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Procedure : 2022/2016(INI)
Document stages in plenary
Document selected : A9-0225/2022

Texts tabled :

A9-0225/2022

Debates :

PV 12/09/2022 - 14
CRE 12/09/2022 - 14

Votes :

PV 13/09/2022 - 7.9
Explanations of votes

Texts adopted :

P9_TA(2022)0310

Debates
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Monday, 12 September 2022 - Strasbourg Revised edition

14. New EU Forest Strategy for 2030 – Sustainable Forest Management in Europe (debate)
Video of the speeches
PV
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  President. – The next item is the debate on the report by Ulrike Müller, on behalf of the Committee on Agriculture and Rural Development, on a new EU forest strategy for 2030 – sustainable forest management in Europe (2022/2016(INI)) (A9-0225/2022).

I remind you that this is when the free seating is applied, with the exception of the two first rows that are allocated to Group leaders. Then you will be able to request catch—the-eye and blue cards via your voting machine after having inserted your voting card. I would also like to remind you that the interventions will continue to be made from the central lectern, except for catch-the-eye, blue cards and points of order.

 
  
  

IN THE CHAIR: MICHAL ŠIMEČKA
Vice-President

 
  
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  Ulrike Müller, Berichterstatterin. – Sehr geehrter Herr Präsident, Herr Kommissar, sehr geehrte Kollegen! Der Bericht zur Forststrategie, den wir heute diskutieren, stellt die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder in den Mittelpunkt. Er soll dazu dienen, dass unsere Wälder ihre vielfältigen Rollen erfüllen können: Klimaresistenz, Kohlenstoffsenke, Lebensraum für Pflanzen und Tiere, Bereitstellung von Holz als Werk- und Brennstoff und Arbeits- und Erholungsort für Menschen. Die Menschen sind in erster Linie die 16 Millionen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer mit den 500 000 Arbeitskräften in der Forstwirtschaft. Ihnen allen gilt mein ausdrücklicher und herzlicher Dank heute. Sie bewirtschaften seit Jahrhunderten verantwortungsbewusst unsere Wälder und sorgen dafür, dass der nötige Waldumbau stattfindet.

Natürlich stehen unsere Wälder in Europa vor gewaltigen Herausforderungen. Einerseits machen die Klimawandelfolgen ihnen zu schaffen: Trockenheit, Extremwetter setzen ihnen schwer zu. Dies erfordert schnelles Handeln der Förster. Die Wälder müssen umgebaut werden, um widerstandsfähiger zu sein. Die Zeit drängt. Das bedeutet aber auch, dass man Holz schlagen muss, um neue Bäume pflanzen zu können. Allerdings sind die Wälder echte Multitalente. Sie sind Klimaschützer, indem sie CO2 aufnehmen und speichern, aber auch, indem sie nachhaltige Materialien liefern. Damit leisten sie unersetzbare Beiträge zu grünem Wachstum und grünen Arbeitsplätzen. Sie bieten Lebensraum für Biodiversität. Sie sorgen für saubere Luft und sauberes Wasser. Sie sind Erholungsort und sichern Einkommen. Die Wälder sind multifunktional, und wir sind auf die Erfüllung dieser Funktionen unbedingt angewiesen.

Das erfordert eine ausgewogene, nachhaltige Bewirtschaftung. Auch das fordert die Förster. Nicht einfacher wird es in der EU dadurch, dass dabei verschiedene politische Ebenen im Spiel sind, Herr Kommissar. Eine kohärente Politik, die die richtigen Anreize setzt, ist daher entscheidend. Die neue EU-Forststrategie wurde deshalb gerade auch von den Waldbesitzern und den Förstern dringend erwartet. Mit dem nun vorliegenden Bericht formulieren wir unsere Erwartungen an die Umsetzung der Strategie.

Meinem Berichtsentwurf sind dafür vier Leitideen zugrunde gelegt. Erstens: Die Wälder Europas sind durch ihre historische Entwicklung multifunktional. Es gilt also, sie entsprechend weiterzuentwickeln und stetig die richtige Balance zu finden.

Zweitens: Die nachhaltige Forstwirtschaft ist der typische und erfolgversprechendste Ansatz in der Waldpflege, um die verschiedenen Ziele ausgewogen zu erreichen. Wichtig ist, dass die nachhaltige Forstwirtschaft nicht als feststehendes, überholtes System missverstanden wird. Sie muss sich dynamisch an die Herausforderungen anpassen, um Zielkonflikte aufzulösen und Synergien zu schaffen.

Drittens: Die Eigentümer und Förster sind die Säulen, auf denen die Strategie steht. Sie kennen ihre Wälder wie kein anderer, und sie haben durch die Jahrzehnte umfassenden Bewirtschaftungszeiträume ein natürliches Eigeninteresse an dauerhaft gesunden Wäldern. Die Strategie kann nur erfolgreich sein, wenn sie den Förstern die richtigen Ansätze setzt und sie unterstützt, statt ihnen durch immer mehr Auflagen und Bürokratie Steine in den Weg zu legen. Dabei müssen wir besonders berücksichtigen, dass sich ein großer Teil der europäischen Wälder in der Hand von Kleinwaldbesitzern mit nur wenigen Hektar befindet. Eine Strategie, welche die Kleinwaldbesitzer nicht mitnimmt, ist zum Scheitern verurteilt, Herr Kommissar.

Viertens und keineswegs zuletzt: Die Wälder sind lokal. Deshalb kommt es auf die Nutzung des Wissens und der Erfahrung vor Ort an, um Wälder angemessen bewirtschaften zu können. Dafür muss die Strategie einem Bottom-up-Ansatz folgen. Sie muss, wo immer es möglich ist, auf Bestehendes aufbauen und es verbessern – im Rahmen von Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit. Wir brauchen die Zusammenarbeit mit den Eigentümern und den Interessenträgern in den Regionen, damit unsere Wälder den vielen Erwartungen gerecht werden können.

Vor allem in Klima und Artenschutz, aber genauso im Sinne der biobasierten Kreislaufwirtschaft und des grünen Wachstums muss die Strategie Politikkohärenz im Sinne dieser vier Leitideen schaffen. Multifunktionalität, nachhaltige Bewirtschaftung, Eigentümer als tragende Säule und Lokalität. Ich bedanke mich ganz herzlich bei unseren Schattenberichterstatterinnen und Schattenberichterstattern, die hier so intensiv mitgearbeitet haben, und freue mich auf die Aussprache im Sinne der europäischen Wälder.

 
  
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  Virginijus Sinkevičius, Member of the Commission. – Mr President, honourable Members, I would like to thank this House for putting the new EU forest strategy for 2030 on the agenda of this plenary session. And, of course, I would particularly like to thank the rapporteur, Ms Müller, as well as the shadow rapporteurs, for this comprehensive and balanced report and for the clear support for the new EU forest strategy reflected therein.

The new EU forest strategy adopted in July 2021 is the flagship initiative of the European Green Deal that provides the framework for the forests to deliver on their share to our environmental and climate ambition and to secure livelihoods in rural areas and support a sustainable forest-based bioeconomy.

At the core of the strategy is the recognition of the multifunctionality of the forests and the balance between their economic, social and environmental functions. Other equally important elements of the strategy are ensuring that forest ecosystems are restored, resilient and adequately protected, the contribution of forests and the entire forest-based value chain for achieving a sustainable and climate-neutral economy and adequate forest monitoring and planning.

I would like to highlight a few points that you have also raised in your report on the multifunctional role of forests. I think we all agree that forests fulfil many functions and offer many services to our society. They provide numerous goods and services. They are essential for biodiversity, climate change mitigation, water replenishment and regulation, recreation and health services. And, at the same time, they provide food, green jobs – just to name a few. So if we want our forests to continue providing their multiple goods and services, we should also make sure they are in good health, that they are diverse and resilient.

Therefore we need to protect the EU’s last remaining primary and old-growth forests. We need to improve the quality and resilience of existing forests through restoration and adaptation to climate change. We need to increase the quantity and quality of the EU’s forest cover and we need to provide sufficient financial incentives to forest owners and managers to make this happen.

The Commission strongly encourages Member States to exploit adequate financial support to forests and the forest-based sector. The common agricultural policy is a key source of public financial support to EU forests. We want to enhance uptake of CAP support for forests. Member States have the flexibility to design their forest-related interventions according to their needs and specific conditions.

But good policy needs good data. And there is a general need for more, better and comparable data on European forests and their management. To this end, the Commission will propose a new EU framework for forest monitoring and strategic plans to develop an EU-wide forest observation framework that provides open access to detailed, accurate, regular and timely information on the condition and management of EU forests and to the many products and ecosystem services that forests provide. The framework will use remote sensing technologies and geospatial data, including earth-observation Copernicus capacities integrated with ground-based monitoring. As part of that framework, Member States’ competent national or regional authorities could develop strategic plans for forests on the basis of a common general structure and elements. We are currently working on the impact assessment of the new framework and, in this context, public and targeted consultation on its main elements are currently ongoing. We plan to publish the Commission’s proposal in the second half of 2023.

Finally, I would like to say a few words on forest governance. Because of their multifunctionality, forests contribute to many different EU policy objectives. We need to ensure the necessary coherence of these objectives. In the new EU forest strategy, the Commission announced its intention to enhance the governance for forest-related matters to make it more inclusive and interdisciplinary, and to reflect all objectives of the new EU forest strategy and their interlinkages with other EU policies such as climate change, biodiversity and many more. In order to implement this commitment, the Commission will soon present a proposal to revise the governance and mandate of the Standing Forestry Committee to establish a more inclusive and interdisciplinary group.

President, honourable Members, let me once again thank you for this important discussion on forests and the support of the new EU forest strategy. Thank you.

 
  
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  Herbert Dorfmann, im Namen der PPE-Fraktion. – Herr Präsident, Herr Kommissar, Kolleginnen und Kollegen! Wälder sind Teil unserer Landschaft, unserer Kultur- und Naturräume, sie sind Wirtschaftsräume, Schutzräume, Erholungsräume, Kernzellen der Biodiversität.

Aber damit Wälder diese Vielfalt auch garantieren können, brauchen sie Aufmerksamkeit, sie brauchen Schutz und Pflege. Die Zuständigkeit dafür liegt bei den Mitgliedstaaten und bei den Lokalkörperschaften, und dabei wollen wir auch bleiben. Zu unterschiedlich sind die Wälder in Europa und die Funktionen, die sie haben, und auch die Notwendigkeiten, als dass man das alles unter den Hut einer europäischen Forstpolitik bringen könnte. Aber eine europäische Forststrategie, die wir nun neu definieren, ist der berechtigte Versuch, einen gemeinsamen Nenner zu finden und europäische Herausforderungen erfolgreich anzugehen.

Unsere Wälder sind nämlich unter Druck – Klimawandel, nachlassende Pflege und Schädlinge setzen vielen Wäldern zu. Da braucht es gemeinsame Strategien, und es braucht auch eine gemeinsame Forschung. Und die grassierende Ausbreitung des Borkenkäfers braucht eine europäische Antwort.

Neben dem Schutz braucht der Wald – vor allem der Wirtschaftswald – aber eben auch Nutzung. Da bleibt die von der Kommission vorgelegte Forststrategie viel zu oberflächlich. Wenn Wald Baustoffe wie Zement oder Stahl und Energie liefern soll, muss er auch nachhaltig genutzt werden. Nur dann kann sich der Wald auch verjüngen und sich dem Klimawandel anpassen.

Das schließt natürlich nicht aus, dass es Wälder gibt, die aufgrund ihrer Schutzfunktion oder ihrer Besonderheit unter Schutz gestellt werden. Aber der Holzvorrat nimmt praktisch in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union seit Jahren zu. Deswegen sollten wir aufhören, so zu tun, als würden wir unsere Wälder in Europa durch Übernutzung verlieren. Wir müssen sie nutzen, dann können wir einen wichtigen Beitrag und einen entscheidenden Beitrag zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft leisten.

 
  
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  Carmen Avram, în numele grupului S&D. – Domnule președinte, domnule comisar, stimați colegi, vreau să încep prin a mulțumi raportoarei și raportorilor din umbră pentru colaborarea exemplară în privința finalizării acestui raport privind strategia forestieră, în care am reușit să găsim echilibrul între toate cele trei funcții ale pădurilor: de mediu, social și economic. Acest echilibru este extrem de important azi, în contextul crizelor multiple, al secetei istorice și al apropierii iernii.

Vom avea nevoie de pădure și ca sursă de biodiversitate și sănătate, dar și ca resursă. Exploatată sustenabil, pădurea ne poate ajuta să atingem țintele de energie regenerabilă și independența energetică.

În plus, acest raport cere și protejarea comunităților care depind de pădure. El solicită un studiu de impact înainte de desemnarea ariilor protejate, dar și compensații financiare pentru proprietarii pădurilor care vor contribui la atingerea țintelor. Îndeplinirea acestor ținte nu trebuie să fie decontată de comunități și industrii.

Domnule comisar, România a făcut deja pași importanți pentru o mai bună protejare și gestionare a pădurilor, dar, fiind unul din cele doar patru state membre deținătoare de păduri virgine, trebuie ajutată pentru îndeplinirea acestui țel important pentru întreaga Uniune.

 
  
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  Nicolae Ştefănuță, în numele grupului Renew. – Domnule președinte, domnule comisar, doamnă raportoare, astăzi, în vara lui 2022, care a fost cea mai caldă din istoria Europei, încă mai tăiem iresponsabil păduri.

Ca să nu credeți că vorbesc despre lumea a treia, vă spun că Europa a tăiat 842 000 de hectare de pădure anul acesta, iar Amazonia a pierdut 900 000 de hectare, adică comparabil. Să nu mai vorbim de pădurile seculare care, odată pierdute, sunt pierdute pentru totdeauna.

Oameni buni, o pădure bine protejată este o investiție în viitor, este o investiție pentru fiica mea, pentru copiii voștri, o investiție care ne protejează de verile toride, atunci când aerul este irespirabil.

Avem și vești bune. Acasă, la Sibiu, de exemplu, noul rege Charles a lansat cel mai mare proiect european de restaurare a peisajelor europene forestiere. Mă bucur să văd și în strategia de astăzi inițiative precum monitorizarea pădurilor, bazată pe indicatori comuni, și recomandări pentru practici forestiere prietenoase cu natura.

Oameni buni, pădurea, aerul nu se opresc la graniță, ele sunt șansa noastră pentru viață, sunt șansa generațiilor viitoare.

 
  
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  Thomas Waitz, im Namen der Verts/ALE-Fraktion. – Herr Präsident, Herr Kommissar! Zuerst meinen Dank an die Kollegin Müller und die anderen Kolleginnen und Kollegen für die konstruktive Zusammenarbeit. Denn in der Tat erkennt der Bericht die Probleme an, die wir haben. Er erkennt an, dass wir mit Kahlschlag weiter ein Problem haben, dass die Wälder zu CO2-Emissionsherden werden anstatt zu —Senken, dass wir ein Problem haben mit der Wasserspeicherfähigkeit, dass wir dem Boden zusetzen mit der industriellen Forstwirtschaft. Der Bericht erkennt diese Probleme an.

Hat er den Mut gefunden, tatsächlich naturnahe Waldwirtschaft ins Zentrum der europäischen Waldstrategie zu stellen? Leider nein. Naturnahe Waldwirtschaft mit gemischten Arten, mit dauernder Bedeckung des Bodens, mit Naturverjüngung, hat die höchste Wasserspeicherfähigkeit, die höchste Speicherfähigkeit von CO2, und erlaubt eine gute Ernte an Holz und das bei einem wunderbaren Mix von Biodiversität in den Wäldern. Diese Form der Waldwirtschaft hat leider nur die Position eines Nischenbetriebes bekommen, mit einem netten Zertifikat, so wie der Biolandbau. Aber den Mut zu sagen, dass das die Art der Waldwirtschaft ist, die alle gesellschaftlichen Voraussetzungen erfüllt und wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt, die wir brauchen im 21. Jahrhundert – ja, um Holz als Rohstoff zu nutzen, aber vor allem, um CO2 im Boden zu binden und dann auch gebunden im Boden zu halten –, diese Chance, hier ein klares Statement seitens des Parlaments zu setzen, haben wir leider so nicht ganz erfüllt.

Dennoch: Es sind einige wichtige Schritte bereits vorgezeichnet. Es sind die Probleme klar benannt, und es bleibt der nächsten Runde an Verhandlungen vorbehalten, hier schlussendlich dem guten, richtigen und wirksamen Modell zum Durchbruch zu verhelfen.

 
  
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  Gilles Lebreton, au nom du groupe ID. – Monsieur le Président, chers collègues, les forêts recouvrent 43 % de la surface de l’Union européenne. Leur gestion durable est donc un enjeu majeur, tant sur le plan économique que sur le plan écologique.

Mais contrairement à ce qu’affirme le rapport Müller, la gestion forestière est une compétence nationale et non une compétence partagée avec l’Union. Je ne suis donc pas d’accord pour que l’Union s’y ingère. La France est parfaitement capable de gérer ses forêts. Elle a même acquis une expertise en ce domaine avec son Office national des forêts. Elle n’a donc pas besoin de la tutelle de la Commission et de sa conception punitive et rétrograde de la protection de l’environnement.

J’ajoute enfin que cette immixtion a vocation à être financée par des prélèvements sur le budget de la Politique agricole commune. Or, je m’y oppose aussi, car les agriculteurs n’ont pas besoin qu’on aggrave leur situation en réduisant le budget qui leur est dédié.

 
  
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  Mazaly Aguilar, en nombre del Grupo ECR. – Señor presidente, pues a mí me preocupa, y mucho, la nueva estrategia forestal de la Comisión, y me preocupa porque carece de una comprensión del amplio papel que desempeñan los bosques y el sector forestal y porque, además de ignorar la competencia de los Estados miembros a este respecto, deja reducido el papel de los bosques principalmente a consideraciones ambientales, olvidando los aspectos socioeconómicos tan importantes.

Según los Tratados de la Unión Europea, la responsabilidad de los bosques recae en los Estados miembros, y todas las iniciativas que tengan que ver con los bosques deben respetar el principio de subsidiariedad y proporcionalidad y, por tanto, las competencias de los Estados miembros en este campo.

Por más que se empeñen no existe un bosque europeo único: existe un bosque francés, un bosque italiano, un bosque finlandés, un bosque sueco… En fin, hay una gran diversidad. La Comisión, al tratar de introducir una estrategia forestal única para toda la Unión Europea y no tener en cuenta las diferencias regionales, no entiende que los bosques de la Unión Europea tienen diferentes edades y, por tanto, diferentes niveles de biodiversidad.

