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Plenardebatten
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Mittwoch, 9. November 2022 - Brüssel Überprüfte Ausgabe

Mitteilung über die Gewährleistung der Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Düngemitteln (Aussprache)
MPphoto
 

  Herbert Dorfmann, im Namen der PPE-Fraktion. – Frau Präsidentin, Herr Kommissar, Kolleginnen und Kollegen! Danke, Herr Kommissar, dass Sie sich um diese Mitteilung bemüht haben, sie jetzt vorgestellt haben. Und ich denke, gerade was die mittel- und langfristige Lösung des Problems angeht, haben Sie einige sehr wertvolle Inputs gegeben.

Gestern haben Ihre Mitarbeiter der GD AGRI bei uns im Agrarausschuss eine erschreckende Zahl vorgestellt. Wenn man die Mehrkosten, die den Bäuerinnen und Bauern durch höhere Energiekosten und höhere Düngerkosten entstehen, zusammenzählt, dann kommt man auf 45 Milliarden EUR in diesem Jahr. Das ist sozusagen die gesamte GAP. Das heißt, diese Mehrkosten verbrennen alles, was wir als GAP ausgeben, und die wenigen Millionen, die in dieser Mitteilung drinnen sind, die geben halt dann wenig Fleisch her.

Diese Zahl macht deutlich, wo das wirkliche Problem ist. Ich denke, das wirkliche Problem ist, dass Dünger zu teuer sind. Und man macht es sich ein bisschen einfach, wenn man einfach sagt: Ja, Energiekosten sind hoch, und deswegen sind halt auch Dünger teuer.

Ich nenne Ihnen ein paar Zahlen. Zum Beispiel ein großes deutsches Unternehmen, Kali und Salz, hat im letzten Jahr den Gewinn im Vergleich zu 2020 von einem Verlust von 1,8 Milliarden auf einen Gewinn von 2,2 Milliarden gebracht. Borealis hat den Gewinn verdoppelt. Yara hat vor zwei Wochen eine Sonderdividende ausbezahlt, weil man das Geld nicht mehr losgeworden ist, und hat auch noch zugegeben im Bericht, dass man weltweit billig Harnstoff und Ammonium eingekauft hat und den Bauern in Europa teuer verschleudert hat. Und da müssen wir dran.

Es gibt Übergewinne, es gibt Spekulationsblasen, es gibt Oligopole. Und ich denke, wenn wir das Thema wirklich angehen wollen, dann müssen wir auch an dieses Thema heran und müssen schauen, wie wir die Kosten insgesamt in Europa wieder nach unten bringen.

 
Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2023Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen