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Parlamentarische Anfragen
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17. Oktober 2006
E-4449/06
SCHRIFTLICHE ANFRAGE E-4449/06
von Hiltrud Breyer (Verts/ALE)
an die Kommission

 Betrifft: Mysteriöse Wetterphänomene über Norddeutschland
 Schriftliche Antwort 

Ist der Kommission bekannt, dass verschiedene seriöse Medien über mysteriöse Phänomene am Himmel über Norddeutschland berichteten? So sei bereits im Juli 2005 auf verschiedenen Radarschirmen von unterschiedlichen Wetterstationen eine scheinbare Wolke auf einer Länge von bis zu 400 km registriert worden, obwohl es weder regnete noch der Himmel bedeckt war. Das nicht erklärbare Radarphänomen wiederholte sich Ende März 2006. Die Meteorologen stehen vor einem Rätsel, sind sich aber einig, dass es für die „Erscheinung“ keine natürliche Erklärung wie Vogelflug oder Kerosin aus Flugzeugen gibt. Ebenso kann eine Fehlmessung der Radaranlagen ausgeschlossen werden, da verschiedene Aufnahmen unabhängig voneinander die gleichen Bilder in den Niederlanden, Emden und Hannover gemacht haben. Meteorologen aus dem ganzen Bundesgebiet vermuten hinter den Erscheinungen militärische Experimente. Z.B. vermutet Jörg Asmus, Meteorologe am Deutschen Wetterdienst, dass Militärs entweder Wetterveränderungen induzieren wollten oder terroristische Anschläge simulierten (vgl. DER SPIEGEL 13/2006). Physiker vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie Geowissenschaftler der Bundeswehr kommen zu dem Ergebnis, dass Teilchen in die Atmosphäre ausgebracht wurden, um das Niederschlagsradar zu stören. Auch im Umweltbundesamt nimmt man das Phänomen ernst. Welche Kenntnisse hat die Kommission von den berichteten Phänomenen über Norddeutschland?

1. Wie werden diese bewertet bzw. erklärt?

2. Teilt die Kommission die Einschätzung von Meteorologen, Geologen und Physikern, dass es sich bei den unerklärbaren Wetterphänomenen bzw. Radaraufzeichnungen um militärische Experimente handeln muss, da ansonsten keine seriöse Erklärung dafür zu finden ist?

3. Hat die Kommission Kenntnis von entsprechenden militärischen Versuchen über Norddeutschland zum Zwecke der Terrorabwehr oder der Wetterbeeinflussung?

4. Ist zu befürchten, dass von diesen Versuchen gesundheitliche oder sonstige Gefahren für Menschen und Natur ausgehen?

5. Welche EU-Behörde ist bzw. wäre für die Benachrichtigung über entsprechende militärische Versuche verantwortlich?

6. Nach welchen einschlägigen Normen sind solche Experimente erlaubt?

 ABl. C 329 vom 30/12/2006
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