La Comisión Europea, y también el Parlamento Europeo, a pequeños pasos, eso sí, invaden los derechos de los Estados miembros. Las medidas adoptadas por la Unión deben ser proporcionadas y limitadas, ese es el significado del Tratado: no somos una federación. La Unión Europea debería limitarse a marcar el camino a un nivel muy general dejando la decisión de qué hacer a los Estados miembros.

 
  
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  Marina Mesure, au nom du groupe The Left. – Monsieur le Président, chers collègues, il est bien de commencer cette rentrée parlementaire par la stratégie forestière européenne. Car comme vous le savez, l’été a été marqué par de nombreux incendies qui ont ravagé des milliers d’hectares, nous rappelant l’extrême fragilité de nos écosystèmes.

La crise écologique est là et il est de notre devoir d’en atténuer les effets pour la faune, la flore et les plus vulnérables. Pour notre stratégie forestière, cela signifie une meilleure coordination des politiques nationales visant à s’adapter au dérèglement climatique. Cela passe par un renforcement de nos services publics, aussi bien ceux qui s’occupent de la gestion de nos forêts au quotidien que ceux qui luttent contre les feux qui se multiplient en Europe.

Cela passe aussi par une rupture avec une vision purement mercantile des forêts. L’exploitation des forêts, que ce soit pour des besoins de construction ou de production d’énergie, doit être mieux encadrée. Nous devons y protéger la biodiversité tout comme les travailleurs du secteur, particulièrement confrontés aux accidents du travail et aux maladies professionnelles.

Donc, si ce rapport présente quelques bons éléments, il est essentiel d’en rehausser l’ambition.

 
  
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  Sabrina Pignedoli (NI). – Signor Presidente, onorevoli colleghi, siamo l'unico continente su cui la superficie boschiva è aumentata. Peccato che ciò avvenga principalmente a seguito di abbandono dei terreni agricoli e dello spopolamento, lasciando il posto a una boscaglia che produce più CO2 di quella che riesce ad assorbire.

Noi non abbiamo bisogno di questo: abbiamo bisogno di foreste sane, che migliorino il nostro benessere e che ci aiutino a raggiungere gli obiettivi di neutralità climatica. Per avere foreste in buona salute non possiamo dimenticare le persone che vivono e lavorano in queste zone. Dobbiamo prendere in considerazione il lato economico delle foreste che deve funzionare da volano per lo sviluppo rurale.

Occorre puntare sulla produzione di legno in maniera sostenibile, anche per l'edilizia.

Si devono sviluppare le attività complementari, come certi tipi di agricoltura o di allevamento.

Ma per farlo servono investimenti effettivi, non le briciole che sono arrivate fino ad ora. E non facciamo l'errore di tenere nella tassonomia il gas e il nucleare, escludendo invece le biomasse, che rappresentano una fonte primaria di energia rinnovabile se prodotta in modo sostenibile.

 
  
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  Benoît Biteau, rapporteur pour avis de la commission du développement. – Monsieur le Président, chers collègues, la forêt joue un rôle central dans la bataille que nous menons contre le réchauffement climatique. Aussi, des capitaux sont attirés par le profit pouvant être réalisé en plantant des arbres dans le but de vendre les crédits carbone correspondants.

Avant d’être un espace économique, la forêt est un lieu de vie, de biodiversité. Nous ne regardons pas les arbres comme des seuls pièges à carbone. Les 800 000 hectares de forêt qui sont partis en fumée cet été étaient essentiellement des plantations de résineux. Et dans ces fumées, des millions de tonnes de carbone sont reparties dans l’atmosphère.

L’agriculture carbonée sur laquelle la Commission européenne travaille en ce moment peut devenir un danger pour le maintien d’une agriculture paysanne et pour notre souveraineté alimentaire. Soyons donc vigilants pour que les forêts et les terres de nos régions ne soient pas l’objet d’une spéculation à court vue basée sur l’impasse de la seule compensation. L’Union européenne doit empêcher toutes les tentatives de greenwashing d’entreprises qui ne font pas les efforts nécessaires pour réduire leurs propres émissions de gaz à effet de serre.

 
  
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  Simone Schmiedtbauer (PPE). – Herr Präsident, Herr Kommissar, werte Kolleginnen und Kollegen! Die EU-Waldstrategie ist ganz entscheidend für das Gelingen des Grünen Deals der EU. Wir brauchen multifunktionale, nachhaltig bewirtschaftete Wälder, wenn wir unsere Klima- und Umweltschutzziele erreichen wollen. Ohne die aktive Nutzung der nachwachsenden Ressource Holz und die Einbindung der Waldbesitzer wird es allerdings nicht gehen. Also müssen wir uns klar gegen neue Hürden für die nachhaltige Waldnutzung und für die Stärkung der Waldbesitzer und des Subsidiaritätsprinzips in der Forstpolitik aussprechen.

Die Waldbesitzer sind diejenigen, die der EU-Waldstrategie mit ihrer Umsetzung auf ihrem Grund und Boden, ihrem Eigentum erst Leben geben. Sie müssen also bei den zukünftigen Gesetzesinitiativen zum Wald mitberücksichtigt werden. Genauso wie die EU-Länder, die Regionen, die Gemeinden, die die Diversität der Wälder Europas kennen und zielgerichtete Forstpolitik schaffen können.

In der Forstwirtschaft sind wir bereit, mit unserem Know-how, unseren nachwachsenden Ressourcen einen Beitrag zu leisten. Wir stehen bereit, den Wandel zu einem nachhaltigen Europa zu unterstützen und die vielen Vorteile der multifunktionalen, nachhaltig bewirtschafteten Wälder Europas aufzuzeigen.

 
  
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  Clara Aguilera (S&D). – Señora presidenta, señor comisario, gracias a los ponentes, a la señora Katainen y especialmente a Carmen Avram, de mi grupo político, por el trabajo realizado.

Tenemos que acoger con satisfacción la propuesta de estrategia forestal de la Unión Europea para 2030: la considero un instrumento estratégico muy importante para alcanzar nuestros compromisos relacionados con la mitigación y adaptación al cambio climático, la conservación y la restauración de la biodiversidad y la promoción de la bioeconomía circular y el apoyo al desarrollo rural. Es importante la relevancia dada a la multifuncionalidad de los bosques en esta estrategia, aunque solo se alcanzarán si se integran en ellos aspectos económicos y sociales.

También quisiera resaltar que no se mencionan cuestiones medioambientales de gran relevancia para Europa, como la desertificación o el abandono de tierras forestales, además de temas como los incendios forestales o las plagas. Deberían haber tenido una mayor atención y concreción.

