Antwort von Olivér Várhelyi im Namen der Europäischen Kommission
30.6.2025
Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) veröffentlichte am 17. Januar 2020 seine erste Schnellrisikobewertung mit dem Titel <QT.START>„</QT.START>Cluster of pneumonia cases caused by a novel coronavirus, Wuhan, China, 2020<QT.END>“</QT.END>[1]. Das ECDC verfolgte die Lage aufmerksam und aktualisierte seine Schnellrisikobewertungen, sobald vertrauenswürdige wissenschaftliche Informationen verfügbar wurden. Das ECDC veröffentlichte am 26. Januar 2020 seine zweite Aktualisierung dieser Schnellrisikobewertung[2], in der die potenziellen Auswirkungen der 2019-nCoV-Ausbrüche als hoch und eine weitere weltweite Ausbreitung als wahrscheinlich eingeschätzt wurden, wodurch es also vor einer Pandemie warnte.
Weder die Kommission noch das ECDC noch die Europäische Arzneimittel-Agentur waren an den Simulationsübungen (Atlantic Storm, CLADE X, Event 201 und Spars Pandemic 2025-2028) beteiligt. Daher kann sich die Kommission dazu nicht äußern.
Vor der COVID-19-Pandemie organisierte die Kommission routinemäßig Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau, um sich auf mögliche grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren vorzubereiten. Dies waren Schulungen zu Prävention, Vorsorge und Reaktion auf grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren, Notfallplanung in Bezug auf Tierseuchen und Zoonosen[3] sowie Simulationsübungen mit Schwerpunkt auf der Schnellrisikobewertung chemischer Bedrohungen[4].
Darüber hinaus organisierten die Kommission und das ECDC die Übung „Blue Orchid“[5], um Mechanismen, Verfahren und Kommunikationskanäle zwischen der Kommission und dem ECDC im Bereich des Krisenmanagements zu testen. Außerdem führten sie im März 2019 regionale Experten-Workshops zur Bereitschaftsplanung im Hinblick auf Pandemien durch, um die nationalen Ansätze, die von den Ländern der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums bei der Planung, Umsetzung und Bewertung von Bereitschaftsplänen für (Influenza-)Pandemien verfolgt werden, zu koordinieren.
Das ECDC veröffentlichte am 2. Juni 2014 ein Handbuch zu Simulationsübungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit in der EU[6].
- [1] https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/rapid-risk-assessment-cluster-pneumonia-cases-caused-novel-coronavirus-wuhan.
- [2] Risikobewertung: Auftreten des durch ein neuartiges Coronavirus hervorgerufenen akuten Atemwegssyndroms, China; Erste Fälle durch Einschleppung in die EU/den EWR; zweite Aktualisierung: https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/risk-assessment-outbreak-acute-respiratory-syndrome-associated-novel-0.
- [3] https://better-training-for-safer-food.ec.europa.eu/training/?lang=de.
- [4] https://health.ec.europa.eu/scientific-committees/former-scientific-committees/scientific-committee-health-environmental-and-emerging-risks-2016-2021/scheer-minutes-working-groups-2016-2021_en.
- [5] Sie wurde am 8. Februar 2019 durchgeführt.
- [6] Handbuch zu Simulationsübungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit in der EU („Handbook on simulation exercises in EU public health settings“): https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/handbook-simulation-exercises-eu-public-health-settings.