire un progrès grâce à un salaire minimum adéquat, approprié, qui améliore leurs conditions de vie, qui améliore aussi leurs conditions de travail, c’est la moindre chose que l’Europe peut leur offrir.

 
  
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  Der Präsident. – Die Aussprache ist geschlossen.

Die Abstimmung findet am Dienstag, 9. Februar 2021, statt.

Schriftliche Erklärungen (Artikel 171)

 
  
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  Sandra Pereira (The Left), por escrito. – Estamos aqui a debater a pobreza de quem trabalha num preocupante quadro social marcado pela existência de milhões de trabalhadores e suas famílias em risco de pobreza. Este quadro foi agudizado pelos efeitos do combate ao surto de COVID-19, mas já antes era altamente preocupante e carecia de resposta.

Relembramos que, em 2017, três anos antes da COVID-19, 20,5 milhões de trabalhadores e agregados familiares viviam em risco de pobreza, na UE28, trabalhadores cujo salário não era suficiente para os tirar da situação de pobreza! A UE e as suas políticas neoliberais têm responsabilidades no agravamento da pobreza e da exclusão social e convém não esquecer isso.

Na atual conjuntura, em que milhares de trabalhadores perderam o emprego, outros tantos milhares estão em layoff, milhares de trabalhadores independentes e micro e pequenos empresários se viram forçados a cessar a sua atividade, estima-se que a pobreza de quem trabalha tenha ganhado dimensões deveras preocupantes. É urgente responder a este flagelo. Para isso é essencial valorizar salários e pensões, erradicar a precariedade, promover o emprego com direitos, combater a desregulação dos horários e melhorar as condições de acesso à proteção no desemprego. Ao mesmo tempo, urge investir nas funções sociais do Estado, na segurança social, na saúde e na educação.

 
  
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  Stefania Zambelli (ID), per iscritto. – La pandemia da COVID-19 ha esacerbato le disuguaglianze sociali ed economiche, con il rischio di un peggioramento nel prossimo futuro. È necessario mettere in atto politiche volte a mitigare questi effetti. Tuttavian la risposta non può e non deve essere, nuove legislazioni a livello europeo, in merito a pensioni, salari e reddito minimo. Voglio ricordare, infatti, che queste sono e rimangano competenze esclusive degli Stati membri. Spetta ad essi, infatti, il compito di decidere, o meno, circa l'introduzione di un salario minimo nazionale, tramite un confronto corale con tutti i partner sociali interessati. Inoltre, ritengo impensabile, poter risollevarsi dalla crisi, con una sovraregolamentazione e sussidi: essi non rappresentano una soluzione, ma un nuovo peso su imprese e lavoratori. È necessario mettere le persone in condizione di poter lavorare e di creare lavoro, dal momento che è un'occupazione dignitosa, l'unico strumento utile per non cadere in una condizione di povertà. Infine è necessario sottolineare come l'immigrazione clandestina, stia avendo un impatto estremamente negativo sul mondo del lavoro, con effetti sul livello dei salari e sulla natura precaria di molti lavori.

 
Dernière mise à jour: 2 juin 2021Avis juridique - Politique de confidentialité