Se trata de una estrategia forestal ambiciosa en muchos aspectos y ahora es necesario actuar para garantizar que estos objetivos se alcancen realmente.

Por último, es necesario lograr un equilibrio entre los aspectos medioambientales, sociales y económicos de la gestión forestal, manteniendo y respetando la diversidad de los bosques y de las prácticas de gestión forestales de los Estados miembros de la Unión Europea, y a la vez asegurando una aproximación coordinada y armonizada de la Unión Europea.

 
  
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  Elsi Katainen (Renew). – Arvoisa puhemies, arvoisa komission jäsen, metsät ja niiden kestävä hoito ovat ratkaisu ilmastonmuutoksen torjunnassa ja myös fossiilisten raaka-aineiden korvaamisessa – niin tuotteissa kuin myös energian tuotannossa.

Valitettavasti EU:n metsiin vaikuttavat aloitteet eivät aina tunnista tätä perusasiaa. EU tarvitsee metsästrategian, jossa nähdään metsien yhteiskunnalliset hyödyt laajasti. Metsissä on kyse ympäristön lisäksi myös omistamisesta, taloudesta ja sosiaalisista arvoista.

Parlamentin mietintö onnistuu komission strategiaa paremmin löytämään tasapainon näissä perusasioissa, ja haluan kiittää mietinnön esittelijää Mülleriä hyvästä työstä. Vetoan, että hyväksymme tämän mietinnön.

Metsäpohjainen bioenergia on laskettava jatkossakin uusiutuvaksi, muuten olemme fossiilitalouden tiellä. Tosiasia nimittäin on, että ympäristövaliokunnan linjauksista huolimatta puu uusiutuu ja sitoo kasvaessaan hiiltä edelleenkin.

 
  
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  Teuvo Hakkarainen (ID). – Arvoisa puhemies, ilmasto on muuttunut, siitä ei kukaan pääse mihinkään, mutta siitä on tehty ilmastohysteria, joka on maailmanhistorian suurin bluffi, kun luonnon normaalista kiertokulusta tarkoitushakuisesti etsitään maailmanlopun aineksia. Kaiken elämisen yllä leijuu tämä keksityn ilmastonmuutoksen Damokleen miekka.

Saastumista pitää vähentää – totta kai – ihminen voi vaikuttaa siihen, mutta maapallo pyörii omaa kulkuaan tulevine jääkausineen ja kuumine kausineen, ilman että EU mahtaa sille yhtään mitään. Joka paikkaan tunkeva vihreä siirtymä itse on se myrkky, jolla halvaannutetaan normaali eläminen.

EU:n ei tarvitse tulla neuvomaan Suomea metsäasioissa. Olemme siinä jo maailman paras. Meillä istutetaan vuosittain 200 miljoonaa puuta, neljä tainta jokaista kaadettua puuta kohti. Ottakaa siitä mallia!

 
  
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  Zbigniew Kuźmiuk (ECR). – Panie Przewodniczący! Panie Komisarzu! Podstawowym zastrzeżeniem, jakie chciałem zgłosić do tej strategii (ono było zresztą podnoszone na tej sali), to złamanie zasady subsydiarności, czyli przygotowanie strategii leśnej w sytuacji, kiedy kompetencje w tym zakresie należą do państw członkowskich.

Po drugie, strategia, jak wiele innych strategii ogłoszonych ostatnio przez Komisję, kładzie nacisk na ten wątek środowiskowy, a pozostawia poza polem swojego zainteresowania sprawy gospodarcze i społeczne. A lasy mają niewątpliwie wpływ na tę sytuację gospodarczą i społeczną, szczególnie w wymiarze lokalnym. To jest niestety pominięte i to jest bardzo poważny błąd.

W moim kraju, w Polsce, lasy są w głównej mierze zarządzane przez gospodarstwo państwowe. Powierzchnia lasów z roku na rok przyrasta. Od okresu powojennego do chwili obecnej powiększyła się o 10%. Lasy zajmują obecnie 30% powierzchni kraju. Rosną zasoby drewna w lasach. Coroczne ich pozyskiwanie jest mniejsze niż przyrost, a więc narzucanie takiej gospodarce leśnej jakichkolwiek ograniczeń nie ma po prostu sensu.

Dlatego namawiam do tego, aby sprawę rozwoju gospodarki leśnej pozostawić w kompetencjach państw członkowskich.

 
  
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  Anne Sander (PPE). – Monsieur le Président, Monsieur le Commissaire, nos forêts ont été terriblement dévastées cet été avec la sécheresse et les incendies, avec des conséquences terribles pour nos territoires. Parce que sur le plan environnemental, rappelons que nos forêts abritent de la biodiversité, qu’elles stockent du carbone. Mais elles sont aussi porteuses de solutions importantes en matière de bioéconomie et de bioénergie, en valorisant nos ressources sylvicoles. Valoriser ces ressources fait partie intégrante de la bonne gestion forestière pour que nos forêts soient entretenues, en bonne santé, et pour permettre le renouvellement des peuplements mais aussi l’adaptation des essences au réchauffement climatique.

Je voudrais aussi rappeler le rôle économique de nos forêts. Dans ma région, dans le Grand Est, rien que là, la filière bois et forêts, ce sont 55 000 emplois.

Alors, au cours de cette semaine, chers collègues, soyons ambitieux pour notre planète et pragmatique d’un point de vue économique. Et ce, que ce soit pour la stratégie forestière, que ce soit pour le texte sur les énergies renouvelables ou encore pour le texte sur la déforestation.

 
  
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  Monika Beňová (S&D). – Pán predsedajúci, vážený pán komisár, hovoriť o akýchkoľvek opatreniach v oblasti boja proti klimatickým zmenám bez toho, aby sme hovorili o veľmi dobrej stratégii v oblasti lesníctva, je v podstate trestuhodné.

A situácia v oblasti lesníctva je veľmi dramatická a zhoršuje sa. Nielen preto, že ceny dreva ako komodity sa v dôsledku neustále zvyšujúceho dopytu stále zvyšujú a stále narastajú, ale lesy v letných obdobiach decimujú obrovské suchá. Zároveň, ich decimujú požiare. Klimatické zmeny vplývajú negatívnym spôsobom nielen na odolnosť lesov proti samotným požiarom, ale aj na perspektívu produkcie dreva v nadchádzajúcich rokoch.

A práve preto dlhodobo pripomíname, že správu lesných ekosystémov je nutné zlepšovať a prispôsobovať moderným výzvam. Európska stratégia v oblasti lesného hospodárstva musí stavať na existujúcich základoch a zahŕňať ochranu a obnovu biodiverzity a lesných ekosystémov, založených na princípoch trvalo udržateľného lesníctva, a podloženú jasnými ukazovateľmi a indikátormi. Rovnako dôležité je, aby nová stratégia lesného hospodárstva bola v súlade so stratégiou biodiverzity do roku 2030.

Podľa môjho názoru si to vyžaduje, aby sme sa bezpodmienečne zaviazali k prísnej ochrane našich najcennejších starých porastov a pralesov. A v rámci tohto úsilia by sme mali tiež preskúmať, ako stimulovať a zvýšiť financovanie tohto odvetvia, a ako udržateľným spôsobom využívať aj primerané služby v rámci ekosystému.

 
  
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  Asger Christensen (Renew). – Hr. Formand! Tak fordi, at jeg må få ordet. For mig er det meget vigtigt, at vi har en bæredygtig og fornuftig skovstrategi i EU. Men det er ikke fornuftigt og bæredygtigt at lade skovene stå urørt hen, som venstrefløjen vil. Vi skal have en aktiv skovdrift. En aktiv skovdrift er en grøn skovdrift. Vi skal udtynde vore skove, sådan at resten af træerne kan vokse sig store, og bruge udtyndingstræet til bioflis. Stammerne bruger vi selvfølgelig til møbler, trækonstruktioner med videre. Det er en bæredygtig og sund fornuft, og det er klimavenligt. Jeg er lige nu i gang med at udtynde min egen skov, som blev ramt under orkanen i 1999, og hvor 25 procent af træerne væltede. Der er vi i gang med førstegangsudtynding. Og det udtyndingstræ, det bliver brugt til bioflis. Det er sund fornuft. I Danmark er 80 procent af skovene privatejede. Vi skal ikke fratage skovejerne en mulighed for at tjene penge på skovdrift, men derimod lave nogle regler, som hjælper dem. Biodiversitet, kulstoflagring, det er jeg helt overbevist om, at vi kan nå. Det er sund fornuft.

 
  
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  Roman Haider (ID). – Herr Präsident! Mitten in der Energiekrise mit explodierenden Energiepreisen möchte die EU-Kommission die Energiegewinnung aus Holz einschränken und zurückfahren – genau das ist nämlich die Folge dieser Waldstrategie. Die Nutzung des einzigen nachwachsenden, in Europa auch leicht verfügbaren Rohstoffs zur Energiegewinnung soll massiv eingeschränkt und zurückgefahren werden. Und die Bürger fragen sich zu Recht, ob man hier in der EU noch ganz bei Trost ist.

In den letzten Jahren sind im Sinne der Nachhaltigkeit und der Regionalität unzählige Anlagen zur Energiegewinnung aus Holz entstanden: Biomasse-, Hackgut-, Pellets-Anlagen, Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Mit einem Federstrich will die Kommission all das zerstören. Mit einem Federstrich wird die Energieversorgung Europas gefährdet. Und mit einem Federstrich werden mitten in der Wirtschaftskrise unzählige Arbeitsplätze vernichtet. Und mit einem Federstrich wird Know-how auf Weltspitzenniveau im Bereich der Energiegewinnung aus Holz zerstört. Damit macht sich die Kommission wirklich endgültig zum größten Feind ihrer eigenen Bürger.

 
  
  

VORSITZ: OTHMAR KARAS
Vizepräsident

 
  
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  Marlene Mortler (PPE). – Herr Präsident, Herr Kommissar! Ob Agrarwende, Ernährungs-, Verkehrs- oder Energiewende – mit diesen Schlagworten wollen uns die Grünen in Deutschland seit Jahren umerziehen. Gleichzeitig macht der grüne Wirtschaftsminister einen Kniefall vor dem Scheich in Katar. Ich will heute eine Lanze für unsere Waldbesitzer brechen, denn Holz ist der bedeutendste nachwachsende Rohstoff. Der Wald ist der Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel, Arbeitsplatz für Millionen von Menschen, Holzlieferant für Bau, Wärme und Strom – und er ist Erholungsraum für uns alle.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung heißt, den großen Erfahrungsschatz der privaten und staatlichen Waldeigentümer sowie der Förster intensiv zu nutzen. Sie wissen am besten, welche Bewirtschaftungsform wo am besten passt. Eine Zentralisierung der Forststrategie nach Europa und neue Zertifizierungen sind daher ein Irrweg. Wer den Grünen Deal will, der muss in diesen Kriegszeiten heimische Potenziale nutzen, Bürokratie abbauen, den handelnden Menschen vor Ort einfach mehr zutrauen.

 
  
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  Norbert Lins (PPE). – Herr Präsident, Herr Kommissar, liebe Kolleginnen und Kollegen! Es sind viele Stichworte in der Debatte schon gefallen: Multifunktionalität der Wälder, die ökonomische, die soziale, die ökologische Funktion, der Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. Herr Kommissar, wir haben diese Woche eine Waldwoche, jetzt die Waldstrategie, danach entwaldungsfreie Lieferketten und am Mittwoch noch die Erneuerbaren, die Erneuerbare-Energien-Richtlinie. Und genau bei diesen drei Vorschlägen merkt man: Da muss man vieles zusammenbringen und nicht auseinanderdividieren. Multifunktionalität heißt eben, nicht nur eine Funktion sehr stark zu betonen.

Und es ist natürlich auch wichtig, klarzumachen, dass wir eine Gemeinsame Agrarpolitik haben, aber keine gemeinsame Forstpolitik. Wir haben eine ganz große Unterschiedlichkeit der Wälder, der Strukturen, der Besitzverhältnisse, anders als in der Landwirtschaft. Auch da muss man unterschiedliche Antworten finden. Ich glaube, das hat das Parlament mit dem Bericht der Kollegin Müller gut gefunden – besser als die Kommission, finde ich. Darauf können wir aufbauen.

 
  
 

Spontane Wortmeldungen

 
  
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  Franc Bogovič (PPE). – Spoštovana poročevalka, hvala za uravnotežen predlog strategije o gozdovih, ki je zelo pomembna strategija, kot smo že slišali. Prihajam iz Slovenije, ki je za Finsko in Švedsko tretja najbolj gozdnata država, v kateri se že stoletja trajnostno gospodari z gozdovi, prirast je večji kot posek. Imamo 80 % gozdov v lasti posameznikov - kmetov. Oni so tisti, ki s temi gozdovi že stoletja dobro gospodarijo. Zato je pomembno, da še naprej spoštujemo princip subsidiarnosti, da države skupaj z lastniki gozdov upravljajo gozdove in da dopustimo to večfunkcionalno funkcijo gozdov. Vemo, kako pomemben je les kot gradbeni material, po drugi strani pa vemo, da je tudi za mnoge lastnike gozdov biomasa pomembna. V letih, ko nam grozi tudi energetska revščina, bo tudi v tem delu igrala pomembno vlogo. Še enkrat čestitke za poročilo in naj gozd ohrani večfuncionalno funkcijo, kot jo je do zdaj.

 
  
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  Miapetra Kumpula-Natri (S&D). – Arvoisa puhemies, on hienoa, että tällä viikolla keskustelemme metsistä, sillä ihmisen on asetettava elämänsä luonnon antamien rajoitusten pariin. Silti en pidä siitä mustavalkoisesta keskustelusta, että metsiä joko käytetään vain taloudellisen edun näkökulmasta tai sitten metsiä ei voisi lainkaan käyttää, sillä me olemme myös metsänhoidollisissa toimenpiteissä oppineet käyttämään metsiä kestävästi – tekemään uudelleenistutuksia, suojelemaan biodiversiteettiä ja käyttämään nimitystä kestävä metsätalous.

Toivottavasti strategian pohjalta luotu hyvä näkymä näkyy myös Euroopan unionin lainsäädäntötyössä, niin että meillä on myöhemminkin metsiä, joita voimme kestävästi hyödyntää ja myös nähdä niiden arvon ennen kaikkea biodiversiteetille, koska se on ollut tällä kaudella uusi näkemys, jota myös metsänhoidollisissa toimissa tulee käyttää. Määrätietoinen työ eteenpäin vie meidät Euroopassa pitkälle.

 
  
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  Mick Wallace (The Left). – Mr President, the EU forest strategy for 2030 is positive in its vision of a new commercial forestry model based on protecting soil, water and biodiversity instead of the blocks of monoculture, cash crops and clear felling that have caused so much harm in the past. But for all that is welcome in the strategy, it would be seriously undermined if we fail to end the crazy and completely unscientific policy of treating biomass as being carbon-neutral in the revision of the Renewable Energy Directive

In Ireland, more than 40% of all Sitka spruce grown is harvested for energy purposes. Half of all of Ireland’s total forested area is under Sitka spruce. Therefore, an enormous amount of Ireland’s forests are burned as biomass; 42% of all the Sitka spruce in Ireland is released back into the atmosphere as carbon. We need to stop incentivising the burning of wood for energy by stopping counting it as a renewable and stopping subsidising it.

 
  
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  Michaela Šojdrová (PPE). – Pane předsedající, já chci poděkovat paní zpravodajce Ulrice Müllerové za tuto zprávu, kterou vlastně reagujeme na předloženou strategii Evropské komise. Všichni víme, že osm let do roku 2030 je velmi krátká doba, ale přesto se dá mnoho udělat pro to, abychom podpořili to, o čem zde hovoříme, tzn. multifunkčnost lesů.

Každá země má jiný přístup, ale máme všichni jeden společný cíl, aby lesy byly zdravé, aby jich neubývalo, aby plnily svoji funkci environmentální, aby mohly pohlcovat uhlík, aby tedy splňovaly ty cíle pro boj proti změnám klimatu a zároveň, aby byly ekonomicky využitelné a také, aby nám přinášely radost a možnost odpočinku. Myslím, že to všechno lesy dokáží, když budou mít ochranu, když budou mít lesníci naši podporu, a to všechno i v této strategii je obsaženo a já děkuji a těším se, že ji budeme naplňovat.

 
  
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  Clare Daly (The Left). – Mr President, I, too, welcome the fact that we have a new forest strategy for 2023 although, of course, we all know that it was weakened before publication under pressure from the forest industry and some of our Member States. But, nonetheless, it is important in that it does put as much emphasis on our ecosystem services as it does on woods and energy, and that is incredibly important.

If we ever needed a wake-up call this summer was it with the droughts and floods that we’ve seen. Deforestation is in part a consequence of that. But we have to be careful because forests are increasingly seen as the silver bullet to replace our dependence on fossil fuels and whole trees are being burnt into pellets when they could be used for other purposes.

We’ve seen intensive forestry exploitation having a devastating impact on the development of monocultures, with a strong impact subsequently on our ecosystems. And, of course, clear cutting has had a significant erosion which has in turn polluted watercourses.

So, a strategy is good, but we need to have it severely implemented if it is to mean a fraction of what it says on paper.

 
  
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  Sandra Pereira (The Left). – Senhor Presidente, uma gestão florestal sustentável deve ter em consideração aspetos como a rentabilidade económica, a promoção da multifuncionalidade das florestas e a sustentabilidade dos ecossistemas florestais.

Deve incentivar o ordenamento florestal e evitar o abandono rural, que deixa grandes áreas de terra ao abandono e que favorece a proliferação de monoculturas florestais ao serviço da indústria do papel.

As políticas e orientações da União Europeia têm responsabilidades no estado atual das nossas florestas. O subfinanciamento, a privatização e o desmantelamento dos serviços públicos e o domínio dos monopólios sobre o setor da madeira sufocaram milhares de pequenos produtores florestais.

Para proteger as florestas são necessárias outras políticas (agrícola, desenvolvimento rural e comércio), para além do fim das limitações impostas ao investimento público dos Estados.

Os preços da produção de madeira constituem uma questão crucial para assegurar o interesse e o compromisso dos pequenos e médios proprietários numa gestão florestal ativa que defenda a floresta, promova a sua multifuncionalidade, assegure a sustentabilidade dos ecossistemas florestais e fomente as espécies nativas.

 
  
 

(Ende der spontanen Wortmeldungen)

 
  
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  Virginijus Sinkevičius, Member of the Commission. – Mr President, honourable Members, thank you very much for this debate and for your interventions today, which clearly reflected the balanced character of Parliament’s report. I have heard many interesting ideas on issues that lay at the heart of both of our institutions.

And, I have to say, I can agree with most of the statements made today. For example, by Ms Müller, the rapporteur, who stressed the very clearly the role of forest owners, especially the smallholders, and the need to support them and get them on board to support our strategy. Or by Ms Beňová who acknowledged that we need to address the health of our forests at European level. Or by Ms Avram who stressed the need to support Member States in their efforts to better protect forests and Mr Ștefănuță who recalled that protecting our forests is the best investment for the future.

But let me briefly also raise a couple of issues. First of all, on the need to support foresters and forest owners. Forest owners and managers need drivers and financial incentives to acknowledge the ecosystem services linked to the adoption of most climate- and biodiversity-friendly forest management practices. So the new CAP for 2023–2027 offers increased flexibility to design forest-related interventions according to national needs and specificities, as well as reducing red tape while linking and ensuring a synergetic approach between the European Green Deal, national forest policies and the EU environment and climate legislation.

The recommendations to Member States on the CAP strategic plans for the 2023–2027 period have encouraged due consideration of forests. The forest strategy further calls on Member States to set up under the CAP and other EU financial instrument payment schemes for ecosystem services for forest owners and management, and accelerate the roll-out of carbon farming practices through this and other public instruments.

On the need to ensure biomass availability and biodiversity protection – we are looking for the multiple wins: biodiversity, climate and bioeconomy. We can and we must minimise trade-offs between preservation of forests and timber supply. Nature is our best ally in the fight against climate change. The EU forest strategy will not negatively affect the overall availability of timber for the bioeconomy and will increase the resilience of forest ecosystems and help meet other social demands. The new forest strategy aims at preserving carbon in the long run.

The proposal for the revision of the Renewable Energy Directive as part of the ‘Fit for 55’ package sets out additional concrete safeguards. It includes strengthened sustainability criteria for bioenergy, extending the scope of application and enlarging no-go areas for sourcing; his means prohibiting the sourcing of forest biomass from primary forests and limiting it in highly biodiverse forests to ensure no interference with nature protection purposes.

Of course, I have to mention forest fires, which many of you mentioned as well, which again we have experienced this summer all over Europe, starting actually very early. So the forest strategy acknowledges that the extent and intensity of forest fires in the EU will increase in the next years. And this is one of the main challenges that the EU strategy intends to overcome to the extent possible through the promotion of more healthy and resilient forests. This is clearly linked to prevention – in particular, complex stands composed of uneven-age and multiple species are less vulnerable to forest fires than even-age monocultures. The future legislative proposal on monitoring will also allow to have better data on the areas at risk and anticipate the need to intervene and to minimise them.

So, once again, dear members of Parliament, as you know, the implementation of the strategy, which was adopted by the Commission more or less a year ago, is already on its way. And the Commission is paving the way towards a legislative proposal on forest monitoring and strategic plans and preparatory work on the new governance is also ongoing. But implementing this strategy is a long-term process and will require continued support and engagement from all stakeholders. Your report will be most a valuable contribution in the implementation of the strategy that aims to ensure a healthy, prosperous future for our forests.

 
  
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  Ulrike Müller, Berichterstatterin. – Herr Präsident, Herr Kommissar! Ich möchte mich ganz herzlich für diese Debattenbeiträge bedanken. Wir haben unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen gehört. Das wundert mich auch gar nicht. Aber zwei Leitgedanken sind es tatsächlich, die mich in dieser Debatte mitgetragen haben: Einmal sind es die Erwartungen an unsere Waldökosysteme, die sind sehr breit gefächert. Und das andere ist dieser Appell an die unterschiedlichen Erfahrungen in den Regionen, dass Waldbewirtschaftung von unten nach oben funktioniert und in jeder Region anders ist.

Ich glaube, One-size-fits-all funktioniert auf europäischer Ebene nicht, Bottom-up ist der Ansatz, den wir wollen. Herr Kommissar, ich bin nicht Ihrer Meinung, dass wir so viel GAP-Geld nutzen sollten. Die Gemeinsame Agrarpolitik hat nun mal nur jeden Euro einmal auszugeben. Wenn wir ihn für den Forst nehmen, fehlt er woanders. Ich bin der Meinung: Ökosystemleistungen müssen extern finanziert werden. Es gibt Klimafonds, es gibt Menschen, die viel Geld investieren wollen in grünes Investment, und dazu gehören auch die Ökosystemleistungen für die Wälder.

Ich glaube, was uns getragen hat in dieser Zusammenarbeit mit allen Berichterstattern, Schattenberichterstatterinnen, war der Wille, den Wald nachhaltig umzubauen, der Wille, naturnahe Waldbewirtschaftung nach vorne zu bringen, und auch der Wille, dass ein Wald auch wachsen muss und Zeit dazu braucht. Das hat uns geeint. Darum bitte ich noch einmal, hier diesem Beschluss zuzustimmen. Und ich bedanke mich noch mal bei den 16 Millionen Waldbesitzern, die tagtäglich ihre Arbeit machen im Interesse der europäischen Bürger.

 
  
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  Der Präsident. – Die Aussprache ist geschlossen.

Die Abstimmung findet am Dienstag, 13. September 2022, statt.

Schriftliche Erklärungen (Artikel 171)

 
  
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  Jadwiga Wiśniewska (ECR), na piśmie. – Z postępującą degradacją systemów leśnych na pewno trzeba skutecznie walczyć. Zwiększona ochrona lasów, a zwłaszcza lasów pierwotnych i starodrzewów, to postulat również polskiego społeczeństwa. Wszyscy w Polsce chcemy chronić nasze wspaniałe i bogate lasy. Chcemy, aby były one odporne na zmiany klimatu i klęski żywiołowe, aby były zdrowe, silne i służyły przyszłym pokoleniom. Jako poseł kontrsprawozdawca opinii komisji ENVI w tej sprawie uważam jednak, że cele te można realizować na poziomie państw członkowskich, a zintegrowana strategia Komisji Europejskiej, próbując stopniowo rozszerzać kompetencje UE w zarządzaniu lasami, narusza zasadę pomocniczości. Obawiam się, że połączenie nowej strategii leśnej z celami strategii na rzecz ochrony bioróżnorodności będzie dużym wyzwaniem dla sektora leśnego. Przykładowo, cel objęcia 10% powierzchni kraju ochroną ścisłą oznaczałby dla Polski obowiązek wyłączenia ok. 1/3 powierzchni lasów z aktywnej gospodarki leśnej.

 
Last updated: 15 November 2022Legal notice - Privacy policy